Musik· Sek II

Weltmusik im Musikunterricht Sek II: Interkulturelles Lernen mit Höranalyse und Gruppenpuzzle

von Luca 10.06.2026 1 Min. Lesezeit
Weltmusik im Musikunterricht Sek II mit Höranalyse, Kulturenvergleich und interkulturellem Lernen

Weltmusik im Musikunterricht bietet Dir eine gute Möglichkeit, Höranalyse, kulturelle Vielfalt und interkulturelles Lernen miteinander zu verbinden. In diesem Beitrag bekommst Du eine konkrete Unterrichtsreihe für die Sekundarstufe II mit Leitfragen, Methoden, Aufgaben, Differenzierung und passenden Materialien.

Im Zentrum steht die Frage, wie Musik verschiedener Kulturen im Unterricht fachlich sauber, respektvoll und kompetenzorientiert behandelt werden kann. Dabei geht es nicht nur um das Kennenlernen anderer Klänge, sondern um musikalische Analyse, kulturelle Kontextualisierung, Reflexion und die Fähigkeit, eigene Hörgewohnheiten kritisch zu hinterfragen. Einen kompakten Überblick dazu gibt Musik in der Grundschule: Singen, Rhythmus und Musik hören in Klasse 1 bis 4.

Warum Weltmusik im Musikunterricht der Sek II wichtig ist

Musik ist immer mehr als Klang. Sie ist Ausdruck von Geschichte, Gemeinschaft, Religion, Politik, Alltag, Identität und kultureller Praxis. Gerade deshalb eignet sich Weltmusik im Musikunterricht besonders gut, um Schüler:innen zu zeigen, dass musikalische Strukturen nicht losgelöst von ihrem gesellschaftlichen Kontext verstanden werden können.

In der Sekundarstufe II bietet das Thema mehrere didaktische Chancen. Lernende können musikalische Parameter wie Rhythmus, Melodik, Instrumentation, Form, Klangfarbe und Aufführungspraxis analysieren. Gleichzeitig setzen sie sich mit Fragen nach kultureller Aneignung, Tradition, Globalisierung, Identität und musikalischem Wandel auseinander.

Damit wird der Musikunterricht nicht nur analytisch, sondern auch reflexiv. Schüler:innen lernen, Musik nicht vorschnell aus der eigenen Hörperspektive zu bewerten, sondern genauer hinzuhören, Hintergründe zu recherchieren und verschiedene Deutungen zuzulassen.

Weitere Materialien für die Oberstufe findest Du auf der Übersichtsseite Musik Unterrichtsmaterial Sek II für Klasse 10, 11 und 12.

Weltmusik im Musikunterricht: zentrale Begriffe klären

Bevor die Unterrichtsreihe beginnt, lohnt sich eine kurze Begriffsklärung. Der Begriff „Weltmusik“ ist im Unterricht hilfreich, aber nicht unproblematisch. Er wird häufig verwendet, um Musiktraditionen außerhalb der westlich geprägten Kunstmusik oder Popmusik zu beschreiben. Gleichzeitig kann der Begriff sehr allgemein wirken und unterschiedliche Kulturen zu stark zusammenfassen.

Was bedeutet Weltmusik?

Weltmusik bezeichnet im Unterricht meist Musik verschiedener kultureller Räume, die sich in Klang, Instrumentation, Rhythmus, Aufführungspraxis und sozialer Funktion unterscheiden kann. Dazu gehören traditionelle Musikformen, regionale Musikkulturen, religiöse Musik, Tanzmusik, populäre Mischformen und transkulturelle Musikprojekte.

Was bedeutet interkulturelles Lernen im Musikunterricht?

Interkulturelles Lernen bedeutet, Musik nicht nur als „anders“ wahrzunehmen, sondern kulturelle Deutungsmuster, Funktionen und Kontexte zu verstehen. Schüler:innen vergleichen Hörgewohnheiten, reflektieren eigene Perspektiven und erkennen Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede musikalischer Ausdrucksformen.

Warum ist Kontext wichtig?

