Grundschule: Förderplanung, Zeugnisformulierungen, Lernzeit – drei Reihen planen

Sparpaket Grundschule · Klasse 1-4 · Unterricht planen

Förderplanung, Zeugnisse und Lernzeit: drei Reihen für die Grundschule planen

Inklusive Lerngruppen, Zeugnistexte und Übungszeit statt Hausaufgaben fallen im Halbjahr oft zusammen. Diese Seite zeigt, wie Sie die drei Reihen des Sparpakets nacheinander einsetzen, wie viel Platz Sie dafür einplanen und wann eine einzelne Reihe genügt.

3Reihen für Klasse 1 bis 4, Lernzeit für Klasse 1 und 2
4Wochenpläne in je drei Wegen für inklusive Lerngruppen
12Bausteinkarten für Zeugnistexte mit vier Beschreibungsstufen
8Lernwochen mit Selbstkontrollkarte in Deutsch und Mathematik

Das Sparpaket für Grundschullehrkräfte bündelt drei unabhängige Reihen: Förderplanung mit differenzierten Wochenplänen, Zeugnisformulierungen und Lernentwicklungsberichte sowie Übungsmaterial für die Lernzeit in Klasse 1 und 2. Zwei Reihen unterstützen Ihre Planung und Dokumentation, eine liefert Aufgaben für die Kinder. Als Vorschlag starten Sie zu Beginn des Halbjahres mit der Förderplanung, lassen die Lernzeit parallel laufen und nutzen die Zeugnisreihe vor den Zeugnisterminen. Gleichen Sie Vorlagen mit den Vorgaben Ihres Landes ab.

Welches Planungsproblem die drei Reihen lösen

In einer Grundschulklasse mit inklusiver Lerngruppe treffen mehrere Aufgaben aufeinander. Sie beobachten Kinder, planen Förderung, differenzieren Wochenpläne, sprechen mit Eltern und schreiben am Halbjahresende Berichte. Das Sparpaket mit drei Reihen ordnet diese Arbeit: Förderplanung mit Wochenplänen für inklusive Lerngruppen für die Klassen 1 bis 4, Zeugnisformulierungen und Lernentwicklungsberichte für die Klassen 1 bis 4 und Lernzeit-Übungsmaterial für Klasse 1 und 2.

Zwei der drei Reihen richten sich an Sie. Sie unterstützen Planung und Dokumentation, die Kinder arbeiten dabei nur in den Wochenplänen direkt mit. Die dritte Reihe liefert Aufgaben für die Kinder und entlastet Sie dort, wo Übungszeit verlässlich organisiert werden soll. Alle drei Reihen enthalten ein separates Lehrmaterial mit 13 Seiten, dazu eine Präsentation mit 17 Folien für Einstieg oder Vorstellung im Kollegium. Die ausgefüllten Muster und Berichte in den Reihen sind fiktiv, Eigene Fälle bearbeiten Sie am besten ohne Namen und persönliche Daten.

Sinnvolle Reihenfolge über das Halbjahr

Die Reihen lassen sich unabhängig einsetzen, folgen aber gut dem Verlauf eines Halbjahres. Zu Beginn halten Sie mit der Förderplanung Beobachtungen und Ziele fest und setzen die Wochenpläne ein. Parallel läuft die Lernzeit mit den acht Lernwochen in Klasse 1 und 2. Das ist ein Vorschlag, den Sie an Ihren Stundenplan anpassen. Zeitangaben macht das Material nicht, weil Teamzeiten und Stundenpläne je Schule verschieden sind. Rechnen Sie mit mehreren Wochen für die Planung und verteilen Sie die Lernwochen nach Ihrem Rhythmus.

