Unterrichtsreihe
Konfidenzintervalle: Wie zuverlässig sind Umfragen?
Prognose- und Konfidenzintervall trennen, Wald-Verfahren und Simulation von 100 Stichproben. 39,90 € Einzellizenz, 199,50 € Schullizenz.
Mathematik Sek II · Beurteilende Statistik
Eine Umfrage mit 400 Befragten, eine Onlineabstimmung mit 10.000 Antworten: Diese Reihe zeigt, welche der beiden Zahlen mehr aussagt und warum. Eine Simulation von 100 Stichproben macht das Konfidenzniveau sichtbar.
Konfidenzintervalle verstehen Lernende im Leistungskurs dann, wenn sie die Richtung des Schlusses klar vom Prognoseintervall unterscheiden und das Konfidenzniveau einmal selbst in einer Simulation beobachten. Die Unterrichtsreihe Konfidenzintervalle für Mathematik Sek II baut darauf auf. Die Lernenden berechnen aus einer Stichprobe die relative Häufigkeit h und das näherungsweise 95-Prozent-Konfidenzintervall, bestimmen einen konservativen Stichprobenumfang und beurteilen die Behauptung, 10.000 freiwillige Onlineantworten seien sicher repräsentativ. Gerechnet wird mit dem Wald-Verfahren, dessen Grenzen das Material ausdrücklich thematisiert. Im Projekt simulieren sie 100 Stichproben mit n = 100 bei p = 0,5. Die Reihe umfasst 25 Seiten und eine Übungsklausur über 90 Minuten. Passende Materialien zu Tests und Stochastik finden Sie in der Kollektion Konfidenzintervalle und beurteilende Statistik.
Beim Prognoseintervall ist der Anteil p bekannt, und man fragt, in welchem Bereich die relative Häufigkeit einer Stichprobe voraussichtlich liegt. Beim Konfidenzintervall ist es umgekehrt: Man kennt nur das Stichprobenergebnis und schließt auf den unbekannten Anteil zurück. Viele Lernende rechnen beides korrekt und verwechseln dennoch die Aussagen. Das zeigt sich spätestens dann, wenn sie ein Intervall in Worten deuten sollen.
Die Reihe setzt an diesem Punkt an. Drei Grundbegriffe tragen die Einheit: Prognoseintervall, Konfidenzintervall sowie Näherung und Grenzen. Zu jedem lesen die Lernenden einen Erklärtext, prüfen ihn an Beispiel und Gegenbeispiel und klären ihn gemeinsam. Danach arbeiten sie mit dem Material M1, einem Modellfall zu einer Umfrage.
Das Problem, das die Reihe löst, liegt weniger im Rechnen als im Deuten. Die Lernenden sollen Unsicherheit sachgerecht formulieren und Behauptungen über Umfragen kritisch prüfen. Deshalb steht neben der Berechnung immer die Frage, was ein Ergebnis aussagt und was nicht. Die Behauptung, eine sehr große Zahl freiwilliger Antworten garantiere ein repräsentatives Ergebnis, ist dafür ein gutes Prüfstück: Sie verknüpft Stichprobenumfang und Stichprobenauswahl, zwei Dinge, die Lernende oft gleichsetzen.
Unterrichtsreihe
Prognose- und Konfidenzintervall trennen, Wald-Verfahren und Simulation von 100 Stichproben. 39,90 € Einzellizenz, 199,50 € Schullizenz.
Unterrichtsmaterial
Weiteres Material zum Verstehen und Berechnen von Konfidenzintervallen in der Statistik der Oberstufe. Ab 24,99 €.
Unterrichtsmaterial
Material zu Hypothesen- und Signifikanztests, dem zweiten großen Bereich der beurteilenden Statistik. Ab 24,99 €.
Sparpaket
Paket zu Wahrscheinlichkeit, Binomialverteilung und Test für die Stochastik der Sek II. Ab 49,99 €.
Die ersten fünf Stunden legen die Grundlagen. Zum Einstieg formulieren die Lernenden Vermutungen, legen ein Begriffsnetz an und schreiben eine eigene Lernfrage, aus der eine überprüfbare Ausgangsthese entsteht. Die zweite Stunde klärt die drei Grundbegriffe. Danach folgen drei aufeinander aufbauende Aufgaben zu M1. In A1 berechnen die Lernenden h und das näherungsweise 95-Prozent-Konfidenzintervall. In A2 bestimmen sie einen konservativen Stichprobenumfang für eine gewünschte Genauigkeit. In A3 beurteilen sie die Aussage zu 10.000 freiwilligen Onlineantworten, prüfen ein Gegenargument und überarbeiten ihr Urteil.
Ab der sechsten Stunde läuft das Projekt P1. Die Lernenden simulieren 100 Stichproben mit n = 100 bei p = 0,5, entwerfen zuerst zwei Varianten der Simulation und prüfen sie auf Machbarkeit. Es folgen 35 Minuten Produktion, eine Stunde zum Weiterarbeiten und Dokumentieren, eine Präsentation im Tandem mit Rückmeldung und eine zweite Fassung, die mit der ersten verglichen wird.
