Unterrichtsreihe im zweiten Durchgang: straffen, tauschen, weglassen
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Unterrichtsreihe im zweiten Durchgang: straffen, tauschen, weglassen
Wie sich eine bereits erprobte Unterrichtsreihe für den nächsten Jahrgang straffen, austauschen oder um überflüssige Bausteine kürzen lässt, statt sie unverändert zu wiederholen.
- 10–20 %üblicher Kürzungsanteil bei einer Reihe im zweiten Durchgang
- 1–2Bausteine, die nach dem ersten Durchgang meist ersetzt werden
- 1kurze schriftliche Auswertung direkt nach dem ersten Durchgang
- 2–3 JahreZeitraum, bis eine Reihe größere Überarbeitung braucht
Eine Unterrichtsreihe im zweiten Durchgang wird nicht unverändert wiederholt, sondern anhand der Erfahrung aus dem ersten Durchgang gezielt gestrafft: Bausteine, die zu lange gedauert oder wenig gebracht haben, werden gekürzt oder gestrichen, Beispiele mit abnehmender Aktualität werden ausgetauscht, und die Reihenfolge wird an Stellen angepasst, an denen sich im ersten Durchgang Verständnisprobleme gezeigt haben. Ohne eine solche Überarbeitung wiederholt eine Reihe dieselben Schwächen jedes Jahr aufs Neue.
Warum eine bewährte Reihe trotzdem überarbeitet wird
Eine Reihe, die im ersten Durchgang insgesamt gut funktioniert hat, wird oft unverändert für den nächsten Jahrgang übernommen, aus der nachvollziehbaren Annahme, dass Bewährtes nicht verändert werden muss. Dabei bleiben aber genau die Stellen unangetastet, an denen der erste Durchgang tatsächlich Probleme gezeigt hat, etwa ein Baustein, der deutlich mehr Zeit gebraucht hat als geplant, oder ein Beispiel, das bei der Lerngruppe nicht wie erwartet gezündet hat.
Grundlegende Hinweise zu Aufbau, Länge und Sequenzlogik einer Reihe liefert Unterrichtsreihe planen: Aufbau, Länge, Sequenz. Im zweiten Durchgang kommt als Aufgabe hinzu, diese Grundstruktur nicht neu zu erfinden, sondern gezielt an den Stellen zu korrigieren, die sich im ersten Durchgang als schwach erwiesen haben.
Diese Überarbeitung unterscheidet sich von einer kompletten Neuplanung dadurch, dass sie punktuell bleibt: Es geht nicht darum, die Reihe von Grund auf neu zu denken, sondern gezielt einzelne Bausteine zu straffen, zu tauschen oder wegzulassen, während der Großteil der bewährten Struktur erhalten bleibt.
Ein weiterer Grund für die Überarbeitung liegt darin, dass sich die Rahmenbedingungen von Jahr zu Jahr leicht verschieben, auch wenn die Reihe selbst unverändert bliebe: verschobene Ferientermine, eine andere Zahl an Wochenstunden, oder ein Ereignis, das ein bislang genutztes Beispiel plötzlich veraltet wirken lässt. Eine Reihe, die als starres Dokument behandelt wird, passt sich diesen Verschiebungen nicht von selbst an.
Was direkt nach dem ersten Durchgang notiert werden sollte
Die verlässlichste Grundlage für eine Überarbeitung ist eine kurze schriftliche Notiz, die unmittelbar nach dem Abschluss der Reihe entsteht, solange die Eindrücke aus den einzelnen Sitzungen noch frisch sind. Wird diese Auswertung erst zu Beginn des nächsten Schuljahres nachgeholt, sind viele Details bereits verblasst, und die Überarbeitung stützt sich auf einen vageren Gesamteindruck statt auf konkrete Beobachtungen.
Eine Reihe zur Analyse und Interpretation von Musik wie Methoden der Analyse und Interpretation von Musik eignet sich gut, um diesen Auswertungsschritt zu zeigen: Notiert wird etwa, welcher Analyseansatz bei der Lerngruppe besonders gut funktioniert hat und welcher zu abstrakt blieb, damit diese Erkenntnis beim nächsten Durchgang direkt in die Reihenfolge einfließen kann. Eine ausgearbeitete Umsetzung dieser Überarbeitung zeigt Unterrichtsreihe Methoden der Analyse und Interpretation: im zweiten Durchgang straffen.
