Sparpaket Projekt & Aufführung
Drei Reihen im Bundle – von der Stückidee bis zur schriftlichen Kritik.
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Darstellendes Spiel · Projekt & Aufführung · Sek II (Klasse 11–13)
Vier Materialien für die Projektphase im Kurs Darstellendes Spiel: von der Stückentwicklung über den Probenprozess bis zur Aufführung und zur schriftlichen Theaterkritik. Jede Reihe liefert Arbeitsschritte, Zeitpläne und Bewertungsraster, damit aus einer Kursidee eine reflektierte Bühnenproduktion wird.
Kurz gesagt: Am Ende eines Kurses Darstellendes Spiel steht die eigene Produktion. Diese Materialien strukturieren den Weg von der Stückentwicklung über den Probenprozess bis zur Aufführung und zur schriftlichen Theaterkritik – mit Zeitplänen, Rollenverteilung und Bewertungsrastern für Q1 und Q2.
Eine Eigenproduktion unterscheidet sich grundlegend von einzelnen Übungsstunden: Statt einer klar umrissenen Aufgabe steht ein offener Prozess mit vielen parallelen Entscheidungen – Stoffwahl, Rollenverteilung, Probenplanung, technische Umsetzung. Ohne Struktur verliert sich dieser Prozess leicht in Diskussionen, während die eigentliche Probenzeit knapp wird. Ein verbindlicher Zeitplan mit festen Meilensteinen schafft hier Verbindlichkeit, ohne die künstlerische Freiheit der Lerngruppe einzuschränken.
Ebenso wichtig ist die Reflexionsphase nach der Aufführung. Eine Produktion, die nur gespielt, aber nicht kritisch besprochen wird, bleibt für die fachliche Kompetenzentwicklung unvollständig. Die schriftliche Theaterkritik zwingt dazu, eigene Entscheidungen zu benennen und zu begründen – eine Fähigkeit, die in der mündlichen Abiturprüfung direkt gefordert wird.
Die vier Materialien decken die gesamte Projektphase ab und lassen sich einzeln oder als vollständige Sequenz einsetzen.
Drei Reihen im Bundle – von der Stückidee bis zur schriftlichen Kritik.
Stoffwahl, Konzept und Probenplan für die eigene Kursproduktion.
Von der Bühnenpräsentation zur begründeten schriftlichen Kritik.
15 Unterrichtsreihen mit 45 Einheiten für den gesamten Kurs Sek II.
Am Anfang steht die Stoffwahl: Statt ein fertiges Stück vorzugeben, entwickelt die Lerngruppe eigene Szenen aus einem Thema, einem Bild oder einer kurzen Textvorlage. Diese Devising-Phase braucht bewusst Zeit, weil sich hier die spätere Qualität der Produktion entscheidet. Ein fester Probenplan mit klar benannten Etappen – Konzeptvorstellung, Rohfassung, technische Probe, Generalprobe – verhindert, dass die letzten Wochen vor der Aufführung zu Improvisation unter Zeitdruck werden.
Nach der Aufführung folgt die schriftliche Auswertung. Bewährt hat sich ein zweistufiges Vorgehen: Zunächst hält jede Gruppe die eigenen Inszenierungsentscheidungen fest, danach verfasst jede Schülerin und jeder Schüler eine Theaterkritik zu einer fremden Szene. So wird Kritik nicht als Bewertung der eigenen Arbeit erlebt, sondern als eigenständige, überprüfbare Textform mit klaren Kriterien.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Q1, erstes Halbjahr | Konzeptphase | Stoffwahl, Devising und erste Szenenentwürfe entwickeln |
| Q1, zweites Halbjahr | Probenphase | Rollenarbeit, Regieentscheidungen und technische Umsetzung |
| Q2 | Aufführung & Reflexion | Präsentation vor Publikum sowie schriftliche Theaterkritik |
Eine Eigenproduktion bietet von sich aus unterschiedliche Anforderungsniveaus, weil neben dem Spiel auch Regie, Technik, Kostüm und Organisation besetzt werden müssen. Zurückhaltendere Lernende übernehmen so gleichwertig Verantwortung, ohne im Rampenlicht stehen zu müssen. Für die schriftliche Kritik lässt sich der Anspruch über die Textlänge und die Zahl der zu berücksichtigenden Kriterien steuern – von einer kurzen begründeten Stellungnahme bis zur mehrseitigen Analyse mit Vergleich zu einer professionellen Inszenierung.
