Kunst· Sek II

Unterrichtsreihe Claude Monet – Impressionismus und Lichtmalerei planen

von Luca 11.09.2026 1 Min. Lesezeit
Claude Monet – Impressionismus und Lichtmalerei

Eine Unterrichtsreihe zu Claude Monet staffelt Aufgaben von AFB I bis III: erst Merkmale der Lichtmalerei wie Pinselduktus und Farbauftrag an einem Werk beschreiben, dann Bilder zur Serienmalerei vergleichend einordnen, zuletzt eine eigene Lichtstudie malen und deren Wirkung an einem unbekannten Werk begründet deuten, wie es die Klausur verlangt.

Material zu diesem Artikel

Die im Text erwähnten Unterrichtsmaterialien auf einen Blick. Digitaler Download, sofort einsetzbar.

AFB I: Merkmale der Lichtmalerei beschreiben

Zum Einstieg beschreibt die Lerngruppe ein Werk wie eine der Seerosen anhand fester Kategorien: Pinselduktus, Farbauftrag, Auflösung der Kontur. Begriffe wie Lichtmalerei und Komplementärkontrast werden hier eingeführt und geübt, nicht erst in der Klausur erwartet.

Die Reihe zu Claude Monet mit Impressionismus und Lichtmalerei liefert dafür mehrere Werkbeispiele, an denen sich diese Begriffe wiederholt anwenden lassen, bevor die Lerngruppe selbst vergleicht.

Ein zweites Werk mit ähnlichem Bildaufbau festigt das Vokabular, bevor in der nächsten Stufe zwei Fassungen desselben Motivs gegenübergestellt werden.

Ein typischer Fehler in dieser Phase ist die Beschreibung des Bildeindrucks als bloß „verschwommen“, ohne den sichtbaren Pinselduktus als bewusstes Gestaltungsmittel zu benennen. Lassen Sie die Lerngruppe testweise einen Ausschnitt stark vergrößern, damit einzelne Pinselstriche sichtbar werden und der Begriff Pinselduktus an einem konkreten Beispiel verankert wird.

AFB II: Serienbilder vergleichen und einordnen

Nach der Beschreibung vergleicht die Lerngruppe zwei Fassungen desselben Motivs zu unterschiedlicher Tageszeit und ordnet begründet ein, wie sich Lichtstimmung und Farbwahl ändern. Diese Stufe verlangt Argumentation auf Basis der Merkmale, noch kein abschließendes Urteil zur künstlerischen Absicht.

Ergänzend zeigt der Beitrag zu Édouard Manet in der Q1 mit einem Reihenplan für sechs Doppelstunden, wie sich der Übergang von Manet zu Monet innerhalb einer Reihe zum Bildkonzept der Moderne anschließen lässt.

Für den Vergleich zweier Fassungen reichen etwa zwanzig Minuten, wenn sich die Lerngruppe auf höchstens drei Unterschiede konzentriert; eine vollständige Auflistung aller Abweichungen kostet Zeit, ohne den Erkenntnisgewinn wesentlich zu erhöhen. Ein weiterer verbreiteter Irrtum ist die Annahme, die Serienbilder seien spontan und ungeplant entstanden; tatsächlich wählte Monet Standort und Tageszeit gezielt, was sich anhand der Vergleichsbilder gut belegen lässt.

AFB III: Eigene Lichtstudie und Werturteil

Am Ende der Reihe malt die Lerngruppe eine eigene kleine Lichtstudie zu einem selbst gewählten Motiv und deutet anschließend selbstständig ein unbekanntes impressionistisches Werk samt begründetem Werturteil. Dieses Format entspricht dem Aufbau der schriftlichen und fachpraktischen Prüfung.

Die zweite Verlinkung der Reihe zu Claude Monet passt hier, weil das Material genau für diesen Übergang zur freien Deutungsaufgabe angelegt ist.

