Hume: Erkenntnistheoretische Grundlagen
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Philosophie · Erkenntnistheorie & Wissenschaftsphilosophie · Sek II
Diese Seite bündelt Unterrichtsreihen zur Erkenntnistheorie für die Oberstufe: von Humes Wahrnehmungstheorie über Feyerabends Wissenschaftskritik bis zum Leib-Seele-Problem. Ergänzt wird das Material durch eine Reihe zu Freiheit und Selbstbestimmung sowie den Kernlehrplan Philosophie NRW als Orientierung.
Kurz gesagt: Erkenntnistheorie in der Oberstufe verbindet klassische Positionen wie Hume mit Wissenschaftsphilosophie nach Feyerabend und der Philosophie des Geistes. Ausgehend von der Frage, was wir überhaupt wissen können, führt das Thema über die Objektivität der Naturwissenschaften zum Leib-Seele-Problem und zur Frage nach menschlicher Freiheit.
Die Frage, was ich wissen kann, gehört zu den vier klassischen Grundfragen der Philosophie und bildet in vielen Kernlehrplänen ein eigenes Inhaltsfeld der Qualifikationsphase. Humes Kritik an der Kausalität und seine empiristische Erkenntnistheorie liefern dabei einen anschaulichen Einstieg, weil sie alltägliche Gewissheiten – etwa den Glauben an feste Naturgesetze – systematisch infrage stellen und Ihre Lerngruppe zu eigenem Argumentieren herausfordern.
Darauf aufbauend führt Feyerabends Wissenschaftskritik in die Wissenschaftsphilosophie und die Frage nach der Objektivität naturwissenschaftlicher Erkenntnis. Von dort ist der Schritt zum Leib-Seele-Problem naheliegend: Wenn Erkenntnis an Wahrnehmung und Bewusstsein gebunden ist, stellt sich unmittelbar die Frage, wie sich geistige Zustände zum Gehirn verhalten – ein Thema, das zugleich an die Freiheitsdebatte anschließt.
Sechs Unterrichtsreihen decken Erkenntnistheorie, Wissenschaftsphilosophie, das Leib-Seele-Problem und die Frage nach Freiheit ab.
Führt über Humes Kausalitätskritik in die empiristische Erkenntnistheorie ein.
Erschließt zentrale Textstellen Feyerabends zur Kritik am Wissenschaftsbegriff.
Fragt, wie objektiv naturwissenschaftliche Erkenntnis tatsächlich sein kann.
Führt in Dualismus und Materialismus als Antworten auf das Leib-Seele-Problem ein.
Verbindet die Frage nach Selbstbestimmung mit der Debatte um Determinismus und Freiheit.
Bietet eine kompakte Orientierung über Inhaltsfelder und Kompetenzen der Oberstufe.
In der Einführungsphase eignet sich die Frage, was ich wissen kann, für einen Einstieg über Wahrnehmungstäuschungen und einfache erkenntnistheoretische Gedankenexperimente. Ihre Lerngruppe lernt dabei, zwischen Meinung, Glauben und begründetem Wissen zu unterscheiden, bevor die Auseinandersetzung mit Humes Texten vertieft wird.
In der Qualifikationsphase rücken Originaltexte und die Auseinandersetzung mit Feyerabends Wissenschaftskritik in den Vordergrund. Die Reihe zum Leib-Seele-Problem lässt sich gut mit der Freiheitsdebatte verknüpfen, etwa indem gefragt wird, ob ein rein materialistisches Menschenbild Freiheit und Verantwortung überhaupt zulässt. Der Kernlehrplan Philosophie NRW dient dabei als Orientierung für die Verortung im Halbjahr.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| EF | Was kann ich wissen? | Wahrnehmung, Meinung und Wissen anhand einfacher Beispiele unterscheiden |
| Q1 | Wissenschaftstheorie | Objektivität der Naturwissenschaften sowie Hume und Feyerabend vergleichend erarbeiten |
| Q2 | Leib-Seele-Problem und Freiheit | Dualismus und Materialismus diskutieren und mit der Frage nach Selbstbestimmung verbinden |
Die Reihen kombinieren anschauliche Alltagsbeispiele – etwa Wahrnehmungstäuschungen oder Experimente aus der Wissenschaftsgeschichte – mit anspruchsvoller Textarbeit an Auszügen von Hume und Feyerabend. So lässt sich der Einstieg niedrigschwellig gestalten, während die vertiefende Textinterpretation für stärkere Lerngruppen erhalten bleibt.
Für die Debatte um Leib-Seele-Problem und Freiheit stehen strukturierte Positionsvergleiche zur Verfügung, die sich sowohl für eine schrittweise Erarbeitung als auch für eine offene Diskussion im Grund- oder Leistungskurs eignen. Alle Materialien sind editierbar und lassen sich an das Anspruchsniveau Ihrer Lerngruppe anpassen.
Erkenntnistheorie und Wissenschaftsphilosophie sind in den Kernlehrplänen Philosophie der Sekundarstufe II als eigenes Inhaltsfeld ausgewiesen und werden meist in der Einführungsphase oder zu Beginn der Qualifikationsphase behandelt. Das Leib-Seele-Problem schließt häufig als eigenständiges Inhaltsfeld an und wird in vielen Bundesländern mit der Frage nach Freiheit und Determinismus verknüpft.
Der Kernlehrplan Philosophie NRW gibt einen Überblick über die dort vorgesehenen Inhaltsfelder und Kompetenzerwartungen und eignet sich als Ausgangspunkt für die eigene Unterrichtsplanung. Da die Reihenfolge der Themen je nach Bundesland variiert, lohnt sich ein Abgleich mit dem eigenen Kernlehrplan vor dem Einsatz.
Träume und das GehirnEin guter Einstieg gelingt über Humes Kritik an der Kausalität: Warum glauben wir, dass ein Ereignis ein anderes verursacht, obwohl wir nur die zeitliche Abfolge beobachten? Die Unterrichtsreihe führt von diesem Beispiel systematisch in Humes empiristische Erkenntnistheorie ein.
Feyerabends Kritik am methodischen Wissenschaftsverständnis eignet sich, um die Vorstellung einer einheitlichen, objektiven Wissenschaftsmethode zu hinterfragen. Die Reihe arbeitet mit Kernstellen aus seinen Texten und regt zur Diskussion über Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnis an.
Die Reihe führt über die klassischen Positionen des Dualismus und des Materialismus in das Problem ein und stellt anhand von Fallbeispielen die Frage, wie sich mentale Zustände zu physischen Gehirnprozessen verhalten. Aufgaben zur Positionsbewertung schließen die Einheit ab.
Ja, die Reihen orientieren sich an den Inhaltsfeldern des Kernlehrplans Philosophie für die gymnasiale Oberstufe in Nordrhein-Westfalen. Der Kernlehrplan selbst steht zusätzlich als eigenständiges Material zur Orientierung zur Verfügung.
Ja, alle Unterrichtsreihen enthalten ausführliche Lösungsvorschläge zu den gestellten Aufgaben. Das erleichtert sowohl die Vorbereitung als auch die Korrektur schriftlicher Leistungen.
Die Reihen werden als editierbare Dateien mit Arbeitsblättern und Texten bereitgestellt, die sich an die eigene Lerngruppe anpassen lassen. Ergänzend stehen Foliensätze für den direkten Einsatz im Unterricht zur Verfügung.