Ein Musikstück kann ohne Kontext leicht missverstanden werden. Ein Rhythmus, ein Gesangsstil oder ein Instrument hat in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Bedeutungen. Deshalb sollte Höranalyse immer mit Informationen zu Funktion, Aufführungssituation, Geschichte und gesellschaftlichem Zusammenhang verbunden werden.

Weltmusik im Musikunterricht als Unterrichtsreihe planen

Eine Unterrichtsreihe zu Weltmusik sollte nicht nur einzelne Länder oder Instrumente vorstellen. Sinnvoller ist eine klare didaktische Progression: vom eigenen Hören über musikalische Analyse zur kulturellen Einordnung und abschließenden Reflexion.

Die folgende Stundensequenz ist auf 8 Einzelstunden angelegt. Du kannst sie je nach Kurs, Zeitumfang und Leistungsniveau als Doppelstundenreihe, Projektsequenz oder Gruppenpuzzle-Einheit umsetzen.

Stunde 1: Einstieg – Wie hören wir fremde Musik?

Leitfrage: Warum wirkt Musik aus anderen Kulturen manchmal ungewohnt?

Der Einstieg kann über ein kurzes Hörbeispiel erfolgen, das sich deutlich von den Hörgewohnheiten der Lerngruppe unterscheidet. Wichtig ist, die erste Reaktion nicht sofort zu bewerten. Die Schüler:innen notieren zunächst spontan, was sie hören, was sie irritiert und welche Assoziationen entstehen.

Methode: Hörprotokoll mit stiller Einzelarbeit und anschließendem Austausch im Plenum.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden füllen drei Spalten aus: „Das höre ich“, „Das vermute ich“, „Das möchte ich wissen“. Dadurch wird sichtbar, wie stark Hören von Vorwissen, Erwartungen und kultureller Prägung beeinflusst wird.

Sicherung: Musik wird nie völlig neutral gehört. Unsere Hörgewohnheiten beeinflussen, was wir als vertraut, fremd, schön, ungewöhnlich oder irritierend wahrnehmen.

Stunde 2: Musikalische Parameter systematisch beschreiben

Leitfrage: Wie kann man Weltmusik fachsprachlich beschreiben, ohne vorschnell zu bewerten?

In dieser Stunde steht die musikalische Analyse im Mittelpunkt. Die Schüler:innen arbeiten mit einem Hörleitfaden und beschreiben Rhythmus, Melodie, Klangfarbe, Instrumentation, Form, Dynamik und Aufführungspraxis.

Methode: gelenkte Höranalyse mit Analysebogen.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden hören ein Beispiel mehrfach. Beim ersten Hören beschreiben sie den Gesamteindruck, beim zweiten Hören einzelne Parameter, beim dritten Hören Zusammenhänge zwischen Klang und Wirkung.

Sicherung: Eine präzise Analyse unterscheidet zwischen Beobachtung und Bewertung. Aussagen wie „Das klingt chaotisch“ werden fachlich umformuliert, etwa: „Der Rhythmus wirkt für mich unregelmäßig, weil ich keine gleichmäßige Taktstruktur erkenne.“

Für eine Vertiefung der Analysekompetenz passt das Material Methoden der Analyse und Interpretation von Musik.

Stunde 3: Instrumente, Klangfarben und Funktionen vergleichen

Leitfrage: Welche Rolle spielen Instrumente und Klangfarben in verschiedenen Musikkulturen?

In dieser Stunde untersuchen die Schüler:innen, wie Instrumente nicht nur Klang erzeugen, sondern auch kulturelle Bedeutung tragen. Dabei kann es um Trommeln, Saiteninstrumente, Flöten, Stimmen, digitale Klänge oder Ensemblestrukturen gehen.

Methode: Vergleichstabelle in Partnerarbeit.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden vergleichen zwei Hörbeispiele anhand folgender Kategorien:

Kategorie Hörbeispiel A Hörbeispiel B
Instrumente
Klangfarbe
Rhythmus
Funktion der Musik
Hörwirkung

Reflexion: Die Lernenden prüfen, welche Unterschiede sie sicher aus dem Hören ableiten können und wo zusätzliche Kontextinformationen notwendig sind.

Stunde 4: Gruppenpuzzle zu verschiedenen Musikkulturen

Leitfrage: Wie unterscheiden sich Musikkulturen in Klang, Funktion und gesellschaftlichem Kontext?

Das Gruppenpuzzle ist für dieses Thema besonders geeignet. Jede Expertengruppe beschäftigt sich mit einer Musikkultur oder einem musikalischen Raum. Die Gruppen analysieren Hörbeispiele, recherchieren Kontexte und bereiten eine kurze Präsentation vor.

Methode: Gruppenpuzzle mit Expertengruppen und Stammgruppen.

Konkrete Aufgabe: Jede Expertengruppe bearbeitet dieselben Leitfragen:

  • Welche Instrumente oder Stimmen prägen die Musik?
  • Welche rhythmischen oder melodischen Besonderheiten fallen auf?
  • In welchem sozialen oder kulturellen Kontext wird die Musik genutzt?
  • Welche Funktion hat die Musik?
  • Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zu anderen Beispielen?

Sicherung: In den Stammgruppen entsteht ein gemeinsames Vergleichsraster, das mehrere Musikkulturen nebeneinanderstellt. So wird Vielfalt sichtbar, ohne die Beispiele isoliert stehen zu lassen.

Stunde 5: Musik, Identität und Gemeinschaft

Leitfrage: Wie kann Musik Zugehörigkeit ausdrücken?

Musik ist häufig mit Identität verbunden. Sie kann religiöse Zugehörigkeit, regionale Tradition, politische Haltung, Generationenerfahrung oder Gemeinschaft ausdrücken. In dieser Stunde analysieren die Schüler:innen, wie Musik soziale Funktionen übernimmt.

Methode: Fallanalyse mit Hörbeispiel und Kontexttext.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden untersuchen ein Beispiel unter drei Perspektiven: musikalische Gestaltung, soziale Funktion und Wirkung auf Beteiligte. Anschließend formulieren sie eine Deutung: „Diese Musik stiftet Gemeinschaft, weil ...“

Transfer: Die Schüler:innen vergleichen das Beispiel mit Musik aus ihrer eigenen Lebenswelt. Dabei kann es um Fan-Kultur, religiöse Musik, Protestmusik, Nationalhymnen, Vereinssongs oder Jugendkulturen gehen.

Stunde 6: Globalisierung und musikalische Mischformen

Leitfrage: Was passiert, wenn Musikstile sich über Grenzen hinweg verändern?

Viele Musikformen lassen sich heute nicht mehr eindeutig einer einzigen Kultur zuordnen. Migration, Medien, Streaming, Tourismus, Kolonialgeschichte und globale Popkultur führen dazu, dass Musikstile sich mischen und weiterentwickeln.

Methode: Vergleich von Original, Adaption und Fusion.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden hören zwei oder drei Beispiele: eine eher traditionelle Form, eine moderne Bearbeitung und eine transkulturelle Mischform. Sie untersuchen, welche Elemente übernommen, verändert oder neu kombiniert werden.

Diskussionsfrage: Wann ist musikalische Veränderung kreative Weiterentwicklung, wann wird sie problematisch?

Hier kann ein Bezug zu gesellschaftlichen und politischen Dimensionen von Musik hergestellt werden. Passend dazu eignet sich das Material Musik und Politik: Politische Musik und Gesellschaft.

Stunde 7: Kulturelle Aneignung respektvoll diskutieren

Leitfrage: Wem „gehört“ Musik?

Diese Stunde eignet sich besonders für die Sek II, weil sie musikalische Analyse mit ethischer und gesellschaftlicher Reflexion verbindet. Die Schüler:innen setzen sich mit der Frage auseinander, wann das Aufgreifen musikalischer Elemente respektvoll, problematisch oder ausbeuterisch sein kann.

Methode: strukturierte Pro-und-Contra-Diskussion.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden bearbeiten ein Fallbeispiel: Ein Popkünstler nutzt traditionelle Gesänge, Instrumente oder Rhythmen aus einer anderen Kultur. Die Klasse analysiert, ob Kontext, Beteiligung, Anerkennung, kommerzielle Nutzung und Darstellung angemessen sind.

