Informatik· Sek I

Die erste Stunde zu Künstlicher Intelligenz in Informatik Sek I

von Luca 27.08.2026 1 Min. Lesezeit
Titelbild des Materialpakets zu Künstlicher Intelligenz im Informatikunterricht der Sekundarstufe I

Die erste KI-Stunde in der Sek I kommt ohne Vorführung eines Chatbots aus. Beginnen Sie mit dem Vorwissen: Die Klasse notiert in fünf Minuten, wo ihr künstliche Intelligenz im Alltag begegnet, danach sortieren Sie die Nennungen an der Tafel. Daran schließt ein einfaches Modell an, ein System erhält Beispiele, erkennt darin Muster und trifft danach Vorhersagen. Für Sammlung, Modell und einen ersten Test reichen 45 Minuten.

Vorwissen sammeln und ordnen

Die Sammlung liefert erfahrungsgemäß zwischen fünfzehn und dreißig Nennungen, von Sprachassistenten über Videovorschläge bis zu Gesichtserkennung am Handy. Sortieren Sie gemeinsam in drei Spalten: erkennen, vorhersagen, erzeugen. Diese Einteilung trägt die ganze Reihe und ist anschlussfähig, weil sich jedes spätere Beispiel einordnen lässt. Grenzfälle wie ein Navigationssystem gehören ausdrücklich diskutiert.

Halten Sie die Sortierung an der Tafel fest und fotografieren Sie sie für die nächste Stunde. Zwei bis drei Nennungen bleiben strittig, und genau diese eignen sich als Aufhänger für die Frage, was ein System eigentlich können muss, damit man von maschinellem Lernen spricht.

Fehlvorstellungen, die im Weg stehen

In fast jeder Lerngruppe treten dieselben vier Vorstellungen auf, die Sie in der ersten Stunde ansprechen sollten, weil sie sonst jede weitere Erklärung stören:

  • Das System versteht die Wörter so wie ein Mensch.
  • Alles, was ein Programm ausgibt, stimmt, weil ein Computer nicht irrt.
  • Die Regeln hat jemand von Hand eingetippt.
  • Das System denkt sich etwas aus und ist dabei kreativ wie ein Mensch.

Sie räumen diese Punkte nicht durch Widerspruch aus, sondern durch ein Gegenbeispiel. Zeigen Sie eine falsche Bildklassifikation, etwa einen als Chihuahua eingeordneten Muffin, und fragen Sie, woran das liegen könnte. Die Klasse kommt dabei meist selbst auf die Rolle der Trainingsbeispiele.

Ein Modell, das die Reihe trägt

Führen Sie den Kern in drei Schritten ein: Daten sammeln, Muster ableiten, Vorhersage prüfen. Ein Papierbeispiel genügt, etwa zwanzig Kärtchen mit Merkmalen von Nachrichten, die als Werbung oder als persönlich einsortiert wurden. Die Klasse leitet Regeln ab und testet sie an fünf zurückgehaltenen Kärtchen. Der Moment, in dem eine Regel an neuen Daten scheitert, ist der Kern der Stunde.

Fertige Arbeitsblätter dazu enthält die Reihe Wie funktioniert Künstliche Intelligenz?. Für die Folgestunden schließen sich Umgang mit KI-Tools und Prompt-Kompetenz sowie Empfehlungsalgorithmen und Filterblasen an. Alle drei Reihen zusammen bündelt das Sparpaket Künstliche Intelligenz, als Einzellizenz 49,99 Euro statt 74,97 Euro beim Einzelkauf. Verwandte Reihen zeigt die Themenseite Informatik in der Sek I.

Sicherung und Übergang in die Reihe

Als Sicherung reichen drei Sätze im Heft: Was ist ein Trainingsbeispiel, warum kann ein System sich irren, wofür wird maschinelles Lernen im Alltag eingesetzt. Verzichten Sie in der ersten Stunde auf eine Definition von Intelligenz, diese Diskussion bindet Zeit und führt selten weiter. Sinnvoller ist eine Beobachtungsaufgabe bis zur nächsten Stunde.

In der Folgestunde geht es um den eigenen Umgang mit Werkzeugen, dazu passen die Hinweise zur Prompt-Kompetenz in Übungsphasen. Wenn die Reihe später in eigene Programmierprojekte mündet, hilft der Beitrag dazu, Python-Projekte in Klasse 9 fair zu bewerten, bei der Planung der Leistungsbewertung.

Häufige Fragen

Brauche ich für die erste Stunde Geräte oder einen KI-Zugang?

Nein. Die Einstiegsstunde funktioniert mit Tafel, Kärtchen und Heft. Ein Zugang zu einem Sprachmodell wird erst sinnvoll, wenn die Klasse ein Modell vom Vorgehen hat, sonst bleibt es beim Ausprobieren ohne Erkenntnis. Für die Folgestunden genügen einige gemeinsam genutzte Geräte, weil die Arbeit in Partnerarbeit ohnehin ergiebiger ist.

Wie gehe ich mit Lernenden um, die schon viel Vorwissen haben?

Geben Sie diesen Lernenden die Rolle, Behauptungen zu prüfen. Sie erhalten die Aufgabe, zu drei Aussagen aus der Sammlung eine Begründung oder ein Gegenbeispiel zu suchen und der Klasse vorzustellen. Damit bleiben sie im Thema, ohne die Stunde durch Fachbegriffe zu überholen, die für die anderen noch keine Bedeutung haben.

Gehört die Diskussion über Chancen und Risiken in die erste Stunde?

Ein kurzer Ausblick von fünf Minuten reicht. Eine tragfähige Bewertung setzt voraus, dass die Klasse weiß, woher die Trainingsdaten kommen und wie Fehler entstehen. Planen Sie die Diskussion deshalb nach der zweiten oder dritten Stunde ein, dann können die Lernenden ihre Argumente an konkreten Beispielen festmachen.

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Wie funktioniert Künstliche Intellige...Ansehen
Über den Autor
✏️
Luca
Bildungsgestalter & Gründer von stifo.de

Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.

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FAQ zu den Unterrichtsmaterialien

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Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:

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Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Du darfst das Material ausdrucken und im eigenen Unterricht beliebig oft einsetzen. Die digitalen Dateien an andere Lehrkräfte weiterzugeben oder sie zu veröffentlichen, ist davon nicht gedeckt.

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Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.

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