Vorbereitung auf 90 Minuten pro Woche begrenzen: Ein Modell für die Zeit bis Weihnachten

Wer die Unterrichtsvorbereitung auf 90 Minuten pro Woche und Lerngruppe begrenzt, spart Zeit und gewinnt Struktur. Das Modell funktioniert, weil es Entscheidungen vorwegnimmt: Was wird neu erstellt, was wird übernommen, was bleibt bewusst einfach. In neun Wochen bis Weihnachten ist das ein realistisches Ziel.
Die im Text erwähnten Unterrichtsmaterialien auf einen Blick. Digitaler Download, sofort einsetzbar.
Warum Begrenzung hilft
Vorbereitung dehnt sich aus, bis sie den verfügbaren Raum füllt. Wer abends eine Stunde einplant, braucht drei, weil jede Entscheidung offen ist: Welche Quelle? Welches Arbeitsblatt? Welche Methode? Eine feste Grenze erzwingt eine Priorität. Sie müssen nicht alles perfekt machen, sondern das Wichtige solide.
Dahinter steht eine einfache Beobachtung. Der Unterricht wird selten schlechter, wenn die Vorbereitung kürzer ist, solange der Kern klar ist: Ziel, Aufgabe, Ergebnissicherung.
Das 90-Minuten-Modell
- 20 Minuten: Ziel und Ergebnis festlegen. Was sollen die Lernenden am Ende der Woche können?
- 30 Minuten: Material auswählen oder anpassen, nicht neu erstellen.
- 20 Minuten: Aufgabenstellung und Ergebnissicherung formulieren.
- 20 Minuten: Puffer für Kopien, Technik und Nachfragen.
Die 30 Minuten für das Material sind der entscheidende Posten. Wer auf fertige Reihen zurückgreift, spart hier die meiste Zeit. In FachKomplett Deutsch finden sich Reihen samt Aufgaben, die sich anpassen lassen.
Den fachlichen Rahmen liefert das Lehrplan-Paket Deutsch für die GoST in Rheinland-Pfalz.
Wie die 30 Minuten für das Material aussehen können, zeigt ein Dreischritt: Erstens prüfen Sie, welche vorhandene Reihe dem Stundenziel am nächsten kommt. Zweitens streichen Sie alles, was dem Ziel nicht dient, etwa eine zweite Übung zum selben Inhalt. Drittens ergänzen Sie genau eine Sache, die Ihre Lerngruppe braucht, zum Beispiel ein Beispiel aus dem Lebensumfeld der Lernenden oder eine Hilfe für schwächere Gruppen. Die Reihenfolge verhindert, dass Sie beim Anpassen in eine Neuerstellung abrutschen, und am Ende der Woche liegt ein Material vor, das Sie im nächsten Jahr wiederverwenden können.
Entscheiden, was einfach bleibt
Nicht jede Stunde braucht ein eigenes Arbeitsblatt. Stunden mit Textarbeit, Diskussion oder Wiederholung kommen mit einer guten Frage aus. Legen Sie pro Woche eine Stunde fest, die bewusst einfach bleibt, etwa eine Lektürestunde oder eine Übungsstunde mit Aufgaben aus dem Buch. Diese Stunde ist kein Verlust, sondern die Voraussetzung dafür, dass Sie die anderen gründlich vorbereiten können.
Ebenso hilft es, Routinen zu nutzen. Wenn jede Woche mit derselben Einstiegsfrage beginnt und mit derselben Ergebnissicherung endet, entfällt ein Teil der Planung.
Grenzen setzen und einhalten
Ein Timer klingt banal, wirkt aber. Starten Sie ihn zu Beginn der Vorbereitung und hören Sie auf, wenn er klingelt. Was nicht fertig wird, wird vereinfacht. Das gilt auch für den Abend: Legen Sie eine Uhrzeit fest, nach der keine Arbeit mehr stattfindet. Vorlagen für Wochenplanung und Grenzen enthält der Teach-Life-Balance-Kurs.
Weitere Hinweise zum Umgang mit Belastung bietet der Beitrag Work-Life-Balance für Lehrkräfte.
Das Modell im Dezember anpassen
Im Dezember steigt der Druck durch Klausuren, Konferenzen und Weihnachtsveranstaltungen. Reduzieren Sie dann bewusst: 60 Minuten Vorbereitung pro Woche, dafür mehr Wiederholungsstunden und Übungsphasen. Das erste Halbjahr lässt sich so sauber abschließen, ohne dass Sie im Januar erschöpft starten. Eine Übersicht über die Wochen finden Sie auf der Planungsseite für Rheinland-Pfalz.
