Strom und Elektrizität - Unterrichtsreihe SEK I
Stromkreis, Leiter und Schaltungen mit einfachen Versuchen und Auswertungsaufgaben.
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NT · Biologie, Chemie, Physik · Zyklus 3
Unterrichtsmaterial für den Fachbereich Natur und Technik: Stromkreise, Kräfte und Maschinen, Kunststoffe und Stoffeigenschaften, Immunsystem und mikroskopisches Arbeiten. Alle Reihen enthalten Aufgaben mit Lösungen und lassen sich als Ergänzung zum kantonal obligatorischen Lehrmittel in einzelne Lektionen einbauen.
Kurz gesagt: Im 3. Zyklus löst sich Natur, Mensch, Gesellschaft in eigene Fachbereiche auf; Biologie, Chemie und Physik bilden gemeinsam den Fachbereich Natur und Technik. Das Material deckt alle drei Zugänge ab und ist als Ergänzung zum obligatorischen Lehrmittel gedacht. Wie Sie deutsche Vorlagen für Schweizer Schulzimmer anpassen, steht weiter unten Schritt für Schritt.
Der Lehrplan 21 führt Biologie, Chemie und Physik im 3. Zyklus unter einem gemeinsamen Dach zusammen. Das ist keine Verlegenheitslösung, sondern eine didaktische Setzung: Naturwissenschaftliches Denken – beobachten, vermuten, prüfen, erklären – soll als durchgehende Arbeitsweise aufgebaut werden, unabhängig davon, ob gerade ein Stromkreis, eine Zellstruktur oder eine Stoffumwandlung im Zentrum steht. Material, das nur Fachinhalte liefert, greift deshalb zu kurz.
Für die Praxis heisst das zweierlei. Erstens gehört das Experiment ins Zentrum, und zwar nicht als Show, sondern als Erkenntnisweg mit Fragestellung, Vermutung, Durchführung und Auswertung. Zweitens braucht es Aufgaben, an denen sichtbar wird, ob Lernende einen Zusammenhang wirklich erklären können oder nur ein Ergebnis abschreiben. Gute Zusatzreihen liefern beides: Anleitungen für einfache Versuche mit Material, das in jedem Schulzimmer vorhanden ist, und Aufgaben mit klar erkennbarem Anforderungsniveau.
Die folgenden Reihen decken zentrale Themenfelder des 3. Zyklus ab: Elektrizität und einfache Maschinen aus der Physik, Stoffe und ihre Eigenschaften aus der Chemie sowie Körper, Gesundheit und mikroskopisches Arbeiten aus der Biologie.
Stromkreis, Leiter und Schaltungen mit einfachen Versuchen und Auswertungsaufgaben.
Einfache Maschinen vom Hebel bis zum Flaschenzug – mit Experimenten und Rechenaufgaben.
Stoffeigenschaften, Herstellung und Umweltwirkung von Kunststoffen als Zugang zur Stofflehre.
Abwehrsystem des Körpers verständlich aufbereitet, inklusive Autoimmunerkrankungen.
Schrittweiser Aufbau des Mikroskopierens als naturwissenschaftliche Grundfertigkeit.
Ein tragfähiger Aufbau beginnt mit einer Alltagsbeobachtung und einer echten Frage: Warum leuchtet die Lampe nicht, wenn ein Kabel fehlt? Warum lässt sich eine Last mit dem Flaschenzug leichter heben? In den ersten zwei Lektionen wird die Frage geschärft und mit Vorwissen verknüpft. Danach folgen vier bis sechs Lektionen mit Versuchen in Gruppen, in denen jede Gruppe eine Variable untersucht und die Ergebnisse zusammengetragen werden.
Den Abschluss bildet die Sicherung: eine Modellzeichnung, eine Erklärung in eigenen Worten und eine Transferaufgabe auf eine neue Situation. Halten Sie schon bei der Planung fest, welche Kompetenzstufe eine Aufgabe bedient; so lässt sich die Lernkontrolle am Ende zielgenau zusammenstellen.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| 2. Zyklus (5.–8. Schuljahr) | Ausgewählte Reihen zu Tieren, Pflanzen und einfachen Versuchen | Beobachten und Beschreiben |
| 3. Zyklus, 7. Schuljahr | Mikroskopieren, Sinne, erste Stoffuntersuchungen | Arbeitsweisen und Fachsprache |
| 3. Zyklus, 8. Schuljahr | Elektrizität, Magnetismus, Kräfte und einfache Maschinen | Versuche planen und auswerten |
| 3. Zyklus, 9. Schuljahr | Kunststoffe, Energie, Immunsystem und Gesundheit | Erklären, Modellieren, Beurteilen |
| Sek II und Berufsfachschule | Wiederholung und Anschluss an Grundlagenfächer | Selbstständiges Experimentieren |
Im Fachbereich NT liegt die Hürde selten beim Interesse, sondern bei der Versprachlichung. Wer beim Versuch mitmacht, kann das Ergebnis noch lange nicht erklären. Bewährt hat sich deshalb eine dreifache Stufung derselben Aufgabe: Auf der ersten Stufe füllen Lernende ein vorstrukturiertes Versuchsprotokoll aus, auf der zweiten formulieren sie Beobachtung und Erklärung mit Satzbausteinen, auf der dritten planen sie einen eigenen Versuch zur gleichen Frage und begründen ihre Variablenwahl.