Für die Notiz reicht eine knappe Stichwortliste je Baustein: Zeitbedarf im Vergleich zur Planung, auffällige Verständnisprobleme, besonders gut angenommene Aufgaben. Diese Liste lässt sich in wenigen Minuten erstellen und spart bei der eigentlichen Überarbeitung deutlich mehr Zeit, als ihre Erstellung gekostet hat.
Sinnvoll ist es außerdem, diese Notiz direkt am Material selbst abzulegen, statt sie in einem separaten Dokument zu führen, das beim nächsten Durchgang leicht in Vergessenheit gerät. Ein kurzer Vermerk am Rand des jeweiligen Arbeitsblatts oder in der Randspalte des Verlaufsplans erreicht die Überarbeitung zuverlässiger als eine Notiz, die an anderer Stelle gesucht werden muss.
Bausteine straffen, ohne die Struktur zu zerstören
Ein Baustein, der im ersten Durchgang deutlich mehr Zeit gebraucht hat als geplant, lässt sich selten einfach kürzen, indem man ihn schneller durchnimmt, weil dieselben Verständnisprobleme dann erneut auftreten. Wirksamer ist es, den Baustein inhaltlich zu verschlanken: eine Teilfrage streichen, ein Beispiel weniger behandeln, eine Übung durch eine kürzere ersetzen, die dasselbe Ziel mit weniger Aufwand erreicht.
Eine Reihe zu Corporate Identity und Corporate Design wie Corporate Identity und Corporate Design eignet sich gut für diese Art der Straffung, weil sich einzelne Fallbeispiele unabhängig voneinander kürzen oder austauschen lassen, ohne dass die Gesamtlogik der Reihe darunter leidet. Eine Umsetzung, die diese gezielte Straffung zeigt, findet sich in Corporate Identity und Corporate Design als Unterrichtsreihe: im zweiten Durchgang straffen.
Wichtig ist, bei der Straffung nicht denselben Umfang an Zeit für weniger Inhalt einzuplanen, sondern die frei werdende Zeit entweder für eine gründlichere Sicherung zu nutzen oder tatsächlich an anderer Stelle der Reihe zusätzlichen Spielraum zu schaffen, etwa für einen Puffer bei unerwarteten Ausfällen.
Eine Straffung sollte außerdem nicht bei allen Bausteinen gleichmäßig ansetzen, sondern gezielt bei denen, die im ersten Durchgang tatsächlich zu lang waren. Ein pauschaler Kürzungsanteil über die gesamte Reihe verteilt trifft häufig auch Bausteine, die bereits knapp bemessen waren, und schafft dort neue Probleme, statt die eigentliche Schwachstelle zu beheben.
Wann ein Beispiel oder ein Baustein komplett ersetzt wird
Nicht jedes schwache Element einer Reihe lässt sich durch Straffung retten. Ein Beispiel, das an Aktualität verloren hat, ein Fallbeispiel, das bei der ersten Lerngruppe erkennbar nicht funktioniert hat, oder eine Aufgabe, die trotz mehrfacher Anpassung immer wieder dieselben Verständnisprobleme erzeugt, lässt sich sinnvoller vollständig ersetzen als weiter zu optimieren.
Eine Reihe zu Schwingungen und Wellen wie „Schwingungen und Wellen“ – Unterrichtsreihe zeigt, wie sich ein einzelner schwacher Baustein austauschen lässt, ohne die umgebende Struktur zu verändern, etwa wenn ein bestimmtes Anwendungsbeispiel durch ein anderes aus demselben Themenfeld ersetzt wird. Eine ausgearbeitete Version dieser Anpassung zeigt Unterrichtsreihe Physik Sek II: Schwingungen und Wellen — im zweiten Durchgang straffen.
Der Ersatz eines Bausteins lohnt sich vor allem dann, wenn sich das Problem eindeutig auf diesen einen Baustein zurückführen lässt, statt auf die Reihe insgesamt. Wird stattdessen bei jedem Durchgang ein anderer Baustein als Problem identifiziert, deutet das eher auf ein strukturelles Problem der gesamten Reihe hin als auf einzelne schwache Stellen.
