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Unterrichtsreihe Bildkarten und Erzählen – Vom Wort zur Geschichte planen

von Luca 11.09.2026 1 Min. Lesezeit
Bildkarten & Erzählen – Vom Wort zur Geschichte · Kita-Unterrichtsmaterial | Sprache & Kommunikation (3–6 Jahre)

Eine Unterrichtsreihe zu Bildkarten und Erzählen funktioniert nur, wenn zuerst einzelne Karten benannt werden, danach zwei Karten zu einem Satz verbunden werden und erst zuletzt mehrere Karten in eine erzählerische Reihenfolge gebracht werden, weil Kinder eine Geschichte nur ordnen können, wenn sie die einzelnen Bildinhalte vorher bereits sicher benennen und miteinander verknüpfen können.

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Warum die Reihe mit einzelnen Bildkarten beginnt

Die erste Einheit der Reihe zu Bildkarten und Erzählen – Vom Wort zur Geschichte beschränkt sich darauf, einzelne Bildkarten zu benennen: ein Baum, ein Hund, ein Ball. Diese scheinbar einfache Übung sichert den Wortschatz, den die Kinder in allen folgenden Einheiten brauchen, um überhaupt über die Bilder sprechen zu können. Ohne diesen gemeinsamen Wortschatz bleibt jede spätere Übung für einzelne Kinder unnötig schwer.

Würde die Reihe gleich mit ganzen Bildergeschichten beginnen, scheiterten manche Kinder bereits daran, einzelne Bildinhalte zu benennen, bevor überhaupt von einer Geschichte die Rede sein könnte. Die reine Benenneinheit stellt sicher, dass dieser Wortschatz für alle in der Gruppe vorhanden ist, unabhängig davon, wie viel sprachliche Erfahrung die Kinder von zu Hause mitbringen.

Warum Satzbildung vor der Kartenreihenfolge kommt

Erst wenn einzelne Bildkarten sicher benannt werden, führt die Reihe die Verbindung zweier Karten zu einem einfachen Satz ein, etwa der Hund läuft zum Ball. Diese Übung verlangt bereits, zwei Bildinhalte gedanklich in eine Beziehung zu setzen, was beim reinen Benennen einzelner Karten noch nicht gefordert war. Dieser Schritt bereitet gezielt die spätere Ordnung mehrerer Karten zu einer ganzen Geschichte vor.

Erst danach ordnet die Reihe mehrere Bildkarten zu einer kleinen Geschichte, weil sich eine sinnvolle Reihenfolge nur finden lässt, wenn die Kinder bereits geübt haben, zwei Bildinhalte gedanklich zu verknüpfen. Ohne diese Zwischenstufe würden die Karten eher zufällig als logisch begründet angeordnet.

Wo die Reihe Wiederholung einplant

Jede neue Einheit beginnt mit einer kurzen Wiederholung bereits bekannter Bildkarten, bevor neue Karten oder eine neue Übungsform hinzukommen, damit der Wortschatz aus früheren Einheiten nicht verblasst, sobald die Aufgaben komplexer werden. Diese kurze Routine kostet wenige Minuten, trägt aber wesentlich zum sicheren Fortschritt der gesamten Reihe bei.

Wer im Anschluss an diese sprachlastige Reihe feinmotorische Fähigkeiten fördern möchte, findet in den Materialien zu Stift und Spur – Stifthaltung und Schwungübungen eine passende nächste Einheit für die weitere Wochenplanung in der Kita.

Wie sich die Reihe zum freien Erzählen zuspitzt

In den letzten Einheiten der Reihe wählen die Kinder selbst mehrere Bildkarten aus und erzählen daraus eine eigene kleine Geschichte, statt eine vorgegebene Kartenreihe zu ordnen. Diese Übung gelingt nur, wenn Benennen, Satzbildung und Reihenfolge zuvor bereits jeweils für sich geübt wurden.

Am Ende der Reihe zu Bildkarten und Erzählen steht damit ein Format, in dem die Kinder ihre sprachlichen Fähigkeiten weitgehend selbstständig anwenden, während die Fachkraft vor allem noch zuhört und bei Bedarf einzelne Wörter ergänzt, statt die Geschichte selbst vorzugeben oder zu lenken.

Einordnung in die Unterrichtsreihe

Wie sich eine solche Reihenfolge über mehrere Einheiten grundsätzlich begründet aufbauen lässt, zeigt die Seite zum Aufschreiben eines Reihenplans mit begründeter Ordnung. Wie Aufbau, Länge und Sequenz einer Unterrichtsreihe insgesamt zusammenhängen, ordnet die Seite Unterrichtsreihe planen zwischen Aufbau, Länge und Sequenz ein. Für die längerfristige Planung eines ganzen Jahres passt der Beitrag zur Planung des ersten Schuljahres vom Lehrplan zum Stoffverteilungsplan.

Wer eine neue Gruppe zu Beginn eines Jahres kennenlernt, findet im Beitrag zur Kennenlernphase in Berlin für eine neue Klasse in den ersten Wochen eine Orientierung. Für ältere Lerngruppen eignet sich zudem der Beitrag zur Erinnerungskultur in Chile und Argentinien im Spanischunterricht als thematischer Ausblick auf spätere, deutlich komplexere Erzählformen im Fremdsprachenunterricht.

Häufige Fragen

Warum beginnt die Reihe nur mit dem Benennen einzelner Bildkarten?

Diese Übung sichert den Wortschatz, den die Kinder in allen folgenden Einheiten brauchen. Würde die Reihe gleich mit ganzen Bildergeschichten beginnen, scheiterten manche Kinder bereits am Benennen einzelner Bildinhalte, bevor überhaupt von einer Geschichte die Rede sein könnte. Die reine Benenneinheit stellt sicher, dass dieser Wortschatz für alle vorhanden ist.

Warum kommt die Verbindung zweier Karten vor der ganzen Kartenreihenfolge?

Eine sinnvolle Reihenfolge mehrerer Karten lässt sich nur finden, wenn Kinder bereits geübt haben, zwei Bildinhalte gedanklich zu verknüpfen. Ohne diese Zwischenstufe würden Karten eher zufällig als logisch begründet angeordnet, weil den Kindern die Vorerfahrung fehlt, überhaupt eine Beziehung zwischen zwei Bildern herzustellen, bevor eine ganze Reihe von Bildern eingeordnet werden soll.

Wie wird verhindert, dass früher gelernter Wortschatz wieder vergessen wird?

Jede neue Einheit beginnt mit einer kurzen Wiederholung bereits bekannter Bildkarten, bevor neue Karten hinzukommen. Diese wenigen Minuten am Anfang jeder Einheit halten den Wortschatz aus früheren Einheiten präsent, sodass er beim freien Erzählen am Ende der Reihe weiterhin zur Verfügung steht, statt in Vergessenheit geraten zu sein, was gerade bei jüngeren Kindern schnell passieren kann.

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Über den Autor
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Luca
Bildungsgestalter & Gründer von stifo.de

Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.

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Häufige Fragen

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