
Naturwerkstatt: Land Art & Naturkunst
Deine Klasse sammelt, ordnet und legt mit Naturmaterial – von ersten Reihungen bis zu großformatigen Bodenbildern draußen.
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LAND ART & NATURKUNST · KUNST SEK I
Du bringst deine Klasse raus aus dem Klassenzimmer: Mit Land Art gestaltet sie Kunst aus Naturmaterial – draußen, vergänglich und nah an echten Umwelt- und Kunstfragen.
Kurz gesagt: Land Art im Kunstunterricht bedeutet, mit gesammeltem Naturmaterial wie Laub, Steinen oder Ästen direkt vor Ort Formen und Anordnungen zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen Material, Ort und Vergänglichkeit statt Dauerhaftigkeit – dokumentiert wird meist per Foto. Für die Sek I eignet sich das Thema für projektorientiertes, nachhaltiges Arbeiten draußen.
Land Art holt Kunstunterricht aus dem Klassenzimmer hinaus in die Umgebung der Schule. Statt mit Farbe oder Papier arbeitet deine Klasse mit dem, was sie draußen findet: Blätter, Zweige, Steine, Sand oder Kastanien werden gesammelt, sortiert und zu Formen, Reihen, Kreisen oder größeren Bildern angeordnet. Anders als bei klassischen Werken bleibt das Ergebnis nicht dauerhaft erhalten – Wind, Wetter und Zeit verändern oder lösen die Arbeit wieder auf. Genau diese Vergänglichkeit ist Teil der künstlerischen Idee und wird im Unterricht bewusst thematisiert und reflektiert. Festgehalten wird das Ergebnis meist fotografisch, sodass Prozess und Dokumentation gleichermaßen zum Lernprozess gehören.
Land Art verbindet gestalterisches Arbeiten mit Naturbegegnung, Nachhaltigkeit und Teamarbeit – Aspekte, die im Kunstunterricht der Sekundarstufe I zunehmend Raum einnehmen. Deine Klasse setzt sich mit Material, Farbe, Form und Anordnung im Raum auseinander, ohne dass zusätzliches Verbrauchsmaterial nötig ist, da mit dem gearbeitet wird, was vor Ort vorhanden ist. Gleichzeitig lässt sich das Thema gut projektorientiert und fächerübergreifend anlegen, etwa mit Bezügen zu Umwelt- und Naturthemen. So erweiterst du klassische Techniken wie Zeichnung oder plastisches Gestalten um eine Praxis, bei der Prozess, Ort und Vergänglichkeit im Mittelpunkt stehen.
Die folgende Reihe führt direkt in Land Art und Naturkunst ein. Ergänzend findest du verwandte Werkstätten aus dem Kunstunterricht der Sek I, die sich gut anschließen oder abwechslungsreich kombinieren lassen.

Deine Klasse sammelt, ordnet und legt mit Naturmaterial – von ersten Reihungen bis zu großformatigen Bodenbildern draußen.

Vom Relief über Draht bis Pappmaché: eine weitere Reihe zum räumlichen Arbeiten, die sich gut an Land-Art-Projekte anschließt.

Ausdruck, Gesicht und Verwandlung: eine Reihe zur eigenen Maskengestaltung, die sich als Ergänzung zu Naturkunst-Projekten eignet.

Symmetrie, Rapport und Bordüre: gestaltete Anordnung auf dem Papier – als Gegenstück zur Anordnung im Freien bei Land Art.

Schablone, Schriftzug und Botschaft im öffentlichen Raum – Gestalten draußen aus einer anderen Perspektive als bei Land Art.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Kl. 5–6 | Einstieg in Land Art mit einfachen Reihungen und Formen | Material sammeln, ordnen, erste Anordnungen legen |
| Kl. 7–8 | Vertiefende Gestaltungsaufgaben im Freien | Komposition, Farbe und Struktur bewusst einsetzen |
| Kl. 9 | Projektorientiertes Arbeiten mit Reflexion | Vergänglichkeit, Dokumentation und Werkbetrachtung |
Land Art bezeichnet das Gestalten mit Naturmaterialien wie Blättern, Steinen, Zweigen oder Sand direkt am Fundort. Statt zu malen oder zu kleben, ordnest du mit deiner Klasse Material zu Formen, Reihen oder Mustern an – meist im Freien, oft zeitlich begrenzt und vergänglich.
Du brauchst kein zusätzliches Material – gesammelt wird direkt am Schulgelände oder in der näheren Umgebung: Laub, Äste, Steine, Sand, Kastanien oder Ähnliches. Kamera oder Smartphone für die Dokumentation sowie feste Schuhe für draußen genügen.
Land Art lässt sich über die gesamte Sekundarstufe I hinweg einsetzen. In Klasse 5–6 stehen einfache Reihungen und Formen im Vordergrund, in Klasse 7–9 kommen anspruchsvollere Kompositionen, Dokumentation und Reflexion über Vergänglichkeit hinzu.
Bewertet werden in der Regel Prozess und Ergebnis gemeinsam: die Auseinandersetzung mit Material und Ort, die gestalterische Anordnung sowie die fotografische Dokumentation. Klare Kriterien und Reflexionsfragen helfen dir bei einer nachvollziehbaren Einschätzung.
Ja. Auch ein Schulhof, ein Park in der Nähe oder mitgebrachtes Material im Klassenraum reichen aus, um die Grundideen von Anordnung und Vergänglichkeit zu erarbeiten – ein naturnaher Außenbereich ist hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung.