Gender Issues and Diversity – Culture & Ethnics
Vollständige englischsprachige Reihe von der Begriffsklärung bis zur Diskussion.
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Englisch · Gender Issues & Diversity · Sek II / Abitur
Sechs Materialpakete zum Themenfeld Identity und Diversity im englischsprachigen Oberstufenunterricht. Sie erhalten eine ausgearbeitete Teaching Series, ein Learning Material für die Hand der Lernenden, eine Reihe zu gesellschaftlichem Wandel sowie Material zu Bürgerrechtsbewegung und sozialen Bewegungen in den USA – dazu ein Sparpaket, das mehrere Themenfelder bündelt.
Kurz gesagt: Gender Issues und Diversity gehören in den meisten Bundesländern zum Themenfeld Identity beziehungsweise Society im Englischunterricht der Oberstufe. Verlangt wird, dass Ihre Lerngruppe englischsprachige Sach- und Diskursbeiträge zu Geschlechterrollen, LGBTQ+, Ethnicity und sozialer Ungleichheit erschließt, sie in den kulturellen Kontext der Zielsprachenländer einordnet und eine eigene Position sprachlich angemessen vertritt. Die Materialien auf dieser Seite führen von der Wortschatzarbeit über die Textanalyse bis zum argumentierenden Comment.
Themen aus dem Feld Identity und Diversity haben im Englischunterricht einen doppelten Ertrag. Inhaltlich berühren sie Erfahrungen, zu denen Ihre Lerngruppe eine Haltung hat, noch bevor der erste Text gelesen ist – und genau das erzeugt die Redebereitschaft, die für Speaking und Discussion nötig ist. Sprachlich verlangen sie ein Register, das im Alltagsenglisch selten geübt wird: hedging, das vorsichtige Abschwächen einer Behauptung, das Referieren fremder Positionen mit reporting verbs sowie ein Vokabular, das zwischen Beschreibung und Wertung unterscheidet. Wer gelernt hat, den Unterschied zwischen "people are discriminated against" und "people feel discriminated against" zu markieren, hat eine sprachliche und eine analytische Kompetenz zugleich erworben.
Hinzu kommt der landeskundliche Zugriff. Debatten über Geschlecht, Herkunft und Zugehörigkeit werden in den englischsprachigen Ländern mit eigenen Begriffen, eigener Rechtslage und eigener Geschichte geführt; der Civil Rights Movement in den USA, die Frage der Repräsentation indigener Bevölkerungsgruppen oder die britische Diskussion um Klassenzugehörigkeit lassen sich nicht ohne Kontext verstehen. Ihre Lerngruppe lernt damit nicht nur Vokabeln, sondern die Erfahrung, dass ein scheinbar vertrautes Thema in einer anderen Gesellschaft anders gerahmt wird. Das ist der Kern interkultureller Kompetenz und zugleich die Grundlage jeder Aufgabe, die einen Vergleich zwischen Zielkultur und eigener Lebenswelt verlangt.
Die folgenden Pakete lassen sich einzeln einsetzen oder zu einer durchgehenden Unterrichtssequenz von der Begriffsklärung bis zur Diskussion verbinden.
Vollständige englischsprachige Reihe von der Begriffsklärung bis zur Diskussion.
Materialheft für die Hand der Lernenden, auch zur selbstständigen Wiederholung.
Reihe zu Chancen, Konflikten und gesellschaftlichem Wandel mit Diskussionsanlässen.
Landeskundlicher Rahmen für die Frage, wie soziale Bewegungen Gesellschaft verändern.
Reihe zu Entstehung und Ausbreitung eines Erinnerungsformats mit Bezug zur Gegenwart.
Bündelt mehrere Oberstufenreihen zu Gesellschaft, Zukunft und Medien in einem Paket.
Ein tragfähiger Einstieg beginnt beim Wortschatz, nicht bei der Meinung. Bevor diskutiert wird, sollten die zentralen Begriffe geklärt sein: gender und sex, identity und role, prejudice, stereotype und discrimination, equality und equity. Eine kurze Zuordnungsübung mit englischsprachigen Definitionen verhindert, dass die spätere Diskussion an unterschiedlichen Begriffsverständnissen scheitert. Anschließend eignet sich ein kurzer Sachtext oder eine statistische Grafik, an der zunächst nur beschrieben und noch nicht bewertet wird – eine Trennung, die den Lernenden erfahrungsgemäß schwerfällt und deshalb ausdrücklich geübt werden sollte.
Der Hauptteil arbeitet mit längeren Texten und Perspektivwechseln. Bewährt hat sich ein Verfahren in drei Schritten: Zunächst erschließt jede Gruppe einen Text aus einer anderen Perspektive – etwa einen Erfahrungsbericht, einen journalistischen Kommentar und einen institutionellen Text. Dann werden die Positionen in einem Placemat oder einer Podiumsrunde zusammengeführt. Erst im dritten Schritt formulieren die Lernenden einen eigenen Comment, in dem sie mindestens zwei fremde Positionen referieren, bevor sie die eigene begründen. Für den Abschluss eignet sich eine Aufgabe, die vom Thema in die Sprachreflexion führt: Welche Wörter benutzen die Texte, um Gruppen zu benennen – und was leistet die jeweilige Wortwahl?