Für die Bewertung der Deutungsaufgabe eignet sich eine Dreiteilung aus Beschreibung, Einordnung in die Merkmale der Lichtmalerei und begründetem Werturteil. Wer nur beschreibt, ohne die zuvor geübten Fachbegriffe zu verwenden, bleibt unterhalb der für die Klausur erwarteten Anforderungsstufe.

Materialverbrauch, Trockenzeit und Prüfungsbezug

Wie sich diese Anforderung im Kunst-Abitur 2027 in Berlin mit Bildanalyse und fachpraktischer Prüfung konkret zeigt, beschreibt der verlinkte Beitrag, der auch Hinweise zu realistischen Zeitvorgaben in der Prüfung enthält.

Für die eigene Lichtstudie braucht es reichlich Deckweiß und mehrere Blautöne, die bei nasser Mischtechnik schneller verbraucht sind als bei linearem Arbeiten; planen Sie außerdem eine Trockenzeit über die Pause ein, bevor die Zwischenpräsentation beginnt.

Für eine Lerngruppe mit wenig Erfahrung im Umgang mit Farbe lässt sich die Lichtstudie durch eine fotografische Aufgabe ersetzen: Dasselbe Motiv wird zu unterschiedlichen Tageszeiten fotografiert, die Lichtveränderung anschließend schriftlich mit denselben Fachbegriffen wie bei Monet beschrieben.

Reihenaufbau und Anschluss an andere Positionen

Für die Sequenzlogik über mehrere Wochen orientiert die Orientierung zu Aufbau und Länge einer Unterrichtsreihe, während die Übersicht zu Unterrichtsreihen im Kunst-Praxisunterricht über mehrere Stunden Übungs- und Werkphase einordnet.

Als Anschluss eignet sich die Arbeit zu Andreas Gursky und der digitalen Großbildfotografie, wenn die Reihe von der Malerei zur zeitgenössischen Fotografie weiterführen soll und einen Zeitsprung in die Gegenwart wagt.

Für Übungsphasen mit heterogenem Vorwissen hilft zudem die Gestaltung von Übungsphasen zu Beuys und Kusama im Kunstkurs der Sek II, falls parallel weitere Positionen der Moderne behandelt werden.

Häufige Fragen

Wie viele Doppelstunden braucht eine Reihe zu Claude Monet?

Für die drei Aufgabenstufen sind sechs bis acht Doppelstunden realistisch: zwei bis drei für Beschreibung der Merkmale, zwei für den Serienvergleich, der Rest für die eigene Lichtstudie samt Deutungsaufgabe. Bei knapper Materialausstattung braucht der praktische Teil oft eine zusätzliche Doppelstunde für Trocknen und Aufräumen.

Muss die eigene Lichtstudie mit Ölfarbe gemalt werden?

Nein, für die Schule reicht Acryl- oder Deckfarbe völlig aus, die Prinzipien von Pinselduktus und Farbmischung lassen sich damit ebenso zeigen. Wichtiger als das Material ist, dass genug Trockenzeit eingeplant wird, bevor die Ergebnisse in der Zwischenpräsentation besprochen werden und nebeneinander hängen.

Wie bewerte ich Prozess und Produkt bei der Lichtstudie gemeinsam?

Legen Sie eine kurze Prozessmappe mit Farbmischproben, einer Skizze und der fertigen Studie an, dazu einen Begründungstext zur Farbwahl. So fließen sowohl die Entscheidungen während des Malens als auch das Ergebnis in die Bewertung ein, unabhängig vom individuellen malerischen Vorwissen der Lernenden.

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Über den Autor
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Luca
Bildungsgestalter & Gründer von stifo.de

Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.

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Die Materialien orientieren sich an den veröffentlichten Vorgaben der Länder - je nach Bundesland am Kernlehrplan, Kerncurriculum, Bildungsplan, Rahmenlehrplan oder an den Fachanforderungen. Für viele Fächer gibt es eigene Pakete je Bundesland.

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