Medien und Informatik im Kanton Zürich: Material für die Sekundarschule planen

Kanton Zürich · Sekundarschule · Lehrplan 21, Zyklus 3

Medien und Informatik im Kanton Zürich: Sekundarschule

Medien und Informatik ist im Lehrplan 21 ein Modullehrplan mit Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen. Im Kanton Zürich steht dafür nach den vorliegenden Angaben eine Lektion in der 1. und der 3. Sek zur Verfügung. Diese Seite zeigt, wie Sie mit so wenig Zeit eine tragfähige Jahresplanung aufbauen.

1Lektion Medien und Informatik in der 1. und 3. Sek (nach vorliegenden Angaben)
3Teile des Modullehrplans: Medien, Informatik, Anwendungskompetenzen
8Bausteine in jeder Informatik-Reihe von stifo
4Reihen für die Sekundarschule im Überblick

Medien und Informatik ist im Lehrplan 21 ein Modullehrplan mit den Teilen Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen. Im Kanton Zürich stehen nach den vorliegenden Angaben je eine Lektion in der 1. und der 3. Sek zur Verfügung. Mit einer Lektion pro Woche planen Sie am besten eine Reihe pro Semester, mit klaren Lernkontrollen und einem Projekt am Ende. Prüfen Sie die Stundentafel Ihrer Schule und gleichen Sie Inhalte mit den kantonalen Vorgaben ab.

Was für Zürich gilt und was Sie prüfen müssen

Der Lehrplan 21 liegt in allen deutschsprachigen Kantonen in einer kantonalen Fassung vor. Medien und Informatik ist darin als Modullehrplan angelegt und gliedert sich in Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen. Für den Kanton Zürich sind nach den vorliegenden Angaben je eine Lektion in der 5. und 6. Klasse sowie in der 1. und der 3. Sek vorgesehen. Klären Sie mit Ihrer Schulleitung, wie die Lektionen an Ihrer Schule verteilt sind und ob sie in Blöcken oder wöchentlich stattfinden.

Die Materialien von stifo sind deutsche Materialien und nicht für den Kanton Zürich adaptiert. Sie lassen sich einsetzen, wenn Sie Begriffe und Formate mit den eigenen Vorgaben abgleichen. Zwei Dinge fallen schnell auf: Die Reihen sind nach der deutschen Klassenzählung benannt, zum Beispiel Klasse 8/9, und sie folgen der deutschen Rechtschreibung. Beides lässt sich im Lehrmaterial leicht anpassen, weil die Dateien auch als bearbeitbare Fassung vorliegen.

Jahresplanung mit einer Lektion pro Woche

Mit einer Lektion pro Woche lohnt sich der Verzicht auf Vollständigkeit. Wählen Sie pro Semester eine Reihe mit acht Bausteinen und rechnen Sie für jeden Baustein eine bis zwei Lektionen. Das Lehrmaterial der Reihen enthält eine Reihenplanung, die zeigt, wie sich die Bausteine auf Ihre Lektionen verteilen lassen. Reservieren Sie die letzten zwei bis drei Lektionen für Lernkontrolle und Projekt, damit die Reihe mit einem sichtbaren Ergebnis endet.

Eine mögliche Verteilung: Im ersten Semester der 3. Sek steht eine Reihe zu Daten, im zweiten eine zu Netzen und Sicherheit. In der 1. Sek bietet sich ein Einstieg in Algorithmen und Daten an, der nach der Primarschule an sehr unterschiedliche Vorkenntnisse anknüpft. Für diesen Einstieg eignet sich die Reihe Informatik-Einführung für Klasse 5/6, die bei Daten und Bedeutung beginnt und über Algorithmen, Schleifen und Variablen bis zu Rechnern und Netzen führt.

