Geschichte· Grundschule

Alte Berufe und Handwerk – vom Schmied zum Bäcker — neben dem Lehrmittel einsetzen

von Luca 19.09.2026 1 Min. Lesezeit
Alte Berufe & Handwerk – vom Schmied zum Bäcker – Unterrichtsmaterial Grundschule (Klasse 1–4)

Alte Berufe und Handwerk lassen sich als Zusatzmaterial neben dem Lehrmittel einsetzen, wenn das Team die Wahl begründen kann: Welche Lücke im Fachbereich NMG schliesst das Material, und warum reicht das Lehrmittel dafür nicht aus. Eine begründete Wahl im Team erleichtert auch spätere Rückfragen von Eltern oder Schulleitung.

Material zu diesem Artikel

Die im Text erwähnten Unterrichtsmaterialien auf einen Blick. Digitaler Download, sofort einsetzbar.

Warum die Begründung im Team wichtig ist

In der Primarschule gehören historische Themen wie alte Berufe und Handwerk meist zum Fachbereich NMG, der in den Zyklen 1 und 2 fächerübergreifend angelegt ist. Wird hier Zusatzmaterial neben dem Lehrmittel eingesetzt, lohnt sich eine Begründung im Team, weil mehrere Klassenlehrpersonen desselben Jahrgangs meist ähnliche Themen behandeln.

Ohne eine solche Begründung entsteht leicht der Eindruck, die Materialwahl sei beliebig, selbst wenn sie in Wirklichkeit sorgfältig überlegt war und einer klaren Lücke im Lehrmittel begegnet, die sonst niemand dokumentiert hätte.

Ein weiterer Aspekt betrifft die Vergleichbarkeit zwischen Parallelklassen: Begründen mehrere Klassenlehrpersonen ihre Materialwahl nach demselben Muster, lassen sich die eingesetzten Zusatzmaterialien über den ganzen Jahrgang hinweg leichter vergleichen, was auch bei einer externen Überprüfung des Unterrichts hilfreich sein kann.

Was eine gute Begründung enthält

Eine tragfähige Begründung benennt konkret, was im Lehrmittel fehlt: etwa eine anschauliche Darstellung einzelner Handwerksberufe wie Schmied oder Bäcker, die im Lehrmittel nur knapp erwähnt werden. Die Unterrichtsreihe zu Alten Berufen und Handwerk liefert genau diese Vertiefung und lässt sich im Team so vorstellen.

Dabei hilft es, konkret zu benennen, welche Altersgruppe von der Vertiefung profitiert und wie sich die Reihe zeitlich in den bestehenden Jahresplan der Unterrichtsreihe zu Alten Berufen und Handwerk einfügen lässt, ohne andere Themen zu verdrängen.

Die Wahl im Team dokumentieren

Damit die Entscheidung nachvollziehbar bleibt, hilft eine kurze schriftliche Notiz: welches Thema, welches Zusatzmaterial, welche Lücke im Lehrmittel. Das erleichtert auch den Wechsel einer Klassenlehrperson, weil die Nachfolgerin oder der Nachfolger die Wahl nicht neu erklären muss.

Für ein thematisch verwandtes Anschlussthema eignet sich Material zur nationalen Identität unter den Bedingungen der Zweistaatlichkeit auf einer höheren Stufe, das sich mit derselben Begründungslogik im Team einführen lässt und dieselbe Dokumentationsform verwendet.

Ein weiterer Nutzen zeigt sich bei der Wiederverwendung in Folgejahren: Liegt die Begründung bereits schriftlich vor, muss eine neue Klassenlehrperson nicht bei null beginnen, sondern kann direkt prüfen, ob dieselbe Lücke im Lehrmittel auch für die eigene Klasse noch zutrifft.

Eine begründete Wahl zahlt sich langfristig aus

Eine im Team abgestimmte und begründete Materialwahl schützt auch vor Rückfragen von aussen, etwa von Eltern, die sich nach der Grundlage des Unterrichts erkundigen. Die Übersicht zu obligatorischem Lehrmittel und Zusatzmaterial bietet dafür eine Struktur, die sich auf den Fachbereich NMG übertragen lässt.

Zum Gesamtüberblick dient die Sammlung zu Deutsch-Unterrichtsmaterial für die Sekundarstufe I in der Schweiz. Weiterführend: Operatoren und Aufgabenarten für Klausuren im Fach Geschichte und digitale Medien und Medienkompetenz im Geschichtsunterricht.

