Unterrichtsreihe
Gentherapie: DNA verändern und Verfahren beurteilen
Strategien an einem fiktiven Zellkulturmodell beurteilen und ein Prozessmodell entwickeln. 39,90 € Einzellizenz, 199,50 € Schullizenz.
Biologie Sek II · Genetik und Bewertung
Die höchste Proteinaktivität macht ein Verfahren noch nicht zum besseren. Diese Reihe trennt an einem fiktiven Zellkulturmodell Wirkung, Risiko und Evidenz und endet mit einem Prozessmodell für eine hypothetische Ex-vivo-Behandlung.
Gentherapie lässt sich in der Oberstufe ohne Labor unterrichten, wenn die Lernenden mit Daten und Modellen arbeiten und dabei lernen, Wirkung, Risiko und Evidenz auseinanderzuhalten. Die Unterrichtsreihe Gentherapie für Biologie Sek II nutzt dafür ein fiktives Zellkulturmodell ohne klinische Daten. Die Lernenden beschreiben die Ergebnisse zunächst ohne Therapieempfehlung, erklären dann, warum die höchste Proteinaktivität keine ausreichende Grundlage für die Wahl eines Verfahrens ist, und entwerfen einen Untersuchungsplan für eine bessere Bewertung. Im Projekt entwickeln sie ein Prozessmodell für eine hypothetische Ex-vivo-Behandlung. Die Reihe umfasst 25 Seiten, plant alle zwölf Stunden und enthält eine Übungsklausur über 90 Minuten. Weiteres Material zur Molekulargenetik finden Sie in der Kollektion Gentherapie und Gentechnik im Biologieunterricht.
Gentherapie ist im Biologieunterricht der Oberstufe ein Thema, bei dem Lernende schnell zu Urteilen kommen. Die einen sehen darin eine Heilung für alles, die anderen ein unkalkulierbares Risiko. Beide Haltungen gründen selten auf einer genauen Betrachtung dessen, was ein Verfahren in einem Versuch tatsächlich gezeigt hat.
Die Reihe ordnet das Thema über drei Grundbegriffe: Gen und Genprodukt, therapeutische Strategien und Bewertung. Die Lernenden lesen zu jedem Begriff einen Erklärtext, prüfen ihn an Beispiel und Gegenbeispiel und klären ihn gemeinsam. Damit ist der molekularbiologische Rahmen gesetzt, bevor es an die Daten geht.
Das Material M1 ist ein fiktives Zellkulturmodell ohne klinische Daten. In diesem Modell werden verschiedene gentherapeutische Verfahren verglichen. Die zentrale Frage lautet: Reicht es, das Verfahren mit der höchsten Proteinaktivität zu wählen? Die Reihe zeigt, dass diese Kennzahl allein nicht genügt. Die Lernenden lernen, eine Wirkung zu beschreiben, Risiken gesondert zu betrachten und zu fragen, wie belastbar die Datenlage ist. So entsteht Bewertungskompetenz, die sich auf Daten stützt und eine Therapieempfehlung bewusst offenlässt, solange die Evidenz dafür nicht reicht.
Unterrichtsreihe
Strategien an einem fiktiven Zellkulturmodell beurteilen und ein Prozessmodell entwickeln. 39,90 € Einzellizenz, 199,50 € Schullizenz.
Unterrichtsreihe
Unterrichtsreihe zu Epigenetik und Genregulation, einem Grundlagenthema für das Verständnis von Genexpression. Ab 24,99 €.
Unterrichtsreihe
Unterrichtsreihe zu PCR, Gelelektrophorese und genetischem Fingerabdruck in der Oberstufe. Ab 24,99 €.
Lernheft
Lernheft zu Molekulargenetik und Gentechnik, etwa zur Wiederholung der Grundlagen. Ab 14,90 €.
Die ersten fünf Stunden bauen Begriffe und Urteilsfähigkeit auf. Zum Einstieg formulieren die Lernenden Vermutungen, legen ein Begriffsnetz an und schreiben eine eigene Lernfrage, aus der eine überprüfbare Ausgangsthese entsteht. In der zweiten Stunde erarbeiten sie die drei Grundbegriffe. Dann folgen drei aufeinander aufbauende Aufgaben zu M1. A1 verlangt, die Ergebnisse ohne Therapieempfehlung zu beschreiben. A2 fragt, warum die höchste Proteinaktivität keine ausreichende Grundlage für die Auswahl eines Verfahrens ist. A3 fordert einen Untersuchungsplan, mit dem sich die Verfahren besser bewerten ließen. Anschließend prüfen die Lernenden ein Gegenargument und überarbeiten ihr Urteil.
Ab der sechsten Stunde arbeiten die Gruppen am Projekt P1, einem Prozessmodell für eine hypothetische Ex-vivo-Behandlung. Sie entwerfen zwei Varianten und prüfen sie auf Machbarkeit. Es folgen 35 Minuten Produktion, eine Stunde zum Weiterarbeiten und Dokumentieren, eine Präsentation im Tandem mit Rückmeldung und eine zweite Fassung, die mit der ersten verglichen wird.
