Kernlehrplan Deutsch GoSt – Nordrhein-Westfalen
Kompetenzbereiche und Inhaltsfelder für Grund- und Leistungskurs aufbereitet.
Praktische Ideen, neue Materialien und dein 10%-Willkommenscode per Mail.
Wir haben dir eine Bestätigungs-E-Mail geschickt. Ein Klick, und dein 10%-Code kommt automatisch.
Deutsch · Lehrpläne der Länder · EF–Q2
Umsetzungshilfen zu den Lehrplänen des Faches Deutsch in der gymnasialen Oberstufe. Für Nordrhein-Westfalen, Bayern, Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg und Berlin liegt jeweils eine Aufbereitung vor, die Kompetenzbereiche, Inhaltsfelder und Schwerpunkte in planbare Unterrichtsreihen übersetzt – für Neueinsteiger ebenso wie für den Wechsel in ein anderes Bundesland.
Kurz gesagt: Alle Länder gliedern das Fach Deutsch in der Oberstufe in dieselben vier Kompetenzbereiche – Sprechen und Zuhören, Schreiben, Lesen sowie Sprache und Sprachgebrauch untersuchen –, setzen aber unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte und benennen unterschiedliche Pflichtlektüren. Diese Umsetzungshilfen übersetzen Kernlehrplan, Bildungsplan und Kerncurriculum in konkrete Unterrichtsreihen.
Lehrpläne sind in der Oberstufe keine Formalie, sondern der Rahmen, an dem sich Klausuren, Kursabfolge und Abiturprüfung ausrichten. Wer eine Reihe plant, ohne die Zuordnung zu Kompetenzbereich und Inhaltsfeld zu kennen, riskiert, dass ein Schwerpunkt doppelt und ein anderer gar nicht behandelt wird. Der Aufwand liegt dabei selten am Verstehen des Textes, sondern an seiner Länge: Die Dokumente umfassen häufig weit über hundert Seiten, in denen die für die tägliche Planung entscheidenden Aussagen verstreut sind.
Hinzu kommt die Situation nach einem Wechsel. Wer aus Nordrhein-Westfalen nach Bayern oder aus Hessen nach Berlin geht, findet dort nicht nur andere Bezeichnungen – Kernlehrplan, LehrplanPLUS, Kerncurriculum, Rahmenlehrplan –, sondern auch eine andere Gliederungslogik und andere Vorgaben zu Prüfungsformaten. Eine kompakte Aufbereitung spart hier die Einarbeitungszeit eines ganzen Halbjahres und macht sichtbar, welche vertrauten Reihen sich weiterverwenden lassen und welche neu zugeschnitten werden müssen.
Für jedes Bundesland liegt eine eigene Aufbereitung vor; die Struktur ist überall gleich, damit sich Länder vergleichen lassen.
Kompetenzbereiche und Inhaltsfelder für Grund- und Leistungskurs aufbereitet.
Lernbereiche für grundlegendes und erhöhtes Anforderungsniveau im Überblick.
Kompetenzen und Rahmenthemen der Qualifikationsphase praxisnah geordnet.
Bildungsstandards und Kurshalbjahresthemen in planbare Sequenzen übersetzt.
Prozess- und inhaltsbezogene Kompetenzen mit Bezug zur Kursstufe.
Themen und Kompetenzschwerpunkte der Qualifikationsphase im Zugriff.
Sinnvoll ist ein Vorgehen in drei Schritten. Zuerst wird das Halbjahresthema aus dem Lehrplan als Leitfrage formuliert – nicht als Stoffangabe, sondern als Frage, die sich am Ende beantworten lässt. Im zweiten Schritt werden die Kompetenzerwartungen den geplanten Sequenzen zugeordnet, wobei jede Sequenz mindestens einen rezeptiven und einen produktiven Schwerpunkt erhält. Erst im dritten Schritt kommen die konkreten Texte hinzu. Diese Reihenfolge verhindert, dass eine Reihe aus einer Lieblingslektüre entsteht und die Kompetenzen nachträglich darübergelegt werden.
Bei der Klausurplanung lohnt der frühe Blick auf die Aufgabenarten, die das jeweilige Land vorsieht – etwa die Analyse eines literarischen Textes mit weiterführendem Schreibauftrag, die Analyse eines Sachtextes oder das materialgestützte Verfassen eines informierenden beziehungsweise argumentierenden Textes. Wenn im Halbjahresplan festgehalten ist, welche Aufgabenart wann geübt und wann geprüft wird, entsteht über die Qualifikationsphase hinweg eine vollständige Abdeckung. Die Umsetzungshilfen weisen die jeweils vorgesehenen Formate aus, sodass diese Übersicht schnell erstellt ist.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| EF | Einführungsphase | Grundlagen der vier Kompetenzbereiche und Angleichung der Lerngruppe |
| Q1 | Qualifikationsphase | Inhaltsfelder und Rahmenthemen des Landes mit passenden Reihen belegen |
| Q2 | Abiturvorbereitung | Vorgaben, Pflichtlektüren und Prüfungsformate systematisch abdecken |
Die Unterscheidung zwischen grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau betrifft weniger die Themen als die Tiefe der Bearbeitung: Im Leistungskurs kommen zusätzliche Werke, mehr Sekundärliteratur und ein höherer Anteil selbstständiger Analyse hinzu, während die Kompetenzbereiche identisch bleiben. In den Umsetzungshilfen sind die Erwartungen deshalb dort getrennt ausgewiesen, wo das jeweilige Land sie unterscheidet – in Nordrhein-Westfalen und Bayern ist das ausdrücklich der Fall, in anderen Ländern ergibt sich der Unterschied eher aus der Zahl der verbindlichen Gegenstände.