Vor den Zeugnisterminen hilft die Reihe zu den Formulierungen, wenn Sie Beobachtungen schon im Halbjahr gesammelt haben. Die Vorlage zum Sammeln von Beobachtungen ist genau dafür gedacht. Wer erst kurz vor dem Zeugnis beginnt, muss Belege aus dem Gedächtnis rekonstruieren. Besser ist es, die Vorlage früh im Halbjahr anzulegen und Notizen laufend zu ergänzen, zum Beispiel nach einer Wochenplanphase oder einem Gespräch mit dem Kind.

Die Beobachtungen aus der Förderplanung und die Belege für den Bericht überschneiden sich. Wer im ersten Baustein gelernt hat, Situationen ohne Etikett zu beschreiben, formuliert später auch Zeugnistexte sachlicher. Planen Sie deshalb die Förderplanung vor der Zeugnisreihe ein, auch wenn Sie beide Reihen nur in Teilen nutzen. Die Lernzeit schließen Sie am besten ab, bevor die Berichte entstehen, denn die Lernkontrolle der Lernzeit liefert Hinweise zum Stand der Kinder.

Förderplanung und Wochenpläne in inklusiven Gruppen

Die Förderplanungs-Reihe hat acht Bausteine. Sie reichen von der Beobachtung über das Begrenzen eines Lernziels und die Analyse von Barrieren in Aufgaben bis zu drei Niveaus als Wegen. Danach folgen Wochenplanung, Nachteilsausgleich, Kooperation und Elterngespräch mit Revision. Wichtig ist die Trennung von Beobachtung und Deutung. Im dritten Baustein prüfen Sie Aufgaben auf Barrieren, bevor Sie nach Defiziten bei Kindern suchen.

Das Kernstück sind vier Wochenpläne, jeweils in drei Wegen. Das ergibt zwölf Seiten. Die Kinder arbeiten am gleichen Kern, die Wege unterscheiden sich in der Unterstützung. Drei editierbare Vorlagen ergänzen die Bausteine: Förderplan, Teamvereinbarung und Gesprächsprotokoll. Übernehmen Sie die Vorlagen erst, wenn Sie sie mit Ihrer Schulleitung und den Vorgaben Ihres Landes abgeglichen haben. Begriffe und Verfahren zu Förderplan und Nachteilsausgleich unterscheiden sich zwischen den Ländern.

Besonders hilfreich ist die Reihe, wenn mehrere Personen an einer Lerngruppe beteiligt sind, etwa Klassenleitung, Förderschullehrkraft und Schulbegleitung. Die Teamvereinbarung hält fest, wer welche Aufgabe übernimmt. Besprechen Sie die ausgefüllten Fälle im Team, bevor Sie ein eigenes Beispiel ohne Namen und persönliche Daten bearbeiten. Die Reihe ersetzt keine Rechtsberatung und keine Vorgaben Ihres Landes oder Ihrer Schule, sie hilft Ihnen beim Ordnen der Planung.

Zeugnisformulierungen aus Beobachtungen ableiten

Die Reihe zu Zeugnistexten beginnt bei Belegen, nicht bei fertigen Sätzen. Die ersten acht Bausteine behandeln Arbeitsbeginn, Ausdauer, Organisation, Kooperation, Konfliktklärung, Lesen, Schreiben und Rechtschreiben. Zwölf Bausteinkarten ergänzen Mathematik, Sachunterricht, Kunst und Musik sowie Bewegung. Jede Karte führt von der Beobachtung zu einer Formulierung auf vier Beschreibungsstufen. Die Stufen machen Unterschiede ohne Wertung sichtbar, und Sie können jede Formulierung an einem Beleg prüfen. Die Bausteine decken überfachliche und fachliche Bereiche ab.

Mit den drei erfundenen Berichten A, B und C üben Sie das Überarbeiten in vier Schritten: Belege suchen, Formulierungen prüfen, Wertungen ersetzen, Stufen abgleichen. Danach übertragen Sie das Verfahren auf eigene Notizen. Die Reihe ist keine Textbausteinsammlung zum Kopieren. Welche Form Zeugnis oder Bericht haben muss, regeln die Vorgaben vor Ort. Ergänzend finden Sie auf der Seite Zeugnisformulierungen zum Halbjahr weitere Hinweise.

