Elektrische und magnetische Felder im Physikunterricht Sek II: Unterrichtsreihe zum Coulomb’schen Gesetz planen

Elektrische und magnetische Felder im Physikunterricht gehören zu den Themen, bei denen viele Schüler:innen zum ersten Mal wirklich abstrakt physikalisch modellieren müssen. Kräfte sind nicht mehr nur als Kontaktkräfte sichtbar, sondern wirken über Felder, Feldlinien, Potenziale und Wechselwirkungen zwischen Ladungen oder Strömen.
Die im Text erwähnten Unterrichtsmaterialien auf einen Blick. Digitaler Download, sofort einsetzbar.
In diesem Beitrag bekommst Du eine konkrete Unterrichtsreihe für die Sekundarstufe II: mit Stundenstruktur, Leitfragen, Methoden, Aufgabenideen, Differenzierung, typischen Stolperstellen und passenden Materialien. Der Fokus liegt auf einem verständlichen Aufbau vom Coulomb’schen Gesetz über elektrische Feldstärke und Spannung bis zu magnetischen Feldern und technischen Anwendungen.
Warum elektrische und magnetische Felder im Physikunterricht wichtig sind
Elektrische und magnetische Felder bilden eine zentrale Grundlage der Elektrodynamik. Ohne dieses Thema lassen sich viele technische und naturwissenschaftliche Anwendungen kaum verstehen: Kondensatoren, Elektromotoren, Generatoren, Transformatoren, Lautsprecher, Teilchenbeschleuniger, Sensoren, Energieübertragung oder moderne Kommunikationstechnik.
Didaktisch ist das Thema besonders wertvoll, weil es mehrere Kompetenzbereiche miteinander verbindet. Schüler:innen müssen beobachten, modellieren, mathematisieren, experimentieren und technische Anwendungen deuten. Gleichzeitig lernen sie, dass physikalische Modelle nicht einfach Abbildungen der Wirklichkeit sind, sondern Werkzeuge zum Erklären und Vorhersagen.
Für die Sekundarstufe II ist das Thema außerdem prüfungsrelevant, weil es typische Aufgabenformate ermöglicht: Feldlinienskizzen, Kraftberechnungen, Diagrammauswertungen, qualitative Modellvergleiche, Experimente und Transferaufgaben zu technischen Anwendungen.
Weitere Reihen für EF, Q1 und Q2 findest Du auf der Übersichtsseite Physik Unterrichtsmaterial für die Sekundarstufe II EF, Q1 und Q2.
Elektrische und magnetische Felder im Physikunterricht: zentrale Begriffe klären
Bevor die Reihe in Experimente und Rechnungen geht, lohnt sich eine klare Begriffssicherung. Gerade beim Feldbegriff entstehen häufig Missverständnisse, weil Schüler:innen Feldlinien als reale „Fäden“ oder Spannung als eine Art Kraft missverstehen.
Elektrische Ladung
Elektrische Ladung ist eine physikalische Eigenschaft von Körpern oder Teilchen. Gleichnamige Ladungen stoßen sich ab, ungleichnamige Ladungen ziehen sich an. Ladung ist die Grundlage für elektrische Kräfte und elektrische Felder.
Coulomb’sches Gesetz
Das Coulomb’sche Gesetz beschreibt die Kraft zwischen zwei punktförmigen Ladungen. Die Kraft hängt von der Größe der Ladungen und vom Abstand zwischen ihnen ab. Je größer die Ladungen, desto größer die Kraft; je größer der Abstand, desto kleiner die Kraft.
Elektrisches Feld
Ein elektrisches Feld beschreibt, welche Kraft auf eine Probeladung an einem bestimmten Ort wirken würde. Es macht die Wirkung geladener Körper im Raum modellhaft beschreibbar.
Elektrische Feldstärke
Die elektrische Feldstärke gibt an, wie groß die Kraft pro Ladung an einem Ort ist. Sie verbindet das qualitative Feldmodell mit einer messbaren physikalischen Größe.
Elektrische Spannung
Spannung beschreibt die Energie pro Ladung zwischen zwei Punkten. Sie ist eng mit dem elektrischen Potenzial verbunden und hilft, Bewegungen von Ladungen energetisch zu deuten.
Magnetisches Feld
Ein magnetisches Feld entsteht unter anderem durch bewegte Ladungen beziehungsweise elektrische Ströme. Es kann Kräfte auf Magnete, stromdurchflossene Leiter und bewegte Ladungen ausüben.
