Wer bin ich? Selbstwahrnehmung in der Sek I
Führt in Selbstbild, Fremdbild und die eigenen Stärken ein.
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Ethik · Identität & Glück · Sek I
Unterrichtsmaterial zu Identität, Freundschaft und Glück für die Sekundarstufe I – von der Selbstwahrnehmung über Freundschaftsmodelle bis zur Frage, was ein gutes Leben ausmacht, ergänzt um eine Reihe zum Umgang mit Rassismus. Jede Reihe enthält Arbeitsblätter und Lösungen und lässt sich einzeln oder gebündelt einsetzen.
Kurz gesagt: Der Weg zu Identität und gutem Leben im Ethikunterricht der Sek I führt über konkrete, altersnahe Fragen: Wer bin ich, was macht Freundschaft aus, was bedeutet Glück, und wie geht eine Klasse fair mit Rassismus um? Die Materialien auf dieser Seite behandeln diese vier Fragen einzeln mit Arbeitsblättern und ausführlichen Lösungen für die Klassen 5 bis 10.
Fragen nach Identität und Fragen nach einem guten Leben hängen im Ethikunterricht eng zusammen, auch wenn sie oft getrennt behandelt werden. Wer sich selbst noch nicht klar wahrnimmt, kann schwer beurteilen, was für ihn oder sie ein gutes Leben ausmacht. Deshalb beginnt die Reihe auf dieser Seite bewusst bei der Selbstwahrnehmung, bevor sie über Freundschaft als erste bedeutsame Beziehung außerhalb der Familie zur größeren Frage nach Glück und gutem Leben fortschreitet.
Die Reihe zum Umgang mit Rassismus ergänzt diesen Bogen um eine gesellschaftliche Perspektive: Identität ist nicht nur eine private Angelegenheit, sondern wird auch von außen zugeschrieben und infrage gestellt. Wer sich mit der eigenen Identität auseinandergesetzt hat, kann besser nachvollziehen, was es bedeutet, wenn die eigene Identität von anderen abgewertet wird – und das macht die Auseinandersetzung mit Rassismus greifbarer als ein rein abstraktes Thema.
Die folgenden Reihen lassen sich als Sequenz über mehrere Jahrgangsstufen verteilen oder einzeln als Einstieg in ein Themenfeld nutzen.
Führt in Selbstbild, Fremdbild und die eigenen Stärken ein.
Untersucht, wie Freundschaften entstehen und was sie stabil macht.
Erarbeitet unterschiedliche Vorstellungen von Glück und ihre Grenzen.
Klärt Begriff und Erscheinungsformen von Rassismus und zeigt Handlungsmöglichkeiten.
Vertieft philosophische Glücksmodelle für die Klassen 7 bis 10.
In den Klassen 5 und 6 empfiehlt sich der Einstieg über die Selbstwahrnehmung, da Jugendliche in diesem Alter beginnen, sich intensiver mit der eigenen Person auseinanderzusetzen. Übungen zu Selbstbild und Fremdbild – etwa ein Vergleich zwischen Selbsteinschätzung und Einschätzung durch Mitschülerinnen und Mitschüler – funktionieren hier besonders gut, weil sie konkret und nicht bedrohlich sind. Daran schließt sich die Reihe zur Freundschaft an, die das Thema Identität um die soziale Dimension erweitert.
In den Klassen 7 bis 10 lässt sich die Frage nach dem Glück vertiefen, indem unterschiedliche philosophische Positionen – etwa hedonistische und eudaimonistische Glücksvorstellungen – mit den eigenen Erfahrungen der Lerngruppe abgeglichen werden. Die Reihe zu Rassismus eignet sich als Abschluss oder als eigenständiger Baustein, wenn aktuelle Anlässe dies nahelegen; sie profitiert davon, wenn zuvor bereits über Identität und Zugehörigkeit gesprochen wurde.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Klasse 5/6 | Wer bin ich? | Selbstbild, Fremdbild und persönliche Stärken erkunden |
| Klasse 7/8 | Freundschaft | Beziehungen, Vertrauen und Konflikte unter Gleichaltrigen |
| Klasse 9/10 | Glück & gutes Leben | Philosophische Glücksmodelle und ihre Anwendung auf das eigene Leben |
Die Themen Identität und Glück lassen sich gut über den Grad an persönlichem Bezug differenzieren. Für schwächere oder zurückhaltendere Lerngruppen eignen sich Aufgaben mit vorgegebenen Kategorien, etwa Listen von Eigenschaften oder Situationen, aus denen ausgewählt wird. Leistungsstärkere Lerngruppen können offener formulieren und eigene Kriterien für Glück oder Freundschaft entwickeln und begründen, statt vorgegebene Kategorien nur anzuwenden.
