Kunst· Sek I

Gustav Klimt im Kunstunterricht Sek I: Unterrichtsreihe zu „Der Kuss“, Ornamentik und Bildanalyse

von Luca 10.06.2026 1 Min. