Postdramatisches & zeitgenössisches Theater: Gegenwartstheater verstehen (Sek II)
Kurz gesagt: „Postdramatisches und zeitgenössisches Theater“ ist eine fertige Unterrichtsreihe für das Fach Darstellendes Spiel in der Sekundarstufe II (Klasse 11–13). In drei aufeinander aufbauenden Einheiten verbindet sie szenische Praxis mit begrifflicher Analyse – mit Verlaufsplan, Präsentation und je zwei Arbeitsmaterialien. Zur Reihe: Postdramatisches und zeitgenössisches Theater.
Die im Text erwähnten Unterrichtsmaterialien auf einen Blick. Digitaler Download, sofort einsetzbar.
Thema ist Neue Formen jenseits der Handlung. Die Aufgaben decken alle vier Anforderungsbereiche ab und lassen sich über Pflicht- und Wahlaufgaben differenzieren – eine tragfähige Grundlage auch für Klausuren und die Abiturvorbereitung.
Auf einen Blick
- Fach: Darstellendes Spiel / Theater
- Stufe: Sekundarstufe II (Klasse 11–13)
- Umfang: 3 Einheiten · ca. 6–8 Unterrichtsstunden
- Enthalten: Verlaufsplan, Präsentation, 2 Arbeitsmaterialien je Einheit
- Format: PDF (druckfertig) + editierbar (Word/PowerPoint)
- Differenzierung: Pflicht- und Wahlaufgaben, 4 Anforderungsbereiche
- Preis: 24,90 €
Worum geht es – und warum lohnt sich das Thema?
Der Begriff „postdramatisches Theater“ (Hans-Thies Lehmann) beschreibt Formen, die sich von der geschlossenen Handlung, der Figur und der Fabel lösen. An ihre Stelle treten Zustände, Bilder, Rhythmus, Präsenz, Material und die reale Situation der Aufführung. Der Text ist ein Element unter vielen, nicht mehr das Zentrum.
Das Publikum wird oft aktiver und mitverantwortlich; die Grenze zwischen Bühne und Zuschauerraum wird befragt. Postdramatisches Theater ist kein Stil, sondern ein Feld vielfältiger Gegenwartsformen.
Wie ist die Unterrichtsreihe aufgebaut?
„Postdramatisches und zeitgenössisches Theater“ besteht aus drei Einheiten, die schrittweise vom Erproben zur Analyse und Gestaltung führen.
Einheit 1: Was ist postdramatisches Theater?
Leitfrage: Was ändert sich, wenn Theater nicht mehr eine Handlung erzählt?
Die Lernenden erklären zentrale Merkmale des postdramatischen Theaters, grenzen es vom dramatischen Theater ab und deuten postdramatische Elemente in Beispielen. Die Einheit führt vom praktischen Erproben über die Analyse bis zur Gestaltung.
Das wird konkret geübt:
- erklären zentrale Merkmale des postdramatischen Theaters.
- grenzen es vom dramatischen Theater ab.
- deuten postdramatische Elemente in Beispielen.
- diskutieren Wirkung und Provokation.
- erproben ein nicht-narratives Element.
Einheit 2: Formen der Gegenwart: Performance, Dokumentar-, immersives Theater
Leitfrage: Welche Formen prägen das zeitgenössische Theater – und wie wirken sie?
Die Lernenden beschreiben Performance, Dokumentar-, immersives Theater, grenzen die Formen voneinander ab und ordnen Beispiele einer Form zu. Die Einheit führt vom praktischen Erproben über die Analyse bis zur Gestaltung.
Das wird konkret geübt:
- beschreiben Performance, Dokumentar-, immersives Theater.
- grenzen die Formen voneinander ab.
- ordnen Beispiele einer Form zu.
- diskutieren Chancen und Grenzen.
- erproben ein Formelement.
Einheit 3: Ein postdramatisches Mini-Format gestalten
Leitfrage: Wie gestaltet man ein eigenes zeitgenössisches Theaterformat?
Die Lernenden entwickeln ein postdramatisches Mini-Format, realisieren mindestens zwei Merkmale und zeigen und erläutern das Format. Die Einheit führt vom praktischen Erproben über die Analyse bis zur Gestaltung.
Das wird konkret geübt:
- entwickeln ein postdramatisches Mini-Format.
- realisieren mindestens zwei Merkmale.
- zeigen und erläutern das Format.
- prüfen die Wirkung auf das Publikum.