Beim Ersatz eines Bausteins lohnt sich zudem ein kurzer Blick darauf, warum das ursprüngliche Beispiel überhaupt gewählt wurde, damit das neue Beispiel dieselbe Funktion tatsächlich erfüllt. Ein Ersatz, der zwar aktueller wirkt, aber die ursprüngliche didaktische Funktion nicht mehr erfüllt, verlagert das Problem nur, statt es zu lösen.
Passende Unterrichtsreihen im Katalog

Wie sich typische Beobachtungen aus dem ersten Durchgang übersetzen lassen
| Beobachtung aus dem ersten Durchgang | Mögliche Ursache | Anpassung im zweiten Durchgang |
|---|---|---|
| Ein Baustein hat deutlich länger gedauert als geplant | zu viele Teilaufgaben oder Beispiele | Baustein straffen, eine Teilaufgabe streichen |
| Ein Beispiel hat bei der Lerngruppe nicht funktioniert | Beispiel zu abstrakt oder nicht mehr aktuell | Beispiel vollständig ersetzen |
| Ein Konzept blieb an einer Stelle unklar | notwendige Grundlage fehlte noch | Reihenfolge der Bausteine anpassen |
| Weniger Wochenstunden im neuen Schuljahr verfügbar | veränderte Rahmenbedingung, kein Qualitätsproblem | Reihe konsequent auf zentrale Bausteine reduzieren |
| Parallelklassen zeigen unterschiedliche Reaktionen | unterschiedliche Vorkenntnisse oder Gruppendynamik | Anpassung dokumentieren, für Folgejahr auswählen |
| Neue Lerngruppe unterscheidet sich stark von der vorherigen | veränderte Ausgangslage | strukturelle Korrekturen beibehalten, Feinjustierung neu vornehmen |
Die Reihenfolge an frühere Verständnisprobleme anpassen
Manche Probleme im ersten Durchgang liegen weniger an einzelnen Bausteinen als an ihrer Reihenfolge: Ein Konzept wird eingeführt, bevor eine notwendige Grundlage gelegt wurde, oder zwei inhaltlich verwandte Bausteine liegen so weit auseinander, dass der Zusammenhang beim zweiten nicht mehr präsent ist. Solche Probleme lassen sich durch Umstellen beheben, ohne dass an den Bausteinen selbst viel verändert werden muss.
Eine Reihe zu Gesundheitsförderung und Prävention wie Gesundheitsförderung im Unterricht – Prävention eignet sich als Beispiel für eine solche Umstellung, wenn sich im ersten Durchgang zeigt, dass ein bestimmter Grundbegriff besser vor statt nach einer bestimmten Fallstudie eingeführt werden sollte. Eine Umsetzung, die diese Anpassung der Reihenfolge zeigt, findet sich in Unterrichtsreihe Gesundheitsförderung im Unterricht: im zweiten Durchgang straffen.
Eine Umstellung der Reihenfolge sollte nach der Überarbeitung noch einmal im Ganzen durchdacht werden, weil das Verschieben eines Bausteins Auswirkungen auf die Bausteine davor und danach haben kann, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind.
Hilfreich ist dabei ein kurzer schriftlicher Durchlauf der gesamten neuen Reihenfolge, bei dem jeder Baustein daraufhin geprüft wird, ob die vorausgesetzten Kenntnisse an dieser Stelle tatsächlich bereits vermittelt wurden. Dieser Durchlauf deckt Lücken auf, die bei einer bloß gedanklichen Umstellung leicht übersehen werden, weil einzelne Verknüpfungen zwischen Bausteinen oft nur im Verlaufsplan sichtbar sind.
Parallelklassen im selben Jahrgang unterschiedlich behandeln
Wird dieselbe Reihe im selben Schuljahr in mehreren Parallelklassen unterrichtet, lässt sich die zweite oder dritte Durchführung bereits mit den frischen Erkenntnissen aus der ersten anpassen, ohne ein ganzes Schuljahr auf die nächste Gelegenheit warten zu müssen. Diese kurzfristige Anpassung innerhalb desselben Jahrgangs unterscheidet sich vom klassischen zweiten Durchgang im Folgejahr dadurch, dass die Beobachtungen noch unmittelbarer verfügbar sind.