Ein Beispiel zeigt den Unterschied. Im Baustein Konfliktklärung geht es darum, wie ein Kind mit Streit umgeht, und nicht darum, ob es beliebt ist. Ein Satz mit Beleg lässt Eltern und Kinder nachvollziehen, was Sie gesehen haben. Der redaktionelle Gegencheck, eine der drei Vorlagen, hilft Ihnen, Formulierungen vor dem Schreiben zu prüfen. Auch im Jahrgangsteam lässt sich damit ein gemeinsamer Maßstab für die Wortwahl finden.

Planungsübersicht der drei Reihen

Reihe Klassenstufe Umfang Zeitpunkt im Halbjahr (Vorschlag)
Förderplanung: acht Bausteine 1-4 47 Seiten Lernmaterial, 13 Seiten Lehrmaterial Zu Beginn des Halbjahres
Förderplanung: Wochenpläne 1-4 4 Wochenpläne in je 3 Wegen, 12 Seiten Nach der Planung, im laufenden Halbjahr
Lernzeit Deutsch und Mathematik 1-2 8 Lernwochen, 40 Seiten Lernmaterial, 13 Seiten Lehrmaterial Parallel über das Halbjahr
Zeugnisformulierungen 1-4 50 Seiten Lernmaterial, 13 Seiten Lehrmaterial, 12 Bausteinkarten Beobachtungen früh sammeln, Texte vor dem Zeugnistermin

Die Zeitpunkte sind ein Vorschlag. Das Material macht keine festen Zeitangaben, Sie verteilen die Bausteine nach Ihrer Planung und nach den Terminen Ihrer Schule.

Lernzeit in Klasse 1 und 2 organisieren

Das Lernzeit-Material bietet acht Lernwochen in Deutsch und Mathematik nach dem Dreischritt Verstehen, üben, prüfen. Jede Woche endet mit einer Selbstkontrollkarte. Sprechen Sie in der ersten Woche gemeinsam durch, wie man kontrolliert und was man mit einem Fehler macht. Fehler sind Anlass zum Nachdenken, nicht zum Bewerten. So lernen die Kinder früh, die eigene Arbeit einzuschätzen. Die Kinder vergleichen ihre Antworten, suchen die Stelle des Fehlers und erklären ihren Weg.

Eine Lernwoche lässt sich in kleinen Portionen über mehrere Tage verteilen. Das Material ersetzt weder ein Lehrwerk noch Ihre Planung für Deutsch und Mathematik, es ist ein Übungsrahmen, in den Sie die Themen Ihrer Klasse einordnen. Es eignet sich für Lernzeit, Förderstunden, den Ganztag und jahrgangsgemischte Klassen, weil beide Jahrgänge denselben Ablauf nutzen und sich in der Menge der Aufgaben unterscheiden können. Die Lernkontrolle am Ende zeigt, welche Inhalte sitzen und was Sie erneut aufgreifen sollten.

Die Aufgaben enthalten Hilfen und vertiefende Anforderungen, sodass Kinder mit unterschiedlichem Tempo am selben Gegenstand arbeiten. Das Lehrmaterial bietet Lösungen, Erwartungshorizonte und eine Seite „Differenzierung und Beobachtung“, an der Sie sehen, welche Kinder zusätzliche Unterstützung brauchen. Die Kinder sollten kurze Aufträge lesen können oder Unterstützung erhalten. Wie Sie in Klasse 1 beginnen, beschreibt das Unterrichtskonzept im Lehrmaterial, in Klasse 2 arbeiten die Kinder weitgehend selbstständig.