Sicherung: Kulturelle Aneignung lässt sich nicht pauschal bewerten. Entscheidend sind Kontext, Machtverhältnisse, Transparenz, Beteiligung und respektvoller Umgang mit kultureller Bedeutung.

Stunde 8: Abschlussprojekt – Weltmusik hörend, erklärend und kreativ erschließen

Leitfrage: Wie können wir eine Musikkultur fachlich fundiert und respektvoll präsentieren?

Am Ende der Reihe erstellen die Schüler:innen ein Abschlussprodukt. Das kann eine Präsentation, ein Hörpodcast, ein digitales Plakat, ein Analyseportfolio oder ein kreativer Musikentwurf sein.

Methode: Projektarbeit mit Erwartungshorizont.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden wählen ein Hörbeispiel aus, analysieren musikalische Parameter, erläutern den kulturellen Kontext und reflektieren ihre eigene Hörperspektive. Optional entwickeln sie eine kurze kreative Antwort, zum Beispiel ein rhythmisches Pattern, eine Klangcollage oder eine kommentierte Playlist.

Bewertung: Ein transparenter Erwartungshorizont sollte Analyse, Kontextualisierung, Fachsprache, Reflexion und Präsentationsqualität berücksichtigen.

Kompetenzen: Was Schüler:innen durch Weltmusik im Musikunterricht lernen

Hörkompetenz

Die Lernenden hören genauer hin und unterscheiden musikalische Parameter wie Rhythmus, Melodik, Klangfarbe, Dynamik, Form und Instrumentation. Sie lernen, Höreindrücke fachsprachlich zu beschreiben.

Analysekompetenz

Schüler:innen analysieren Musik verschiedener Kulturen nicht nur nach Einzelmerkmalen, sondern im Zusammenhang. Sie prüfen, wie musikalische Gestaltung und Wirkung zusammenhängen.

Interkulturelle Kompetenz

Die Lernenden erkennen, dass Musik kulturell geprägt ist und unterschiedliche Funktionen übernehmen kann. Sie reflektieren eigene Hörgewohnheiten und lernen, andere musikalische Perspektiven ernst zu nehmen.

Urteilskompetenz

Bei Fragen nach Globalisierung, kultureller Aneignung oder musikalischer Identität entwickeln Schüler:innen begründete Positionen. Sie lernen, differenziert statt vorschnell zu urteilen.

Präsentationskompetenz

Durch Gruppenpuzzle, Kurzvorträge und Abschlussprojekte üben die Lernenden, Analyseergebnisse verständlich, strukturiert und fachsprachlich angemessen zu präsentieren.

Differenzierung bei Weltmusik im Musikunterricht

Unterstützung für schwächere Lernende

Weltmusik kann für Schüler:innen herausfordernd sein, weil ungewohnte Klänge, fremde Begriffe und komplexe Kontexte zusammenkommen. Deshalb helfen klare Strukturen und visuelle Hilfen.

  • Hörleitfäden mit vorgegebenen Kategorien
  • Begriffskarten zu Rhythmus, Klangfarbe, Melodik und Funktion
  • vereinfachte Kontexttexte
  • Tabellen zum Ausfüllen statt freie Analyse
  • Satzstarter für Hörbeschreibungen
  • kurze Hörbeispiele mit klarer Aufgabenstellung

Erweiterung für stärkere Lernende

Leistungsstärkere Schüler:innen können stärker vergleichend, kritisch und eigenständig arbeiten. Besonders geeignet sind Aufgaben, die Analyse, Kontext und Bewertung verbinden.

  • Vergleich mehrerer Musikkulturen anhand selbst gewählter Kriterien
  • Analyse transkultureller Musikprojekte
  • Diskussion kultureller Aneignung anhand konkreter Beispiele
  • eigene Forschungsfrage für ein Hörportfolio entwickeln
  • kreative Klangcollage mit schriftlicher Reflexion
  • kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff „Weltmusik“

Typische Herausforderungen bei Weltmusik im Musikunterricht

Exotisierung vermeiden

Eine häufige Gefahr besteht darin, Musik anderer Kulturen nur als „fremd“, „bunt“ oder „exotisch“ darzustellen. Das wird dem Thema nicht gerecht. Besser ist eine fachliche Perspektive, die musikalische Strukturen, Funktionen und Kontexte ernst nimmt.

