Farbwerkstatt: Farbenlehre in der Sek I – Farbkreis, Kontraste & Farbwirkung | Kunst Klasse 5–8
Farbkreis, Kontraste und Farbwirkung mit aufeinander aufbauenden Praxisaufträgen.
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Kunst und Gestaltung & Musik · Mittelschule und AHS · Lehrplan 2023
Unterrichtsmaterial für Kunst und Gestaltung sowie Musik nach dem Lehrplan 2023: Farbenlehre, Zeichnen, Druckgrafik und plastisches Gestalten, dazu Instrumentenkunde, Notenschrift, Filmmusik und Programmmusik. Alle Reihen sind digitale Sofort-Downloads mit Arbeitsblättern und Bewertungshilfen.
Kurz gesagt: Seit dem Lehrplan 2023 heißt der Gegenstand Kunst und Gestaltung – die Bezeichnung Bildnerische Erziehung ist überholt, ebenso Musikerziehung, die nun schlicht Musik heißt. Die Reihen auf dieser Seite decken beide Gegenstände von der 5. Schulstufe bis in die Oberstufe ab und verbinden Praxisaufträge mit Bild- und Höranalyse. Anzupassen sind vor allem Fachnamen, Stufenangaben und Notenbezeichnungen.
Die auffälligste Änderung sind die Fachnamen: Aus Bildnerischer Erziehung wurde Kunst und Gestaltung, aus Musikerziehung wurde Musik, aus Technischem und Textilem Werken wurde Technik und Design. Wer Material sucht oder Jahresplanungen schreibt, sollte durchgehend die neuen Bezeichnungen verwenden – in Suchmasken und Ablagen lohnt es sich trotzdem, die alten Begriffe als Synonyme mitzuführen, weil ältere Bestände danach benannt sind.
Wichtiger als der Name ist der Aufbau. Kompetenzbeschreibungen legen fest, was die Schülerinnen und Schüler können sollen, Anwendungsbereiche nennen die verbindlichen Kontexte. Für die künstlerischen Gegenstände heißt das: Nicht die Technik allein zählt, sondern das gestalterische Problem, das mit ihr gelöst wird. Dazu kommen die übergreifenden Themen, von denen Medienbildung und Interkulturelle Bildung in Bildanalyse und Musikgeschichte besonders oft berührt werden.
Die folgenden fünf Reihen bilden die Basis: Farbenlehre und Zeichnen als handwerkliche Grundlagen, Gustav Klimt als Zugang zur Bildbetrachtung, dazu Instrumentenkunde und Filmmusik als Einstieg in das Hören und Beschreiben von Musik.
Farbkreis, Kontraste und Farbwirkung mit aufeinander aufbauenden Praxisaufträgen.
Licht, Schatten und Plastizität über Grauwertskala und Schraffur systematisch aufgebaut.
Ein Hauptwerk der Wiener Moderne als Einstieg in Bildbeschreibung und Ornament.
Instrumentenfamilien hörend unterscheiden und im Orchester verorten.
Wie Musik Bilder deutet: Funktionen der Filmmusik hören, beschreiben und selbst erproben.
Gestaltungsarbeiten brauchen Vorlauf und Trocknungszeit, Höraufgaben brauchen Wiederholung. Bewährt hat sich, jede Einheit mit einem kurzen theoretischen Impuls von etwa zehn Minuten zu beginnen und die restliche Zeit der 50-Minuten-Einheit für die Arbeit am Werk oder am Hörbeispiel zu nutzen. Wo eine Doppelstunde im Stundenplan liegt, gehört sie den Techniken, die Aufbau und Aufräumen verlangen: Druckgrafik, plastisches Gestalten, Klangexperimente.
Über das Jahr trägt ein Wechsel aus Werkstattphasen und Betrachtungsphasen. Im ersten Semester steht der Aufbau von Können im Vordergrund, im zweiten die Anwendung in einem größeren Vorhaben. Wer im Jänner die Schulnachricht schreibt, hat dann pro Kind mehrere dokumentierte Arbeiten und Beobachtungen zur Mitarbeit vorliegen – das macht die Beurteilung nachvollziehbar.
| Schulstufe | Schulart | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| 5.–6. Schulstufe | Mittelschule, AHS-Unterstufe | Farbe, Form, erste Drucktechniken, Instrumentenkunde und Rhythmus |
| 7.–8. Schulstufe | Mittelschule, AHS-Unterstufe | Zeichnen, Typografie, Notenschrift, Filmmusik und Musik in Medien |
| 9.–10. Schulstufe | AHS-Oberstufe, BHS, PTS | Bildanalyse, Gestaltungsprojekte, Musikgeschichte und Höranalyse |
| 11.–12. Schulstufe | AHS-Oberstufe | Vertiefte Analyse, eigenständige Projekte, Themenbereiche für die mündliche Reifeprüfung |
| 9.–13. Schulstufe | BAfEP, künstlerische BHS | Gestaltungs- und Musikpraxis mit Blick auf die Reife- und Diplomprüfung |
In der Werkstatt differenziert der Auftrag, nicht das Material: Alle arbeiten mit demselben Werkzeug, aber die einen setzen eine vorgegebene Bildidee um, die anderen entwickeln aus einer Fragestellung eine eigene. Wer schneller fertig ist, bekommt keine zusätzliche Menge, sondern eine Variation mit höherem Anspruch – etwa dieselbe Form in einer zweiten Technik.
