Klimawandel · Sek I
Was bedeutet Klimawandel?
Grundlagen des Klimawandels als Einstiegsreihe, geeignet als Basis für einen Projekttag.
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Nachhaltigkeit · BNE · fächerübergreifend
Eine Zuordnung aller 17 SDG zu Schulfächern, Projekttag-Bausteine mit Zeitraster sowie sechs Materialien zu Klimawandel, Energie, Konsum und Ressourcen für Sekundarstufe I und II.
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) lässt sich am einfachsten über die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen an bestehende Fächer andocken, statt als eigenes Zusatzfach organisiert zu werden. Einen kompakten Einstieg bietet die Reihe Was bedeutet Klimawandel?, für die Konsumperspektive eignet sich Konsumethik: Fast Fashion und Nachhaltigkeit, für die energiepolitische Seite Erneuerbare Energien.
Nachhaltigkeit taucht in Lehrplänen selten als eigenes Fach auf, sondern als Querschnittsaufgabe, die Geographie, Biologie, Ethik, Chemie, Politik und Deutsch gleichermaßen betrifft. Wer BNE nur als einmaligen Projekttag behandelt, verliert den Anschluss an den Fachunterricht. Wirksamer ist es, einzelne SDG gezielt dort zu platzieren, wo sie fachlich ohnehin passen, und den Projekttag als Bündelung statt als Einzelaktion zu nutzen.
Die 17 Ziele unterscheiden sich stark in ihrer Unterrichtstauglichkeit: Klimaschutz (SDG 13) und bezahlbare Energie (SDG 7) lassen sich in Geographie, Physik und Chemie mit Daten und Experimenten konkret bearbeiten. Ziele wie Frieden und Gerechtigkeit (SDG 16) oder weniger Ungleichheit (SDG 10) passen eher zu Politik, Ethik und Religion. Diese Zuordnung erleichtert es Fachschaften, Verantwortlichkeiten zu verteilen, statt dass ein einzelnes Fach die gesamte BNE-Arbeit trägt.
Ein zweiter Baustein ist der Projekttag. Er funktioniert am besten, wenn er nicht bei null beginnt, sondern auf Vorwissen aus dem Fachunterricht aufbaut und mit konkreten Produkten endet, etwa einer Ausstellung, einem Positionspapier oder einer Schulhof-Maßnahme, statt nur mit einem Plakat pro Gruppe.
Ressourcen und Rohstoffe sind ein Themenfeld, das sich besonders gut fachverbindend bearbeiten lässt: Geographie liefert die Verteilung globaler Rohstoffvorkommen, Chemie die stofflichen Grundlagen, Wirtschaft die Frage nach Abhängigkeiten und Lieferketten. Die Reihe zu Ressourcengewinnung und globalen Abhängigkeiten deckt diese Schnittstelle für Klasse 8/9 ab.
Manche Schulen verankern BNE zusätzlich institutionell, etwa über ein schulinternes Nachhaltigkeitscurriculum oder eine feste Arbeitsgruppe, die Themen fachübergreifend koordiniert. Das erleichtert es, Dopplungen zu vermeiden, wenn mehrere Fächer unabhängig voneinander ähnliche Inhalte planen. Eine einfache Tabelle, die SDG, Jahrgang und zuständiges Fach gegenüberstellt, reicht dafür meist schon aus und lässt sich in einer Fachkonferenz in kurzer Zeit abstimmen.
Bei der Auswahl der SDG für ein Schuljahr hilft ein Blick auf das Schulprofil: Schulen mit MINT-Schwerpunkt greifen häufiger zu Energie- und Ressourcenzielen, sprachlich oder gesellschaftswissenschaftlich ausgerichtete Schulen eher zu Konsum, Gerechtigkeit und Partnerschaften. Wichtig bleibt in jedem Fall, dass die Auswahl begründet und nicht rein zufällig erfolgt, damit sich über mehrere Jahrgänge hinweg ein sichtbarer roter Faden ergibt.
Die folgenden sechs Materialien decken Klimawandel, Energie, Konsum, Ressourcen und Ökosysteme für Sek I und Sek II ab.
Klimawandel · Sek I
Grundlagen des Klimawandels als Einstiegsreihe, geeignet als Basis für einen Projekttag.
Energie · Sek I
Windkraft, Biomasse und Sonnenenergie im Vergleich, mit Bezug zu SDG 7.
Konsum · Ethik Sek I
Konsumkritik und Textilproduktion als ethisches Fallbeispiel für Klasse 7 bis 10.
Ressourcen · Klasse 8/9
Rohstoffe und globale Abhängigkeiten aus geographischer Perspektive.
Ökologie · Sek II
Ursache-Wirkungszusammenhänge und Biodiversität für die Oberstufe.
Energiewende · Sek I/II
Biokraftstoffe und Elektromobilität als Vertiefung zur Energiewende.
