Leistungsbewertung Kunst RLP: sonstige Mitarbeit nach dem Lehrplan
Der Lehrplan Kunst RLP verlangt eine Bewertung, die praktische Arbeitsergebnisse und mündliche wie schriftliche Mitarbeit zusammenführt. In der Oberstufe treten Klausuren hinzu, in der Sekundarstufe I trägt die sonstige Mitarbeit den größten Anteil. Entscheidend ist, dass die Kriterien vorher feststehen und für die Lernenden nachvollziehbar sind.
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Was die Bewertung im Fach Kunst besonders macht
Kunst bewertet Produkte, die individuell ausfallen sollen. Genau darin liegt die Schwierigkeit: Ein Kriterienraster, das nur das fertige Bild misst, belohnt zeichnerische Vorerfahrung und bestraft alle, die ohne diese Erfahrung in den Kurs kommen. Deshalb gehört der Arbeitsprozess mit in die Bewertung – Skizzenphasen, Materialwahl, Korrekturen, die Begründung gestalterischer Entscheidungen.
Praktisch bedeutet das drei Bewertungsobjekte statt einem: das gestalterische Ergebnis, der dokumentierte Prozess und die Reflexion darüber. Wer diese drei trennt, kann Lernenden erklären, warum eine technisch weniger saubere Arbeit trotzdem gut bewertet wird.
Klausuren und sonstige Mitarbeit im Lehrplan Kunst RLP
In Kursen mit Klausurpflicht stehen die schriftlich-praktischen Arbeiten neben der sonstigen Mitarbeit; ohne Klausur trägt die sonstige Mitarbeit die Note allein. Legen Sie das Verhältnis zu Kursbeginn fest, halten Sie es in der Fachkonferenz einheitlich und geben Sie es schriftlich aus. Die fachlichen Bezugspunkte dafür stehen im Lehrplan Bildende Kunst in der Sekundarstufe II - Rheinland-Pfalz, dessen Materialien die Kompetenzbereiche einzeln ausweisen und sich dadurch direkt in Bewertungsraster übersetzen lassen.
Woraus sich die sonstige Mitarbeit zusammensetzt
Die sonstige Mitarbeit ist mehr als Beteiligung im Unterrichtsgespräch. Sinnvoll erfassbar sind:
- Beiträge zur Bildanalyse und zum Fachgespräch, gemessen an Genauigkeit und Fachsprache, nicht an Redemenge
- Arbeitsintensität in Praxisphasen, erkennbar an Skizzenmenge, Materialerprobung und Umgang mit Rückmeldungen
- Führung der Arbeitsmappe oder des Skizzenbuchs mit Datierung der Arbeitsschritte
- Kurzpräsentationen eigener Zwischenstände vor der Gruppe
- Beteiligung an Werkgesprächen über die Arbeiten anderer, sachlich und begründet
- Schriftliche Kurzreflexionen am Ende einer Reihe, eine halbe Seite genügt
Nicht jedes dieser Elemente muss in jedem Halbjahr vorkommen. Vier bis fünf Bereiche pro Halbjahr reichen aus, wenn Sie sie durchgängig anwenden.
Beobachtungsbögen, die im Unterricht wirklich funktionieren
Ein Bogen mit zwölf Kategorien wird nach zwei Wochen nicht mehr geführt. Bewährt hat sich eine Tabelle mit den Kursnamen in der linken Spalte und vier Spalten je Halbjahr: Fachgespräch, Praxisarbeit, Mappe, Sonstiges. Eintragungen erfolgen mit einfachen Zeichen und einer Datumszeile, nicht mit Noten. Zwei bis drei Erhebungen pro Halbjahr pro Kategorie ergeben eine tragfähige Grundlage.
Planen Sie feste Zeitfenster ein: die letzten fünf Minuten jeder zweiten Doppelstunde genügen, um die Beobachtungen des Tages zu notieren. Wer erst am Halbjahresende schreibt, rekonstruiert Eindrücke statt Beobachtungen – und genau das hält einem Elterngespräch nicht stand.
Referate, Projekte und Portfolios bewerten
Für größere Formate lohnt sich ein vorab ausgegebenes Raster mit vier bis sechs Kriterien und je drei Niveaustufen. Formulieren Sie die Stufen als beobachtbares Verhalten, nicht als Werturteil: „begründet gestalterische Entscheidungen mit Bezug auf mindestens zwei Bildbeispiele“ ist überprüfbar, „arbeitet engagiert“ nicht. Bei Portfolios legen Sie die Pflichtbestandteile fest und trennen Sie die Bewertung der Vollständigkeit von der Bewertung der Qualität.