Vertretung und Ausfall einplanen
Eine feste Vorbereitungszeit hält nur, wenn Ausfälle einkalkuliert sind. Legen Sie für Vertretungsstunden ein Standardformat fest, das ohne Vorbereitung funktioniert; der Beitrag Vertretungsstunden ohne Vorbereitung zeigt, wie das aussehen kann. Die Idee lässt sich auf jedes Fach übertragen: eine Mappe mit zwei bis drei Aufgaben, die jederzeit einsetzbar sind. Damit verhindern Sie, dass ein kurzfristiger Ausfall Ihre Wochenplanung durcheinanderbringt, und Sie behalten die 90 Minuten für das, was wirklich Vorbereitung braucht.
Ein Beispiel für eine Woche
Montagabend: 20 Minuten, um das Ziel festzulegen, zum Beispiel „Die Lernenden können eine Erörterung gliedern“. Dienstagnachmittag: 30 Minuten, um aus einer vorhandenen Reihe die passende Aufgabe auszuwählen und einen Musterbeleg zu ergänzen. Mittwochnachmittag: 20 Minuten für Aufgabenstellung und Kriterienliste. Donnerstagmorgen: 20 Minuten Puffer. Dabei bleibt Zeit für den Rest, und die Woche wirkt nicht mehr wie ein Berg. Wer das Modell einmal durchspielt, merkt schnell, wo die eigenen Zeitfresser liegen.
Das Material ist passend zum Lehrstoff aufgebaut – und falls etwas doch nicht zu euren Vorgaben passt, greift die stifo-Garantie: Wir passen es individuell für euch an.
Häufige Fragen
Reichen 90 Minuten für Leistungskurse?
Für die laufende Vorbereitung meist ja, wenn Sie auf vorhandenes Material zurückgreifen. Für Klausurstellung und Erwartungshorizont kommt zusätzliche Zeit hinzu.
Was mache ich in Wochen mit mehreren Lerngruppen?
Rechnen Sie pro Lerngruppe mit dem Modell, aber nutzen Sie Parallelen. Zwei Kurse in derselben Jahrgangsstufe bekommen dieselbe Vorbereitung.
Wie halte ich die Grenze ein?
Mit einem Timer, einem festen Termin im Kalender und der Regel, dass Unfertiges vereinfacht wird. Wer das drei Wochen durchhält, spürt den Unterschied.
Ein ganzes Fach statt einzelner Reihen
Die FachKomplett-Reihen bündeln das Material eines kompletten Fachs für Sek I und Sek II. Einmal kaufen, das Fach ist vorbereitet.
Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.
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FAQ zu den Unterrichtsmaterialien
Das Sortiment reicht von der Kita über die Grundschule und die Sekundarstufe I (Klasse 5–10) bis zur Sekundarstufe II und zur Berufsschule. Jedes Material ist nach Fach, Stufe und - wo sinnvoll - nach Bundesland beschriftet.
Viele Reihen lassen sich mit kleinen Anpassungen auch in benachbarten Schulformen einsetzen, weil die Aufgaben in mehreren Anforderungsniveaus vorliegen.
Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:
- mehrere Arbeitsblätter mit ausgearbeiteten Lösungen
- eine Präsentation für den Unterrichtseinstieg
- einen Verlaufsplan für die Stundenstruktur
- Aufgaben auf mehreren Anforderungsniveaus zur Differenzierung
- je nach Reihe Klausur- oder Testvorlagen
Die Dateien liegen in editierbaren Formaten vor, damit du Inhalte an deine Lerngruppe anpassen kannst.
Direkt nach dem Kauf erhältst du eine Bestätigungs-E-Mail mit dem Download-Link. Zusätzlich liegen die Dateien dauerhaft in deinem Kundenkonto unter „Bestellungen" - ohne Ablaufdatum und ohne Downloadlimit.
Es gibt keinen Versand und keine Wartezeit: Der Download steht unmittelbar nach dem Abschluss der Bestellung bereit.
Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Du darfst das Material ausdrucken und im eigenen Unterricht beliebig oft einsetzen. Die digitalen Dateien an andere Lehrkräfte weiterzugeben oder sie zu veröffentlichen, ist davon nicht gedeckt.
Für Fachschaften gibt es bei vielen Produkten eine Schullizenz, die mehrere Lehrkräfte einer Schule abdeckt. Sie steht direkt auf der Produktseite zur Auswahl.
Eine Unterrichtsreihe deckt ein einzelnes Thema ab, etwa „Genetik" oder „Kurzgeschichten analysieren". Sie passt, wenn du gezielt eine Sequenz vorbereitest.
Ein FachKomplett-Paket bündelt die zentralen Themen eines ganzen Fachs zu einem Gesamtpreis, der deutlich unter der Summe der Einzelreihen liegt. Das lohnt sich, sobald du ein Fach dauerhaft unterrichtest. Eine Übersicht aller Reihen steht auf der FachKomplett-Seite.
Die Materialien orientieren sich an den veröffentlichten Vorgaben der Länder - je nach Bundesland am Kernlehrplan, Kerncurriculum, Bildungsplan, Rahmenlehrplan oder an den Fachanforderungen. Für viele Fächer gibt es eigene Pakete je Bundesland.
Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.
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