Geschichte· Sek I

Pest im Mittelalter im Geschichtsunterricht Sek I: Unterrichtsreihe zu Ursachen, Folgen und Quellenarbeit

von Luca 10.06.2026 1 Min. Lesezeit
Pest im Mittelalter im Geschichtsunterricht Sek I mit Quellenarbeit, Karte, Ursachen und Folgen

Die Pest im Mittelalter im Geschichtsunterricht bietet Dir einen besonders anschaulichen Zugang zu mittelalterlicher Lebenswelt, Krisenerfahrungen, medizinischem Wissen, religiösen Deutungen und gesellschaftlichem Wandel. In diesem Beitrag bekommst Du eine konkrete Unterrichtsreihe für die Sekundarstufe I mit Leitfragen, Methoden, Aufgaben, Differenzierung und passenden Materialien.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen im Mittelalter mit einer existenziellen Krise umgingen, die sie medizinisch kaum erklären und noch weniger kontrollieren konnten. Dadurch lässt sich historisches Denken besonders gut fördern: Schüler:innen arbeiten mit Quellen, vergleichen Deutungen, untersuchen Ursachen und Folgen und reflektieren den Umgang mit Unsicherheit in vergangenen Gesellschaften.

Warum die Pest im Mittelalter im Geschichtsunterricht wichtig ist

Die Pest ist eines der bekanntesten Themen des Mittelalters. Gleichzeitig besteht im Unterricht die Gefahr, sie nur als schauriges Ereignis mit Totenköpfen, Pestmasken und schwarzen Bildern zu behandeln. Didaktisch stärker ist ein anderer Zugang: Die Pest wird als historisches Schlüsselereignis untersucht, das zeigt, wie Gesellschaften Krisen erklären, bewältigen und erinnern.

Für den Geschichtsunterricht der Sek I ist das Thema besonders geeignet, weil es mehrere Kompetenzbereiche verbindet. Schüler:innen können historische Karten auswerten, Bildquellen analysieren, zeitgenössische Erklärungen untersuchen, gesellschaftliche Folgen einordnen und Maßnahmen aus damaliger Perspektive beurteilen.

Die Pest ermöglicht außerdem einen lebensweltlichen Zugang, ohne vorschnelle Gegenwartsvergleiche zu erzwingen. Lernende kennen Krisen, Unsicherheit und medizinische Schutzmaßnahmen aus ihrer eigenen Welt. Im Unterricht sollte aber deutlich werden: Das Mittelalter hatte andere Wissensbestände, andere religiöse Deutungsmuster und andere gesellschaftliche Strukturen.

Weitere Materialien zu Mittelalter, Quellenarbeit, Antike, Neuzeit und Zeitgeschichte findest Du auf der Übersichtsseite Geschichte Unterrichtsmaterial Sek I für Klasse 5 bis 9.

Pest im Mittelalter im Geschichtsunterricht: zentrale Begriffe klären

Damit die Unterrichtsreihe fachlich tragfähig ist, sollten zentrale Begriffe früh geklärt werden. Gerade bei der Pest vermischen sich im Unterricht oft heutiges medizinisches Wissen, mittelalterliche Deutungen und populäre Bilder.

Pest

Die Pest bezeichnet eine schwere Infektionskrankheit, die im Mittelalter in mehreren Wellen auftrat und besonders im 14. Jahrhundert große Teile Europas erfasste. Im Unterricht ist wichtig, zwischen moderner medizinischer Erklärung und mittelalterlicher Wahrnehmung zu unterscheiden.

Schwarzer Tod

Als „Schwarzer Tod“ wird häufig die große Pestwelle des 14. Jahrhunderts bezeichnet. Der Begriff ist stark mit späteren Deutungen und Bildern verbunden. Im Unterricht kann er genutzt werden, sollte aber historisch eingeordnet werden.

Quarantäne

Quarantäne bezeichnet die zeitweilige Absonderung von Menschen, Waren oder Schiffen, um die Ausbreitung einer Krankheit zu verhindern. Für Schüler:innen ist interessant, dass Schutzmaßnahmen oft aus Beobachtung und Erfahrung entstanden, auch wenn die medizinischen Ursachen noch nicht vollständig verstanden wurden.