Stundensequenz: Elektrische und magnetische Felder im Physikunterricht unterrichten
Die folgende Unterrichtsreihe ist auf 8 Einzelstunden angelegt. Du kannst sie als kompakte Sequenz, als Doppelstundenreihe oder als Grundlage für eine größere Einheit zur Elektrodynamik nutzen.
Stunde 1: Einstieg über Alltagsphänomene und Feldideen
Leitfrage: Wie können Körper aufeinander wirken, ohne sich zu berühren?
Als Einstieg eignen sich einfache Phänomene: ein geriebener Ballon zieht Haare an, ein Kunststoffstab beeinflusst Papierschnipsel, Magnete ziehen sich an oder stoßen sich ab. Die Schüler:innen beschreiben zunächst, was sie beobachten, ohne sofort Formeln zu verwenden.
Methode: Demonstrationsexperiment mit Beobachtungsprotokoll.
Konkrete Aufgabe: Die Lernenden formulieren Vermutungen dazu, wie eine Kraft ohne direkten Kontakt entstehen kann. Anschließend werden erste Modellideen gesammelt: Kraftwirkung, Raum, Feld, Richtung und Abstand.
Sicherung: Felder sind Modelle, mit denen die Wirkung von Ladungen, Magneten oder Strömen im Raum beschrieben wird.
Stunde 2: Elektrische Ladung und Coulomb’sches Gesetz
Leitfrage: Wovon hängt die elektrische Kraft zwischen zwei Ladungen ab?
In dieser Stunde wird das Coulomb’sche Gesetz als quantitativer Zusammenhang eingeführt. Wichtig ist, zunächst qualitative Abhängigkeiten zu klären: Ladungsgröße, Vorzeichen und Abstand.
Methode: Modellversuch oder Simulation mit Auswertung.
Konkrete Aufgabe: Die Schüler:innen untersuchen in einer Tabelle, wie sich die Kraft verändert, wenn eine Ladung verdoppelt oder der Abstand vergrößert wird. Danach formulieren sie den proportionalen Zusammenhang.
| Veränderung | Auswirkung auf die Kraft | Begründung |
|---|---|---|
| Ladung 1 wird verdoppelt | Kraft verdoppelt sich | direkte Proportionalität zur Ladung |
| beide Ladungen werden verdoppelt | Kraft vervierfacht sich | Produkt der Ladungen |
| Abstand wird verdoppelt | Kraft wird geviertelt | quadratische Abstandsabhängigkeit |
Sicherung: Das Coulomb’sche Gesetz beschreibt eine Abstandskraft zwischen punktförmigen Ladungen. Es eignet sich besonders gut, um mathematische Modellierung im Physikunterricht zu üben.
Stunde 3: Elektrische Feldstärke und Feldlinienmodell
Leitfrage: Wie kann man ein elektrisches Feld sichtbar und beschreibbar machen?
Das Feldlinienmodell hilft Schüler:innen, Richtung und Stärke eines Feldes qualitativ zu erfassen. Gleichzeitig muss deutlich werden, dass Feldlinien ein Modell sind und keine real sichtbaren Linien im Raum.
Methode: Feldlinienskizzen und Modellkritik.
Konkrete Aufgabe: Die Lernenden zeichnen Feldlinien für eine positive Punktladung, eine negative Punktladung und ein Dipolfeld. Anschließend vergleichen sie ihre Skizzen anhand klarer Kriterien: Richtung, Dichte, Symmetrie und Verlauf.
Vertiefung: Die Schüler:innen erklären, warum die Feldliniendichte als Hinweis auf die Feldstärke interpretiert werden kann.
Stunde 4: Spannung, Potenzial und Energie im elektrischen Feld
Leitfrage: Was bedeutet elektrische Spannung im Feldmodell?
Viele Schüler:innen kennen Spannung aus Stromkreisen, verstehen sie aber noch nicht als Energie pro Ladung. Diese Stunde verbindet elektrische Felder mit energetischen Betrachtungen.
Methode: Analogiearbeit mit Höhenmodell.
Konkrete Aufgabe: Die Lernenden vergleichen elektrische Spannung mit Höhenunterschieden im Gravitationsfeld. Danach beschreiben sie, welche Chancen und Grenzen diese Analogie hat.
Sicherung: Spannung ist keine Kraft, sondern beschreibt eine Energiedifferenz pro Ladung. Sie hilft zu erklären, warum Ladungen im elektrischen Feld beschleunigt werden können.
Stunde 5: Kondensator und Kapazität
Leitfrage: Wie kann elektrische Ladung gespeichert werden?
Der Plattenkondensator bietet eine gute Möglichkeit, Feldmodell, Spannung, Ladung und Kapazität zusammenzuführen. Zugleich ist der Kondensator ein wichtiger technischer Baustein.
