Stellvertretung übernehmen: Lektionen in einer fremden Klasse

Material für die Stellvertretung

Stellvertretung übernehmen: Lektionen in einer fremden Klasse

Diese Seite ordnet, welches Material sich für kurzfristige und längerfristige Stellvertretungen eignet, wenn eine fremde Klasse ohne Einarbeitung übernommen werden muss.

  • 45 MinutenDauer einer Lektion, für die Material oft in sich abgeschlossen sein muss
  • 2Grundformen der Stellvertretung: kurzfristig und längerfristig
  • spontanVorbereitungszeit, die für einen ungeplanten Einsatz realistischerweise bleibt
  • 3Zyklen, über die sich ein kleiner Materialvorrat sinnvoll verteilen lässt

Für eine Stellvertretung eignet sich Material, das ohne Vorwissen der Klasse funktioniert, innerhalb einer Lektion abgeschlossen ist und keine fachliche Vorbildung der stellvertretenden Lehrperson voraussetzt. Kurzfristige Einsätze verlangen vor allem Selbsterklärung, längerfristige zusätzlich eine gewisse inhaltliche Kontinuität und eine geordnete Übergabe. Ein kleiner, laufend gepflegter Vorrat über mehrere Fachbereiche hinweg erleichtert den ungeplanten Einsatz erheblich — bis hin zu Klassen, die auf die Maturität hinarbeiten.

Kurzfristige und längerfristige Stellvertretung unterscheiden

Eine Stellvertretung dauert entweder eine einzelne Lektion, etwa bei einer kurzfristigen Erkrankung, oder erstreckt sich über mehrere Wochen, etwa bei einem längeren Ausfall der Klassenlehrperson. Beide Formen verlangen unterschiedliches Material: Für die kurze Stellvertretung zählt vor allem, dass eine Lektion ohne Vorlauf funktioniert, für die längere Stellvertretung wird zusätzlich eine gewisse inhaltliche Kontinuität wichtig.

Bei einer kurzfristigen Stellvertretung bleibt in der Regel keine Zeit, sich in den Stoff einer fremden Klasse einzuarbeiten, deshalb eignet sich Material, das ein einzelnes Thema abgeschlossen behandelt und keine Vorkenntnisse aus vorherigen Lektionen voraussetzt. Bei einer längeren Stellvertretung lohnt sich dagegen ein kurzer Austausch mit der Stammlehrperson oder der Klassenlehrperson, um den bisherigen Stand zu kennen.

Wer öfter kurzfristig einspringt, profitiert von einem kleinen, geordneten Vorrat an Lektionen, die sich ohne Vorbereitungszeit einsetzen lassen. Wer eine längere Stellvertretung übernimmt, plant dagegen wie für eine eigene Klasse, nur mit dem zusätzlichen Aufwand, sich zunächst in eine bestehende Struktur einzufinden.

Zwischen diesen beiden Grundformen gibt es Übergänge, etwa eine Stellvertretung über mehrere Tage, die weder ganz kurzfristig noch wirklich längerfristig ist. Für diese Zwischenform bewährt sich ein Kompromiss: ein Material mit klarer Tagesstruktur, das sich bei Bedarf über mehrere Tage fortsetzen lässt, ohne von Beginn an als mehrwöchige Reihe angelegt zu sein.

Für die eigene Übersicht lohnt sich eine einfache Einteilung nach Dauer: Material für eine einzelne Lektion, Material für drei bis fünf Lektionen und Material für eine mehrwöchige Reihe. Diese grobe Einteilung genügt meist, um im Bedarfsfall rasch das passende Format zu finden, ohne jede einzelne Reihe neu bewerten zu müssen.

Für die Klasse selbst ist die Unterscheidung meist unsichtbar, wichtig bleibt vor allem, dass die stellvertretende Lehrperson vorab weiss, in welcher der beiden Situationen sie sich befindet. Eine kurze Bestätigung von der Schulleitung oder dem Sekretariat, ob eine Stellvertretung als kurzfristig oder als längerfristig gilt, klärt diese Frage in der Regel zuverlässig.

Material, das ohne Vorwissen der Klasse funktioniert

Der grösste Unterschied zum eigenen Unterricht liegt darin, dass eine Stellvertretungslektion ohne Kenntnis der Klasse, ihres Leistungsstands und ihrer Dynamik gestaltet werden muss. Material eignet sich deshalb besonders, wenn die Aufgabenstellung selbsterklärend ist und wenig Rückgriff auf vorheriges Wissen verlangt, das eine fremde Lehrperson nicht kennt.