Daten und Datenbanken in der Sekundarschule

Datenbanken eignen sich, um abstrakte Informatik anschaulich zu machen, weil Tabellen aus dem Alltag bekannt sind. Die Reihe Daten und Datenbanken für Klasse 8/9 führt über Datensätze und Primärschlüssel zu Abfragen mit SELECT und WHERE und endet mit Datenqualität sowie Datenschutz und Rollen. Die Abfragen beziehen sich auf eine mitgelieferte Übungsdatenbank, die im Lernmaterial abgedruckt ist. Ihre Lernenden brauchen deshalb keine Software und keinen Rechnerraum.

Das ist für Schulen mit wenigen Geräten ein Vorteil. Die Abfragelabore bearbeiten die Lernenden auf Papier und prüfen die Ergebnisse an der abgedruckten Datenbank. Die Lehrperson sieht sofort, wo ein Verständnisfehler liegt, etwa bei der Bedingung in WHERE oder beim Verknüpfen über Schlüssel. Das Lehrmaterial enthält Lösungen zu allen acht Abfragelaboren und eine Rückmeldung zur Lernkontrolle. Die Reihe passt zum Teil Informatik und zur Medienbildung, wenn Sie Datenschutz einbeziehen.

Künstliche Intelligenz und Verschlüsselung

Fragen zu KI stellen Jugendliche von selbst, oft schon in der ersten Lektion des Semesters. Die Reihe KI-Reihe für Klasse 7–9 erklärt Merkmale und Klassen, Trainingsdaten, Testdaten, Fehlerarten und Verzerrung. Danach folgen Sprachmodelle, Erklärbarkeit und Verantwortung. Programmierkenntnisse setzt die Reihe nicht voraus. Sie eignet sich daher auch für eine Lektion im Wochenrhythmus, in der keine Geräte bereitstehen, und lässt Raum für Gespräche in der Klasse.

Für die 3. Sek passt zudem die Reihe Netzwerke und Verschlüsselung für Klasse 9/10. Sie behandelt Netz und Topologie, IP und Routing, DNS sowie Caesar-Code, Vigenère und symmetrische und asymmetrische Verfahren. Caesar-Code und Vigenère lassen sich auf Papier üben, bevor moderne Verfahren besprochen werden. Wenn Sie ergänzend Datenschutz und Phishing aufgreifen wollen, finden Sie bei den Einzelreihen Datenschutz und Datensicherheit und weiteren Reihen passende Ergänzungen.

Mögliche Reihenfolge der Reihen in der Sekundarschule

Stufe Reihe Schwerpunkt Beobachtung
1. Sek Informatik-Einführung Daten, Algorithmen, Variablen Lernkontrolle, Projekt
2. Sek Daten und Datenbanken Tabellen, SELECT, WHERE, Datenschutz Abfragelabore, Lernkontrolle
2./3. Sek Wie lernt eine Maschine? Trainingsdaten, Verzerrung, Sprachmodelle Fallkarten, Projekt
3. Sek Netzwerke und Verschlüsselung IP, DNS, Caesar, asymmetrische Verfahren Lernkontrolle, Projekt

Ein Vorschlag zur Orientierung. Die Verteilung der Lektionen regelt Ihre Schule nach den kantonalen Vorgaben.

Beurteilung: Lernkontrolle, Projekt, Beobachtung

Jede Reihe endet mit einer Lernkontrolle, in der die Lernenden das Gelernte selbstständig anwenden und erklären, und einem Projektauftrag mit Projektdokumentation. Beides gibt Ihnen Beobachtungsmaterial für die Beurteilung. Die Seite Differenzierung und Beobachtung im Lehrmaterial hilft, Rückmeldungen festzuhalten. Wie Medien und Informatik im Zeugnis erscheint und ob Noten oder Beurteilungsraster verwendet werden, regelt der Kanton und die Schule, nicht das Material.

Mit einer Lektion pro Woche sind lange Prüfungen kaum möglich. Verteilen Sie die Beurteilung deshalb auf mehrere Beobachtungen: eine kurze Lernkontrolle, das Projekt, die Mitarbeit in der Gruppe. Die Wortspeicher in den Reihen unterstützen die Fachsprache und lassen sich bei der Beurteilung einbeziehen. Halten Sie Kriterien vorab schriftlich fest und besprechen Sie sie mit der Klasse, bevor die Arbeit beginnt.