Methode: Experiment oder Simulation zum Plattenkondensator.
Konkrete Aufgabe: Die Schüler:innen untersuchen, wie Plattenabstand, Plattenfläche und Dielektrikum die Kapazität beeinflussen. Sie halten die Zusammenhänge in einer Tabelle fest und formulieren qualitative Begründungen.
| Einflussgröße | Veränderung | Auswirkung auf die Kapazität |
|---|---|---|
| Plattenfläche | wird größer | Kapazität steigt |
| Plattenabstand | wird größer | Kapazität sinkt |
| Dielektrikum | wird eingefügt | Kapazität verändert sich je nach Material |
Transfer: Die Lernenden recherchieren oder diskutieren technische Anwendungen von Kondensatoren, zum Beispiel in Netzteilen, Kamerablitzen oder Sensorik.
Stunde 6: Magnetische Felder von Magneten und Leitern
Leitfrage: Wie entstehen magnetische Felder und wie lassen sie sich darstellen?
Nach den elektrischen Feldern wird das magnetische Feld eingeführt. Dabei sollte der Unterschied zwischen elektrischen Ladungen und bewegten Ladungen beziehungsweise Strömen deutlich werden.
Methode: Experiment mit Kompassnadeln, Eisenfeilspänen oder Simulation.
Konkrete Aufgabe: Die Lernenden vergleichen Feldlinienbilder eines Stabmagneten und eines stromdurchflossenen Leiters. Sie beschreiben Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
Sicherung: Magnetische Felder können durch Magnete und elektrische Ströme entstehen. Die Feldlinien verlaufen geschlossen und zeigen die Richtung des magnetischen Feldes an.
Stunde 7: Kräfte im magnetischen Feld und technische Anwendungen
Leitfrage: Wie wird aus einem magnetischen Feld Bewegung oder elektrische Energie?
Diese Stunde verbindet das Feldmodell mit Anwendungen wie Elektromotor, Generator oder Lautsprecher. Besonders wichtig ist, nicht nur Geräte zu benennen, sondern das Wirkprinzip zu erklären.
Methode: Gruppenarbeit zu technischen Anwendungen.
Konkrete Aufgabe: Jede Gruppe erhält ein Gerät oder eine Anwendung: Elektromotor, Generator, Transformator, Lautsprecher oder Teilchenablenkung. Die Lernenden erklären, welche Rolle Strom, Magnetfeld, Bewegung und Kraft spielen.
Sicherung: Magnetische Felder sind nicht nur theoretische Modelle, sondern Grundlage vieler technischer Systeme. Entscheidend ist die Wechselwirkung zwischen Strom, Magnetfeld und Bewegung.
Für eine vertiefende Anschlussreihe passt Schwingungen und Wellen im Physikunterricht Sek II, wenn Du elektrische und magnetische Phänomene später mit Wellenausbreitung, Schwingungen oder elektromagnetischen Anwendungen verknüpfen möchtest.
Stunde 8: Sicherung, Transfer und Klausurvorbereitung
Leitfrage: Wie hängen elektrische und magnetische Felder zusammen?
Zum Abschluss erstellen die Schüler:innen eine Concept Map oder ein Vergleichsraster. Dabei sollen sie zentrale Begriffe nicht nur sammeln, sondern Beziehungen erklären.
Methode: Concept Map mit Erwartungshorizont.
Konkrete Aufgabe: Die Lernenden verbinden die Begriffe Ladung, Coulomb-Kraft, elektrisches Feld, Feldstärke, Spannung, Kondensator, Strom, magnetisches Feld und Anwendung. Zu mindestens fünf Verbindungen formulieren sie eine kurze Begründung.
Bewertung: Ein Erwartungshorizont kann fachliche Richtigkeit, Modellverständnis, mathematische Zusammenhänge, Skizzenqualität, Anwendungsbezug und sprachliche Präzision berücksichtigen.
Elektrische und magnetische Felder im Physikunterricht: Kompetenzen gezielt fördern
Fachkompetenz
Schüler:innen erklären elektrische Ladung, Coulomb-Kraft, elektrische Feldstärke, Spannung, Kapazität und magnetische Felder. Sie wenden Fachbegriffe korrekt an und stellen Zusammenhänge zwischen Größen her.
Erkenntnisgewinnung
Die Lernenden werten Experimente, Simulationen, Diagramme und Feldlinienskizzen aus. Sie erkennen, welche Aussagen aus einem Modell ableitbar sind und wo Modellgrenzen liegen.