Beim Thema Rassismus ist es sinnvoll, über die Textgrundlage zu differenzieren: Einfachere Aufgaben arbeiten mit klar strukturierten Fallbeispielen, anspruchsvollere mit Zeitungsartikeln oder Erfahrungsberichten, die eine eigenständige Einordnung verlangen. So bleibt das Lernziel – Rassismus erkennen und Handlungsoptionen entwickeln – für die gesamte Klasse gleich, während sich der Anspruch der Textarbeit anpassen lässt.
Identität, Freundschaft und Glück gehören in den Kernlehrplänen Ethik und Praktische Philosophie zu den zentralen Inhaltsfeldern der unteren und mittleren Jahrgangsstufen. In Klasse 5/6 liegt der Schwerpunkt auf der Ich-Identität und dem Umgang mit anderen, in den mittleren Jahrgängen erweitert sich der Blick auf gesellschaftliche Zugehörigkeit und Ausgrenzung, in den oberen Jahrgängen der Sek I rückt die philosophische Reflexion über das gute Leben in den Vordergrund.
Für den Umgang mit Rassismus gilt ergänzend, dass viele Kernlehrpläne die Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Diskriminierung ausdrücklich als Inhaltsfeld vorsehen, häufig im Zusammenhang mit dem Themenfeld Gerechtigkeit. Die Reihe auf dieser Seite lässt sich daher sowohl als eigenständige Unterrichtseinheit als auch im Rahmen eines größeren Gerechtigkeitsthemas einsetzen.
FachKomplett Ethik – 30+ Reihen
Medienerziehung & IdentitätsentwicklungEin bewährter Einstieg ist der Vergleich von Selbst- und Fremdbild: Jugendliche schätzen zunächst eigene Eigenschaften ein und lassen sich anschließend anonym von Mitschülerinnen und Mitschülern einschätzen. Der Abgleich beider Perspektiven eröffnet ein Gespräch über Wahrnehmung, ohne dass Einzelne bloßgestellt werden, sofern die Rückmeldungen vorab auf Wertschätzung hin besprochen werden.
Es empfiehlt sich, nicht mit einer einzelnen Definition zu beginnen, sondern mit der Sammlung eigener Glückserfahrungen, die anschließend philosophischen Positionen zugeordnet werden – etwa kurzfristiger, sinnlicher Genuss auf der einen und langfristige Sinnerfüllung auf der anderen Seite. So wird die abstrakte Unterscheidung zwischen hedonistischen und eudaimonistischen Glücksmodellen an eigenen Erfahrungen nachvollziehbar.
Wichtig ist ein sachlicher Einstieg über Begriffsklärung, bevor persönliche Erfahrungen thematisiert werden, damit sich niemand zur Preisgabe eigener Erlebnisse gedrängt fühlt. Konkrete, altersgerechte Fallbeispiele helfen, Rassismus als gesellschaftliches Phänomen zu erkennen, während offene Gesprächsregeln dafür sorgen, dass die Diskussion respektvoll bleibt.
Ja, die Themen Identität, Freundschaft und Glück gehören auch in den Kernlehrplänen für Praktische Philosophie zu den zentralen Inhaltsfeldern und lassen sich ohne Anpassung übernehmen. Die Reihe zu Rassismus eignet sich zudem für den fächerübergreifenden Einsatz mit Sozialkunde oder Politik.
Ja, alle Reihen enthalten Lösungen beziehungsweise Erwartungshorizonte zu den Arbeitsblättern, auch wenn viele Aufgaben zu Identität und Glück auf persönlicher Reflexion beruhen und daher offener angelegt sind. Für die eher sachbezogenen Aufgaben, etwa zu Rassismus, liegen konkrete Lösungsvorschläge vor.
Die Reihen enthalten bearbeitbare Textdateien sowie druckfertige PDF-Fassungen der Arbeitsblätter. So lassen sich Aufgaben unverändert einsetzen oder an die eigene Lerngruppe und den zur Verfügung stehenden Zeitrahmen anpassen.