Fachschaft, Lizenz und einzelne Reihen

Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft und deren eigene Lerngruppen. Wenn mehrere Lehrkräfte Ihrer Schule das Paket nutzen sollen, gibt es die Schullizenz für alle Lehrkräfte der Schule. Sie lohnt sich, wenn ein Jahrgangsteam gemeinsam Förderpläne und Zeugnistexte erarbeitet oder die Reihen in einer Fortbildung im Kollegium bearbeitet werden. Die Präsentation mit 17 Folien eignet sich dafür. Vereinbaren Sie im Team vorab, wer die Vorlagen an die Schule anpasst, damit nicht jede Lehrkraft eigene Fassungen pflegt.

Brauchen Sie nur ein Thema, genügt die Einzelreihe: die Lernzeit etwa, wenn Ihre Schule Hausaufgaben durch Übungszeit ersetzt, oder die Zeugnisreihe vor dem nächsten Berichtstermin. Ob und wie Ihre Schule Hausaufgaben regelt, entscheiden Sie mit dem Kollegium. Das Sparpaket passt, wenn Sie Planung, Dokumentation und Übungszeit im selben Halbjahr abdecken wollen. Ergänzend bietet die Seite Lesekompetenz und Leseförderung Material für die Förderung im Lesen. Starten Sie, wenn Sie unsicher sind, mit der Reihe, die Ihre dringendste Aufgabe löst, und ergänzen Sie die anderen später.

Das Sparpaket, die drei Reihen und passende Planungshilfen

Was die Reihen für Ihre Planung leisten

  • Beobachtung statt EtikettDie Förderplanung trennt Beobachtung und Deutung und prüft Aufgaben auf Barrieren.
  • Drei Wege am gleichen KernDie Wochenpläne differenzieren durch Unterstützung, nicht durch andere Inhalte.
  • Vorlagen zum AnpassenFörderplan, Teamvereinbarung, Gesprächsprotokoll und Berichtsentwurf sind editierbar.
  • Vier BeschreibungsstufenZeugnistexte drücken Unterschiede ohne Wertung aus.
  • SelbstkontrolleJede Lernwoche endet mit einer Karte, mit der Kinder Fehler selbst verstehen.
  • Lösungen und RückmeldungDas Lehrmaterial bietet Lösungen, Erwartungshorizonte und Rückmeldung zur Lernkontrolle.

Das Material ist passend zum Lehrstoff aufgebaut – und falls etwas doch nicht zu euren Vorgaben passt, greift die stifo-Garantie: Wir passen es individuell für euch an.

Sie melden sich innerhalb von 30 Tagen nach dem Kauf, die angepasste Fassung erhalten Sie innerhalb von 10 Werktagen, ohne Zusatzkosten.

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Häufige Fragen

Für welche Klassenstufen sind die Reihen gedacht?

Förderplanung und Zeugnisformulierungen sind für die Klassen 1 bis 4 gedacht. Das Übungsmaterial für die Lernzeit richtet sich an Klasse 1 und 2.

Sind die Zeugnistexte fertige Bausteine zum Kopieren?

Nein. Das Material zeigt, wie Sie Formulierungen aus Beobachtungen ableiten und prüfen. Die Berichte darin sind erfunden.

Kann ich die Vorlagen direkt an meiner Schule verwenden?

Die Vorlagen sind editierbar. Gleichen Sie sie vor der Übernahme mit der Schulleitung und den Vorgaben Ihres Landes ab.

Muss meine Schule Hausaufgaben durch Lernzeit ersetzt haben?

Das Übungsmaterial ist für die Lernzeit statt als Hausaufgabe gedacht. Ob und wie Ihre Schule Hausaufgaben regelt, entscheiden Sie mit dem Kollegium.

Muss ich alle drei Reihen im selben Halbjahr einsetzen?

Nein. Die Reihen sind unabhängig voneinander einsetzbar. Die Reihenfolge im Halbjahr ist ein Vorschlag.

Gilt die Einzellizenz auch für Kolleginnen und Kollegen?

Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft und deren eigene Lerngruppen. Für alle Lehrkräfte der Schule gibt es die Schullizenz.