Die Stunden elf und zwölf sichern die Ergebnisse. Die Gruppen vergleichen ihre Simulationen, prüfen sie fachlich und beantworten eine Transferfrage. Zum Schluss kehren die Lernenden zur Ausgangsthese zurück und schreiben eine individuelle Reflexion. In Doppelstunden ergeben sich sechs Blöcke.
Die zwölf Stunden gliedern sich in fünf Phasen.
| Phase | Stunden | Was passiert | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Einstieg und Begriffe | 1 bis 2 | Vermutungen, Begriffsnetz, Prognose- und Konfidenzintervall, Näherung und Grenzen | Ausgangsthese |
| Berechnen | 3 bis 4 | A1 h und 95-Prozent-Konfidenzintervall, A2 konservativer Stichprobenumfang | Rechnung mit Deutung |
| Beurteilen und Planen | 5 bis 6 | A3 freiwillige Onlineantworten, Gegenargument, Planung von P1 | Überarbeitetes Urteil |
| Simulation | 7 bis 10 | 100 Stichproben mit n = 100, Tandem-Feedback, zweite Fassung | Sichtbare Revision |
| Sicherung | 11 bis 12 | Vergleich, Transferfrage, Reflexion | Individuelle Reflexion |
Das Klausurtraining enthält eine Übungsklausur über 90 Minuten mit drei Aufgaben zu 12, 30 und 18 Punkten. Der Erwartungshorizont weist Punkteverteilung und Teilpunkte aus. Die Klausur arbeitet mit dem bekannten Material M1. Sie trainiert Aufgabenformat, Zeitplanung und den Umgang mit dem Erwartungshorizont, ersetzt aber keine Prüfung mit unbekanntem Material. Die Gewichtung ist ein didaktischer Vorschlag. Im Projekt P1 werden Ergebnis, Überarbeitung und individuelle Reflexion bewertet.
Gerechnet wird mit dem näherungsweisen Wald-Verfahren. Seine Grenzen werden im Material ausdrücklich thematisiert, andere Verfahren zur Intervallschätzung sind nicht Gegenstand der Reihe. Die Reihe ist eine kompakte Sequenz mit 25 Seiten und konzentriert sich auf drei Grundbegriffe, einen Modellfall und ein Projekt. Wer mehr Übungsaufgaben braucht, ergänzt eigenes Material oder eines der verwandten Produkte.
Als Hilfsmittel genügen ein Taschenrechner für die Aufgaben und für die Simulation ein Tabellenkalkulationsprogramm, ein GTR oder ein CAS. Der Lehrplanbezug lautet: Orientierung an den Vorgaben für das Zentralabitur NRW 2029. Passt etwas nicht zu Ihren Vorgaben, greift die stifo-Garantie. Einen Überblick über weiteres Material bietet die Seite Unterrichtsmaterial Mathematik Sek II für EF, Q1 und Q2.
Weiteres Material und Hintergrund zur Stochastik in der Oberstufe finden Sie hier.
Für die Aufgaben genügt ein Taschenrechner. Für die Simulation von 100 Stichproben brauchen Sie ein Tabellenkalkulationsprogramm, einen GTR oder ein CAS. Welches Werkzeug Sie wählen, hängt von der Ausstattung Ihrer Schule ab. Die Lernenden entwerfen im Projekt ohnehin zwei Varianten und prüfen sie auf Machbarkeit.
Gerechnet wird mit dem näherungsweisen Wald-Verfahren. Seine Grenzen werden im Material ausdrücklich thematisiert. Das ist im Leistungskurs wichtig, weil Lernende sonst den Eindruck gewinnen, eine Näherungsformel liefere immer verlässliche Intervalle. Andere Verfahren zur Intervallschätzung sind nicht Gegenstand der Reihe und können bei Bedarf ergänzt werden.
25 Seiten in drei PDFs: Lern- und Praxisheft mit 12 Seiten, Lehrermaterial mit 8 Seiten und Klausurtraining mit 5 Seiten. Die zwölf Stunden sind vollständig geplant. Die Reihe ist bewusst kompakt gehalten und lässt sich mit eigenen Übungsaufgaben und weiteren Modellfällen erweitern.
Nein. Sie nutzt das im Unterricht bearbeitete Material M1 und dient dem Training von Aufgabenformat, Zeitplanung und Erwartungshorizont. Sie ersetzt keine Prüfung mit unbekanntem Material. Die Gewichtung der drei Aufgaben mit 12, 30 und 18 Punkten ist ein didaktischer Vorschlag.
Der Lehrplanbezug lautet: Orientierung an den Vorgaben für das Zentralabitur NRW 2029. Falls etwas nicht zu Ihren Vorgaben passt, greift die stifo-Garantie, und das Material wird für Sie angepasst. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Vorgaben Ihres Landes und Ihrer Schule.
Ja. Die zwölf Einheiten zu 45 Minuten lassen sich zu sechs Doppelstunden zusammenfassen, etwa Einstieg und Begriffe, Analyse, Urteil und Planung, Produktion, Überarbeitung sowie Abschluss. Für die Simulation ist ein Doppelblock günstig, weil das Einrichten der Tabelle Zeit kostet und sonst unterbrochen wird.