Am wirksamsten wird BNE, wenn einzelne SDG nicht isoliert behandelt werden, sondern an bestehende Unterrichtseinheiten andocken: Klimawandel in Geographie oder Physik, Konsum und Fast Fashion in Ethik oder Wirtschaft, Biodiversität in Biologie. Ein gemeinsamer Projekttag bündelt diese Fachperspektiven anschließend zu einem sichtbaren Ergebnis.
Für die Vorbereitung eines Projekttags lohnt sich ein Zeitraster mit klaren Übergabepunkten zwischen den Stationen, damit Lerngruppen nicht warten, sondern durchgehend arbeiten. Eine Auftaktphase mit Impuls, mehrere parallele Stationen zu Teilaspekten und eine gemeinsame Ergebnispräsentation am Ende haben sich bewährt.
Bei älteren Jahrgängen (Sek II) lassen sich die Themen enger an Klausurformate anbinden, etwa Ökosystemmanagement in Biologie oder Geographie mit Materialauswertung, wie sie in der Reihe zu Ökosystemmanagement angelegt ist.
Auch außerschulische Partner lassen sich einbinden, etwa lokale Energieversorger, Umweltverbände oder landwirtschaftliche Betriebe in der Nähe der Schule. Ein kurzer Betriebsbesuch oder ein Gastvortrag ergänzt die theoretische Arbeit im Klassenzimmer um eine praktische Perspektive, ohne dass dafür ein großer organisatorischer Aufwand nötig wäre.
| SDG | Ziel | Passendes Fach |
|---|---|---|
| 1 | Keine Armut | Politik, Wirtschaft |
| 2 | Kein Hunger | Geographie, Biologie |
| 3 | Gesundheit und Wohlergehen | Biologie, Sachunterricht |
| 4 | Hochwertige Bildung | fächerübergreifend |
| 5 | Geschlechtergleichheit | Politik, Ethik |
| 6 | Sauberes Wasser | Chemie, Geographie |
| 7 | Bezahlbare und saubere Energie | Physik, Chemie |
| 8 | Menschenwürdige Arbeit | Wirtschaft, WiSo |
| 9 | Industrie und Innovation | Wirtschaft, Technik |
| 10 | Weniger Ungleichheiten | Politik, Ethik |
| 11 | Nachhaltige Städte | Geographie, Kunst |
| 12 | Nachhaltiger Konsum | Ethik, Wirtschaft |
| 13 | Klimaschutz | Geographie, Physik |
| 14 | Leben unter Wasser | Biologie, Geographie |
| 15 | Leben an Land | Biologie |
| 16 | Frieden und starke Institutionen | Politik, Geschichte |
| 17 | Partnerschaften für die Ziele | Politik, fächerübergreifend |
| Zeit | Baustein | Inhalt |
|---|---|---|
| 08:00–08:30 | Auftakt | Impulsfrage zu einem SDG, kurze Bestandsaufnahme in der Klasse |
| 08:30–10:00 | Station 1 | Klimawandel und Energie, z. B. mit der Reihe zu erneuerbaren Energien |
| 10:15–11:45 | Station 2 | Konsum und Ressourcen, z. B. Fast Fashion und Rohstoffgewinnung |
| 12:30–13:30 | Station 3 | Ökosysteme und Biodiversität, praktisch oder mit Fallstudie |
| 13:30–14:15 | Ergebnissicherung | Gruppen bereiten ein Kurzergebnis für die Präsentation vor |
| 14:15–15:00 | Präsentation | Ausstellung oder Kurzvorträge vor der gesamten Jahrgangsstufe |
BNE steht für Bildung für nachhaltige Entwicklung und beschreibt einen fächerübergreifenden Bildungsansatz, der ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit verbindet, meist orientiert an den 17 SDG der Vereinten Nationen.
Nein. Sinnvoller ist eine Auswahl von zwei bis drei Zielen pro Schuljahr, die zum jeweiligen Fach und Jahrgang passen, statt alle 17 Ziele oberflächlich abzuhaken.
Ein voller Schultag mit drei bis vier Stationen und einer Ergebnispräsentation am Ende hat sich bewährt. Kürzere Formate funktionieren, liefern aber meist weniger belastbare Ergebnisse.
Meist eignet sich Geographie oder Biologie als koordinierendes Fach, da dort die meisten Anknupfungspunkte liegen. Eine feste Verantwortlichkeit erleichtert die langfristige Planung.
Über Materialaufgaben mit Diagrammen, Statistiken oder Fallbeispielen, etwa zu Ökosystemmanagement oder Ressourcenabhängigkeiten, die den vorgegebenen Anforderungsbereichen entsprechen.
Indem Inhalte an Daten, Quellen und Fachkonzepten statt an moralischen Aufforderungen ansetzen. Materialien mit konkretem Zahlenbezug ermöglichen eine sachliche Auseinandersetzung statt reiner Appelle.