Zusammenarbeit im Team und mit anderen Fächern

Medien und Informatik wird an vielen Schulen von Lehrpersonen unterrichtet, die das Fach nicht studiert haben. Stimmen Sie sich im Team ab, welche Reihe in welchem Semester läuft, und halten Sie die Zuständigkeiten fest. Mit FachKomplett Informatik bündeln Sie Einzelreihen zu einem Paket, das sich über mehrere Jahre erweitern lässt. Das spart Zeit bei der Einarbeitung neuer Lehrpersonen und sorgt für eine gemeinsame Linie.

Auch andere Fächer lassen sich einbinden. In Natur und Technik passen Datenbanken und Messreihen zusammen, in Wirtschaft, Arbeit, Haushalt Datenschutz und digitale Spuren, in Ethik, Religionen, Gemeinschaft Fragen zu Verantwortung bei KI. Solche Verbindungen entlasten die einzelne Lektion, weil Themen in mehreren Fächern aufgegriffen werden. Planen Sie sie mit den Kolleginnen und Kollegen der Parallelklasse und tragen Sie sie in die gemeinsame Jahresplanung ein.

Reihen für Medien und Informatik

Einzelreihen für Informatik und Medien

Was die Informatik-Reihen enthalten

  • Acht BausteineJeder Baustein mit Einstieg, Übungsseite und Fall- und Materialkarte.
  • LernkontrolleEine Lernkontrolle zum selbstständigen Anwenden mit Rückmeldung für die Lehrperson.
  • ProjektauftragProjektauftrag mit Dokumentation als Beobachtungsgrundlage.
  • ReihenplanungDas Lehrmaterial zeigt, wie sich die Bausteine auf Ihre Lektionen verteilen.
  • WortspeicherZwei Wortspeicher unterstützen die Fachsprache.
  • PräsentationEine PPTX-Präsentation mit 17 Folien begleitet den Unterricht.

Das Material ist passend zum Lehrstoff aufgebaut – und falls etwas doch nicht zu euren Vorgaben passt, greift die stifo-Garantie: Wir passen es individuell für euch an.

Sie melden sich innerhalb von 30 Tagen nach dem Kauf, die angepasste Fassung erhalten Sie innerhalb von 10 Werktagen, ohne Zusatzkosten.

Weiterführende Seiten

Häufige Fragen

Wie viele Lektionen Medien und Informatik gibt es im Kanton Zürich?

Nach den vorliegenden Angaben je eine Lektion in der 5. und 6. Klasse sowie in der 1. und 3. Sek. Prüfen Sie die Stundentafel Ihrer Schule, sie kann abweichen.

Sind die Materialien für den Kanton Zürich angepasst?

Nein. Es sind deutsche Materialien, die sich einsetzen lassen, wenn Sie Begriffe und Formate mit den eigenen Vorgaben abgleichen. Dazu gehören die Klassenzählung und die Schreibweise.

Brauche ich Computer im Unterricht?

Für die Datenbank-, KI- und Verschlüsselungsreihen nicht zwingend. Die Aufgaben laufen auf Papier, mit abgedruckter Übungsdatenbank und Fallkarten.

Wie beurteile ich die Arbeit der Lernenden?

Die Reihen enthalten Lernkontrolle, Projektauftrag und Beobachtungshilfen. Wie Beurteilung und Zeugnis geregelt sind, bestimmen Kanton und Schule.

Welche Reihe passt für den Einstieg?

Für Lerngruppen mit wenig Vorerfahrung eignet sich die Einführung für Klasse 5/6. Für Daten die Reihe zu Datenbanken, für KI die Reihe zu Trainingsdaten und Verzerrung.

Kann ich die Dateien anpassen?

Ja. Lern- und Lehrmaterial liegen als PDF und DOCX vor. In der bearbeitbaren Fassung können Sie Schreibweisen und Begriffe an Ihre Schule anpassen.