Quellenarbeit

Quellenarbeit bedeutet, historische Zeugnisse zu untersuchen, einzuordnen und kritisch zu befragen. Beim Thema Pest eignen sich Chroniken, Bildquellen, Stadtordnungen, religiöse Texte, Karten und Darstellungen späterer Jahrhunderte.

Historische Urteilsbildung

Historische Urteilsbildung bedeutet, vergangenes Handeln aus der damaligen Zeit heraus zu verstehen und zugleich begründet zu bewerten. Beim Thema Pest ist das besonders wichtig, weil heutiges Wissen nicht einfach auf mittelalterliche Menschen übertragen werden darf.

Stundensequenz: Pest im Mittelalter im Geschichtsunterricht unterrichten

Die folgende Unterrichtsreihe ist auf 8 Einzelstunden angelegt. Du kannst sie als kompakte Einheit, Doppelstundenreihe oder als Teil einer größeren Mittelalter-Sequenz einsetzen.

Stunde 1: Einstieg – Eine Stadt gerät in Angst

Leitfrage: Wie erleben Menschen eine Krise, die sie nicht erklären können?

Als Einstieg eignet sich eine kurze fiktive Szene aus einer mittelalterlichen Stadt: Gerüchte über eine Krankheit verbreiten sich, Menschen sterben plötzlich, Händler bleiben aus, religiöse Deutungen entstehen. Die Schüler:innen sollen zunächst beschreiben, welche Fragen, Ängste und Vermutungen in einer solchen Situation entstehen könnten.

Methode: Bildimpuls oder kurzer Erzähltext mit Think-Pair-Share.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden notieren drei Fragen, die Menschen in einer mittelalterlichen Stadt zur Pest gehabt haben könnten. Anschließend sortiert die Klasse die Fragen nach Ursachen, Ausbreitung, Deutung, Schutzmaßnahmen und Folgen.

Sicherung: Die Pest war für mittelalterliche Menschen nicht nur eine medizinische, sondern auch eine religiöse, soziale, wirtschaftliche und politische Krise.

Stunde 2: Ausbreitung der Pest über Handelswege

Leitfrage: Wie konnte sich die Pest im Mittelalter so schnell verbreiten?

In dieser Stunde arbeitest Du mit Kartenmaterial. Die Schüler:innen untersuchen, welche Rolle Handelswege, Städte, Häfen, Mobilität und Warenverkehr bei der Ausbreitung gespielt haben könnten.

Methode: Kartenarbeit mit Auswertungsfragen.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden markieren vermutete Ausbreitungswege, wichtige Handelsräume und dicht besiedelte Orte. Danach formulieren sie eine historische Erklärung: „Die Pest konnte sich besonders stark ausbreiten, weil ...“

Sicherung: Die Ausbreitung der Pest war eng mit Mobilität, Handel und städtischen Netzwerken verbunden. Geschichte wird hier als Zusammenspiel von Raum, Wirtschaft und Gesellschaft sichtbar.

Für methodische Grundlagen zur historischen Orientierung passt das Material Wir erstellen unseren eigenen Zeitstrahl im Geschichtsunterricht.

Stunde 3: Mittelalterliche Erklärungen und heutiges Wissen vergleichen

Leitfrage: Wie erklärten Menschen im Mittelalter die Pest?

Diese Stunde eignet sich besonders für Perspektivwechsel. Schüler:innen vergleichen heutige medizinische Erklärungen mit mittelalterlichen Deutungen, etwa Strafe Gottes, schlechte Luft, ungünstige Sternenkonstellationen oder moralische Verfehlungen.

Methode: Vergleichstabelle mit Quellen- oder Materialauszügen.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden ordnen verschiedene Erklärungen zwei Kategorien zu: „heutige medizinische Erklärung“ und „mittelalterliche Deutung“. Danach beurteilen sie, warum mittelalterliche Erklärungen aus damaliger Sicht plausibel wirken konnten.

Deutung Einordnung Warum konnte sie damals plausibel wirken?
Strafe Gottes religiöse Deutung Religion prägte Weltbild und Alltag stark
schlechte Luft medizinische Deutung der Zeit Gerüche, Verwesung und Krankheit wurden verbunden
Ansteckung durch Nähe beobachtungsbasierte Erklärung Krankheit trat häufig in Haushalten und Städten gehäuft auf

Sicherung: Historisches Verstehen bedeutet, Deutungen aus ihrem jeweiligen Weltbild heraus einzuordnen, ohne sie vorschnell mit heutiger Perspektive abzuwerten.