Themen mit starkem Wahrnehmungs- oder Wiedererkennungswert, etwa aus Kunst oder Musik, funktionieren hier oft gut, weil sie auf Bildern, Klängen oder Texten aufbauen, die im Material selbst mitgeliefert werden, statt auf einem Vorwissen, das erst erfragt werden müsste. Auch Aufgaben mit klar strukturierten Arbeitsschritten erleichtern den Einstieg, weil sie weniger Erklärung von der stellvertretenden Lehrperson verlangen.

Ein kurzer Blick vorab, ob ein Material ohne Rückgriff auf frühere Lektionen der Klasse funktioniert, entscheidet oft darüber, ob eine Stellvertretung reibungslos verläuft oder ob Unsicherheit entsteht, weil die Klasse auf einen Anschluss wartet, den die stellvertretende Lehrperson nicht kennt.

Auch die Klassengrösse und die räumliche Situation spielen eine Rolle, die selten im Material selbst steht, aber die Durchführung beeinflusst. Wer eine fremde Klasse übernimmt, verschafft sich deshalb, wenn möglich, vorab einen kurzen Überblick über Raum und Gruppengrösse, um die gewählte Aufgabe realistisch einzuschätzen.

Auch die Sitzordnung einer fremden Klasse kann die Wahl beeinflussen: Eine Aufgabe mit viel Bewegung im Raum lässt sich in einer eng bestuhlten Klasse schwerer umsetzen als eine Aufgabe, die an den bestehenden Plätzen bearbeitet werden kann. Ein kurzer Blick in den Raum vor Unterrichtsbeginn zeigt rasch, welche Variante realistischer ist.

Material mit mehreren gleichwertigen Einstiegsmöglichkeiten eignet sich besonders gut für eine unbekannte Klasse, weil sich die stellvertretende Lehrperson im Verlauf der Lektion an die tatsächliche Vorkenntnis der Klasse anpassen kann, statt sich auf eine einzige, möglicherweise unpassende Annahme festzulegen.

Eine Lektion, die in sich abgeschlossen ist

Für die kurzfristige Stellvertretung eignet sich Material, das innerhalb einer einzigen Lektion einen Anfang und ein Ende hat, statt mitten in einer mehrteiligen Reihe zu stehen. Eine Aufgabe mit eigenem Einstieg, eigenem Arbeitsteil und eigenem Abschluss lässt sich unabhängig vom Rest einer Unterrichtsreihe einsetzen, ohne dass die Klasse den Faden verliert.

Reihen, die für mehrere Lektionen konzipiert sind, lassen sich dennoch nutzen, wenn ein einzelner Teil in sich verständlich bleibt. Wichtig ist dabei, den gewählten Ausschnitt so zu prüfen, dass er nicht auf eine vorherige oder folgende Lektion verweist, die in der Stellvertretung nicht stattfindet.

Eine Reihe wie Pieter Bruegel d. Ä. – Wimmelbilder und Weltlandschaft bietet einzelne Bildbetrachtungen an, die sich als geschlossene Lektion herauslösen lassen, ohne dass der Rest der Reihe bekannt sein muss.

Ein einfacher Test hilft bei der Auswahl: Lässt sich die Aufgabe in einem Satz zusammenfassen, ohne auf einen vorherigen Schritt zu verweisen, ist sie in der Regel gut für eine einzelne, abgeschlossene Lektion geeignet. Verweist die Formulierung dagegen auf frühere Schritte, braucht die stellvertretende Lehrperson zusätzliche Erklärung, die in der kurzen Zeit oft fehlt.

Auch der Abschluss einer Lektion verdient Aufmerksamkeit: Eine klare Zusammenfassung am Ende, mündlich oder schriftlich festgehalten, gibt der Klasse ein Gefühl von Abschluss, selbst wenn die stellvertretende Lehrperson die Klasse nach dieser einen Lektion nicht wiedersieht. Ein offenes Ende ohne erkennbaren Abschluss hinterlässt dagegen häufiger Unruhe in der Klasse.

Eine feste zeitliche Gliederung, etwa in einen kurzen Einstieg, einen längeren Arbeitsteil und einen kurzen Abschluss, gibt der Klasse Orientierung und hilft zugleich der stellvertretenden Lehrperson selbst, die Lektion ohne Routine in der jeweiligen Klasse sicher durch die verfügbare Zeit zu führen.