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Klasse 9/10 | Einstieg | Wortschatz zu Identity, Respect und Stereotype; einfache Sachtexte und Bildimpulse |
| EF | Diversity in Society | Chancen und Konflikte gesellschaftlicher Vielfalt, Perspektivwechsel, mediation |
| Q1 | Vertiefung | Ethnicity, LGBTQ+ und soziale Bewegungen in den Zielsprachenländern, Textanalyse |
| Q2 | Abiturbezug | Analysis, Comment und Diskussion auf Prüfungsniveau, Vergleich mehrerer Texte |
Sprachlich lässt sich das Thema gut differenzieren, weil dieselbe Frage auf sehr unterschiedlichem Niveau bearbeitet werden kann. Für Lerngruppen mit begrenztem Wortschatz genügt zunächst ein bebildertes Glossar mit Beispielsätzen und ein Textauszug mit Randglossen; leistungsstärkere Lernende arbeiten mit dem ungekürzten Text und formulieren die Gegenposition selbst. Sprachliche Hilfen sollten dabei nicht als Vokabelliste, sondern als Redemittel angeboten werden – etwa Wendungen für das Zustimmen mit Einschränkung, für das Wiedergeben einer fremden Position und für das begründete Widersprechen. Da die Materialien bearbeitbar sind, können Sie den Umfang der Hilfen an Ihre Lerngruppe anpassen.
Inhaltlich verlangt das Themenfeld eine bewusste Gesprächsführung. Es ist damit zu rechnen, dass einzelne Lernende persönlich betroffen sind, ohne dies offenlegen zu wollen. Hilfreich ist deshalb, die Diskussion konsequent an Texten und Fällen zu führen statt an persönlichen Erfahrungen, klare Gesprächsregeln zu vereinbaren und Beiträge grundsätzlich in der dritten Person formulieren zu lassen. Ein Rollenspiel, in dem Positionen zugelost werden, entlastet zusätzlich, weil niemand für die vertretene Meinung persönlich einstehen muss. Zugleich gilt: Sachlich falsche oder herabsetzende Aussagen bleiben nicht unwidersprochen – die Klärung erfolgt am besten über den Text und die Faktenlage, nicht über eine Zurechtweisung.
In den Kernlehrplänen und Kerncurricula der Länder erscheint das Thema meist unter den soziokulturellen Orientierungswissen-Bereichen zu Identität, Gesellschaft und Zusammenleben in den englischsprachigen Bezugskulturen. Formuliert wird es je nach Land als "Identity and Diversity", als Teil eines Themenfelds zu gesellschaftlichem Wandel oder im Zusammenhang mit Migration und Multikulturalität. Gemeinsam ist den Vorgaben, dass neben dem Sachwissen ausdrücklich die interkulturelle kommunikative Kompetenz geprüft wird: die Fähigkeit, kulturell geprägte Perspektiven zu erkennen und mit ihnen umzugehen.
Für die Prüfung heißt das in der Regel eine kombinierte Aufgabe: Comprehension, Analysis und Evaluation zu einem englischsprachigen Sach- oder literarischen Text. Der dritte Teil verlangt entweder einen Comment oder eine kreative Textproduktion, etwa einen Leserbrief oder eine Rede. Ausschlaggebend für die Bewertung ist dabei weniger die Meinung als die Belegführung und die sprachliche Angemessenheit. Ein Comment, der zwei Argumente sauber entfaltet, sie am Text belegt und einen Einwand berücksichtigt, ist stärker als eine Aufzählung von fünf Behauptungen – die Aufgaben in den hier angebotenen Reihen sind entsprechend angelegt.
Future Visions – Utopian & Dystopian Narratives
The World of Work – Lesson Series
Shakespeare – Identity in His DramasDie Reihen enthalten englischsprachige Sach- und Diskursbeiträge, Arbeitsblätter mit gestuften Aufgaben sowie Vorschläge für Diskussion und Textproduktion. Das Learning Material ist als Heft für die Hand der Lernenden angelegt und bündelt Begriffe, Beispiele und Übungen. Alle Dateien sind bearbeitbar, sodass Sie Textumfang und Aufgabenstellung an Ihren Kurs anpassen können.
Bewährt hat sich, die Diskussion an Texten und Fällen zu führen statt an persönlichen Erfahrungen und vorab Gesprächsregeln zu vereinbaren. Zugeloste Rollen in Debattenformaten entlasten zusätzlich, weil niemand für die vertretene Position persönlich einstehen muss. Herabsetzende Aussagen sollten Sie sachlich am Text und an der Faktenlage klären, nicht über eine persönliche Zurechtweisung.
Ja, in den meisten Bundesländern gehört das Themenfeld Identity beziehungsweise Society zu den verbindlichen Inhalten der Qualifikationsphase und ist damit prüfungsrelevant. Die konkrete Bezeichnung und der Zuschnitt unterscheiden sich je nach Lehrplan. Prüfen Sie deshalb die aktuellen Vorgaben Ihres Landes, bevor Sie den Schwerpunkt setzen.
Die Reihen sind für die Oberstufe angelegt und bewegen sich im Bereich B1 bis B2, einzelne Textauszüge und Aufgabenformate reichen an C1 heran. Für schwächere Lerngruppen lassen sich Glossare und Redemittel vorschalten, für stärkere entfallen die Hilfen und die Textauszüge werden ungekürzt eingesetzt.
Zu den geschlossenen und halboffenen Aufgaben gehören Lösungen. Bei Comment- und Diskussionsaufgaben liegen Erwartungshorizonte vor, die die tragfähigen Argumentationslinien benennen, ohne eine bestimmte Meinung vorzugeben – das entspricht der Bewertungspraxis, bei der die Belegführung und nicht die Position beurteilt wird.
Ja, das XXL-Sparpaket Future Society & Media Literacy bündelt mehrere Oberstufenreihen zu Gesellschaft, Zukunft und Medien und ist günstiger als der Einzelkauf. Es eignet sich, wenn Sie mehrere Themenfelder der Qualifikationsphase abdecken wollen; die Einzelreihen bleiben daneben weiter erhältlich.