Nicht nur Länder abarbeiten

Eine Unterrichtsreihe sollte nicht aus einer bloßen Abfolge von Länderporträts bestehen. Sinnvoller ist eine vergleichende Struktur mit Leitfragen: Welche Funktion hat Musik? Wie wird Gemeinschaft erzeugt? Wie verändert Globalisierung musikalische Formen?

Höranalyse und Kontext ausbalancieren

Wenn der Kontext zu stark dominiert, wird aus dem Musikunterricht schnell eine Kulturkunde-Stunde. Wenn nur analysiert wird, fehlen Bedeutung und Funktion. Gelungener Unterricht verbindet beides.

Unklare Bewertungsmaßstäbe vermeiden

Schüler:innen brauchen transparente Kriterien. Gerade bei Präsentationen und Projekten sollte klar sein, ob Analyse, Recherche, Reflexion, Kreativität oder Präsentation im Vordergrund stehen.

Klischees bewusst thematisieren

Schüler:innen bringen oft Vorannahmen mit. Diese sollten nicht ignoriert, sondern reflektiert werden. Eine gute Frage lautet: Woher kommt meine Vorstellung von dieser Musik?

Passendes Material: Musik verschiedener Kulturen im Unterricht

Wenn Du eine Unterrichtsreihe zu Weltmusik im Musikunterricht planst, kann das Material Musik verschiedener Kulturen: Unterrichtsmaterial zu Weltmusik und interkulturellem Lernen eine strukturierte Grundlage sein.

Das Material passt besonders dann, wenn Du Höranalyse, Gruppenpuzzle, Präsentation und interkulturelle Reflexion verbinden möchtest. Die Produktseite beschreibt unter anderem Arbeitsblätter, Hörbeispiele, verschiedene Musikkulturen und ein Gruppenpuzzle als methodischen Kern. Dadurch lässt sich das Thema nicht nur als kurze Einführung, sondern als zusammenhängende Unterrichtssequenz umsetzen.

Der Nutzen liegt vor allem darin, dass Schüler:innen selbst aktiv werden: Sie analysieren, vergleichen, recherchieren, präsentieren und reflektieren. Das passt gut zu einem kompetenzorientierten Musikunterricht, in dem Hören, Verstehen, Deuten und Urteilen miteinander verbunden werden.

Weitere passende Materialien für Musik Sek II

Weltmusik lässt sich gut mit weiteren Themen des Musikunterrichts verbinden. Besonders naheliegend sind Analyse, Musik und Gesellschaft, Musiktheater, Klangkunst, politische Musik und musikalische Wirkung.

Für den fächerverbindenden Blick auf Kultur, Raum und Gesellschaft kann außerdem der stifo-Blogbeitrag Geopolitische Konflikte: Eine geographische Perspektive als ergänzender Impuls dienen, wenn Du musikalische Kulturräume im Zusammenhang mit Migration, Globalisierung oder gesellschaftlichen Konflikten thematisierst.

Weltmusik im Musikunterricht als Beitrag zu interkulturellem Lernen

Weltmusik im Musikunterricht kann einen wichtigen Beitrag zur interkulturellen Bildung leisten, wenn das Thema sorgfältig angelegt ist. Entscheidend ist, dass Schüler:innen nicht nur Unterschiede sammeln, sondern lernen, musikalische Vielfalt differenziert zu verstehen.

Dabei helfen drei Grundprinzipien:

  1. Hören vor Bewerten: Erst genau beschreiben, dann deuten und beurteilen.
  2. Kontext einbeziehen: Musik immer mit Funktion, Geschichte und Aufführungssituation verbinden.
  3. Perspektiven reflektieren: Eigene Hörgewohnheiten und Vorannahmen sichtbar machen.