Mathematisierung
Das Coulomb’sche Gesetz und die elektrischen Feldgrößen bieten viele Möglichkeiten, physikalische Zusammenhänge rechnerisch zu erfassen. Schüler:innen üben Einheiten, Proportionalitäten, Umstellungen und Plausibilitätsprüfungen.
Kommunikation
Die Lernenden beschreiben Felder, Kräfte und Anwendungen fachsprachlich. Besonders wichtig ist die präzise Unterscheidung zwischen Kraft, Feldstärke, Spannung, Energie und Potenzial.
Bewertung und Transfer
Bei technischen Anwendungen bewerten Schüler:innen, warum bestimmte Feldwirkungen genutzt werden. Sie erkennen, dass physikalische Modelle technische Entwicklungen erklären und vorhersagbar machen.
Differenzierung bei elektrischen und magnetischen Feldern
Unterstützung für schwächere Lernende
Das Thema kann schnell abstrakt werden. Deshalb helfen klare Visualisierungen, feste Schrittfolgen und wiederkehrende Modellfragen.
- Feldlinien-Vorlagen mit Ergänzungsaufgaben
- Formel-Steckbriefe mit Größen, Einheiten und Bedeutung
- Rechenschemata zum Coulomb’schen Gesetz
- Satzstarter für Modellbeschreibungen
- Vergleichstabellen zu elektrischem und magnetischem Feld
- Simulationen mit klaren Beobachtungsaufträgen
Hilfreich ist außerdem, jede neue Größe konsequent mit einer Bedeutung zu verbinden: Was beschreibt sie? Wie wird sie gemessen oder berechnet? Welche Aussage erlaubt sie über das Feld?
Erweiterung für stärkere Lernende
Leistungsstärkere Schüler:innen können stärker mit offenen Transferaufgaben, Herleitungen und Modellkritik arbeiten.
- Feldverläufe für komplexere Ladungsanordnungen begründen
- Grenzen des Punktladungsmodells diskutieren
- Kondensatorgleichungen auf technische Beispiele übertragen
- Zusammenhang zwischen Energie und Spannung vertiefen
- Elektromotor oder Generator modellhaft erklären
- Aufgaben im Anforderungsbereich III mit Bewertungsteil bearbeiten
Gerade bei leistungsstarken Kursen lohnt sich eine stärkere Verknüpfung mit mathematischer Modellierung, Energiebetrachtungen und technischen Anwendungen.
Typische Fehler und Herausforderungen im Unterricht
Feldlinien werden als reale Linien verstanden
Viele Schüler:innen deuten Feldlinien gegenständlich. Deshalb sollte immer wieder betont werden: Feldlinien sind ein Modell zur Darstellung von Richtung und Stärke eines Feldes.
Kraft und Feldstärke werden verwechselt
Die Kraft wirkt auf eine konkrete Ladung, die Feldstärke beschreibt die Kraft pro Ladung an einem Ort. Diese Unterscheidung sollte mit Einheiten und Beispielrechnungen gesichert werden.
Spannung wird als Kraft missverstanden
Spannung ist eine Energiegröße pro Ladung. Eine klare energetische Deutung verhindert, dass Spannung, Kraft und Stromstärke vermischt werden.
Das Coulomb’sche Gesetz wird nur formal angewendet
Rechenaufgaben allein reichen nicht aus. Schüler:innen sollten auch qualitative Aussagen treffen können: Was passiert bei doppelter Ladung? Was passiert bei dreifachem Abstand?
Magnetische Felder bleiben isoliert
Wenn elektrische und magnetische Felder getrennt behandelt werden, fehlt oft der Zusammenhang. Technische Anwendungen helfen, beide Perspektiven zusammenzuführen.
Passendes Material: Elektrische und magnetische Felder
Wenn Du eine strukturierte Unterrichtsreihe zu elektrischen und magnetischen Feldern planst, kann das Material Elektrische und magnetische Felder: Unterrichtsreihe zum Coulomb’schen Gesetz eine passende Grundlage sein.
Das Material eignet sich besonders, wenn Du den Themenbereich nicht nur rechnerisch behandeln möchtest, sondern Theorie, Aufgaben, Experimente und Anwendungen verbinden willst. Laut Produktbeschreibung werden unter anderem Coulomb’sches Gesetz, elektrische Feldstärke, Spannung, Kapazität und magnetische Flussdichte aufgegriffen. Außerdem werden interaktive Aufgaben, Experimentieranleitungen und differenzierte Aufgaben für die Anforderungsbereiche 1 bis 3 genannt.