Stellvertretung in einem fremden Fachbereich

Wer einen fachfremden Fachbereich vertritt, etwa eine Lehrperson für Naturwissenschaften, die eine Kunstlektion übernimmt, braucht Material, das keine fachspezifische Vorbildung der unterrichtenden Person voraussetzt. Klare Anleitungen im Material selbst übernehmen dann einen Teil der fachlichen Führung, die sonst die reguläre Fachlehrperson leisten würde.

Aufgaben mit produktivem Anteil, etwa im Kunst- oder Musikunterricht, funktionieren dabei oft gut, weil die Klasse selbstständig arbeitet und die stellvertretende Lehrperson vor allem organisiert und begleitet, statt fachlich vorzutragen. Voraussetzung ist ein Material, das die Aufgabenstellung so eindeutig formuliert, dass keine Rückfragen zum fachlichen Hintergrund nötig werden.

Ein Material wie Graphic Novel und Comic im Kunstunterricht eignet sich für diese Situation, weil die Arbeitsschritte klar vorgegeben sind und die fachfremde Lehrperson vor allem die Zeit im Blick behalten muss, statt fachliche Erklärungen zu liefern.

Wo eine gewisse fachliche Unsicherheit bleibt, hilft es, sich vor der Lektion die wichtigsten Fachbegriffe des Materials einmal durchzulesen, auch ohne die Fachausbildung selbst nachzuholen. Diese kurze Vorbereitung reicht in den meisten Fällen aus, um souverän durch eine einzelne fachfremde Lektion zu führen, ohne dass Rückfragen der Klasse in Verlegenheit bringen.

Bei wiederkehrenden fachfremden Einsätzen im selben Fachbereich lohnt sich, die gesammelten Erfahrungen kurz schriftlich festzuhalten: welche Aufgaben gut funktioniert haben, wo Rückfragen der Klasse häufig auftraten. Diese Notizen erleichtern jeden weiteren Einsatz im selben Fachbereich spürbar.

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Material für die Stellvertretung einordnen

Situation Was das Material leisten muss Worauf zusätzlich achten
Kurzfristige Stellvertretung, eine Lektion in sich abgeschlossen, keine Vorkenntnisse nötig Zeitrahmen realistisch einschätzen
Längerfristige Stellvertretung, mehrere Wochen inhaltliche Kontinuität über mehrere Lektionen Austausch mit der Stammlehrperson suchen
Fachfremder Einsatz klare, selbsterklärende Anleitung keine fachliche Vorbildung voraussetzen
Einsatz über mehrere Klassen hinweg breite fachliche Streuung im Vorrat Zyklus und Niveau der jeweiligen Klasse beachten
Stellvertretung ohne Übergabe alle nötigen Informationen im Material selbst Lösung zur Selbstkontrolle mitliefern
Stellvertretung mit Bewertung klare Kriterien für die Klasse erkennbar Rücksprache mit der Klassenlehrperson zur Notengebung

Was die abwesende Lehrperson hinterlassen sollte

Eine gute Übergabe erleichtert die Stellvertretung erheblich, unabhängig davon, wie gut das gewählte Material ist. Dazu gehören der bisherige Stand der Klasse, besondere Absprachen, etwa zu Sitzordnung oder Ritualen, und ein Hinweis, ob die Lektion bewertet wird oder nicht.

Fehlt eine solche Übergabe, etwa bei einer sehr kurzfristigen Erkrankung, hilft ein Material, das keine Rückfrage an die abwesende Lehrperson voraussetzt und stattdessen alle nötigen Informationen selbst mitbringt: Aufgabenstellung, Zeitrahmen, gegebenenfalls eine Lösung zur Selbstkontrolle für die Klasse.

Wo eine Übergabe möglich ist, lohnt sich eine kurze schriftliche Notiz, welches Material eingesetzt wurde, damit die Klassenlehrperson bei der Rückkehr weiss, woran die Klasse zuletzt gearbeitet hat, auch wenn keine Bewertung erfolgt ist.

In manchen Kollegien hat sich eine feste, kurze Vorlage für die Übergabe bewährt: eine halbe Seite mit den wichtigsten Angaben zu Klasse, Material und offenen Punkten. Eine solche Vorlage senkt die Hürde für eine Übergabe deutlich, weil sie nicht jedes Mal neu formuliert werden muss, sondern nur ausgefüllt wird.

Wo eine Übergabe schriftlich per Nachricht erfolgt, lohnt sich eine kurze, aber vollständige Struktur: Klasse, Zeit, Material, besondere Hinweise. Eine solche Nachricht lässt sich in wenigen Minuten verfassen und deckt die wichtigsten Punkte zuverlässiger ab als eine spontane, unstrukturierte Mitteilung unter Zeitdruck.

