Musik· Sek II

Halbjahresplanung Musik Sek II von Barock bis Impressionismus

von Luca 27.08.2026 1 Min. Lesezeit
Titelbild des Sparpakets Musikepochen für den Musikunterricht der Oberstufe

Barock, Wiener Klassik und Impressionismus lassen sich in einem Halbjahr behandeln, wenn Sie etwa 40 Unterrichtsstunden auf drei ungleich lange Blöcke verteilen: 14 Stunden Barock, 16 Stunden Wiener Klassik, 10 Stunden Impressionismus. Die Klausur liegt nach dem zweiten Block. Verbindend wirkt eine durchgehende Leitfrage nach dem Verhältnis von Form und Ausdruck, die in jedem Block an anderem Material bearbeitet wird und die Wiederholung erleichtert.

Warum die Blöcke ungleich lang sein sollten

Der Barockblock braucht Zeit für die Einführung der Fachsprache: Affekt, Figur, Generalbass, Ritornell. Diese Begriffe tragen später auch die Analyse der Wiener Klassik. Der Klassikblock erhält die meiste Zeit, weil der Sonatenhauptsatz mehrfach an unterschiedlichem Material geübt werden muss, bevor er sicher sitzt. Der Impressionismusblock kommt mit zehn Stunden aus, weil er auf bereits gesicherte Höranalysen aufbaut und stärker mit Klangfarbe als mit Formteilen arbeitet.

Planen Sie in jedem Block zwei Stunden Puffer ein. In der Praxis gehen pro Halbjahr vier bis sechs Stunden durch Feiertage, Exkursionen und Prüfungen verloren. Ohne Puffer fällt regelmäßig der Impressionismusblock aus, obwohl er den Übergang zur Musik des 20. Jahrhunderts vorbereitet.

Sequenzierung der drei Blöcke

Beginnen Sie den Barockblock mit einem Hörvergleich zweier Arien und leiten Sie die Affektenlehre aus der Beobachtung ab. Die Figurenlehre folgt am Notentext, danach zwei Stunden zur Instrumentalmusik. Die Materialien der Reihe Musikalische Rhetorik im Barock enthalten die Beispielsammlung und die Übersichten, die für diesen Aufbau nötig sind.

Im Klassikblock arbeiten Sie zuerst an der Themenbildung, dann an der Durchführung, zuletzt an der Sinfonie als Ganzem. Die Reihe Wiener Klassik – Die Sinfonie und der Sonatenhauptsatz liefert dafür gestufte Aufgaben. Den Abschluss bildet der Impressionismus mit der Reihe Impressionismus – Debussys Klangfarbenrevolution. Alle drei stecken im Sparpaket Musikepochen, das als Einzellizenz 49,99 Euro statt 74,97 Euro beim Einzelkauf kostet.

Leistungserhebungen über das Halbjahr verteilen

Zwei bewertete Leistungen genügen, wenn sie unterschiedliche Zugriffe prüfen. Die Klausur nach dem Klassikblock verlangt eine Formanalyse mit Hörbeispiel und Notentext. Als zweite Leistung eignet sich eine gebundene Hausarbeit oder ein Kurzreferat im Impressionismusblock.

  • Woche 1 bis 5: Barock, Lernkontrolle zur Fachsprache in Woche 5.
  • Woche 6 bis 11: Wiener Klassik, Klausur in Woche 11.
  • Woche 12 bis 15: Impressionismus, Kurzreferate in den letzten beiden Wochen.

Die konkreten Vorgaben zur Zahl und Gewichtung der Leistungen regelt Ihr Bundesland. Prüfen Sie vor der Planung, ob eine der beiden Leistungen als Ersatzformat zulässig ist.

Wenn Stunden ausfallen

Streichen Sie im Notfall nicht einen ganzen Block, sondern kürzen Sie innerhalb der Blöcke. Im Barock lässt sich die Instrumentalmusik auf eine Stunde reduzieren, in der Klassik die Behandlung des Menuetts. Der Impressionismus verträgt eine Kürzung auf sechs Stunden, wenn Sie sich auf zwei Klavierstücke beschränken. Für kurzfristigen Ausfall hilft der Beitrag zur Vertretungsstunde zur Affektenlehre im Barock, der eine Einzelstunde ohne Vorbereitung beschreibt.

Für die mündlichen Prüfungen am Ende der Qualifikationsphase lohnt ein Blick auf den Beitrag zum Kunstlied als Prüfungsthema im Grundkurs. Welche Reihen sich für die Folgehalbjahre eignen, zeigt die Themenseite Musik Sek II – Epochen, Analyse, Neue Musik.

Häufige Fragen

Passt die Planung auch in einen zweistündigen Grundkurs?

Ja, mit einer Kürzung auf etwa 30 Stunden. Reduzieren Sie den Barockblock auf zehn und den Impressionismus auf acht Stunden, lassen Sie den Klassikblock unverändert. Der Sonatenhauptsatz braucht die Wiederholung an mehreren Beispielen, sonst bleibt er im Grundkurs eine auswendig gelernte Formel ohne Hörbezug.

In welcher Reihenfolge sollten die Epochen stehen?

Die chronologische Reihenfolge hat sich bewährt, weil die Fachsprache aufeinander aufbaut. Wenn Sie mit dem Impressionismus beginnen wollen, um über Klangfarbe einzusteigen, planen Sie im Barockblock zwei zusätzliche Stunden für die Begriffsarbeit ein. Ein Vorziehen der Klassik ist dagegen selten sinnvoll, weil den Lernenden dann die Begriffe aus dem Barockblock fehlen.

Wie viele Hörbeispiele braucht ein Halbjahr?

Etwa zwölf bis fünfzehn Werke reichen, wenn Sie mehrere Stunden am selben Material arbeiten. Ein verbreiteter Planungsfehler ist eine zu große Zahl an Beispielen, die jeweils nur einmal gehört werden. Vier gründlich behandelte Werke pro Block erzeugen mehr Sicherheit als zehn kurz angespielte.

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Über den Autor
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Luca
Bildungsgestalter & Gründer von stifo.de

Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.

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