Deutsch in der Sekundarstufe I: Unterrichtsmaterial für Schweizer Schulen

Deutsch · Sprache & Literatur · Zyklus 3

Unterrichtsmaterial für den Fachbereich Deutsch im 3. Zyklus: Argumentieren und Sachtexte, Balladen und Jugendliteratur, Sprachbetrachtung und Medienkritik. Bearbeitbare Dateien, damit Sie Schreibweise und Beispiele in wenigen Minuten auf Schweizer Standardsprache umstellen können.

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Zyklus 3Stufenbereich
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Kurz gesagt: Deutsch ist im 3. Zyklus das Fach mit den meisten Lektionen und zugleich das, in dem deutsches Material am schnellsten auffällt: Schon ein einziges scharfes s im Arbeitsblatt widerspricht der Schweizer Schreibweise. Die Reihen auf dieser Seite decken Schreiben, Lesen und Sprachbetrachtung ab und liegen in bearbeitbaren Dateien vor, sodass sich Orthografie, Beispiele und Bewertungsraster anpassen lassen.

Deutsch im 3. Zyklus: mehr als Grammatik und Lektüre

Der Fachbereich Deutsch verbindet im Lehrplan 21 vier Tätigkeiten, die im Alltag selten getrennt vorkommen: verstehen, was andere sagen und schreiben; selbst verständlich formulieren; über Sprache nachdenken; Literatur erschliessen. Für die Unterrichtsplanung heisst das, dass eine Sequenz selten nur ein Ziel verfolgt. Wer eine Ballade liest, arbeitet zugleich an Lesestrategien, an Wortschatz und an der Fähigkeit, eine Deutung zu begründen.

Ein besonderes Merkmal der Deutschschweiz kommt hinzu: Schülerinnen und Schüler sprechen im Alltag Dialekt und lernen die Standardsprache als Schriftsprache und als Unterrichtssprache. Schweizer Hochdeutsch ist dabei keine schlechtere Variante, sondern eine eigenständige Standardvarietät. Helvetismen wie Velo, Trottoir oder Znüni sind korrektes Standarddeutsch und gehören nicht in die Fehlerkorrektur – ein Punkt, der bei Material aus dem Ausland immer wieder für unnötige Rotstiftarbeit sorgt.

Unterrichtsmaterial für Deutsch im 3. Zyklus

Die folgenden Reihen decken die grossen Bereiche des Deutschunterrichts in der Sekundarstufe I ab: Texte verfassen und überarbeiten, Sachtexte und Literatur erschliessen sowie Sprache in Medien und Alltag kritisch betrachten.

So bauen Sie eine Deutsch-Sequenz über mehrere Lektionen auf

Für Schreibsequenzen bewährt sich der Dreischritt Muster, Übung, eigener Text. Zwei Lektionen dienen der Analyse gelungener Beispiele und dem gemeinsamen Erarbeiten von Kriterien. Danach folgen drei bis vier Lektionen mit Teilübungen, etwa zu Einleitung, Argument und Beleg. Erst am Ende steht der eigene Text, der nach denselben Kriterien überarbeitet wird, die zu Beginn erarbeitet wurden.

Bei Lektüren lohnt sich ein anderer Rhythmus: kurze Lesephasen mit Aufträgen, dazwischen Gespräche über Figuren und Konflikte, am Schluss eine produktive Aufgabe wie ein innerer Monolog. Halten Sie die Beurteilungskriterien von Anfang an fest und formulieren Sie sie in der Sechserskala.

Für welche Stufe eignet sich das Material?

Stufe Einsatz Schwerpunkt
2. Zyklus (5.–8. Schuljahr) Grundlagen zu Satzbau, Rechtschreibung und einfachen Textsorten Sicherheit im Schreiben aufbauen
3. Zyklus, 7. Schuljahr Berichte, Beschreibungen, erste literarische Texte Textsorten und Wortschatz
3. Zyklus, 8. Schuljahr Argumentieren, Sachtexte, Balladen Begründen und Deuten
3. Zyklus, 9. Schuljahr Jugendliteratur, Medien- und Sprachkritik, Überarbeiten Eigenständige Textproduktion
Sek II, FMS und Berufsfachschule Wiederholung im Grundlagenfach oder im Lernbereich Sprache und Kommunikation Argumentation und Textanalyse

Differenzierung in Niveaus, Stammklassen und Anforderungsstufen

Deutsch gehört in mehreren Kantonen zu den Fächern, die nach Anforderungsstufen geführt werden; im Kanton Zürich sind das die Stufen I, II und III neben den Abteilungen der Sekundarschule. Material muss deshalb dieselbe Aufgabe in mehreren Anspruchsniveaus zulassen, ohne dass daraus drei verschiedene Reihen werden. Praktisch gelingt das über den Grad der Vorstrukturierung: Textgerüst, Satzanfänge und Wortspeicher auf der einen Seite, freie Textproduktion mit Kriterienraster auf der anderen.

Für den Umgang mit Mehrsprachigkeit ist der Wortschatz der entscheidende Hebel. Sammeln Sie vor jeder Sequenz die zehn bis fünfzehn Begriffe, die für das Verstehen nötig sind, und halten Sie sie sichtbar im Schulzimmer. Wo Integrative Förderung im Regelunterricht stattfindet, erlaubt dieses Vorgehen der Lehrperson für Schulische Heilpädagogik, am gleichen Text mitzuarbeiten, statt eine Parallelaufgabe zu betreuen.