- begründen Gestaltungsentscheidungen.
Praxisnah: So kann eine Doppelstunde aussehen (Beispiel Einheit 1)
Warm-up & Einstieg (ca. 15 Min.): Ein kurzer körperlicher und stimmlicher Warm-up öffnet die Gruppe. Danach wird die Leitfrage „Was ändert sich, wenn Theater nicht mehr eine Handlung erzählt?“ geklärt.
Erprobung in Kleingruppen (ca. 30 Min.): Die Lernenden arbeiten praktisch – sie erklären zentrale Merkmale des postdramatischen Theaters, grenzen es vom dramatischen Theater ab, deuten postdramatische Elemente in Beispielen. Die Lehrkraft gibt Beobachtungsaufträge statt vorschneller Bewertung.
Analyse & Reflexion (ca. 25 Min.): Die Ergebnisse werden gezeigt und mit Fachbegriffen beschrieben; das Arbeitsmaterial vertieft und sichert die Erkenntnisse.
Sicherung & Transfer (ca. 20 Min.): Eine kurze Verschriftlichung hält das Gelernte fest – zugleich eine gute Vorübung für Klausuraufgaben.
Wichtige Fachbegriffe
Die Reihe arbeitet mit einem klaren fachlichen Vokabular, zum Beispiel:
- postdramatisch: Theater jenseits von Handlung/Fabel (Lehmann)
- Zustand: verdichtete Situation statt fortschreitender Handlung
- Präsenz: reale Anwesenheit der Spielenden im Hier und Jetzt
- Fabel: die zusammenhängende Handlung/Geschichte
Welche Kompetenzen werden gefördert?
- Verstehen: Die Lernenden erklären zentrale Merkmale des postdramatischen Theaters.
- Abgrenzen: Die Lernenden grenzen es vom dramatischen Theater ab.
- Analysieren: Die Lernenden deuten postdramatische Elemente in Beispielen.
- Beurteilen: Die Lernenden diskutieren Wirkung und Provokation.
- Erproben: Die Lernenden erproben ein nicht-narratives Element.
- Kennen: Die Lernenden beschreiben Performance, Dokumentar-, immersives Theater.
- Unterscheiden: Die Lernenden grenzen die Formen voneinander ab.
- Anwenden: Die Lernenden erproben ein Formelement.
- Entwickeln: Die Lernenden entwickeln ein postdramatisches Mini-Format.
Tipps für den Unterricht im Fach Darstellendes Spiel
- Erst spielen, dann analysieren: Lassen Sie die Lernenden zuerst szenisch erproben. Die begriffliche Analyse folgt danach – nur so wird Theorie an eigener Erfahrung festgemacht.
- Fachbegriffe aktiv sichern: Neue Begriffe (z. B. Präsenz, Gestus, Subtext) sollten benannt, notiert und wiederholt angewandt werden. Ein kleines Kursglossar hilft dauerhaft.
- Feedback strukturieren: Statt „gut/schlecht“ helfen Beobachtungsaufträge: „Achtet auf Tempo und Pausen.“ So wird Rückmeldung konkret und lernwirksam.
- Bezug zur Klausur herstellen: Verknüpfen Sie Übungen mit Operatoren (beschreiben, analysieren, gestalten, beurteilen). Das macht die spätere Prüfungsform vertraut.
Typische Stolpersteine – und wie Sie sie vermeiden
- Zu früh bewerten: Wer Spielversuche sofort benotet, hemmt die Spielfreude. Erst erproben und erkunden lassen, dann beurteilen.
- Praxis ohne Reflexion: Reines Spielen bleibt beliebig. Sichern Sie jede Einheit begrifflich – über Analyse, Fachvokabular und einen kurzen Transfer.
Was ist enthalten – und wie ist differenziert?
Jede Einheit umfasst einen Verlaufsplan mit Sachinformation und Kompetenzen, eine Präsentation sowie zwei Arbeitsmaterialien mit Aufgaben, Vertiefung, Analyse und Erwartungshorizont. Die Aufgaben decken vier Anforderungsbereiche ab – Wissen & Wiedergeben, Anwenden & Umsetzen, Analysieren & Untersuchen und Gestalten & Inszenieren. Über Pflicht- und Wahlaufgaben gelingt echte Differenzierung. Alle Dateien liegen als druckfertiges PDF und editierbar in Word und PowerPoint vor.
Für wen ist die Reihe geeignet?
