Corporate Identity und Corporate Design
Wie Logo, Farbe und Typografie eine Marke konsistent auftreten lassen.
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Kunst · Kommunikationsdesign & UX · EF bis Q2
Unterrichtsmaterial zum Kommunikationsdesign für die Oberstufe: Corporate Identity und Corporate Design, Werbewirkung nach der AIDA-Formel, Zielgruppenanalyse sowie Web- und UX-Design. Die Reihen führen von der Analyse bestehender Gestaltung zu eigenen Entwürfen mit Präsentation.
Kurz gesagt: Design ist angewandte Bildsprache: Die Reihen erschließen Corporate Identity, Werbewirkung mit der AIDA-Formel, Zielgruppenanalyse sowie Web- und UX-Design und führen zu eigenen Gestaltungsprojekten mit Präsentation. Sie sind für EF bis Q2 konzipiert und einzeln oder im Sparpaket erhältlich.
Kommunikationsdesign macht sichtbar, dass Bildgestaltung nie voraussetzungslos ist: Jedes Logo, jede Anzeige und jede Website folgt Entscheidungen, die auf ein Ziel hin getroffen wurden. Für die Oberstufe ist das ein produktiver Zugang, weil er die klassischen Kompetenzbereiche der Bildanalyse mit einer klaren Funktionslogik verbindet – Gestaltung wird nicht nur beschrieben, sondern nach ihrer Wirkung befragt. Das schärft den analytischen Blick auch für andere Bildgattungen.
Gleichzeitig ist Kommunikationsdesign alltagsnah: Lernende begegnen Corporate-Design-Systemen, Werbeanzeigen und Websites täglich, ohne deren gestalterische Logik zu benennen. Die Reihen machen diese Logik explizit – von der Reduktion eines Logos über die psychologische Struktur der AIDA-Formel bis zur Nutzerführung einer Website. So verbindet sich fachliche Analyse mit einer Kompetenz, die weit über den Kunstunterricht hinausreicht.
Die Auswahl führt von der Marke über die Werbeanzeige bis zum digitalen Interface und ergänzt die Reihen um verwandtes Material zu Design-Objekten und Bildwirkung.
Wie Logo, Farbe und Typografie eine Marke konsistent auftreten lassen.
Werbewirkung analysieren: Aufmerksamkeit, Interesse, Wunsch und Handlung.
Nutzerführung, Struktur und Prototyping für eigene Web-Entwürfe.
Produktgestaltung zwischen Funktion, Form und ästhetischem Anspruch.
Wie Werbung und soziale Medien mit Bildmanipulation Wirkung erzeugen.
In der Einführungsphase steht das Zeichen im Mittelpunkt: Anhand bestehender Logos untersucht die Klasse, wie Reduktion, Form und Farbe Wiedererkennung erzeugen, und entwirft anschließend ein eigenes einfaches Signet. Dieser Einstieg funktioniert unabhängig von Vorkenntnissen, weil sich Logos ohne technisches Vorwissen beschreiben und vergleichen lassen. Wichtig ist, dass die Analyse vor der eigenen Gestaltung steht, damit Entscheidungen begründet statt intuitiv getroffen werden.
In der Qualifikationsphase folgt die Analyse ganzer Werbekampagnen nach der AIDA-Formel: Die Lerngruppe untersucht, mit welchen Mitteln Aufmerksamkeit erzeugt, Interesse geweckt und zur Handlung aufgefordert wird, und wo Manipulation beginnt. Den Abschluss bildet ein UX-Projekt, in dem eine Website oder App-Oberfläche konzipiert wird: Nutzerführung, Informationsarchitektur und ein einfacher Prototyp werden entwickelt und der Klasse präsentiert und begründet.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| EF | Zeichen, Logo & Bildmarke | Reduktion, Wiedererkennung und Wirkung analysieren und entwerfen |
| Q1 | Werbung analysieren mit AIDA | Zielgruppe, Argument und Manipulation in Kampagnen untersuchen |
| Q2 | Web- und UX-Projekt | Nutzerführung, Prototyp und Präsentation eines eigenen Entwurfs |
Designprojekte lassen sich gut über den Grad der Vorgabe differenzieren. Eine Basisgruppe erhält ein festes Briefing mit klaren Parametern – etwa Zielgruppe, Farbpalette und Format eines Logos –, während eine leistungsstärkere Gruppe das Briefing selbst formuliert und begründet. Bei der Werbeanalyse steuert die Anzahl der zu untersuchenden Kampagnen sowie die Tiefe der Manipulationsanalyse den Schwierigkeitsgrad.