Stunde 4: Quellenarbeit – Was berichten Zeitgenossen?

Leitfrage: Was können Quellen über Wahrnehmung, Angst und Deutung der Pest zeigen?

In dieser Stunde steht die Quellenarbeit im Mittelpunkt. Geeignet sind kurze Chronikauszüge, Bildquellen oder städtische Regelungen. Die Lernenden untersuchen, was die Quelle zeigt, aus welcher Perspektive sie spricht und welche Fragen offenbleiben.

Methode: Quellenanalyse mit Leitfragen.

Konkrete Aufgabe: Die Schüler:innen bearbeiten eine Quelle anhand eines Rasters:

  • Wer könnte die Quelle verfasst oder erstellt haben?
  • Was wird über die Pest berichtet?
  • Welche Gefühle oder Bewertungen werden sichtbar?
  • Welche Erklärung für die Pest wird nahegelegt?
  • Welche Informationen fehlen?

Sicherung: Quellen zeigen nicht einfach „wie es war“, sondern geben Einblicke in Wahrnehmungen, Deutungen und Interessen ihrer Zeit.

Als methodischer Anschluss eignet sich Was machen Historiker und Archäologen? Unterrichtsmaterial Geschichte Sek I, wenn Du Quellenkritik und historische Arbeitsweisen vertiefen möchtest.

Stunde 5: Gesellschaftliche Folgen der Pest

Leitfrage: Wie veränderte die Pest das Leben im Mittelalter?

Die Pest hatte nicht nur gesundheitliche Folgen. Sie beeinflusste Arbeitswelt, soziale Ordnung, religiöses Leben, Stadtentwicklung und wirtschaftliche Beziehungen. In dieser Stunde untersuchen Schüler:innen unterschiedliche Auswirkungen.

Methode: Gruppenpuzzle zu Folgen der Pest.

Konkrete Aufgabe: Jede Gruppe bearbeitet einen Bereich: Bevölkerung, Wirtschaft, Religion, Stadtleben, Landwirtschaft oder soziale Konflikte. Danach erstellen die Gruppen ein gemeinsames Ursache-Folge-Schaubild.

Sicherung: Historische Ereignisse wirken selten nur in einem Bereich. Die Pest veränderte viele Lebensbereiche gleichzeitig und kann deshalb als tiefgreifende Krise der mittelalterlichen Gesellschaft untersucht werden.

Stunde 6: Maßnahmen gegen die Pest

Leitfrage: Welche Maßnahmen entwickelten Menschen gegen die Pest und wie sinnvoll waren sie?

In dieser Stunde stehen Handlungsoptionen im Mittelpunkt. Schüler:innen untersuchen Schutzmaßnahmen wie Isolation, Flucht, Gebete, Prozessionen, Stadtordnungen, Handelsbeschränkungen oder frühe Formen von Quarantäne.

Methode: Maßnahmen-Ranking mit historischer Begründung.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden ordnen Maßnahmen nach zwei Kriterien: „aus damaliger Sicht nachvollziehbar“ und „aus heutiger Sicht wirksam“. Dadurch wird deutlich, dass historische Urteile mehrdimensional sein müssen.

Maßnahme Aus damaliger Sicht nachvollziehbar? Aus heutiger Sicht wirksam?
Flucht aus der Stadt ja, wenn Krankheit in Städten stark auftrat teilweise, konnte aber Ausbreitung fördern
Isolation Erkrankter ja, bei beobachteter Ansteckung grundsätzlich sinnvoll
Gebete und Prozessionen im religiösen Weltbild nachvollziehbar medizinisch nicht wirksam

Sicherung: Historische Maßnahmen sollten aus ihrer Zeit verstanden und anschließend differenziert beurteilt werden.

Stunde 7: Schuldzuweisungen, Angst und Ausgrenzung

Leitfrage: Warum suchen Gesellschaften in Krisen nach Schuldigen?