Weil die Sekundarstufe I je nach Kanton als gegliedertes, kooperatives oder integriertes Modell geführt wird, sollten Reihen ohne Umbau in Stammklassen und Niveauabteilungen einsetzbar sein. Ein gemeinsamer Wortspeicher zu Beginn jeder Sequenz hilft zusätzlich – besonders dort, wo die Integrative Förderung im Regelunterricht stattfindet und Lernende mit sehr unterschiedlichen Sprachvoraussetzungen am selben Experiment arbeiten.
Der Kompetenzaufbau führt vom Fachbereich über den Kompetenzbereich bis zur einzelnen Kompetenzstufe; in den Fachbereichen aus dem NMG-Strang wird meist ohne Buchstabenaspekt zitiert, also etwa NT 3.2. Für die Planung heisst das: Ordnen Sie eine Reihe zuerst einer Kompetenz des kantonalen Lehrplans zu und prüfen Sie dann, welche Stufen als Grundanspruch markiert sind. Diese Stufen sollen alle Lernenden bis Ende Zyklus erreichen.
Nützlich sind die Orientierungspunkte Ende der 4. Klasse und Mitte der 8. Klasse: Wer bis dahin Versuchsprotokoll, Modellzeichnung und Fachsprache aufgebaut hat, kann im 9. Schuljahr auf Beurteilungs- und Transferaufgaben setzen. Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist im Lehrplan 21 kein Fach, sondern ein Leitprinzip mit Themen wie natürliche Umwelt und Ressourcen – in NT lässt sich das über Kunststoffe, Energie und Ernährung einlösen, ohne den Fachinhalt zu verlassen.
Der auffälligste Punkt ist die Orthografie: Deutsches Material enthält das scharfe s, das auf Schweizer Tastaturen fehlt und in der Schule nicht gelehrt wird. Ersetzen Sie es konsequent durch ss – auch in Versuchsanleitungen, Lösungen und Beschriftungen, sonst wandert die Schreibweise in Schülertexte. Ebenso wichtig ist die Notenskala: Hier ist 6 die beste und 4 die genügende Note, in Deutschland ist es umgekehrt. Jeder Punkte-Noten-Schlüssel und jedes Bewertungsraster für Protokolle muss deshalb umgebaut werden.
Bei den Fachbezeichnungen gilt: Aus Sachunterricht wird NMG, aus dem Sammelbegriff Naturwissenschaften wird im 3. Zyklus Natur und Technik, während Wirtschaft, Arbeit, Haushalt sowie Räume, Zeiten, Gesellschaften eigene Fachbereiche sind. Verweise auf Kernlehrpläne, Inhaltsfelder oder einzelne deutsche Länder ersetzen Sie durch den Bezug zum kantonalen Lehrplan. Auch die Stufenangabe braucht eine Übersetzung, weil in der Deutschschweiz elf obligatorische Schuljahre gezählt werden – zeichnen Sie doppelt aus, etwa 8. Klasse beziehungsweise 10. Schuljahr im 3. Zyklus.
Bleiben die Details in Aufgabentexten: Beträge in fremder Währung in Sachaufgaben zu Energie, deutsche Netzbetreiber oder Ferientermine. Ersetzen Sie sie durch Schweizer Beispiele – etwa ein Wasserkraftwerk in der Region. Helvetismen wie Velo, Pneu oder Kehricht sind dabei korrektes Standarddeutsch und in Schülertexten kein Fehler. Planen Sie zudem in Lektionen zu 45 Minuten, damit die Sequenz zur Lektionentafel passt.
Unsere SinneNatur und Technik entsteht im 3. Zyklus aus der Aufteilung von Natur, Mensch, Gesellschaft und bündelt die Inhalte von Biologie, Chemie und Physik. Daneben stehen Räume, Zeiten, Gesellschaften, Wirtschaft, Arbeit, Haushalt sowie Ethik, Religionen, Gemeinschaft als eigene Fachbereiche.
Als Ergänzung ja, als Lehrwerk nein. Die Kantone führen obligatorische und alternativ-obligatorische Lehrmittelverzeichnisse; Material von aussen ergänzt diese Lehrmittel. Passen Sie vorher Schreibweise, Notenskala, Fachbezeichnungen und Beispiele an.
Rechnen Sie mit sechs bis zwölf Lektionen zu 45 Minuten, davon etwa die Hälfte für Versuche und deren Auswertung. Wenn die Zeit knapp wird, laufen Vertiefungen als Wahlaufträge, während die Grundansprüche gemeinsam gesichert werden.
Die Versuche sind auf gängiges Material ausgelegt, wie es in den meisten Schulzimmern und Sammlungen vorhanden ist. Prüfen Sie Anleitungen aus fremden Quellen dennoch immer gegen die Ausstattung und die Regeln Ihrer Schule, bevor die Klasse selbst experimentiert.
Nutzen Sie dieselbe Fragestellung auf drei Anspruchsniveaus: vorstrukturiertes Protokoll, Erklärung mit Satzbausteinen, eigene Versuchsplanung. So arbeiten alle am gleichen Inhalt, und die Rückmeldung bleibt für Sie überschaubar.
Alle Materialien sind digitale Downloads und stehen sofort nach dem Kauf zur Verfügung, weltweit und ohne Wartezeit. Die Dateien sind bearbeitbar, sodass sich Schreibweise, Beispiele und Bewertungsraster an die eigene Klasse anpassen lassen.