So entsteht ein Unterricht, der musikalische Vielfalt nicht nur zeigt, sondern analysierbar und diskutierbar macht.

FAQ: Weltmusik im Musikunterricht

Wie kann man Weltmusik im Musikunterricht einführen?

Ein guter Einstieg gelingt über ein Hörbeispiel, das Schüler:innen zunächst ohne Kontext beschreiben. Danach werden Höreindruck, musikalische Parameter und kultureller Hintergrund schrittweise ergänzt.

Welche Kompetenzen fördert Weltmusik im Musikunterricht?

Das Thema fördert Hörkompetenz, Analysekompetenz, interkulturelle Kompetenz, Urteilskompetenz und Präsentationskompetenz. Besonders stark ist die Verbindung aus Musikbeschreibung, Kontextualisierung und Reflexion.

Welche Methoden eignen sich für Weltmusik in der Sek II?

Geeignet sind Hörprotokolle, Gruppenpuzzle, Vergleichstabellen, Kurzpräsentationen, Fallanalysen, Diskussionen und kreative Klangprojekte. Wichtig ist eine klare Struktur, damit die Beispiele nicht beliebig wirken.

Wie vermeidet man Klischees beim Thema Weltmusik?

Klischees lassen sich vermeiden, indem Musik nicht nur als „fremd“ oder „exotisch“ beschrieben wird. Stattdessen sollten musikalische Strukturen, Funktionen, Kontexte und unterschiedliche Perspektiven untersucht werden.

Was ist der Unterschied zwischen Weltmusik und interkulturellem Lernen?

Weltmusik bezeichnet meist Musik verschiedener kultureller Räume oder Traditionen. Interkulturelles Lernen beschreibt den Bildungsprozess, in dem Schüler:innen eigene und fremde Perspektiven reflektieren und kulturelle Zusammenhänge verstehen.

Welche Rolle spielt Höranalyse bei Weltmusik?

Höranalyse ist zentral, damit die Beschäftigung mit Weltmusik fachlich musikalisch bleibt. Schüler:innen beschreiben Klang, Rhythmus, Melodik, Instrumentation und Form, bevor sie kulturelle Deutungen entwickeln.

Kann man Weltmusik projektorientiert unterrichten?

Ja, das Thema eignet sich sehr gut für Projektunterricht. Gruppen können verschiedene Musikkulturen erforschen, Hörbeispiele analysieren und ihre Ergebnisse in Präsentationen, Podcasts, Plakaten oder Klangcollagen vorstellen.

Für welche Jahrgänge eignet sich Weltmusik im Musikunterricht?

Das Thema eignet sich besonders für Klasse 10 bis 12 beziehungsweise EF, Q1 und Q2. Mit stärker gelenkten Aufgaben kann es auch in leistungsstarken Sek-I-Kursen eingesetzt werden.

Weitere Musik-Unterrichtsmaterialien für die Sek II finden

Wenn Du weitere Reihen zu Musiktheorie, Analyse, Musikgeschichte, Komposition, Gehörbildung oder projektorientiertem Musikunterricht planst, findest Du passende Materialien auf der Übersichtsseite Musik Unterrichtsmaterial für die Sekundarstufe II Klasse 10 bis 12.

FachKomplett

Das ganze Fach Musik in einer Reihe

Einzelne Unterrichtsreihen decken ein Thema ab. Die FachKomplett-Reihe Musik bündelt das Material für das gesamte Fach in der Sek II - einmal kaufen statt jedes Thema einzeln zusammenzusuchen.

FachKomplett Musik – Unterrichtsmaterial einsatzbereit für den Musik-Unterricht FachKomplett Musik – Unterrichtsmaterial einsatzbereit für den Musik-Unterricht €99,90Zur Reihe
  • Alle zentralen Themen des Fachs in einem Paket
  • Arbeitsblätter mit Lösungen, Präsentationen und Verlaufsplänen
  • Editierbare Formate, damit du an deine Lerngruppe anpassen kannst
  • Deutlich günstiger als die enthaltenen Reihen einzeln
Teilen: WhatsApp LinkedIn E-Mail
Methoden der Analyse & Interpretation...Ansehen
Über den Autor
✏️
Luca
Bildungsgestalter & Gründer von stifo.de

Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.