Eine zusätzliche Überlegung betrifft die Übertragbarkeit auf andere Fachbereiche: Hat sich das Vorgehen bei Alten Berufen und Handwerk einmal bewährt, lässt sich dieselbe kurze Begründungsstruktur auch für andere historische Themen im Fachbereich NMG verwenden, ohne dass jedes Mal ein neues Vorgehen entwickelt werden muss. So entsteht über die Zeit eine gemeinsame Praxis im Team, die auch bei künftigen Materialentscheidungen als Vorlage dienen kann und die Einarbeitung neuer Teammitglieder erleichtert.

Eine Stolperstelle in der Praxis

Eine häufige Stolperstelle entsteht, wenn die Begründung im Team zwar mündlich ausgetauscht, aber nie aufgeschrieben wird. Beim nächsten Jahrgangswechsel ist sie dann nicht mehr auffindbar, und die nächste Klassenlehrperson beginnt wieder bei null. Eine feste Ablage, etwa ein gemeinsames Dokument für alle Zusatzmaterialien im Fachbereich NMG, verhindert diesen Verlust zuverlässig.

Eine zweite Stolperstelle betrifft die Altersangemessenheit: Material, das für eine ältere Klasse gedacht war, passt nicht automatisch für eine jüngere. Ein kurzer Vermerk zur passenden Altersgruppe direkt in der Begründung erspart der nächsten Lehrperson eine erneute Prüfung des gesamten Materials von Grund auf.

Häufige Fragen

Muss die Wahl von Zusatzmaterial formal begründet werden?

Eine formale Pflicht dazu lässt sich hier nicht pauschal angeben, da das schulintern unterschiedlich geregelt ist. In der Praxis erleichtert eine kurze Begründung im Team die Zusammenarbeit und schafft Klarheit, falls die Wahl später einmal hinterfragt wird oder erklärt werden muss.

Wer entscheidet im Team über die Materialwahl?

Meist die Klassenlehrpersonen des betroffenen Jahrgangs gemeinsam, teils in Absprache mit der Schulleitung. Wichtig ist weniger, wer formal entscheidet, sondern dass die Entscheidung im Team nachvollziehbar dokumentiert und für alle zugänglich bleibt. Das gilt besonders bei einem Wechsel der Klassenlehrperson.

Wie lässt sich die Begründung möglichst knapp halten?

Drei Punkte reichen meist: das behandelte Thema, die konkrete Lücke im Lehrmittel, und warum das gewählte Zusatzmaterial diese Lücke schliesst. Eine längere Begründung ist selten nötig und wird im Schulalltag ohnehin kaum vollständig gelesen und beachtet. Das erleichtert auch spätere Rückfragen der Schulleitung.

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Über den Autor
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Luca
Bildungsgestalter & Gründer von stifo.de

Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.

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FAQ zu den Unterrichtsmaterialien

Das Sortiment reicht von der Kita über die Grundschule und die Sekundarstufe I (Klasse 5–10) bis zur Sekundarstufe II und zur Berufsschule. Jedes Material ist nach Fach, Stufe und - wo sinnvoll - nach Bundesland beschriftet.

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Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:

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Direkt nach dem Kauf erhältst du eine Bestätigungs-E-Mail mit dem Download-Link. Zusätzlich liegen die Dateien dauerhaft in deinem Kundenkonto unter „Bestellungen" - ohne Ablaufdatum und ohne Downloadlimit.

Es gibt keinen Versand und keine Wartezeit: Der Download steht unmittelbar nach dem Abschluss der Bestellung bereit.

Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Du darfst das Material ausdrucken und im eigenen Unterricht beliebig oft einsetzen. Die digitalen Dateien an andere Lehrkräfte weiterzugeben oder sie zu veröffentlichen, ist davon nicht gedeckt.

Für Fachschaften gibt es bei vielen Produkten eine Schullizenz, die mehrere Lehrkräfte einer Schule abdeckt. Sie steht direkt auf der Produktseite zur Auswahl.

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Ein FachKomplett-Paket bündelt die zentralen Themen eines ganzen Fachs zu einem Gesamtpreis, der deutlich unter der Summe der Einzelreihen liegt. Das lohnt sich, sobald du ein Fach dauerhaft unterrichtest. Für Geschichte findest du die Reihe hier.

Die Materialien orientieren sich an den veröffentlichten Vorgaben der Länder - je nach Bundesland am Kernlehrplan, Kerncurriculum, Bildungsplan, Rahmenlehrplan oder an den Fachanforderungen. Für viele Fächer gibt es eigene Pakete je Bundesland.

Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.

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