In den Stunden elf und zwölf vergleichen die Gruppen ihre Modelle, prüfen sie fachlich und beantworten eine Transferfrage. Zum Schluss kehren die Lernenden zur Ausgangsthese zurück und schreiben eine individuelle Reflexion.
Die zwölf Stunden gliedern sich in fünf Phasen.
| Phase | Stunden | Was passiert | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Einstieg und Begriffe | 1 bis 2 | Vermutungen, Begriffsnetz, Gen und Genprodukt, Strategien, Bewertung | Ausgangsthese |
| Analyse von M1 | 3 bis 4 | A1 Ergebnisse ohne Therapieempfehlung, A2 Grenzen der Proteinaktivität | Datenbeschreibung |
| Urteil und Planung | 5 bis 6 | A3 Untersuchungsplan, Gegenargument, Planung von P1 | Überarbeitetes Urteil |
| Prozessmodell | 7 bis 10 | Hypothetische Ex-vivo-Behandlung, Tandem-Feedback, zweite Fassung | Sichtbare Revision |
| Sicherung | 11 bis 12 | Vergleich, Transferfrage, Reflexion | Individuelle Reflexion |
Das Klausurtraining enthält eine Übungsklausur über 90 Minuten mit drei Aufgaben zu 12, 30 und 18 Punkten, dazu einen Erwartungshorizont mit Punkteverteilung und Teilpunkten. Die Klausur nutzt das bekannte Material M1. Sie trainiert Aufgabenformat, Zeitplanung und Erwartungshorizont, ersetzt aber keine Prüfung mit unbekanntem Material. Die Gewichtung ist ein didaktischer Vorschlag. Beim Projekt P1 werden Ergebnis, Überarbeitung und individuelle Reflexion bewertet.
Wichtig für die Planung: Es werden keine biologischen Experimente mit Genveränderung durchgeführt. Die Reihe arbeitet mit Daten, Modellen und einem Prozessmodell. M1 enthält keine klinischen Daten, deshalb eignet sich die Reihe nicht, um den Stand realer Therapien zu vermitteln. Wer aktuelle Beispiele aus der Medizin einbeziehen möchte, ergänzt eigenes Material.
Die Reihe ist eine kompakte Sequenz mit 25 Seiten und konzentriert sich auf drei Grundbegriffe, einen Modellfall und ein Projekt. Klären Sie vorher, ob Ihre Lerngruppe Proteinbiosynthese und Genregulation sicher beherrscht. Der Lehrplanbezug lautet: Orientierung an den Vorgaben für das Zentralabitur NRW 2029. Passt etwas nicht zu Ihren Vorgaben, greift die stifo-Garantie. Einen Überblick über das Genetik-Material bietet die Seite Genetik in der Oberstufe.
Weiteres Material und Hintergrund zur Genetik in der Oberstufe finden Sie hier.
Nein. Die Reihe arbeitet mit Daten, Modellen und einem Prozessmodell. Experimente mit Genveränderung sind ausdrücklich ausgeschlossen. Das erleichtert die Planung, weil keine Laborausstattung nötig ist. Wer praktische Anteile wünscht, kann auf Material zu PCR und Gelelektrophorese aus der Kollektion zurückgreifen.
Nein. M1 ist ein fiktives Zellkulturmodell ohne klinische Daten. Das Modell ist so angelegt, dass sich Wirkung, Risiko und Evidenz klar unterscheiden lassen. Aussagen über reale Therapien sind nicht Ziel der Reihe. Aktuelle Beispiele aus der Medizin können Sie als Ergänzung einbringen.
25 Seiten in drei PDFs: Lern- und Praxisheft mit 12 Seiten, Lehrermaterial mit 8 Seiten und Klausurtraining mit 5 Seiten. Die zwölf Stunden sind vollständig geplant. Die Reihe ist bewusst kompakt gehalten und lässt sich mit eigenem Material erweitern, etwa zu realen Therapieansätzen.
Nein. Sie nutzt das im Unterricht bearbeitete Material M1 und dient dem Training von Aufgabenformat, Zeitplanung und Erwartungshorizont. Sie ersetzt keine Prüfung mit unbekanntem Material. Die Gewichtung der drei Aufgaben mit 12, 30 und 18 Punkten ist ein didaktischer Vorschlag.
Der Lehrplanbezug lautet: Orientierung an den Vorgaben für das Zentralabitur NRW 2029. Falls etwas nicht zu Ihren Vorgaben passt, greift die stifo-Garantie, und das Material wird für Sie angepasst. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Vorgaben Ihres Landes und Ihrer Schule.
Ja. Die zwölf Einheiten zu 45 Minuten lassen sich zu sechs Doppelstunden zusammenfassen, etwa Einstieg und Begriffe, Analyse, Urteil und Planung, Produktion, Überarbeitung sowie Abschluss. Für das Prozessmodell ist ein Doppelblock günstig, weil die Gruppen dann ohne Unterbrechung an ihren Varianten arbeiten.