Klausurpaket · Sek II
Klausurpaket Sek II
Sammlung von Klausuren mit ausformuliertem Erwartungshorizont, geeignet als Vorlage für ein eigenes fachbezogenes Bewertungsraster.
3 Materialien = 15 % · 4 = 20 % · 5 = 25 % Rabatt.
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Notenschlüssel · Bewertungsraster · Bewertung
Drei gängige Punkte-Noten-Schlüssel im Vergleich, ein Bewertungsraster in fünf Schritten aufgebaut und Klausurmaterial mit ausformuliertem Erwartungshorizont als Ausgangspunkt für eigene Bewertungsbögen.
Ein Notenschlüssel übersetzt erreichte Punkte in eine Note, ein Bewertungsraster legt vorab fest, wofür es überhaupt Punkte gibt. Diese Seite vergleicht drei verbreitete Punkte-Noten-Schlüssel, zeigt den Aufbau eines Rasters in fünf Schritten und verlinkt Klausurmaterial mit fertigem Erwartungshorizont als Vorlage. Verbindlich ist immer das schulinterne Leistungskonzept und die Vorgabe des jeweiligen Bundeslands.
Die meisten Rückfragen nach einer Klausur betreffen nicht die Note an sich, sondern die Nachvollziehbarkeit: Warum wurden für eine Teilleistung nur drei von fünf möglichen Punkten vergeben, und warum ergeben 62 von 100 Punkten eine Vier und keine Drei? Ein transparent kommunizierter Notenschlüssel beantwortet die zweite Frage sofort, ein durchdachtes Bewertungsraster die erste.
Beide Werkzeuge lösen unterschiedliche Probleme. Der Notenschlüssel ist eine reine Umrechnungstabelle von Prozent- oder Punktwerten in Notenstufen. Er sagt nichts darüber aus, wofür einzelne Punkte vergeben wurden. Das Bewertungsraster dagegen gliedert eine Aufgabe in einzelne Kriterien mit jeweils zugeordneter Punktzahl, sodass die Korrektur nachvollziehbar bleibt, auch für Schülerinnen und Schüler, die die Aufgabe nicht bestanden haben.
In der Praxis werden beide Instrumente oft vermischt diskutiert, weil sie meist gemeinsam auf einem Klausurdeckblatt erscheinen. Wer sie sauber trennt, kann einen einmal entwickelten Notenschlüssel über viele Klausuren hinweg wiederverwenden, während das Bewertungsraster jedes Mal neu an die konkrete Aufgabe angepasst werden muss.
Wichtig für die Einordnung: Es gibt in Deutschland keinen bundesweit einheitlichen Punkte-Noten-Schlüssel für die Sekundarstufe I. Schulen legen im Leistungskonzept meist einen eigenen Schlüssel fest, oft orientiert an einem der drei im Folgenden vorgestellten Modelle. In der gymnasialen Oberstufe gilt dagegen mit der Umrechnung von Punkten in Notenstufen ein Verfahren, das durch die jeweilige Oberstufenverordnung des Bundeslands geregelt ist.
Wer neu an einer Schule ist oder die Fachschaft wechselt, sollte den geltenden Schlüssel deshalb nicht übernehmen, ohne ihn im Leistungskonzept oder bei der Fachkonferenzleitung zu verifizieren. Ein falsch übernommener Schlüssel aus der vorherigen Schule führt schnell zu spürbar abweichenden Notenverteilungen und zu berechtigten Rückfragen im Kollegium.
Auch die Fachrichtung spielt eine Rolle: In sprachlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern lassen sich Kriterien häufig in Teilkompetenzen wie Inhalt, Methode und Sprache gliedern, während in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern eher einzelne Rechenschritte oder Teilaufgaben mit festen Punktwerten versehen werden. Ein Raster, das in einem Fach gut funktioniert, lässt sich deshalb selten unverändert in ein anderes Fach übertragen, auch wenn die zugrunde liegende Logik – Kriterium, Punktzahl, Schwellenwert – überall gleich bleibt.
Die folgenden Materialien enthalten bereits ein Bewertungsraster in Form eines Erwartungshorizonts und eignen sich als Vorlage für eigene Aufgaben.
Klausurpaket · Sek II
Sammlung von Klausuren mit ausformuliertem Erwartungshorizont, geeignet als Vorlage für ein eigenes fachbezogenes Bewertungsraster.
Musik · Abitur
15 vollständige Klausuren mit Lösungen und Bewertungsvorschlägen, hilfreich, um einen fachspezifischen Punkteschlüssel zu kalibrieren.
Musik · Sek II
Höranalyse, Partituranalyse und Erörterung mit Bewertungsvorgaben, geeignet als Muster für ein mehrteiliges Raster.
Mathematik · Abitur
Echte Klausuraufgaben auf Abiturniveau mit Musterlösung, geeignet zur Kalibrierung eines punktgenauen Bewertungsrasters in Mathematik.