Diese Stunde ist sensibel, aber sehr wichtig. In Krisenzeiten kam es immer wieder zu Schuldzuweisungen, Ausgrenzung und Gewalt. Der Unterricht sollte hier klar historisch arbeiten und gleichzeitig die Mechanismen von Angst, Gerüchten und Feindbildern reflektieren.

Methode: Quellen- oder Fallanalyse mit Reflexionsphase.

Konkrete Aufgabe: Die Schüler:innen untersuchen ein Fallbeispiel zu Gerüchten oder Ausgrenzung in Pestzeiten. Sie analysieren, welche Interessen, Ängste oder Deutungsmuster sichtbar werden.

Reflexion: Die Lernenden formulieren allgemeine Mechanismen: Unsicherheit, fehlendes Wissen, Angst, Gruppendruck, religiöse oder soziale Vorurteile und politische Interessen können Schuldzuweisungen verstärken.

Als weiterführender Anschluss zu Ausgrenzung und gesellschaftlicher Verantwortung kann das Material Black History Month im Geschichtsunterricht Sek I eingesetzt werden, wenn Du Mechanismen von Diskriminierung historisch weiter vertiefen möchtest.

Stunde 8: Abschluss – Die Pest als historisches Schlüsselereignis beurteilen

Leitfrage: Warum war die Pest mehr als nur eine Krankheit?

Zum Abschluss erstellen die Schüler:innen ein Lernprodukt, das Ursachen, Deutungen, Maßnahmen und Folgen verbindet. Besonders geeignet sind ein Ursache-Folge-Schaubild, eine Concept Map, ein historischer Zeitungsartikel oder eine schriftliche Urteilsaufgabe.

Methode: Lernprodukt mit Erwartungshorizont.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden beantworten die Frage: „Inwiefern veränderte die Pest die mittelalterliche Gesellschaft?“ Die Antwort soll mindestens drei Bereiche einbeziehen: Alltag, Religion, Wirtschaft, soziale Ordnung oder Stadtleben.

Bewertung: Ein Erwartungshorizont kann Sachwissen, Quellenbezug, historische Einordnung, Multiperspektivität und begründetes Urteil berücksichtigen.

Pest im Mittelalter im Geschichtsunterricht: Kompetenzen gezielt fördern

Sachkompetenz

Schüler:innen erklären Ursachen, Ausbreitung, Deutungen, Maßnahmen und Folgen der Pest im Mittelalter. Sie ordnen die Pest als historisches Schlüsselereignis in mittelalterliche Lebenswelten ein.

Methodenkompetenz

Die Lernenden werten Karten, Bildquellen, Textquellen, Chroniken, Tabellen und Zeitstrahlen aus. Sie erkennen, dass unterschiedliche Materialien unterschiedliche historische Fragen beantworten können.

Urteilskompetenz

Schüler:innen beurteilen mittelalterliche Deutungen und Maßnahmen aus damaliger und heutiger Perspektive. Dabei lernen sie, vorschnelle Gegenwartsurteile zu vermeiden.

Orientierungskompetenz

Die Reihe hilft den Lernenden, historische Krisenerfahrungen einzuordnen und zu verstehen, dass Gesellschaften mit Unsicherheit, Angst und fehlendem Wissen unterschiedlich umgehen.

Kommunikationskompetenz

Durch Gruppenpuzzle, Quellenarbeit und Diskussionen formulieren Schüler:innen historische Erklärungen, begründen Urteile und präsentieren Ergebnisse strukturiert.

Differenzierung bei der Unterrichtsreihe zur Pest

Unterstützung für schwächere Lernende

Das Thema ist inhaltlich stark, kann aber sprachlich und emotional anspruchsvoll sein. Schwächere Lernende profitieren von klaren Strukturen und entlastetem Material.

  • vereinfachte Quellenauszüge mit Worterklärungen
  • Kartenarbeit mit vorgegebenen Markierungen
  • Satzstarter für Quellenanalyse
  • Ursache-Folge-Karten zum Sortieren
  • Glossar zu Pest, Quarantäne, Chronik, Quelle und Mittelalter
  • Tabellen statt vollständig freier Schreibaufträge

Besonders hilfreich ist es, zwischen Beschreibung, Erklärung und Bewertung sichtbar zu unterscheiden. So verstehen Schüler:innen besser, welche Denkoperation gerade gefordert ist.