Beim UX-Projekt ist der größte Unterschied zwischen Lerngruppen meist die Fähigkeit zur Selbstorganisation. Eine Vorlage mit festen Arbeitsschritten – Zielgruppenanalyse, Sitemap, Wireframe, Prototyp – hilft Gruppen, die Struktur benötigen, während geübte Gruppen frei mit denselben Schritten arbeiten können. Kein Projekt erfordert spezialisierte Software: Skizzen auf Papier oder einfache Präsentationsprogramme genügen für Wireframe und Prototyp.
Kommunikationsdesign gehört in mehreren Kunstlehrplänen der Oberstufe zum Inhaltsfeld Design und Gestaltung im gesellschaftlichen Kontext und verbindet die Kompetenzbereiche Rezeption, Produktion und Reflexion in einem Themenfeld. Die AIDA-Formel liefert dabei ein anschlussfähiges Analyseraster, das über den Kunstunterricht hinaus auch in Wirtschaftsfächern verwendet wird und sich fächerübergreifend nutzen lässt.
Da sich die konkreten Abiturvorgaben und Werkbeispiele je Bundesland und Jahrgang unterscheiden, prüfen Sie vor dem Einsatz die aktuellen Vorgaben Ihres Landes. Die Aufgabenformate und die Progression von der Analyse zur eigenen Gestaltung bleiben davon unberührt und lassen sich auf andere Beispiele aus Corporate Design, Werbung oder Webdesign übertragen.
Bildwerkstatt: Fotografie & Bildkomposition
Schriftwerkstatt: Schrift & Typografie
Bildanalyse in Kunst schreiben – KompositionNein, für Skizzen und Wireframes genügen Papier oder ein einfaches Präsentationsprogramm. Spezialisierte Design- oder Prototyping-Software ist nicht erforderlich, kann aber ergänzend eingesetzt werden, wenn die Lerngruppe bereits Erfahrung damit hat.
Bewährt hat sich eine Kombination aus begründeter Präsentation und schriftlicher Reflexion: Die Lernenden erklären ihre Gestaltungsentscheidungen mit Bezug auf Zielgruppe und Funktion, statt das Ergebnis rein ästhetisch zu bewerten. Ein einfaches Kriterienraster zu Wirkung, Umsetzung und Begründung schafft dabei Transparenz.
Design und Gestaltung im gesellschaftlichen Kontext gehören in mehreren Ländern zu den Inhaltsfeldern der Qualifikationsphase, die konkreten Werkvorgaben wechseln jedoch. Prüfen Sie die Vorgaben Ihres Bundeslandes und passen Sie die Beispiele entsprechend an.
Von der Analyse bis zur eigenen Präsentation sind je nach Reihe mehrere Unterrichtsstunden vorgesehen; das UX-Projekt in Q2 ist als längere Sequenz über mehrere Wochen angelegt. Einzelne Reihen lassen sich auch unabhängig voneinander einsetzen.
Die Materialien enthalten Hinweise zur Bearbeitung sowie fachliche Hintergrundinformationen zu den Analysebeispielen. Damit lässt sich der Unterricht auch ohne umfangreiche eigene Vorbereitung im Bereich Design durchführen.
Die Reihen sind als druckfertige, im Klassensatz kopierbare Digitaldownloads angelegt und in Teilen bearbeitbar, sodass sich Beispiele und Aufgabenstellungen an die eigene Lerngruppe anpassen lassen.