Philosophie · Sek II
Klausur zu Bentham, Mill und Singer mit Erwartungshorizont, geeignet als Beispiel für ein textanalytisches Bewertungsraster.
Geschichte · Methodenwissen
Lernheft mit den in Geschichtsklausuren erwarteten Methodenschritten, hilfreich, um Bewertungskriterien für Quellen- und Darstellungsanalysen zu formulieren.
| Prozentbereich | Linearer Schlüssel | IHK-nahes Schema | Note |
|---|---|---|---|
| 100–92 % | sehr gut | sehr gut | 1 |
| 91–81 % | gut | gut | 2 |
| 80–67 % | befriedigend | befriedigend | 3 |
| 66–50 % | ausreichend | ausreichend | 4 |
| 49–30 % | mangelhaft | mangelhaft | 5 |
| 29–0 % | ungenügend | ungenügend | 6 |
Der lineare Schlüssel teilt den Prozentbereich in sechs gleich große Notenstufen und wird häufig in der Sekundarstufe I verwendet. Das IHK-nahe Schema verschiebt die Schwellenwerte leicht zugunsten mittlerer Leistungen und ist aus kaufmännischen Prüfungen bekannt; einzelne Schulen orientieren sich freiwillig daran. In der gymnasialen Oberstufe gilt dagegen ein eigenes Punktesystem von 0 bis 15 Punkten mit einer über die jeweilige Oberstufenverordnung geregelten Umrechnung, die von den hier gezeigten Prozentschlüsseln abweicht. Keiner dieser Schlüssel ist bundesweit verbindlich vorgeschrieben; maßgeblich ist stets das schulinterne Leistungskonzept, mit dem die Fachkonferenz einen der Schlüssel verbindlich festlegt.
Wie ein Bewertungsraster in der Praxis aussieht, zeigt sich am besten an fertigen Beispielen aus unterschiedlichen Fächern. Die folgenden Unterrichtsreihen enthalten Klausurbausteine mit Bewertungsvorgaben, die sich auf eigene Themen übertragen lassen.
| Schritt | Was zu tun ist | Zeitaufwand |
|---|---|---|
| 1. Kriterien sammeln | Aus der Aufgabenstellung ableiten, welche Teilleistungen erwartet werden | 10–15 Min. |
| 2. Punkte zuordnen | Jedem Kriterium eine Punktzahl geben, gewichtet nach Anspruch | 10–15 Min. |
| 3. Musterlösung abgleichen | Prüfen, ob die Musterlösung alle Kriterien tatsächlich abdeckt | 10 Min. |
| 4. Grenzfälle testen | Anhand einer schwächeren Beispielantwort die Trennschärfe prüfen | 10 Min. |
| 5. Schlüssel anwenden | Gesamtpunktzahl mit dem festgelegten Notenschlüssel in eine Note übersetzen | 5 Min. |
In Summe lässt sich ein einfaches Raster für eine einzelne Klausuraufgabe in rund 45 bis 60 Minuten aufbauen, sofern die Aufgabenstellung bereits feststeht. Für ein mehrteiliges Klausurraster mit mehreren Teilaufgaben addiert sich der Aufwand entsprechend, lohnt sich aber, da ein einmal entwickeltes Raster in Folgejahren wiederverwendet und nur an neue Aufgabenteile angepasst werden muss.
Der Notenschlüssel übersetzt eine erreichte Punktzahl in eine Notenstufe, das Bewertungsraster legt fest, wofür innerhalb der Aufgabe überhaupt Punkte vergeben werden. Beide Werkzeuge ergänzen sich, lösen aber unterschiedliche Probleme.
Nein, für die Sekundarstufe I gibt es keinen bundeseinheitlichen Schlüssel. Schulen legen im Leistungskonzept meist einen eigenen fest, oft orientiert an einem linearen oder IHK-nahen Modell.
In der gymnasialen Oberstufe wird meist direkt in einem 0-bis-15-Punkte-System bewertet, dessen Umrechnung durch die jeweilige Oberstufenverordnung des Bundeslands geregelt ist. Dieses System weicht von den hier gezeigten Prozentschlüsseln ab.
Für eine einzelne Klausuraufgabe reichen meist drei bis sechs Kriterien. Mehr Kriterien erschweren die Handhabung während der Korrektur, ohne die Bewertung spürbar präziser zu machen.
Ein einmal kommunizierter Schlüssel sollte innerhalb eines Schuljahres nicht ohne triftigen Grund geändert werden, da dies die Vergleichbarkeit der Noten beeinträchtigt. Änderungen gehören in die Fachkonferenz und ins Leistungskonzept.
Verpflichtend ist das in den meisten Bundesländern nicht in jedem Einzelfall, empfohlen aber sehr wohl: Ein vorab kommuniziertes Raster reduziert Widerspruch und Rückfragen deutlich. Die genaue Praxis regelt oft das schulinterne Leistungskonzept.