Erweiterung für stärkere Lernende

Leistungsstärkere Schüler:innen können stärker mit Multiperspektivität, Quellenkritik und historischen Urteilen arbeiten.

  • Vergleich mehrerer Quellen zur Pest
  • Analyse unterschiedlicher Deutungsmuster
  • Diskussion über die Grenzen mittelalterlicher Medizin
  • Urteilsaufgabe zu Maßnahmen gegen die Pest
  • Vergleich von Stadt und Land
  • Reflexion über Erinnerungskultur und spätere Darstellungen der Pest

Offene Aufgaben eignen sich besonders, wenn Schüler:innen historische Argumente selbst gewichten und begründen sollen.

Typische Fehler und Herausforderungen im Unterricht

Zu viel Gruseleffekt, zu wenig historische Analyse

Die Pest wirkt auf Schüler:innen oft automatisch spannend. Wenn der Unterricht aber nur auf Schockbilder, Krankheitssymptome oder düstere Atmosphäre setzt, bleibt das historische Lernen oberflächlich. Entscheidend ist die Analyse von Ursachen, Deutungen, Maßnahmen und Folgen.

Heutiges Wissen wird unreflektiert übertragen

Schüler:innen beurteilen mittelalterliche Menschen schnell als unwissend oder irrational. Hier braucht es historische Kontextualisierung: Menschen handelten auf Grundlage ihres damaligen Wissens, ihrer Religion und ihrer sozialen Ordnung.

Quellen werden als einfache Informationsspeicher gelesen

Quellen müssen kritisch befragt werden. Wer spricht? Mit welchem Interesse? Was wird betont? Was bleibt unsichtbar? Gerade Pestquellen zeigen häufig Angst, Deutung und Wertung.

Gesellschaftliche Folgen werden zu kurz behandelt

Die Pest sollte nicht nur als medizinische Katastrophe erscheinen. Wichtig sind wirtschaftliche, religiöse, soziale und politische Folgen. Erst dadurch wird das Thema historisch wirklich ergiebig.

Schuldzuweisungen werden nicht sensibel genug aufgearbeitet

Ausgrenzung und Gewalt in Krisenzeiten müssen klar und verantwortungsvoll thematisiert werden. Dabei sollte der Fokus auf historischen Mechanismen, Quellenkritik und menschenfeindlichen Deutungen liegen.

Passendes Material: Die Pest im Mittelalter

Wenn Du die Pest im Mittelalter im Geschichtsunterricht als vollständige Unterrichtsreihe behandeln möchtest, kann das Material Die Pest im Mittelalter – Komplettpaket Geschichte Sek I eine strukturierte Grundlage sein.

Das Material passt besonders dann, wenn Du nicht nur einen kurzen Einstieg in das Thema suchst, sondern Ursachen, Ausbreitung, Deutungen, Maßnahmen und Folgen der Pest zusammenhängend bearbeiten möchtest. Die Produktseite beschreibt das Paket als umfangreiches Unterrichtspaket für die Sekundarstufe I mit fachdidaktischer Handreichung und Erwartungshorizont.

Für Deinen Unterricht ist das hilfreich, weil sich das Thema mit Quellenarbeit, Kartenarbeit, kreativen Aufgaben und historischer Urteilsbildung verbinden lässt. Du kannst das Material als vollständige Reihe, für einzelne Doppelstunden, zur Wiederholung des Mittelalters oder als Grundlage für ein Gruppenpuzzle nutzen.

Weitere passende Materialien für Geschichte Sek I

Die Pest lässt sich gut in größere Unterrichtszusammenhänge einbetten. Besonders sinnvoll sind Materialien zum Mittelalter, zur historischen Methode, zu Zeitstrahlen, zur frühen Neuzeit und zu gesellschaftlichem Wandel.

Als ergänzenden Blogimpuls kannst Du den Beitrag Kernlehrplan Geschichte in NRW praxisnah unterrichten nutzen, wenn Du die Reihe stärker mit Kompetenzorientierung, Quellenarbeit und historischer Urteilsbildung verknüpfen möchtest.

