Bedřich Smetana im Musikunterricht: Die Moldau und die Programmmusik

Musik Sek I · Klasse 5–7 · Programmmusik

Bedřich Smetana im Musikunterricht: Die Moldau und die Programmmusik

Die sinfonische Dichtung Vltava aus Smetanas Zyklus Má vlast ist der klassische Einstieg in die Programmmusik der Sekundarstufe I: ein durchhörbarer Flusslauf von der Quelle bis zur Moldaubrücke, an dem sich Hörprotokoll, Motivarbeit und Instrumentenkunde in Klasse 5 bis 7 aufbauen lassen.

Klasse 5–7Zielgruppe der Reihe
6 Abschnittevon der Quelle bis Vyšehrad
ab 24,99 €Einzellizenz Moldau-Material
16-teilige ReiheAnschluss an Musik Sek II NRW-Abitur

Bedřich Smetana wird im Musikunterricht der Sekundarstufe I vor allem über seine sinfonische Dichtung Die Moldau (Vltava) aus dem Zyklus Má vlast unterrichtet, weil ihr Programm – zwei Quellen, Wald, Bauernhochzeit, Mondnacht mit Wassernixen, die St.-Johannis-Stromschnellen und der breite Fluss an Vyšehrad vorbei – sich direkt in ein Hörprotokoll übersetzen lässt. In Klasse 5 bis 7 hören Lernende die sechs Programmabschnitte, ordnen ihnen Instrumente und das wiederkehrende Moldau-Thema zu und üben dabei den Grundunterschied zwischen Programmmusik und absoluter Musik. Für die Oberstufe liefert dieselbe Komponistenfigur den Übergang zur Sek-II-Reihe „Programmmusik – Wenn Musik erzählt" mit Berlioz und Richard Strauss, die Teil der 16-teiligen Unterrichtsreihe zum Musik-Zentralabitur NRW ist. Das Material liegt als Arbeitsblatt mit Höraufgaben, Lösungen und Verlaufsplan vor und ist nicht ministeriell geprüft, zugelassen oder empfohlen.

Die Moldau als Werk: Programm, Form und Motiv

Die Moldau ist die zweite von sechs sinfonischen Dichtungen aus Smetanas Zyklus Má vlast (Mein Vaterland) und entstand 1874, nachdem der Komponist sein Gehör bereits fast vollständig verloren hatte. Das Programm folgt dem Flusslauf von zwei Quellbächen über Wald und Flur, eine Bauernhochzeit, eine Mondnacht mit tanzenden Wassernixen, die St.-Johannis-Stromschnellen bis zum breiten Strom, der an der Burg Vyšehrad vorbeifließt und in der Ferne verklingt. Das durchgehende Moldau-Thema in e-Moll beziehungsweise E-Dur kehrt in unterschiedlicher Instrumentierung und Dynamik zurück und macht die Wiedererkennung für Klasse 5 bis 7 gut hörbar.

Für den Einstieg in die Programmmusik eignet sich das Werk deshalb besser als viele andere Beispiele: Die sechs Abschnitte sind klar benannt, folgen aufeinander wie eine Bilderfolge und lassen sich einzeln anhören, bevor die Gesamtaufnahme läuft. Die Lernenden erfahren an einem konkreten Beispiel, wie außermusikalische Vorstellungen – ein Fluss, eine Hochzeit, ein Sturz über Stromschnellen – durch Tempo, Dynamik, Instrumentierung und Melodik hörbar gemacht werden.

Didaktischer Zugang in Klasse 5 bis 7

Der Einstieg gelingt über ein Hörprotokoll: Die Lernenden hören die sechs Programmabschnitte nacheinander und notieren zu jedem Abschnitt, welche Instrumente führen, wie sich Tempo und Lautstärke verändern und welches Bild die Musik nahelegt. Erst danach wird die Programmangabe des Komponisten dazugelegt und mit den eigenen Höreindrücken verglichen. Diese Reihenfolge verhindert, dass die Lernenden nur die Überschrift nacherzählen, ohne selbst hinzuhören.

Ein zweiter Baustein ist die Instrumentenkunde: Flöten und Klarinetten stellen die beiden Quellbäche dar, das Blechregister markiert die Bauernhochzeit und die Stromschnellen, Streicher tragen das Hauptthema. Wer die Klangfarben vorher isoliert eingeführt hat, kann sie an der Moldau wiedererkennen lassen, statt sie neu erklären zu müssen – ein Grund, weshalb sich eine Instrumentenkunde-Einheit vor oder parallel zur Moldau anbietet.

Als Sicherung eignet sich eine kurze Gestaltungsaufgabe: Die Lernenden vertonen einen selbst gewählten Ablauf – etwa einen Schulweg oder ein Gewitter – mit Alltagsgegenständen oder Body Percussion und wenden damit das Prinzip Programmmusik produktiv an, statt es nur zu beschreiben.

Vom Sek-I-Einstieg zur Sek-II-Reihe: Programmmusik im Zentralabitur NRW

Was in Klasse 5 bis 7 als Hörprotokoll beginnt, setzt sich in der Oberstufe fort. Die Sek-II-Reihe „Programmmusik – Wenn Musik erzählt" behandelt Smetana neben Hector Berlioz und Richard Strauss und arbeitet den Gegensatz von Programmmusik und absoluter Musik auf Abiturniveau aus – mit Fachbegriffen, Höranalyse und Klausurformat. Sie ist Teil der 16-teiligen Unterrichtsreihe zum Musik-Zentralabitur NRW, die von der Wiener Klassik über die Romantik bis zur Neuen Musik nach 1945 reicht.