Eine Reihe zu Alkenen, Alkinen und Halogenalkanen lässt sich für diesen kurzfristigen Vergleich gut nutzen, weil einzelne Reaktionsschritte in der zweiten Parallelklasse gezielt anders erklärt werden können, sobald sich in der ersten Klasse ein bestimmtes Missverständnis gezeigt hat. Eine Umsetzung, die verschiedene Durchgänge miteinander vergleicht, zeigt Alkene, Alkine, Halogenalkane als Unterrichtsreihe: im zweiten Durchgang straffen.
Wichtig ist, Anpassungen zwischen Parallelklassen zu dokumentieren, damit am Ende des Schuljahres nachvollziehbar bleibt, welche Version tatsächlich für den nächsten Jahrgang übernommen werden soll, statt sich nur auf die Erinnerung an die zuletzt unterrichtete Fassung zu verlassen.
Bei mehr als zwei Parallelklassen lohnt sich zudem ein knapper Abgleich im Fachbereich, welche Anpassung sich in welcher Klasse bewährt hat, weil sich einzelne Beobachtungen sonst schwer den unterschiedlichen Durchführungen zuordnen lassen, sobald mehrere Kolleginnen und Kollegen dieselbe Reihe parallel unterrichten.
Wenn eine Reihe für den zweiten Durchgang komplett verkürzt werden muss
Manchmal ergibt sich die Notwendigkeit zur Kürzung nicht aus der Qualität der Reihe, sondern aus einer veränderten Rahmenbedingung: weniger verfügbare Wochenstunden im neuen Schuljahr, eine kürzere Zeitspanne bis zu einer Klausur, oder eine neue Lerngruppe, deren Vorwissen weniger Zeit für Grundlagen erfordert. In diesem Fall lässt sich dieselbe Systematik der Auswertung nutzen, muss aber konsequenter angewendet werden als bei einer freiwilligen Straffung.
Eine Reihe zur Klassifikation psychischer Störungen lässt sich für eine solche stärkere Kürzung gut anpassen, weil sich einzelne Störungsbilder unabhängig voneinander vertiefen oder auf eine knappe Übersicht reduzieren lassen, je nachdem, wie viel Zeit tatsächlich zur Verfügung steht. Eine gestraffte Version zeigt Unterrichtsreihe Klassifikation psychischer Störungen: im zweiten Durchgang straffen.
Wer bei einer stärkeren Kürzung merkt, dass zentrale Inhalte der Reihe nicht mehr sinnvoll untergebracht werden können, sollte diese Grenze offen anerkennen und lieber weniger Themen gründlich behandeln als alle Themen oberflächlich. Reihen aus der Sammlung fertiger Unterrichtsreihen mit klar abgegrenzten Bausteinen erleichtern diese Entscheidung, weil sich einzelne Bausteine ohne größeren Aufwand komplett weglassen lassen.
Wenn der zweite Durchgang auf eine ganz andere Lerngruppe trifft
Eine für den zweiten Durchgang überarbeitete Reihe trifft nicht automatisch auf eine Lerngruppe, die der ersten ähnelt. Unterscheidet sich die neue Klasse deutlich in Vorwissen oder Arbeitstempo, greifen die Anpassungen aus der ersten Auswertung möglicherweise nicht in der erwarteten Weise, weil sie auf eine andere Ausgangslage zugeschnitten waren. Wie sich eine Reihe auf eine unbekannte neue Lerngruppe einstellt, beschreibt Unterrichtsvorbereitung am Schuljahresende: Stunden, wenn die Noten stehen.
In der Praxis bewährt sich deshalb eine Überarbeitung, die zwei getrennte Schichten behält: strukturelle Korrekturen, die unabhängig von der jeweiligen Lerngruppe gelten, etwa eine bessere Reihenfolge, und Feinjustierungen, die erst während des zweiten Durchgangs an die konkrete neue Klasse angepasst werden. Diese Trennung verhindert, dass eine sinnvolle strukturelle Verbesserung verworfen wird, nur weil eine einzelne Feinjustierung bei der neuen Lerngruppe nicht passt.
Über mehrere Jahrgänge hinweg entsteht auf diese Weise eine Reihe, die zunehmend robuster gegenüber unterschiedlichen Lerngruppen wird, weil sich die strukturellen Korrekturen mit jedem Durchgang bewähren, während nur noch die Feinjustierung neu vorgenommen werden muss. Dieser kumulative Effekt ist der eigentliche Grund, warum sich die Mühe der Überarbeitung nach dem ersten Durchgang langfristig auszahlt.
