Geschichte· Grundschule

Unterrichtsreihe Die alten Römer – Alltag, Legionäre und Straßen planen

von Luca 09.09.2026 1 Min. Lesezeit
Die alten Römer – Alltag, Legionäre & Straßen – Unterrichtsmaterial Grundschule (Klasse 1–4)

Eine Unterrichtsreihe zu den alten Römern folgt in der Grundschule am besten der Chronologie vom Alltag zur Ausbreitung: erst das Leben in einer römischen Stadt, dann Straßenbau und Legionäre, zuletzt der Kontakt mit anderen Völkern. Jede Stunde baut auf Begriffen und Bildern der vorherigen auf, nie umgekehrt.

Material zu diesem Artikel

Die im Text erwähnten Unterrichtsmaterialien auf einen Blick. Digitaler Download, sofort einsetzbar.

Warum die Reihenfolge nicht beliebig ist

In einer Unterrichtsreihe zu den alten Römern mit Alltag, Legionären und Straßen folgt jede Doppelstunde bewusst auf die vorherige, weil die Kinder sonst mit Begriffen wie Limes oder Aquädukt allein gelassen werden. Wer zuerst den Alltag in einer römischen Stadt zeigt, kann in der nächsten Stunde auf bekannte Bilder zurückgreifen, wenn es um Straßenbau und das römische Heer geht.

Würde die Reihe umgekehrt mit den Legionären beginnen, fehlte den Kindern der Rahmen, in den sie das Militärische einordnen können. Die Abfolge vom Alltag über die Infrastruktur bis zu den Legionären funktioniert deshalb wie ein Aufbau, bei dem jede Stunde ein Werkzeug für die nächste bereitstellt, statt eine lose Sammlung einzelner Themen zu bleiben.

Vorwissen und Popkultur-Bilder der Römer einordnen

Viele Kinder bringen aus Filmen und Comics Bilder von Gladiatoren und Schlachten mit, die mit dem römischen Alltag wenig zu tun haben. Eine Reihe, die diese Vorstellungen ignoriert, verliert die Klasse an der falschen Stelle. Besser ist es, das Bild aus den Medien in der ersten Stunde offen aufzugreifen und daneben zu stellen, was tatsächlich zum römischen Alltag gehörte.

Diese Gegenüberstellung muss nicht in einer einzigen Stunde gelingen. Über mehrere Doppelstunden verteilt lässt sich das ursprüngliche Bild schrittweise ergänzen, etwa wenn nach der Stunde zu Straßen und Handel die Frage auftaucht, wie die Legionäre eigentlich lebten, wenn gerade keine Schlacht stattfand.

Sprachbildung: neue Begriffe Stunde für Stunde einführen

Begriffe wie Limes, Aquädukt oder Legionär sind für Grundschulkinder neu und tauchen in der Reihe nicht alle auf einmal auf, sondern Stunde für Stunde. Wer die Wortliste vorab auf die einzelnen Doppelstunden verteilt, verhindert, dass eine Stunde zur reinen Vokabelübung wird und die eigentliche inhaltliche Arbeit zu kurz kommt.

Für Klassen mit großen Unterschieden im Lesetempo hilft eine feste Struktur: neue Wörter zuerst mündlich und mit Bild klären, danach erst im Text. So kommen auch Kinder mit, die einzelne Wörter noch nicht flüssig lesen, und die Reihe verliert niemanden schon in der zweiten Doppelstunde.

Sicherung über mehrere Wochen statt Klassenarbeit am Ende

Am Ende einer Reihe wie zu den alten Römern mit Alltag, Legionären und Straßen steht in der Grundschule selten eine klassische Klassenarbeit, sondern häufiger eine Seite im Heft oder ein kleines Plakat, auf dem die Kinder festhalten, was sie über Alltag, Straßen und Legionäre gelernt haben. Diese Form der Leistungsüberprüfung passt besser zum Alter als ein Test mit vielen Textfragen.

