Elektronenpaarbindung — auf Klausur und Kompensationsprüfung hinführen
Die Kompensationsprüfung lässt sich nicht erst nach einer negativen Klausur mitdenken. Wer Elektronenpaarbindung unterrichtet, sollte den Stoff von Anfang an so modular anlegen, dass sowohl die Klausur als auch eine mögliche spätere Kompensationsprüfung darauf aufbauen können, ohne zusätzlichen neuen Stoff einzuführen.
Die im Text erwähnten Unterrichtsmaterialien auf einen Blick. Digitaler Download, sofort einsetzbar.
Die Kompensationsprüfung nicht erst nach der Klausur mitdenken
Wird der Stoff zur Elektronenpaarbindung ausschließlich mit Blick auf die Klausur aufbereitet, fehlt oft ein Plan für den Fall, dass die Klausur mit Nicht genügend beurteilt wird. Die Kompensationsprüfung kommt dann meist als zusätzliche, kurzfristig zusammengestellte Aufgabe obendrauf, statt aus derselben, bereits vorhandenen Unterrichtsgrundlage hervorzugehen.
Wer den Stoff von Beginn an bewusst modular aufbaut, etwa Einfachbindungen, Mehrfachbindungen, Oxidationszahlen und Molekülgeometrie als klar getrennte Bausteine, kann aus denselben Bausteinen sowohl die Klausur als auch eine spätere Kompensationsprüfung ableiten, ohne unter Zeitdruck völlig neue Aufgaben komplett neu entwickeln zu müssen.
Dieser Vorlauf zahlt sich besonders dann aus, wenn mehrere Kandidatinnen und Kandidaten im selben Jahrgang eine Kompensationsprüfung ablegen müssen. Ein modularer Aufbau erlaubt es, für jede Person eine eigene, aber vergleichbar anspruchsvolle Aufgabenvariante aus denselben, bereits vorbereiteten Bausteinen zusammenzustellen.
Elektronenpaarbindung als Klausurstoff
Das EPA-Modell liefert mit Einfach- und Mehrfachbindungen, Oxidationszahlen und Molekülgeometrie reichlich eigenständige Bausteine für Teilaufgaben einer Klausur. Die Unterrichtsmaterialien zu Elektronenpaarbindung: Einfach- und Mehrfachbindungen, Oxidationszahlen, Molekülgeometrie legen diese Bausteine bereits klar voneinander getrennt an, statt sie zu einem einzigen großen Themenblock zu verschmelzen.
Diese Trennung erleichtert es, aus denselben Bausteinen unterschiedliche Aufgabenvarianten zu bilden, etwa für die reguläre Klausur und für eine mögliche spätere Kompensationsprüfung, ohne denselben Baustein zweimal identisch abzufragen. Die Unterrichtsmaterialien zu Elektronenpaarbindung: Einfach- und Mehrfachbindungen, Oxidationszahlen, Molekülgeometrie liefern für jeden Baustein eigene Übungsaufgaben, die sich unabhängig voneinander einsetzen lassen.
Stoff so anlegen, dass eine Kompensationsprüfung ihn abbilden kann
Eine Kompensationsprüfung sollte denselben Stoff wie die Klausur prüfen, jedoch nicht identisch formuliert sein. Modular aufgebauter Stoff macht das einfacher: Ein Baustein, der in der Klausur über Mehrfachbindungen geprüft wurde, lässt sich in der Kompensationsprüfung über Molekülgeometrie am selben Molekül erneut aufgreifen, ohne dass die Aufgabe wie eine bloße Wiederholung wirkt.
Für die Fachgruppe bedeutet das, schon bei der Erstellung der Klausuraufgaben bewusst mitzudenken, welcher Baustein sich bei Bedarf in eine Kompensationsprüfung überführen lässt. Wird diese Überlegung erst nach einer bereits negativen Klausur angestellt, bleibt oft nur wenig Zeit, eine wirklich vergleichbare Aufgabe neu zu entwickeln.
Die Unterrichtsreihe zu Protolysereaktionen und Massenwirkungsgesetz zeigt, wie sich ein ähnlich modularer Aufbau auf einen anderen Chemie-Themenbereich übertragen lässt. Wie sich Klausuren und Kompensationsprüfungen über das Schuljahr hinweg gezielt vorbereiten lassen, beschreibt die Anleitung zur Klausur- und Kompensationsprüfungsvorbereitung.
Nicht genügend in der Klausur – was jetzt zählt
Ein Nicht genügend in der Klausur zur Elektronenpaarbindung ist kein Grund, den gesamten Stoff von vorne neu aufzurollen. Sinnvoller ist, anhand der modularen Bausteine gezielt zu prüfen, welcher einzelne Baustein nicht ausreichend beherrscht wurde, und die Vorbereitung auf die Kompensationsprüfung ausschließlich darauf zu konzentrieren.
Das entlastet sowohl die Kandidatin oder den Kandidaten als auch die Lehrperson, die die Kompensationsprüfung vorbereitet: Statt den kompletten Stoff zur Elektronenpaarbindung erneut vollständig durchzugehen, genügt eine gezielte Auffrischung des einen Bausteins, der beim ersten Versuch tatsächlich zum Nicht genügend geführt hat.
Wo die Klausur neben mündlichen Prüfungen und der Abschließenden Arbeit steht, ordnet die Überblicksseite zu den drei Säulen der Reifeprüfung ein, mit Hinweisen darauf, wie sich modularer Stoffaufbau über alle drei Prüfungsteile hinweg sinnvoll anlegen lässt. Für die Einordnung des Chemiestoffs in andere Bundesländer eignen sich ein Lehrplan Chemie aus Sachsen und ein Lehrplan Chemie aus Rheinland-Pfalz, auch wenn dort andere Prüfungsformate als die österreichische Reifeprüfung gelten und sich die Aufteilung in Bausteine entsprechend unterscheidet.
Häufige Fragen
Warum sollte die Kompensationsprüfung schon beim Unterrichten der Klausur mitgedacht werden?
Weil sich Stoff, der von Anfang an modular aufgebaut ist, deutlich leichter sowohl für die Klausur als auch für eine mögliche spätere Kompensationsprüfung nutzen lässt. Wird ausschließlich mit Blick auf die Klausur geplant, fehlt im Fall eines Nicht genügend oft eine klare, bereits vorbereitete Grundlage, worauf sich eine faire, vergleichbare Kompensationsprüfung stützen kann.
Wie lässt sich Elektronenpaarbindung modular für Klausur und Kompensationsprüfung aufbauen?
Über klar voneinander getrennte Bausteine wie Einfachbindungen, Mehrfachbindungen, Oxidationszahlen und Molekülgeometrie, die jeweils für sich eigenständig abfragbar sind. Aus diesen Bausteinen lassen sich unterschiedliche Aufgabenvarianten für Klausur und Kompensationsprüfung bilden, ohne dass ein Baustein am Ende in beiden Prüfungen identisch abgefragt werden müsste.
Muss nach einem Nicht genügend der gesamte Stoff zur Elektronenpaarbindung wiederholt werden?
Nicht zwingend. Sinnvoller ist, anhand der modularen Bausteine gezielt und effizient zu bestimmen, welcher einzelne Baustein in der Klausur nicht ausreichend beherrscht wurde, und die Vorbereitung auf die Kompensationsprüfung genau darauf zu konzentrieren, statt pauschal den gesamten Stoff noch einmal komplett und ganz vollständig neu durchzugehen.
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