Was eine Reihe im zweiten Durchgang trägt
- Eine kurze schriftliche Auswertung direkt nach dem ersten Durchgang, solange die Eindrücke noch frisch sind.
- Eine gezielte Straffung einzelner Bausteine statt einer pauschalen Kürzung der gesamten Reihe.
- Der vollständige Ersatz von Beispielen oder Bausteinen, die sich als eindeutig schwach erwiesen haben.
- Eine Überprüfung der Reihenfolge an den Stellen, an denen im ersten Durchgang Verständnisprobleme auftraten.
- Eine Dokumentation von Anpassungen zwischen Parallelklassen für eine spätere, bewusste Auswahl.
- Eine klare Priorisierung zentraler Inhalte, wenn die verfügbare Zeit im neuen Schuljahr kürzer ausfällt.
- Eine Trennung zwischen strukturellen Korrekturen und Feinjustierungen für die jeweils neue Lerngruppe.
- Die Bereitschaft, eine als schwach erkannte Struktur auch nach mehreren erfolgreichen Jahren noch zu ändern.
Die folgenden Reihen sind in klar abgegrenzte Bausteine gegliedert, die sich für den zweiten Durchgang gezielt straffen, austauschen oder weglassen lassen.
Häufige Fragen
Warum sollte man eine Reihe überarbeiten, die im ersten Durchgang gut funktioniert hat?
Auch eine insgesamt gut gelaufene Reihe enthält meist einzelne Bausteine, die mehr Zeit gebraucht haben als geplant oder bei der Lerngruppe nicht wie erwartet funktioniert haben. Ohne eine gezielte Überarbeitung bleiben genau diese Schwachstellen jedes Jahr unverändert bestehen, während der Rest der bewährten Struktur erhalten bleiben kann.
Wann sollte man Beobachtungen aus dem ersten Durchgang notieren?
Am verlässlichsten ist eine kurze schriftliche Notiz unmittelbar nach Abschluss der Reihe, solange die Eindrücke aus den einzelnen Sitzungen noch frisch sind. Eine Stichwortliste zu Zeitbedarf, Verständnisproblemen und gut angenommenen Aufgaben je Baustein reicht aus und spart bei der späteren Überarbeitung deutlich mehr Zeit, als ihre Erstellung kostet.
Wann strafft man einen Baustein und wann ersetzt man ihn komplett?
Straffen eignet sich, wenn ein Baustein grundsätzlich funktioniert, aber zu viel Zeit oder Umfang beansprucht, etwa durch eine zu hohe Zahl an Teilaufgaben. Ein vollständiger Ersatz lohnt sich, wenn ein Beispiel erkennbar nicht funktioniert oder an Aktualität verloren hat und sich das Problem eindeutig auf diesen einen Baustein zurückführen lässt.
Wie geht man mit Parallelklassen im selben Schuljahr um?
Beobachtungen aus der ersten Durchführung lassen sich bereits für die zweite oder dritte Parallelklasse im selben Schuljahr nutzen, ohne auf den nächsten Jahrgang warten zu müssen. Wichtig ist, diese kurzfristigen Anpassungen zu dokumentieren, damit am Jahresende nachvollziehbar bleibt, welche Fassung für den nächsten Durchgang übernommen werden soll.
Was tun, wenn im neuen Schuljahr deutlich weniger Zeit für dieselbe Reihe bleibt?
In diesem Fall lohnt sich eine konsequente Reduktion auf die zentralen Bausteine statt einer gleichmäßigen Kürzung aller Teile. Reihen mit klar abgegrenzten Bausteinen lassen sich dafür leichter anpassen, weil sich einzelne Teile komplett weglassen lassen, ohne dass die verbleibende Struktur auseinanderfällt.
Was, wenn die neue Lerngruppe deutlich anders ist als die vorherige?
Strukturelle Korrekturen aus der ersten Auswertung, etwa eine verbesserte Reihenfolge, bleiben in der Regel unabhängig von der jeweiligen Lerngruppe gültig. Feinjustierungen, die speziell auf die vorherige Klasse zugeschnitten waren, sollten dagegen erneut überprüft und bei Bedarf an die neue Ausgangslage angepasst werden.