Für die Bewertung der Aufführung selbst eignet sich ein Beobachtungsbogen mit vorab kommunizierten Kriterien wie Textsicherheit, Raumnutzung und Zusammenspiel im Ensemble. Das macht die Note nachvollziehbar und trennt die künstlerische Idee von der handwerklichen Umsetzung, was gerade bei experimentellen Konzepten für Fairness sorgt.
In den Fachlehrplänen Darstellendes Spiel bildet die Projekt- und Aufführungsarbeit meist den Abschluss der Qualifikationsphase und ist explizit als eigenständiges Inhaltsfeld ausgewiesen, häufig unter Bezeichnungen wie Inszenierungsprojekt oder Theaterpraxis. Bewertet werden dabei sowohl der Probenprozess als auch das Ergebnis, weshalb Lehrkräfte über das gesamte Projekt hinweg dokumentieren sollten, nicht nur am Aufführungstermin.
Für die mündliche Abiturprüfung ist die Fähigkeit zentral, eigene Regieentscheidungen mit theatertheoretischen Begriffen zu begründen und die eigene Produktion kritisch einzuordnen. Die schriftliche Theaterkritik bereitet genau diese Reflexionsleistung vor und lässt sich daher gut in den letzten Monaten vor der Prüfung einsetzen.
Chor und Ensemble im Theater
Angebote, Figuren und Orte etablieren
Grundlagen der Improvisation
Rolle und Figurenentwicklung
Stimme, Sprache und Sprechen auf der Bühne
Körper und Bewegung im RaumFür eine tragfähige Eigenproduktion sollten Sie mindestens ein Kurshalbjahr einplanen, davon einige Wochen allein für die Konzept- und Devising-Phase. Wird die Zeit knapper, empfiehlt sich ein kürzeres, dafür klar begrenztes Szenenprojekt statt eines abendfüllenden Stücks.
Legen Sie vor Probenbeginn einen Beobachtungsbogen mit konkreten Kriterien wie Textsicherheit, Raumnutzung und Zusammenspiel fest und kommunizieren Sie diesen an die Lerngruppe. So lässt sich die künstlerische Idee von der handwerklichen Umsetzung trennen und die Bewertung bleibt nachvollziehbar.
Eine Theaterkritik beschreibt zunächst die zentrale Inszenierungsidee, ordnet dann Regie-, Raum- und Rollenentscheidungen ein und formuliert abschließend ein begründetes Urteil. Wichtig ist, dass jede Bewertung an einer konkreten Beobachtung aus der Aufführung festgemacht wird.
Verteilen Sie diese Bereiche als gleichwertige Rollen innerhalb der Produktion, etwa als Licht-, Kostüm- oder Regieteam mit eigener Verantwortung und eigenem Zeitplan. Das entlastet die Spielenden und macht die Projektarbeit für zurückhaltendere Lernende zugänglich.
Ja, zu den Arbeitsaufgaben gehören Musterzeitpläne, Beobachtungsbögen und Bewertungsraster mit Erläuterungen. Bei der Stückentwicklung und der Theaterkritik gibt es naturgemäß keine einzelne richtige Lösung, sondern Kriterien, an denen sich eine Bewertung orientiert.
Die Projektphase ist auf die Qualifikationsphase Q1 und Q2 des Kurses Darstellendes Spiel ausgelegt, in der eine Eigenproduktion regulär vorgesehen ist. Einzelne Bausteine zur Stückentwicklung lassen sich mit Anpassungen bereits in der Einführungsphase EF einsetzen.