Fehlende Informationen lassen sich in vielen Fällen auch über andere Wege einholen, etwa über eine Klassenliste mit Sitzplan oder über eine kurze Rückfrage bei der Schulleitung, wenn die abwesende Lehrperson selbst nicht erreichbar ist. Diese zusätzlichen Quellen ersetzen keine direkte Übergabe, mildern aber ihr Fehlen etwas ab.

Ergebnisse sichern, damit die Stammlehrperson anschliessen kann

Auch wenn eine Stellvertretungslektion nicht benotet wird, lohnt es sich, Ergebnisse in einer Form festzuhalten, die für die Stammlehrperson nachvollziehbar bleibt: ein ausgefülltes Arbeitsblatt, eine kurze Notiz zum Verlauf, ein Foto von einer Tafelanschrift.

Bei einer längeren Stellvertretung wird diese Dokumentation wichtiger, weil mehrere Lektionen aufeinander aufbauen und die Klassenlehrperson bei der Rückkehr wissen muss, wo die Klasse fachlich steht. Eine kurze, laufend geführte Übersicht über behandelte Themen erspart beim Übergang zurück viel Nachfragen.

Musikalische Themen wie Musikalische Rhetorik im Barock eignen sich hier gut, weil sich der Fortschritt an konkreten Höraufgaben oder Analyseergebnissen festmachen lässt, die sich unkompliziert dokumentieren lassen, etwa in einer kurzen schriftlichen Zusammenfassung je Lektion.

Bei einer Stellvertretung über mehrere Fächer hinweg, wie sie an kleineren Schulen vorkommen kann, lohnt sich eine getrennte Dokumentation je Fachbereich, damit die jeweilige Stammlehrperson nur die für sie relevanten Informationen erhält, statt eine unübersichtliche Gesamtnotiz durchsuchen zu müssen.

Eine kurze, standardisierte Vorlage für diese Dokumentation, etwa mit den Feldern Datum, Thema und offener Punkt, senkt den Aufwand zusätzlich, weil sie sich in wenigen Minuten ausfüllen lässt und trotzdem alle wesentlichen Informationen enthält, die eine Stammlehrperson bei der Rückkehr braucht.

Selbst eine kurze mündliche Rückmeldung an die Klassenlehrperson, etwa direkt nach der Stellvertretung im Lehrerzimmer, ersetzt in vielen Fällen die schriftliche Dokumentation, solange sie zeitnah erfolgt und die wichtigsten Punkte nennt. Wichtig ist vor allem, dass irgendeine Form der Rückmeldung überhaupt stattfindet.

Ein kleiner Vorrat für den ungeplanten Einsatz

Wer öfter kurzfristig einspringt, sei es im eigenen Kollegium oder über mehrere Klassen hinweg, profitiert von einem kleinen, laufend gepflegten Vorrat an Material, das sich ohne Vorbereitungszeit einsetzen lässt. Wichtig ist dabei eine Mischung aus verschiedenen Fachbereichen und Zyklen, damit für unterschiedliche Klassen etwas bereitsteht.

Ein Material wie Wahrnehmungssteuerung durch Musik eignet sich für einen solchen Vorrat, weil es ohne Anschluss an eine bestimmte Reihe funktioniert und in einer einzigen Lektion einen abgeschlossenen Themeneinstieg bietet.

Ein solcher Vorrat lässt sich auch im Kollegium teilen, sodass nicht jede Lehrperson denselben Fundus einzeln aufbauen muss. Eine gemeinsame Ablage mit kurzen Angaben zu Zyklus, Fachbereich und benötigter Zeit je Lektion erleichtert es, im Bedarfsfall rasch das passende Material zu finden, statt bei jeder neuen Stellvertretung von vorn zu beginnen.

Ein solcher Vorrat lohnt sich auch dort, wo Stellvertretungen selten vorkommen, weil ein einmaliger Aufbau über Jahre hinweg nutzbar bleibt. Wenige, sorgfältig ausgewählte Lektionen aus unterschiedlichen Fachbereichen genügen meist, um die häufigsten Situationen abzudecken, ohne dass ein umfangreicher Fundus dauerhaft gepflegt werden müsste.