Die Pest im Mittelalter als Thema historischer Urteilsbildung

Die Pest im Mittelalter eignet sich besonders gut, um historische Urteilsbildung zu fördern. Schüler:innen müssen nicht nur lernen, was geschah, sondern warum Menschen so handelten, wie sie handelten. Dabei wird deutlich, dass historische Entscheidungen immer an Wissen, Weltbilder, Machtverhältnisse und Handlungsmöglichkeiten gebunden sind.

Ein roter Faden für die Reihe kann lauten:

  1. Die Pest breitet sich in einer vernetzten mittelalterlichen Welt aus.
  2. Menschen deuten die Krise mit den Erklärungsmustern ihrer Zeit.
  3. Städte, Kirchen und Gemeinschaften entwickeln unterschiedliche Maßnahmen.
  4. Angst und Unsicherheit können Solidarität, aber auch Ausgrenzung verstärken.
  5. Die Pest verändert Wirtschaft, Gesellschaft, Religion und Alltag.
  6. Historisches Verstehen erfordert Quellenarbeit und Perspektivwechsel.

So wird die Pest nicht nur als Katastrophe behandelt, sondern als vielschichtiges historisches Thema, das zentrale Kompetenzen des Geschichtsunterrichts stärkt.

FAQ: Pest im Mittelalter im Geschichtsunterricht

Wie kann man die Pest im Mittelalter im Unterricht einführen?

Ein guter Einstieg gelingt über eine Bildquelle, eine kurze Stadtszene oder eine Karte zur Ausbreitung. Wichtig ist, nicht nur Angst und Schrecken zu zeigen, sondern direkt historische Fragen zu Ursachen, Deutungen und Folgen zu entwickeln.

Welche Kompetenzen fördert das Thema Pest im Mittelalter?

Das Thema fördert Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Quellenarbeit, historische Urteilsbildung und Orientierungskompetenz. Besonders stark ist die Verbindung aus Kartenarbeit, Quellenanalyse und Perspektivwechsel.

Welche Quellen eignen sich zur Pest im Mittelalter?

Geeignet sind Chroniken, Bildquellen, Stadtordnungen, religiöse Texte, Karten und spätere Darstellungen. Wichtig ist, die Quellen nicht nur als Informationsmaterial zu lesen, sondern kritisch nach Perspektive, Aussage und Kontext zu befragen.

Wie erklärt man mittelalterliche Deutungen der Pest?

Mittelalterliche Deutungen sollten aus dem damaligen Weltbild heraus erklärt werden. Religion, medizinische Vorstellungen und Alltagserfahrungen prägten die Wahrnehmung der Krankheit stark.

Wie kann man die Folgen der Pest im Unterricht erarbeiten?

Die Folgen lassen sich gut in Gruppen bearbeiten: Bevölkerung, Wirtschaft, Religion, Stadtleben, Landwirtschaft und soziale Konflikte. Anschließend kann ein gemeinsames Ursache-Folge-Schaubild entstehen.

Wie vermeidet man einen reinen Gruselunterricht zur Pest?

Der Fokus sollte auf historischer Analyse liegen. Symptome und Schrecken können ein Einstieg sein, sollten aber immer zu Quellenarbeit, Deutungen, Maßnahmen und gesellschaftlichen Folgen führen.

Für welche Klassen eignet sich das Thema Pest im Mittelalter?

Das Thema eignet sich besonders für die Sekundarstufe I, meist Klasse 6 bis 8 im Kontext Mittelalter. Mit stärkerer Quellenarbeit und Urteilsaufgaben kann es auch in höheren Jahrgängen vertieft werden.

Wie kann man die Pest mit Gegenwartsbezügen verbinden?

Gegenwartsbezüge sollten vorsichtig eingesetzt werden. Sinnvoll ist ein Vergleich von Krisenmechanismen wie Unsicherheit, Schutzmaßnahmen oder Gerüchten, ohne mittelalterliche und moderne Gesellschaften gleichzusetzen.

Weitere Geschichte-Unterrichtsmaterialien für die Sek I finden

Wenn Du weitere Reihen zu Frühgeschichte, Antike, Mittelalter, Neuzeit, Industrialisierung, Zeitgeschichte, Quellenarbeit oder historischen Methoden planst, findest Du passende Materialien auf der Übersichtsseite Geschichte Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe I Klasse 5 bis 9.

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Über den Autor
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Luca
Bildungsgestalter & Gründer von stifo.de

Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.

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