Frankophonie und Senegal im Französischunterricht der Oberstufe: Reihe mit 12 Stunden

Französisch Sek II · Frankophonie

Frankophonie und Senegal: Sprache als Tür und als Grenze

Eine kompakte Reihe für fortgeführte Grund- und Leistungskurse, die am Beispiel Senegal sprachliche und kulturelle Zugehörigkeit untersucht. Am Ende stehen zweisprachige Ausstellungstafeln.

12 × 45 Min.auch als 6 Doppelstunden
25 Seitendrei A4-PDFs und bearbeitbare Fassung
90 Min.Übungsklausur mit 60 Punkten
2 Tafelnfranzösischer Haupttext, deutsche Erläuterung

Wie lässt sich Frankophonie in der Oberstufe so unterrichten, dass koloniale Beziehungen und Fragen der Zugehörigkeit nicht im Klischee enden? Die Reihe Frankreich und Senegal: Sprache, Zugehörigkeit und koloniale Beziehungen wählt Senegal als Beispiel und arbeitet mit drei Grundbegriffen: Frankophonie, koloniale Beziehungen und Perspektivenvergleich. An einer eigenen, fiktiven Unterrichtssituation stellen die Lernenden ein Projekt und sein Kernproblem vor, analysieren die Metapher der Tür und verfassen einen Vorschlag für eine Ausstellung mit möglichst breiter Beteiligung. Danach gestalten sie zwei zweisprachige Ausstellungstafeln. Die Aufgaben werden auf Französisch bearbeitet. Die Reihe umfasst 25 Seiten, plant alle zwölf Stunden und enthält eine Übungsklausur mit Erwartungshorizont. Sie kostet 39,90 € als Einzellizenz und 199,50 € als Schullizenz. Passende Titel finden Sie in der Kollektion zu Frankophonie und Senegal.

Worum es fachlich geht

Die Leitfrage der Reihe lautet: Öffnet die französische Sprache Türen, oder schließt sie welche? Sie verbindet Sprachunterricht mit einer Frage nach Teilhabe. Wer eine Sprache spricht, gehört dazu. Wer sie nicht spricht, bleibt womöglich draußen. Am Beispiel Senegal untersuchen die Lernenden, wie Sprache, Zugehörigkeit und koloniale Beziehungen zusammenhängen.

Drei Grundbegriffe ordnen die Arbeit. Frankophonie beschreibt den Raum, in dem Französisch eine Rolle spielt. Koloniale Beziehungen machen sichtbar, wie dieser Raum entstanden ist und welche Abhängigkeiten nachwirken. Der Perspektivenvergleich verlangt, mehrere Standpunkte nebeneinanderzustellen, bevor geurteilt wird. Die Lernenden lesen kurze Erklärtexte und prüfen jeden Begriff an Beispiel und Gegenbeispiel. So entsteht ein gemeinsames Vokabular für die Analyse.

Senegal ist dabei ein gewähltes Beispiel, kein Länderporträt. Das Material M1 ist eine eigene, fiktive Unterrichtssituation, in der es um ein Ausstellungsprojekt geht. Das erlaubt eine klare Analyse, ohne reale Personen zu zitieren. Für die eigenen Tafeln recherchieren die Lernenden später selbst und geben ihre Quellen an. So bleibt klar getrennt, was Modellfall ist und was Recherche.

Das Material im Überblick

So laufen die 12 Stunden ab

Die Reihe beginnt mit Diagnose: erste Vermutungen, ein Begriffsnetz und eine Lernfrage, die in eine überprüfbare Ausgangsthese mündet. Stunde 2 erschließt die Grundbegriffe.

Die Stunden 3 bis 5 arbeiten mit M1, alle Aufgaben auf Französisch. A1 lautet: Présentez le projet et le problème central. A2 verlangt: Analysez la métaphore de la porte et comparez les deux solutions proposées. A3 fordert: Rédigez une proposition pour une exposition qui permette une participation aussi large que possible. Danach prüfen die Lernenden ein Gegenargument und überarbeiten ihren Vorschlag.

Ab Stunde 6 folgt das Projekt. Die Lernenden planen zwei zweisprachige Ausstellungstafeln mit französischem Haupttext und deutscher Erläuterung, entwerfen zwei Varianten und prüfen sie auf Machbarkeit. In zwei Praxisstunden entstehen vergleichbare Fassungen. Eine Tandemrückmeldung führt zu einer begründeten Änderungsentscheidung, die in einer zweiten Fassung umgesetzt wird. Die beiden letzten Stunden dienen dem Vergleich der Tafeln, einer Transferfrage und der Rückkehr zur Ausgangsthese mit individueller Reflexion. Die zwölf Stunden lassen sich zu sechs Doppelstunden zusammenfassen.

Die Reihe im Überblick

Die zwölf Stunden gliedern sich in fünf Phasen.