Ein letzter praktischer Hinweis: Der Vorrat lohnt sich am meisten, wenn er tatsächlich griffbereit ist, sei es digital in einem gemeinsamen Ordner oder physisch in einer Mappe im Lehrerzimmer. Ein guter Vorrat, der im Ernstfall nicht auffindbar ist, hilft ebenso wenig wie gar kein Vorrat. Ergänzende Beispiele mit unterschiedlichem fachlichem Zuschnitt zeigen Pieter Bruegel d. Ä. für die Stellvertretung, Graphic Novel und Comic für die Stellvertretung, Musikalische Rhetorik im Barock für die Stellvertretung, Wahrnehmungssteuerung durch Musik für die Stellvertretung, Szenische Interpretation für die Stellvertretung und Postdramatisches und zeitgenössisches Theater für die Stellvertretung.

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Bausteine für den Materialvorrat zur Stellvertretung

  • Material nach kurzfristigem und längerfristigem Einsatz getrennt ablegen.
  • Lektionen wählen, die ohne Vorkenntnisse der Klasse verständlich sind.
  • Fachbereiche breit streuen, damit für unterschiedliche Klassen etwas bereitsteht.
  • Aufgabenstellungen so wählen, dass keine fachliche Vorbildung nötig ist.
  • Eine kurze schriftliche Übergabe für die Klassenlehrperson vorbereiten.
  • Ergebnisse dokumentieren, auch wenn keine Bewertung erfolgt.
  • Bei längerer Stellvertretung frühzeitig Kontakt zur Stammlehrperson suchen.
  • Den Vorrat regelmässig durchsehen und veraltete Lektionen ersetzen.

Diese Seite ordnet, welches Material sich für kurzfristige und längerfristige Stellvertretungen eignet; die verlinkten Unterrichtsreihen zeigen konkrete Beispiele aus Kunst und Musik für den ungeplanten Einsatz.

Häufige Fragen

Was unterscheidet eine kurzfristige von einer längerfristigen Stellvertretung?

Eine kurzfristige Stellvertretung dauert meist eine einzelne Lektion und verlangt vor allem Material, das ohne Vorlauf und ohne Vorkenntnisse der Klasse funktioniert. Eine längerfristige Stellvertretung erstreckt sich über mehrere Wochen und braucht zusätzlich inhaltliche Kontinuität sowie einen Austausch mit der Stammlehrperson über den bisherigen Stand der Klasse.

Welches Material eignet sich, wenn ich die Klasse nicht kenne?

Am besten eignet sich Material mit selbsterklärender Aufgabenstellung, das alle nötigen Informationen selbst mitbringt und keinen Rückgriff auf vorheriges Wissen der Klasse verlangt. Themen mit starkem Wahrnehmungswert, etwa aus Kunst oder Musik, funktionieren hier oft gut, weil sie auf mitgeliefertem Material statt auf Vorwissen aufbauen.

Wie gehe ich mit einem fachfremden Einsatz um?

Material mit klaren, selbsterklärenden Anleitungen übernimmt einen Teil der fachlichen Führung, die sonst die reguläre Fachlehrperson leisten würde. Besonders geeignet sind Aufgaben mit produktivem Anteil, bei denen die Klasse selbstständig arbeitet und die stellvertretende Lehrperson vor allem organisiert und die Zeit im Blick behält.

Muss ich eine Stellvertretungslektion bewerten?

Das hängt von der Absprache mit der Klassenlehrperson ab und lässt sich nicht allgemein beantworten. Klar sein sollte für die Klasse in jedem Fall, ob eine Lektion bewertet wird oder nicht, damit keine Unsicherheit entsteht. Auch ohne Bewertung lohnt es sich, Ergebnisse in einer nachvollziehbaren Form festzuhalten.

Was mache ich, wenn keine Übergabe stattgefunden hat?

In diesem Fall eignet sich Material, das keine Rückfrage an die abwesende Lehrperson voraussetzt: eine klare Aufgabenstellung, ein realistischer Zeitrahmen und, wo möglich, eine Lösung zur Selbstkontrolle für die Klasse. Eine kurze schriftliche Notiz für die Rückkehr der Klassenlehrperson ergänzt das sinnvoll.

Wie baue ich mir einen Vorrat für den ungeplanten Einsatz auf?

Ein kleiner, laufend gepflegter Vorrat aus verschiedenen Fachbereichen und Zyklen deckt die meisten spontanen Situationen ab. Wichtig ist eine Mischung, die sowohl für die eigene Klasse als auch für fachfremde Einsätze funktioniert, sowie eine regelmässige Durchsicht, damit veraltete oder nicht mehr passende Lektionen ersetzt werden.