Beim Ländervergleich fallen wiederkehrende Muster auf. Alle Lehrpläne sehen Epik, Dramatik und Lyrik vor, unterscheiden sich aber in der Gewichtung des Themenfeldes Sprache sowie im Umfang der Medienbildung. Auch die Terminologie weicht ab: Was in Nordrhein-Westfalen Inhaltsfeld heißt, erscheint in Bayern als Lernbereich und in Niedersachsen als Rahmenthema. Wer diese Entsprechungen einmal geordnet hat, kann bestehende Reihen ohne inhaltliche Neuentwicklung auf ein anderes Land übertragen.
Neben dem Lehrplan gibt es in den meisten Ländern jährlich veröffentlichte Vorgaben für die Abiturprüfung, die einzelne Schwerpunkte und häufig auch Pflichtlektüren benennen. Diese Vorgaben ändern sich schneller als der Lehrplan selbst und sind für die Planung der Qualifikationsphase entscheidend. Prüfen Sie deshalb vor jedem Durchgang die aktuelle Veröffentlichung Ihres Landes; die Umsetzungshilfen bilden die Struktur des Lehrplans ab, ersetzen aber nicht den Blick auf die jeweils geltende Vorgabe.
Für die Fachschaftsarbeit sind die Aufbereitungen darüber hinaus als Grundlage eines schulinternen Lehrplans nutzbar. Weil die Kompetenzerwartungen bereits den möglichen Sequenzen zugeordnet sind, lässt sich daraus mit überschaubarem Aufwand ein Curriculum ableiten, das Absprachen zu Klausuren, zu Methodenschwerpunkten und zur Verteilung der Lektüren enthält. Das erleichtert insbesondere die Einarbeitung von Referendarinnen und Referendaren sowie neuen Kolleginnen und Kollegen.
Rahmenlehrplan Deutsch – Brandenburg
Lehrplan Deutsch – Rheinland-Pfalz
Fachanforderungen Deutsch – Schleswig-Holstein
Bildungsplan Deutsch – Hamburg
Bildungsplan Deutsch – Bremen
Lehrplan Deutsch – SachsenDie vier Kompetenzbereiche sind in allen Ländern gleich, die Gliederung darunter jedoch nicht. Unterschiede betreffen vor allem die Bezeichnung der inhaltlichen Einheiten, die Gewichtung des Themenfeldes Sprache und den Umfang verbindlicher Werke. Auch die zulässigen Aufgabenarten für Klausuren und Abiturprüfung sind länderspezifisch geregelt.
Verbreitet sind vier Felder: Sprache, Texte, Kommunikation sowie Medien. Sie werden in der Qualifikationsphase mit konkreten Schwerpunkten gefüllt, etwa Spracherwerb und Sprachwandel, strukturell komplexe Erzähltexte oder rhetorisch ausgestaltete Kommunikation. Die genaue Benennung und Zuordnung entnehmen Sie dem Lehrplan Ihres Landes.
Die Vorgaben werden von den zuständigen Ministerien oder Landesinstituten für jeden Prüfungsjahrgang veröffentlicht und sind dort frei zugänglich. Sie erscheinen in der Regel mehrere Jahre im Voraus und benennen Schwerpunkte sowie – je nach Land – verbindliche Lektüren. Da sie sich häufiger ändern als der Lehrplan, lohnt vor jedem Durchgang ein erneuter Blick.
Formulieren Sie zuerst das Halbjahresthema als Leitfrage, ordnen Sie anschließend die Kompetenzerwartungen den geplanten Sequenzen zu und wählen Sie erst danach die Texte aus. So ist gesichert, dass jede Sequenz einen benennbaren Kompetenzschwerpunkt hat und die Abdeckung über das Halbjahr hinweg vollständig ist.
Ja. Weil die Kompetenzerwartungen bereits möglichen Sequenzen zugeordnet sind, lassen sie sich als Grundlage für einen schulinternen Lehrplan nutzen. Absprachen zu Klausurformaten, Methodenschwerpunkten und der Verteilung von Lektüren können unmittelbar daran anschließen.
Nein. Sie sind eine Aufbereitung für die Praxis und verweisen auf die Struktur des jeweiligen Dokuments. Rechtlich verbindlich ist immer die vom Land veröffentlichte Fassung, die Sie bei Zweifelsfällen und bei Prüfungsfragen heranziehen sollten.