Für Deinen Unterricht ist das hilfreich, weil Schüler:innen die Feldbegriffe nicht isoliert lernen, sondern in einer zusammenhängenden Reihe anwenden können. Du kannst das Material für eine vollständige Unterrichtssequenz, für Wiederholungsphasen, zur Klausurvorbereitung oder zur Vertiefung technischer Anwendungen nutzen.
Weitere passende Materialien für Physik Sek II
Elektrische und magnetische Felder lassen sich gut mit weiteren Themen der Sekundarstufe II verbinden. Besonders sinnvoll sind Materialien zu Schwingungen und Wellen, moderner Physik, Mechanik, Radioaktivität und Atomphysik.
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- Photoeffekt und Quantenphysik: Unterrichtsreihe Physik Sek II
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Als ergänzenden Blogimpuls kannst Du den Beitrag Physik-Abitur: Prüfungswissen für die kommende Abi-Prüfung nutzen, wenn Du elektrische und magnetische Felder im Kontext prüfungsrelevanter Themen verorten möchtest.
Elektrische und magnetische Felder als Brücke zur Elektrodynamik
Elektrische und magnetische Felder im Physikunterricht sind mehr als ein einzelnes Themenpaket. Sie bilden eine Brücke zur Elektrodynamik und zu vielen technischen Anwendungen. Schüler:innen verstehen dadurch besser, warum Feldmodelle in der Physik so mächtig sind.
Ein roter Faden für die Reihe kann lauten:
- Ladungen üben Kräfte aufeinander aus.
- Das Coulomb’sche Gesetz beschreibt diese Kraft quantitativ.
- Das elektrische Feld beschreibt die Kraftwirkung im Raum.
- Spannung verbindet Feld und Energiebetrachtung.
- Kondensatoren speichern Ladung und Energie.
- Ströme erzeugen magnetische Felder.
- Magnetische Felder ermöglichen technische Anwendungen.
Diese Struktur hilft Schüler:innen, die Einheit nicht als Formelsammlung wahrzunehmen, sondern als zusammenhängendes Modell zur Beschreibung elektrischer und magnetischer Wechselwirkungen.
FAQ: Elektrische und magnetische Felder im Physikunterricht
Wie kann man elektrische Felder im Physikunterricht einführen?
Ein guter Einstieg gelingt über Kontaktkräfte und Fernwirkungen. Experimente mit geladenen Körpern oder Simulationen helfen, den Feldbegriff anschaulich aufzubauen.
Was beschreibt das Coulomb’sche Gesetz?
Das Coulomb’sche Gesetz beschreibt die elektrische Kraft zwischen zwei punktförmigen Ladungen. Die Kraft hängt von der Größe der Ladungen und vom Quadrat ihres Abstands ab.
Was ist der Unterschied zwischen Kraft und elektrischer Feldstärke?
Die Kraft wirkt auf eine konkrete Ladung. Die elektrische Feldstärke beschreibt dagegen, welche Kraft pro Ladung an einem bestimmten Ort wirken würde.
Warum sind Feldlinien nur ein Modell?
Feldlinien sind keine realen Linien im Raum. Sie dienen dazu, Richtung und Stärke eines Feldes anschaulich darzustellen.
Wie erklärt man elektrische Spannung verständlich?
Spannung kann als Energie pro Ladung beschrieben werden. Eine Analogie zum Höhenunterschied im Gravitationsfeld kann helfen, sollte aber anschließend kritisch auf ihre Grenzen geprüft werden.
Welche Experimente eignen sich für elektrische und magnetische Felder?
Geeignet sind Experimente mit geladenen Körpern, Feldlinienbildern, Kondensatoren, Kompassnadeln, stromdurchflossenen Leitern und einfachen Motor- oder Generator-Modellen.
Wie kann man das Thema differenziert unterrichten?
Schwächere Lernende profitieren von Feldlinien-Vorlagen, Formel-Steckbriefen und Rechenschemata. Stärkere Lernende können komplexere Feldanordnungen analysieren, Modellgrenzen diskutieren oder technische Anwendungen vertiefen.
Für welche Jahrgangsstufen eignet sich die Unterrichtsreihe?
Das Thema eignet sich besonders für die Sekundarstufe II, also EF, Q1 und Q2. Je nach Bundesland und Kursniveau kann der Schwerpunkt stärker auf Grundlagen, Experimenten, Berechnungen oder Anwendungen liegen.
Weitere Physik-Unterrichtsmaterialien für die Sek II finden
Wenn Du weitere Reihen zu Mechanik, Elektromagnetismus, Thermodynamik, Optik, Wellen oder moderner Physik planst, findest Du passende Materialien auf der Übersichtsseite Physik Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe II EF, Q1 und Q2.
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