Unterrichtsreihe Konzeptionalität und Medialität: ueber den Halbjahreswechsel hinweg

Für Schülerinnen und Schüler, die den Kurs zum Halbjahr verlassen, muss eine Unterrichtsreihe zu Konzeptionalität und Medialität vor dem Wechsel den Baustein zum Modell von Koch und Oesterreicher vollständig abschließen, inklusive einer eigenen Anwendungsaufgabe an einem Beispieltext, statt sie mit einer nur begonnenen Textanalyse ohne Ergebnis zu entlassen.
Die im Text erwähnten Unterrichtsmaterialien auf einen Blick. Digitaler Download, sofort einsetzbar.
Ein Ende statt eines Cliffhangers
Wer den Kurs verlässt, sollte die Reihe nicht mit einer offenen Frage im Kopf verlassen, für deren Beantwortung es später keine Gelegenheit mehr gibt. Bei der Unterrichtsreihe zu Konzeptionalität und Medialität betrifft das vor allem den theoretischen Grundbaustein zum Modell von Koch und Oesterreicher, der ein in sich geschlossenes Ergebnis liefern kann, wenn er rechtzeitig vor dem Wechsel angesetzt wird.
Anders als bei einer Reihe, die ohnehin weiterläuft, zählt für Abgehende nicht der Anschluss an spätere Stunden, sondern ein Stand, mit dem sie selbst zufrieden den Kurs verlassen können. Das verändert die Prioritätensetzung in den letzten gemeinsamen Wochen deutlich: Vollständigkeit eines kleinen Bausteins wiegt für sie mehr als Fortschritt in einem großen, der ohnehin nicht mehr für sie weitergeht.
Welcher Baustein sich zum Abschluss eignet
Das Begriffspaar Nähe- und Distanzsprachlichkeit lässt sich unabhängig von den späteren Anwendungsfeldern der Reihe erklären und an einem einzigen Beispieltext durchspielen, etwa einem Chatverlauf im Vergleich zu einem formellen Brief. Diese Anwendung liefert ein rundes Ergebnis, das nicht von späteren Textsorten abhängt, die im Kurs erst nach dem Wechsel behandelt werden, und lässt sich innerhalb einer einzigen Doppelstunde vollständig durchführen und besprechen.
Wer die Reihe im Anschluss mit literarischen Texten fortsetzt, kann dafür auf die Unterrichtsreihe zu acht Kurzgeschichten für die Oberstufe zurückgreifen, ein Verweis, der für Abgehende nicht mehr relevant ist, aber den Übergang für die verbleibende Gruppe erleichtert. Grundsätzliches zum Umgang mit Kursfluktuation über den Halbjahreswechsel hinweg beschreibt die Seite Unterrichtsreihe über den Halbjahreswechsel: die Zäsur einplanen, die auch auf andere Fächer mit ähnlicher Fluktuation übertragbar ist.
Die letzte gemeinsame Stunde nutzen
Die letzte Stunde vor dem Wechsel eignet sich gut für eine kurze Anwendungsaufgabe, die sowohl Abgehende als auch Bleibende gemeinsam bearbeiten, etwa den Vergleich zweier Textausschnitte hinsichtlich ihrer Konzeptionalität. So bekommt niemand das Gefühl, die Stunde diene ausschließlich der Verabschiedung einzelner Kursmitglieder, während der übrige Kurs auf den eigentlichen Unterricht wartet, und die Zeit bleibt für alle gleichermaßen inhaltlich gefüllt.
Wie sich eine Reihe so takten lässt, dass ein Baustein exakt mit dem Kalendertag des Wechsels endet, beschreibt die Seite zur Unterrichtsreihe planen: Aufbau, Länge und Sequenz ausführlicher, als es an dieser Stelle nötig wäre. Wer diese Taktung frühzeitig plant, muss die letzte Stunde nicht kurzfristig umbauen, wenn der Wechseltermin näher rückt.
Einen Leistungsnachweis rechtzeitig ansetzen
Abgehende brauchen ihren letzten Leistungsnachweis rechtzeitig vor dem Wechseltermin, nicht erst in der allerletzten gemeinsamen Stunde, damit noch Zeit für eine ordentliche Korrektur und Rückmeldung bleibt. Die Unterrichtsreihe zu Konzeptionalität und Medialität liefert für diesen Abschlussbaustein ein eigenes, kompaktes Aufgabenformat. Der Beitrag zu Anforderungsbereichen I bis III in Deutsch-Klausuren liefert dafür einen Rahmen, der sich auch auf eine kürzere Abschlussaufgabe zum Modell von Koch und Oesterreicher übertragen lässt, ohne den vollen Umfang einer regulären Klausur zu benötigen.
Für die verbleibende Gruppe lohnt sich ein Blick auf den Beitrag zum Deutschunterricht im ersten Halbjahr: was zuerst drankommt, wenn danach ein neuer Reihenbaustein beginnt. Ergänzend zeigt der Beitrag zum eigenen Sprachkorpus in einer Doppelstunde, wie sich der theoretische Grundbaustein praktisch vertiefen lässt, sofern nach dem Wechsel dafür noch Zeit bleibt und die verbleibende Gruppe davon profitiert.
Die Fachkonferenz und die nächste Lehrkraft informieren
Verlässt eine Schülerin oder ein Schüler den Kurs, weil sie oder er die Schule wechselt, lohnt sich eine kurze schriftliche Notiz zum erreichten Reihenstand, die der aufnehmenden Schule den Anschluss erleichtert. Diese Notiz muss keine vollständige Übergabedokumentation sein, sie sollte aber den behandelten Grundbaustein und die dazu erbrachte Leistung knapp benennen.
Auch innerhalb der eigenen Schule hilft ein kurzer Hinweis an die Fachkonferenz, wenn mehrere Kursmitglieder gleichzeitig abgehen und der bisherige Reihenstand für spätere Vergleichsklassen dokumentiert werden soll. So bleibt nachvollziehbar, an welcher Stelle die Reihe für diese Lerngruppe tatsächlich endete.
Häufige Fragen
Reicht ein mündlicher Abschluss für Abgehende aus?
Ein mündlicher Abschluss reicht dann aus, wenn ohnehin keine benotete Leistung mehr aussteht. Steht dagegen noch ein Leistungsnachweis an, sollte er schriftlich und rechtzeitig vor dem Wechsel erfolgen, damit für Korrektur und Rückmeldung noch genügend Zeit bleibt und die Abgehenden ein belastbares Ergebnis erhalten.
Was passiert mit dem Material, das nicht mehr behandelt wird?
Es bleibt für die verbleibende Gruppe in der Reihe erhalten und wird nach dem Wechsel regulär fortgeführt. Für Abgehende ist es nicht relevant, sie benötigen lediglich den bereits abgeschlossenen Grundbaustein, der unabhängig vom weiteren Reihenverlauf ein vollständiges Ergebnis liefert, ohne dass später behandelte Textsorten dafür nötig wären.
Sollte die letzte Stunde anders gestaltet sein als sonst?
Nicht grundsätzlich anders, aber mit einer Aufgabe, die für Abgehende und Bleibende gleichermaßen einen Abschluss darstellt, etwa eine gemeinsame Anwendung des zuvor behandelten Begriffspaars. So bleibt die Stunde inhaltlich tragfähig für beide Gruppen, statt sich auf eine reine Verabschiedung einzelner Kursmitglieder zu beschränken.
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