UnterrichtsentwicklungBildungDidaktikLerndesignMusik
Passende Beiträge

Das könnte dich auch interessieren

Häufige Fragen

FAQ zu den Unterrichtsmaterialien

Das Sortiment reicht von der Kita über die Grundschule und die Sekundarstufe I (Klasse 5–10) bis zur Sekundarstufe II und zur Berufsschule. Jedes Material ist nach Fach, Stufe und - wo sinnvoll - nach Bundesland beschriftet.

Viele Reihen lassen sich mit kleinen Anpassungen auch in benachbarten Schulformen einsetzen, weil die Aufgaben in mehreren Anforderungsniveaus vorliegen.

Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:

  • mehrere Arbeitsblätter mit ausgearbeiteten Lösungen
  • eine Präsentation für den Unterrichtseinstieg
  • einen Verlaufsplan für die Stundenstruktur
  • Aufgaben auf mehreren Anforderungsniveaus zur Differenzierung
  • je nach Reihe Klausur- oder Testvorlagen

Die Dateien liegen in editierbaren Formaten vor, damit du Inhalte an deine Lerngruppe anpassen kannst.

Direkt nach dem Kauf erhältst du eine Bestätigungs-E-Mail mit dem Download-Link. Zusätzlich liegen die Dateien dauerhaft in deinem Kundenkonto unter „Bestellungen" - ohne Ablaufdatum und ohne Downloadlimit.

Es gibt keinen Versand und keine Wartezeit: Der Download steht unmittelbar nach dem Abschluss der Bestellung bereit.

Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Du darfst das Material ausdrucken und im eigenen Unterricht beliebig oft einsetzen. Die digitalen Dateien an andere Lehrkräfte weiterzugeben oder sie zu veröffentlichen, ist davon nicht gedeckt.

Für Fachschaften gibt es bei vielen Produkten eine Schullizenz, die mehrere Lehrkräfte einer Schule abdeckt. Sie steht direkt auf der Produktseite zur Auswahl.

Eine Unterrichtsreihe deckt ein einzelnes Thema ab, etwa „Genetik" oder „Kurzgeschichten analysieren". Sie passt, wenn du gezielt eine Sequenz vorbereitest.

Ein FachKomplett-Paket bündelt die zentralen Themen eines ganzen Fachs zu einem Gesamtpreis, der deutlich unter der Summe der Einzelreihen liegt. Das lohnt sich, sobald du ein Fach dauerhaft unterrichtest. Für Musik findest du die Reihe hier.

Die Materialien orientieren sich an den veröffentlichten Vorgaben der Länder - je nach Bundesland am Kernlehrplan, Kerncurriculum, Bildungsplan, Rahmenlehrplan oder an den Fachanforderungen. Für viele Fächer gibt es eigene Pakete je Bundesland.

Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.

Diskussion

Kommentare

Kommentar hinterlassen

Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.

Auch zum Newsletter anmelden? Unterrichtstipps und neue Materialien per E-Mail. Kostenlos, jederzeit abbestellbar.

Bitte fülle alle Pflichtfelder aus und bestätige die Einwilligung.

* Pflichtfelder. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Newsletter

Unterrichtstipps per E-Mail

Neue Materialien, Planungshilfen und Hinweise zu Lehrplanänderungen - etwa zweimal im Monat, ohne Werbeflut.

Bitte fülle beide Felder aus und bestätige die Einwilligung.

DSGVO-konform · kein Spam · Abmeldung jederzeit · Datenschutz

📬

Fast geschafft.
Bitte bestätige deine E-Mail.

1
Postfach öffnenWir haben dir eine Bestätigungsmail von stifo.de geschickt.
2
Bestätigen (Double Opt-in)Klicke den Link in der Mail. Erst dann ist die Anmeldung aktiv.
3
FertigDanach bekommst du die Unterrichtstipps automatisch.
Keine Mail erhalten?Schau bitte im Spam- oder Werbeordner nach und markiere die Nachricht als „Kein Spam". Absender: stifo.de