Die Systematik der Anforderungsbereiche, die dabei hilft, wird im Nachbarfach anschaulich entwickelt: Lehrplan Geschichte RLP: Kurshalbjahre Q1 bis Q4 sinnvoll durchplanen zeigt, wie sich Leistungsnachweise über vier Halbjahre verteilen lassen, ohne dass sich Formate ständig wiederholen.
Die Note am Halbjahresende bilden
Rechnen Sie nicht arithmetisch aus Einzelnoten. Bilden Sie zunächst je einen Notenbereich für die Praxisleistungen, die mündliche Mitarbeit und die schriftlichen Anteile, gewichten Sie diese entsprechend Ihrer zu Kursbeginn kommunizierten Festlegung und prüfen Sie das Ergebnis gegen die Gesamtentwicklung. Ein deutlicher Aufwärtstrend im zweiten Halbjahrsteil darf sich in der Note niederschlagen; halten Sie fest, wenn Sie davon Gebrauch machen.
Für digitale Arbeitsformen, die zunehmend in die Bewertung einfließen, liefert Digitale Medien im Lehrplan Erdkunde RLP: Medienkompetenz konkret übertragbare Kriterien. Wie sich Bewertungsfragen über die Jahrgangsstufen hinweg entwickeln, beschreiben Kunstunterricht nach dem Lehrplan Rheinland-Pfalz: Unterrichtsideen für alle Jahrgänge und Kunst unterrichten in Rheinland-Pfalz: Praxisnahe Impulse für die Sekundarstufe I.
Einsprüche und Elterngespräche
Ein Einspruch ist meist ein Transparenzproblem. Wer die Kriterien zu Kursbeginn ausgegeben, Zwischenrückmeldungen dokumentiert und Beobachtungen datiert hat, kann jede Note belegen. Führen Sie das Gespräch entlang der Belege, nicht entlang von Eindrücken, und geben Sie eine konkrete Handlungsanweisung für das nächste Halbjahr mit. Für die Fachschaft Musik gilt dieselbe Logik; entsprechend aufgebautes Material bietet das Sparpaket XXL: Musik – Lehrplan Musik Rheinland-Pfalz. Vergleichsraster aus einem anderen Land enthält der Kernlehrplan Kunst in der GoST - Nordrhein-Westfalen.
Häufige Fragen
Wie viele Einzelnoten brauche ich pro Halbjahr?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Tragfähig ist eine Grundlage, die mehrere Erhebungszeitpunkte und mehrere Leistungsarten umfasst. In der Praxis bedeutet das mindestens zwei dokumentierte Beobachtungen je Bereich und mindestens eine größere Praxisarbeit im Halbjahr.
Darf ich den Arbeitsprozess bewerten, wenn das Ergebnis schwach ist?
Ja. Der Lehrplan weist prozessbezogene Kompetenzen eigenständig aus. Wenn Sie den Prozess als eigenes Bewertungsobjekt vorher ausgewiesen haben, fließt er unabhängig vom gestalterischen Endergebnis in die Note ein. Wichtig ist, dass diese Gewichtung vorab bekannt war.
Wie gehe ich mit Lernenden ohne zeichnerische Vorerfahrung um?
Bewerten Sie die Aufgabenerfüllung, nicht das Talent. Formulieren Sie Kriterien so, dass sie an die Aufgabenstellung gebunden sind, und bieten Sie Aufgaben an, die verschiedene gestalterische Zugänge zulassen. Der Lernzuwachs innerhalb des Halbjahres gehört ausdrücklich zur Bewertungsgrundlage.
Wer die Bewertung im Lehrplan Kunst RLP an vorab ausgegebenen Kriterien, datierten Beobachtungen und getrennten Bewertungsobjekten ausrichtet, spart am Halbjahresende Zeit und steht in Gesprächen sicher da. Beginnen Sie mit einem einfachen Bogen und erweitern Sie ihn erst, wenn er sich im Alltag bewährt hat.
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Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.
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Das Sortiment reicht von der Kita über die Grundschule und die Sekundarstufe I (Klasse 5–10) bis zur Sekundarstufe II und zur Berufsschule. Jedes Material ist nach Fach, Stufe und - wo sinnvoll - nach Bundesland beschriftet.
Viele Reihen lassen sich mit kleinen Anpassungen auch in benachbarten Schulformen einsetzen, weil die Aufgaben in mehreren Anforderungsniveaus vorliegen.
Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:
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Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Du darfst das Material ausdrucken und im eigenen Unterricht beliebig oft einsetzen. Die digitalen Dateien an andere Lehrkräfte weiterzugeben oder sie zu veröffentlichen, ist davon nicht gedeckt.
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Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.
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