Bei Höranalysen hilft die Staffelung des Hörauftrags: erst nur ein Instrument erkennen, dann Wechsel beschreiben, zuletzt Wirkung begründen. Die Leistungsniveaus Standard und Standard AHS gelten nur in Deutsch, Mathematik und lebender Fremdsprache, in Kunst und Musik bleibt die Gestaltung der Aufgaben frei. Zeichnet sich eine negative Beurteilung ab, greift das Frühwarnsystem nach § 19 SchUG – bei Praxisfächern lohnt es sich, dabei konkrete Arbeitsaufträge und Abgabetermine schriftlich festzuhalten.
Der Lehrplan 2023 gilt seit dem Schuljahr 2023/24 aufsteigend für Volksschule, Mittelschule und AHS-Unterstufe; die 8. Schulstufe folgt 2026/27. Für die AHS-Oberstufe gelten weiterhin die Fachlehrpläne seit 2004 samt Novellen. Wer eine Sequenz plant, ordnet sie am besten sichtbar einer Kompetenzbeschreibung und einem Anwendungsbereich zu – das erleichtert die Abstimmung im Fachteam.
Für die Reifeprüfung sind Kunst und Gestaltung sowie Musik nicht zentral gestellt; standardisiert sind unter anderem Deutsch, Mathematik und die lebenden Fremdsprachen. Geprüft wird also mündlich, über einen schulinternen Themenpool aus zwei bis drei Themenbereichen je Jahreswochenstunde, höchstens achtzehn. Besonders interessant ist die abschließende Arbeit: Zulässig sind neben der schriftlichen Form ausdrücklich gestalterisch-künstlerische und mediale Formate wie Komposition, Performance, Podcast oder Videoreportage, jeweils mit Dokumentation und Reflexion des Entstehungsprozesses.
An erster Stelle stehen die Fachnamen. Deutsche Materialien heißen „Kunst“ oder „Bildende Kunst“ und „Musik“; in Österreich lautet die amtliche Bezeichnung Kunst und Gestaltung beziehungsweise Musik, und Bildnerische Erziehung ist der alte Begriff. In Arbeitsblattköpfen, Kompetenzrastern und Elterninformationen sollte das umgestellt werden, sonst wirkt das Material sofort fremd.
Zweitens Stufen und Beurteilung. „Klasse 7“ eines deutschen Hefts meint die 7. Schulstufe, also die 3. Klasse Mittelschule oder AHS-Unterstufe; „8. Klasse AHS“ ist dagegen die 12. Schulstufe. Die Notenskala lautet Sehr gut (1), Gut (2), Befriedigend (3), Genügend (4), Nicht genügend (5) – für Praxisfächer heißt das vor allem, Bewertungsraster mit diesen fünf Stufen zu beschriften statt mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Die große schriftliche Leistungsfeststellung heißt hier Schularbeit; in den künstlerischen Gegenständen zählen ohnehin überwiegend Mitarbeit und dokumentierte Arbeitsergebnisse.
Drittens Beispiele und Medien. Ein deutsches Bildbeispiel lässt sich fast immer um einen österreichischen Bezug ergänzen, etwa Klimt oder Schiele bei der Wiener Moderne oder Hundertwasser bei Architektur und Farbe. Für Hörbeispiele und Videos ist edutube.at nützlich, die Bildungsmedienplattform von Ministerium und ORF; ergänzend liefern schule.at und die Eduthek lehrplanbezogenes Material. Und die Zeitrechnung stimmt erst, wenn aus 45 Minuten fünfzig werden.
Druckgrafik: Linolschnitt & Monotypie
Schrift & Typografie
Plastisches Gestalten
Notenschrift verstehen
Die Moldau: Programmmusik
Kunst XXL: 15 ReihenBildnerische Erziehung heißt jetzt Kunst und Gestaltung, Musikerziehung heißt Musik, Technisches und Textiles Werken heißt Technik und Design. Die neuen Bezeichnungen gehören in Jahresplanung, Arbeitsblätter und Elterninformationen; für die Materialsuche in älteren Beständen sind die alten Begriffe weiterhin nützlich.
Schularbeiten sind nur in jenen Gegenständen vorgesehen, für die der Lehrplan sie ausweist. In den künstlerischen Gegenständen tragen in der Regel Mitarbeit, dokumentierte Arbeitsergebnisse und kurze Tests die Beurteilung. Die Materialien enthalten deshalb Bewertungskriterien für Praxisarbeiten statt Prüfungsvorlagen.
Die Unterrichtsstunde dauert in Österreich fünfzig Minuten, deutsche Stundenbilder rechnen mit 45. Für Farb- und Zeichenaufgaben genügt das meist, für Druckgrafik, plastisches Gestalten oder Klangexperimente ist eine Doppelstunde die bessere Wahl.
Ja. Für die abschließende Arbeit sind gestalterisch-künstlerische und mediale Formate ausdrücklich zulässig, etwa eine Komposition, eine Performance, ein Podcast oder eine Videoreportage – jeweils mit Dokumentation und Reflexion des Entstehungsprozesses. Die Reihen liefern dafür Verfahren, Kriterien und Analysewerkzeuge.
Zu fast jedem Thema gibt es einen heimischen Anknüpfungspunkt: Klimt und Schiele für die Wiener Moderne, Hundertwasser für Farbe und Architektur. Videos und Hörbeispiele lassen sich über edutube.at, die Plattform von Ministerium und ORF, sowie über schule.at und die Eduthek ergänzen.
Alle Reihen sind digitale Sofort-Downloads in bearbeitbaren Formaten mit Arbeitsblättern, Gestaltungsaufträgen und Bewertungshilfen. Sie lassen sich ausdrucken oder auf den Notebooks und Tablets aus der Geräteinitiative bearbeiten.