Für Fachschaften, die Programmmusik als durchgehendes Thema von der Sek I bis zum Abitur planen, liegt außerdem ein Sparpaket vor, das die Sek-II-Reihe mit einer Einheit zu Klanglandschaften und Soundscape kombiniert. So lässt sich der Bogen von Smetanas Naturbild bis zur akustischen Ökologie der Gegenwart spannen, ohne das Material einzeln zusammensuchen zu müssen.

Wer die Fachschaft insgesamt ausstatten will, findet im FachKomplett Musik ein Gesamtpaket mit mehreren tausend Seiten Material für Sek I und Sek II, das die Moldau-Reihe und die Zentralabitur-Reihe einschließt.

Typische Stolpersteine, Bewertung und Anschlussthemen

Der häufigste Fehler beim Hörprotokoll ist die reine Nacherzählung des Programms ohne musikalischen Beleg: Lernende schreiben „hier ist die Hochzeit", ohne zu benennen, woran sie das hören – Tempo, Instrumentierung, Rhythmus. Arbeitsblätter mit vorgegebenen Höraufgaben und Fachbegriffslisten helfen, diesen Schritt vom Höreindruck zum belegten Hörbefund einzuüben, bevor die Bewertung ansteht.

Ein zweiter Stolperstein ist die Verwechslung von Programmmusik und Musik mit Titel: Nicht jedes benannte Stück erzählt eine Geschichte in Tönen, und nicht jede Programmangabe lässt sich eins zu eins in der Musik wiederfinden. Die Moldau eignet sich gerade deshalb gut, weil die Abschnitte klar hörbar bleiben, auch wenn man die Überschrift nicht kennt.

Für die Bewertung in Klasse 5 bis 7 reichen einfache, transparente Kriterien: Wurden alle sechs Abschnitte erkannt, sind Instrumente korrekt benannt, ist das wiederkehrende Thema markiert, ist die eigene Gestaltungsaufgabe nachvollziehbar begründet. Abitur-Operatoren wie bei der Sek-II-Reihe sind in dieser Jahrgangsstufe noch nicht das Ziel; sie werden erst mit der Vertiefung in der Oberstufe relevant. Welche Inhalte in Ihrem Bundesland für Klasse 5 bis 7 verbindlich sind, regelt der jeweilige Lehrplan, das Kerncurriculum oder der Rahmenlehrplan; Auskunft erteilt die zuständige Stelle Ihres Landes.

Werk / Thema Stufe Didaktischer Zugang
Die Moldau (Vltava) Klasse 5–7 Hörprotokoll zu sechs Programmabschnitten, Motiv-Wiedererkennung
Instrumentenkunde im Orchester Klasse 5–7 Klangfarben den Bildszenen der Moldau zuordnen
Programmmusik – Wenn Musik erzählt Sek II, EF–Q2 Smetana, Berlioz und Strauss im Vergleich, Höranalyse auf Abiturniveau
Sparpaket Programmmusik & Klanglandschaften Sek II Übergang von der Tondichtung zur akustischen Ökologie
Komplettpaket Musikunterricht Klasse 5–12 Instrumentenkunde, Programmmusik und weitere Themen im Jahresüberblick
  • Sechs ProgrammabschnitteKlar gegliedertes Hörprotokoll von der Quelle bis Vyšehrad.
  • Mit LösungenArbeitsblätter, Höraufgaben und Verlaufsplan zum sofortigen Einsatz.
  • Anschluss an die OberstufeDirekte Brücke zur Sek-II-Reihe im Musik-Zentralabitur NRW.
  • Instrumentenkunde kombinierbarKlangfarben lassen sich vor der Moldau gezielt einführen.
  • Ohne Fachraum einsetzbarEs genügen ein Abspielgerät und Kopien der Arbeitsblätter.
  • Sofort verfügbarPDF-Download ohne Wartezeit und ohne besondere Software.

Häufige Fragen

Für welche Klassenstufe ist die Moldau-Reihe gedacht?

Die Reihe ist für Klasse 5 bis 7 konzipiert. Die vertiefende Sek-II-Reihe zur Programmmusik mit Berlioz und Richard Strauss richtet sich an die gymnasiale Oberstufe.

Was unterscheidet Programmmusik von absoluter Musik?

Programmmusik folgt einer außermusikalischen Vorstellung, etwa einem Flusslauf oder einer Erzählung, und macht sie durch Tempo, Dynamik und Instrumentierung hörbar. Absolute Musik verzichtet auf ein solches Programm und wird rein aus der musikalischen Struktur heraus gehört.

Wie führe ich das Hörprotokoll zur Moldau konkret durch?

Die Lernenden hören die sechs Programmabschnitte einzeln, notieren Instrumente, Tempo und Lautstärke und vergleichen ihre Notizen erst danach mit Smetanas Programmangabe. So wird aus dem Höreindruck ein belegter Hörbefund.

Lässt sich die Moldau ohne Vorwissen zur Instrumentenkunde unterrichten?

Ja, die Arbeitsblätter benennen die Instrumente direkt an den Hörbeispielen. Eine vorgeschaltete Einheit zur Instrumentenkunde erleichtert das Wiedererkennen zusätzlich, ist aber keine Voraussetzung.

Wie geht es nach der Moldau in der Oberstufe weiter?

Die Sek-II-Reihe „Programmmusik – Wenn Musik erzählt" vertieft Smetana neben Berlioz und Richard Strauss auf Abiturniveau und ist Teil der 16-teiligen Unterrichtsreihe zum Musik-Zentralabitur NRW.

Passt das Material zum Lehrplan meines Bundeslandes?

Programmmusik ist in den Kernlehrplänen, Kerncurricula und Rahmenlehrplänen der Sekundarstufe I breit verankert. Welche Inhalte in Klasse 5 bis 7 verbindlich sind, legt Ihr Land fest; die Materialien sind nicht ministeriell geprüft, zugelassen oder empfohlen.