Wichtiger als eine einzelne Abschlussstunde ist die Sicherung nach jeder Doppelstunde: ein kurzer Eintrag, ein Bild, ein Satz. Wer diese Zwischenstände sammelt, sieht am Ende der Reihe genau, welche Begriffe schon sitzen und welche in einer folgenden Reihe wie zu Wikingern mit Leben, Schiffen und Entdeckungen noch einmal aufgegriffen werden sollten.

Einordnung: wie sich diese Reihe in den Grundschulalltag fügt

Wie lang eine solche Reihe insgesamt sein sollte und woran man die passende Zahl an Doppelstunden erkennt, beschreibt die Seite Unterrichtsreihen für die Grundschule in kleinen Schritten über Wochen planen allgemein für die Grundschule.

Einen grundsätzlichen Überblick über Aufbau, Länge und Sequenz von Unterrichtsreihen bietet die Seite Unterrichtsreihen planen – Aufbau, Länge und Sequenz im Überblick. Wer die Klasse später auch in Sek I oder Sek II unterrichtet, findet im Beitrag zu Multiperspektivität in Geschichtsreihen der Sek I und Sek II einen Anschlusspunkt, wie sich das Prinzip mehrerer Blickwinkel fortsetzen lässt.

Für den Einstieg in ein neues Schuljahr im Fach Geschichte hilft der Beitrag zum Methodentraining im Geschichtsunterricht der ersten Wochen. Kolleginnen, die parallel auf das Abitur vorbereiten, finden zudem im Beitrag zum Geschichte-Abitur 2027 in Hessen eine Einordnung, wie sich Quellenarbeit über die Schulstufen hinweg weiterentwickelt.

Häufige Fragen

Warum sollte die Unterrichtsreihe zu den Römern nicht mit den Legionären beginnen?

Wer mit Legionären und Schlachten startet, nimmt den Kindern den Rahmen, in dem sie diese Informationen einordnen könnten. Erst der Alltag in einer römischen Stadt liefert die Bilder, auf die spätere Stunden zu Straßenbau und Heer aufbauen können. So bleibt die Reihe nachvollziehbar, statt mit unerklärten Begriffen zu beginnen.

Wie viele Doppelstunden braucht eine Reihe zu den alten Römern in der Grundschule?

Das hängt vom Vorwissen der Klasse und der Zahl der Teilthemen ab, die Sie wirklich vertiefen wollen. Für Alltag, Straßen und Legionäre reichen häufig vier bis sechs Doppelstunden, wenn jede Stunde ein klar abgegrenztes Teilthema behandelt und nicht mehrere Aspekte gleichzeitig bearbeitet werden müssen.

Wie sichere ich den Lernstand, ohne eine Klassenarbeit zu schreiben?

In der Grundschule reicht meist eine kurze Dokumentation im Heft nach jeder Doppelstunde: ein Satz, ein Bild, ein neues Wort. Am Ende der Reihe lässt sich daraus ein kleines Plakat oder eine zusammenfassende Heftseite entwickeln, die zeigt, was von Alltag bis Legionären hängen geblieben ist.

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Über den Autor
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Luca
Bildungsgestalter & Gründer von stifo.de

Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.

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Häufige Fragen

FAQ zu den Unterrichtsmaterialien

Das Sortiment reicht von der Kita über die Grundschule und die Sekundarstufe I (Klasse 5–10) bis zur Sekundarstufe II und zur Berufsschule. Jedes Material ist nach Fach, Stufe und - wo sinnvoll - nach Bundesland beschriftet.

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Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:

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  • einen Verlaufsplan für die Stundenstruktur
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Die Materialien orientieren sich an den veröffentlichten Vorgaben der Länder - je nach Bundesland am Kernlehrplan, Kerncurriculum, Bildungsplan, Rahmenlehrplan oder an den Fachanforderungen. Für viele Fächer gibt es eigene Pakete je Bundesland.

Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.

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