Bezug zum Lehrplan 21: Kompetenzcodes, Grundansprüche, Beurteilung

Kompetenzen im Fachbereich Deutsch werden mit Codes wie D.4.A.1 ausgewiesen: Fachbereich, Kompetenzbereich, Handlungsaspekt, Kompetenz und Kompetenzstufe. Für die Planung heisst das, eine Reihe zuerst einem Kompetenzbereich des kantonalen Lehrplans zuzuordnen und danach zu prüfen, welche Stufen als Grundanspruch markiert sind. Diese Stufen sollen alle Lernenden bis Ende Zyklus erreichen, alles Weitere ist Erweiterung.

Bei der Beurteilung ist die Skala das Erste, was an fremdem Material auffällt: In der Schweiz ist 6 die beste Note, 4 gilt als genügend, halbe Noten wie 4.5 sind verbreitet. Punkte-Noten-Schlüssel aus Deutschland sind damit unbrauchbar und müssen neu gerechnet werden. Nützlich sind zudem die Orientierungspunkte Mitte der 8. Klasse: Sie zeigen, ob die Klasse beim selbstständigen Verfassen und Überarbeiten von Texten auf Kurs ist.

Was an deutschem Deutschmaterial für Schweizer Schulzimmer angepasst werden muss

Im Fach Deutsch wiegt die Orthografie doppelt schwer. Das scharfe s fehlt auf Schweizer Tastaturen und wird in der Schule nicht gelehrt; in einem Rechtschreibblatt oder in einer Schriftbildübung wird es damit selbst zur Fehlerquelle. Ersetzen Sie es überall durch ss – im Aufgabentext, in der Lösung und in den Beispielwörtern. Prüfen Sie auch Übungen zu Anführungszeichen, weil in Schweizer Texten häufig Guillemets verwendet werden.

Zweitens die Bewertung: Neben der Sechserskala gehören Selbsteinschätzungsbögen auf den Prüfstand, weil Ankreuzskalen mit einer Eins als Bestwert das Gegenteil dessen aussagen, was Lernende gewohnt sind. Drittens der Wortschatz in Aufgabentexten: Übertragen Sie Pausenbrot in Znüni, Fahrkarte in Billett, Bürgersteig in Trottoir. Und korrigieren Sie umgekehrt keine Helvetismen in Schülertexten – sie sind Teil der Standardsprache.

Viertens die Rahmenbegriffe: Hier heissen die Dinge Prüfung oder Lernkontrolle, Semester, Schulzimmer, Lehrmittel und Lektionentafel; die deutschen Entsprechungen wirken sofort fremd und sollten durchgehend ersetzt werden. Auch die Stufenangabe braucht eine Übersetzung, weil in der Deutschschweiz elf obligatorische Schuljahre gezählt werden – zeichnen Sie doppelt aus, etwa 8. Klasse beziehungsweise 10. Schuljahr im 3. Zyklus, und planen Sie in Lektionen zu 45 Minuten.

Wie ist das Material aufgebaut?

  • Fachlich fundiertSachlich geprüfte Inhalte mit korrekter Fachterminologie.
  • Direkt einsetzbarFertige Reihen mit Aufgaben – sofort in der Lektion nutzbar.
  • Mit LösungenAlle Aufgaben inklusive ausführlicher Lösungswege.
  • DifferenzierbarAufgaben lassen sich auf mehrere Anforderungsstufen zuschneiden.
  • EditierbarBearbeitbare Dateien – Schreibweise und Beispiele frei anpassbar.
  • KombinierbarEinzelreihen lassen sich zu einer eigenen Sequenz verbinden.

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Häufige Fragen

Wie schnell lässt sich deutsches Material auf Schweizer Schreibweise umstellen?

Die Dateien sind bearbeitbar; eine Suchen-und-Ersetzen-Runde für das scharfe s dauert wenige Minuten. Länger dauert die Kontrolle der Bewertungsraster und der Beispiele, weil dort auch Notenskala und Wortschatz betroffen sind. Rechnen Sie pro Reihe mit einer knappen Lektion Vorbereitung.

Dürfen Helvetismen in Schülertexten stehen bleiben?

Ja. Schweizer Hochdeutsch ist eine eigenständige Standardvarietät, und Wörter wie Velo, Perron oder Estrich sind korrektes Standarddeutsch. Sie werden in Schülertexten nicht als Fehler markiert; sinnvoll ist höchstens der Hinweis, dass ein Wort in anderen Sprachregionen unbekannt sein kann.

Wie gehe ich mit Dialekt und Standardsprache um?

Der Dialekt ist die Alltagssprache, die Standardsprache wird als Schrift- und Unterrichtssprache aufgebaut. Im Unterricht hilft eine klare Abmachung, in welchen Phasen Standardsprache gilt, etwa bei Präsentationen und Textbesprechungen, und wann Dialekt zulässig ist.

Passt das Material zum Lehrplan 21?

Es ist als Ergänzung gedacht. Die Kantone führen obligatorische und alternativ-obligatorische Lehrmittelverzeichnisse; fremdes Material kann diese Lehrmittel nicht ersetzen, aber gezielt ergänzen. Ordnen Sie jede Reihe vorher einem Kompetenzbereich des kantonalen Lehrplans zu.

Wie beurteile ich Texte fair in heterogenen Klassen?

Arbeiten Sie mit einem Kriterienraster, das Inhalt, Aufbau und Sprache trennt, und legen Sie für jedes Kriterium fest, was einer genügenden Leistung entspricht. Die Sechserskala mit halben Noten erlaubt danach eine feine Abstufung ohne zusätzliche Punktetabellen.

In welchen Formaten liegt das Material vor?

Alle Materialien sind digitale Downloads und stehen sofort nach dem Kauf zur Verfügung, weltweit und ohne Wartezeit. Die Dateien sind bearbeitbar, sodass sich Schreibweise, Beispiele und Bewertungsraster an die eigene Klasse anpassen lassen.