Für Lehrkräfte des Faches Darstellendes Spiel/Theater in der Sekundarstufe II, für Grund- und Leistungskurse sowie für Theater-AGs an weiterführenden Schulen. Kein spezielles Vorwissen der Lernenden nötig.
Häufig gestellte Fragen
Für welche Klassenstufe eignet sich „Postdramatisches und zeitgenössisches Theater“?
Für die Sekundarstufe II (Klasse 11–13), einschließlich Grund- und Leistungskurse im Fach Darstellendes Spiel bzw. Theater.
Wie viel Vorbereitung brauche ich?
Kaum. Jede Einheit ist mit Verlaufsplan, Präsentation und zwei Arbeitsmaterialien fertig ausgearbeitet – als PDF und editierbar in Word und PowerPoint.
Worum geht es in der Reihe?
Der Begriff „postdramatisches Theater“ (Hans-Thies Lehmann) beschreibt Formen, die sich von der geschlossenen Handlung, der Figur und der Fabel lösen. An ihre Stelle treten Zustände, Bilder, Rhythmus, Präsenz, Material und die reale Situation der Aufführung. Der Text ist ein Element unter vielen, nicht mehr das Zentrum.
Eignet sich das Material zur Abiturvorbereitung?
Ja. Die Aufgaben decken alle vier Anforderungsbereiche ab und verbinden szenische Praxis mit begrifflicher Analyse – eine gute Grundlage für Klausuren und Prüfungen.
Wie bewerte ich die Ergebnisse?
Über Beobachtungskriterien und die Erwartungshorizonte der Arbeitsmaterialien – so wird die Leistung nachvollziehbar und fair, auch bei praktischen Anteilen.
Material ansehen & herunterladen
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Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.
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FAQ zu den Unterrichtsmaterialien
Das Sortiment reicht von der Kita über die Grundschule und die Sekundarstufe I (Klasse 5–10) bis zur Sekundarstufe II und zur Berufsschule. Jedes Material ist nach Fach, Stufe und - wo sinnvoll - nach Bundesland beschriftet.
Viele Reihen lassen sich mit kleinen Anpassungen auch in benachbarten Schulformen einsetzen, weil die Aufgaben in mehreren Anforderungsniveaus vorliegen.
Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:
- mehrere Arbeitsblätter mit ausgearbeiteten Lösungen
- eine Präsentation für den Unterrichtseinstieg
- einen Verlaufsplan für die Stundenstruktur
- Aufgaben auf mehreren Anforderungsniveaus zur Differenzierung
- je nach Reihe Klausur- oder Testvorlagen
Die Dateien liegen in editierbaren Formaten vor, damit du Inhalte an deine Lerngruppe anpassen kannst.
Direkt nach dem Kauf erhältst du eine Bestätigungs-E-Mail mit dem Download-Link. Zusätzlich liegen die Dateien dauerhaft in deinem Kundenkonto unter „Bestellungen" - ohne Ablaufdatum und ohne Downloadlimit.
Es gibt keinen Versand und keine Wartezeit: Der Download steht unmittelbar nach dem Abschluss der Bestellung bereit.
Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Du darfst das Material ausdrucken und im eigenen Unterricht beliebig oft einsetzen. Die digitalen Dateien an andere Lehrkräfte weiterzugeben oder sie zu veröffentlichen, ist davon nicht gedeckt.
Für Fachschaften gibt es bei vielen Produkten eine Schullizenz, die mehrere Lehrkräfte einer Schule abdeckt. Sie steht direkt auf der Produktseite zur Auswahl.
Eine Unterrichtsreihe deckt ein einzelnes Thema ab, etwa „Genetik" oder „Kurzgeschichten analysieren". Sie passt, wenn du gezielt eine Sequenz vorbereitest.
Ein FachKomplett-Paket bündelt die zentralen Themen eines ganzen Fachs zu einem Gesamtpreis, der deutlich unter der Summe der Einzelreihen liegt. Das lohnt sich, sobald du ein Fach dauerhaft unterrichtest. Eine Übersicht aller Reihen steht auf der FachKomplett-Seite.
Die Materialien orientieren sich an den veröffentlichten Vorgaben der Länder - je nach Bundesland am Kernlehrplan, Kerncurriculum, Bildungsplan, Rahmenlehrplan oder an den Fachanforderungen. Für viele Fächer gibt es eigene Pakete je Bundesland.
Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.
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