Phase Stunden Was passiert Ergebnis
Einstieg und Begriffe 1–2 Diagnose, Frankophonie, koloniale Beziehungen, Perspektivenvergleich Ausgangsthese
Analyse an M1 3–5 Présenter, analyser, rédiger une proposition Überarbeiteter Vorschlag
Planung 6 Zwei Ausstellungstafeln planen, zwei Varianten Projektplan
Produktion und Überarbeitung 7–10 Fassungen, Tandemfeedback, Revision Zweite Fassung
Sicherung 11–12 Vergleich, Transferfrage, Reflexion Tafeln und Reflexion

Bewertung, Grenzen und was zusätzlich nötig ist

Die Übungsklausur dauert 90 Minuten und umfasst drei Aufgaben mit 12, 30 und 18 Punkten, zusammen 60 Punkte. Der Erwartungshorizont weist Teilpunkte aus. Die Klausur nutzt das bekannte Material M1 und trainiert Aufgabenformat, Zeitplanung und Erwartungshorizont. Eine Prüfung mit unbekanntem Material ersetzt sie nicht. Die Gewichtung ist ein didaktischer Vorschlag. Bei den Ausstellungstafeln werden Ergebnis, Überarbeitung und individuelle Reflexion bewertet.

Die Reihe ist eine kompakte Sequenz mit 25 Seiten: Lern- und Praxisheft mit 12 Seiten, Lehrermaterial mit 8 Seiten und Klausurtraining mit 5 Seiten. Sie konzentriert sich auf drei Grundbegriffe, einen Modellfall und ein Projekt. Authentische Texte aus Senegal sind nicht enthalten. Wer Wolof-Texte auf den Tafeln einsetzen möchte, sollte das nur mit verlässlicher sprachlicher Prüfung tun. Für leistungsstärkere Kurse lässt sich der französische Haupttext ausbauen, für schwächere Gruppen die deutsche Erläuterung als Stütze nutzen. Die Lösungsvorschläge zu A1 bis A3 enthalten Hinweise, wie alternative Lösungen bewertet werden. Lehrplanbezug: Orientierung an den Vorgaben für das Zentralabitur NRW 2029.

  • Aufgaben auf FranzösischAnalyse und Schreibaufgaben in der Zielsprache.
  • Stoffverteilung mit MinutenAlle zwölf Stunden sind phasengenau geplant.
  • LösungsvorschlägeZu A1 bis A3, mit Hinweisen zu alternativen Lösungen.
  • Erwartungshorizont mit TeilpunktenFür alle drei Klausuraufgaben.
  • Eigener ModellfallM1 ist eine fiktive, gekennzeichnete Unterrichtssituation.
  • Bearbeitbare FassungTexte, Aufgaben und Lösungen als JSON.

Weiterlesen und passende Sammlungen

Weitere Materialien für den Französischunterricht der Oberstufe finden Sie hier.

Häufige Fragen

In welcher Sprache wird gearbeitet?

Die Aufgaben sind auf Französisch formuliert und werden auf Französisch bearbeitet. Die Ausstellungstafeln haben einen französischen Haupttext und eine deutsche Erläuterung. So schreiben die Lernenden in der Zielsprache und zeigen zugleich, dass sie Inhalte für ein deutschsprachiges Publikum erklären können.

Wie umfangreich ist das Material?

25 Seiten in drei PDFs: Lern- und Praxisheft mit 12 Seiten, Lehrermaterial mit 8 Seiten und Klausurtraining mit 5 Seiten. Die zwölf Stunden sind vollständig geplant. Die Reihe ist bewusst kompakt gehalten und lässt sich mit eigenem Material oder weiteren Titeln der Kollektion erweitern.

Ist die Übungsklausur eine Abiturklausur?

Nein. Sie nutzt das im Unterricht bearbeitete Material M1 und dient dem Training von Aufgabenformat, Zeitplanung und Erwartungshorizont. Die drei Aufgaben haben 12, 30 und 18 Punkte. Die Gewichtung ist ein didaktischer Vorschlag, den Sie an Ihren Kurs anpassen können.

Passt die Reihe zu den Abiturvorgaben?

Lehrplanbezug: Orientierung an den Vorgaben für das Zentralabitur NRW 2029. Falls etwas nicht zu Ihren Vorgaben passt, greift die stifo-Garantie: Wir passen das Material für Sie an. Die bearbeitbare Fassung erleichtert zusätzlich eigene Anpassungen an Aufgaben, Punkte und Formulierungen für Ihren Kurs.

Können Wolof-Texte auf die Tafeln?

Nur mit verlässlicher sprachlicher Prüfung. Die Reihe sieht einen französischen Haupttext und eine deutsche Erläuterung vor. Wer zusätzlich Wolof einbinden möchte, braucht eine Person, die die Texte sicher beurteilen kann. Ohne diese Absicherung ist es besser, die fehlende Sprache auf der Tafel offen zu benennen.

Ist das Material ein Länderporträt zu Senegal?

Nein. Senegal ist ein gewähltes Beispiel, an dem Frankophonie und koloniale Beziehungen untersucht werden. M1 ist eine eigene, fiktive Unterrichtssituation. Authentische Texte aus Senegal sind nicht enthalten. Für die Ausstellungstafeln recherchieren die Lernenden selbst und geben ihre Quellen vollständig an.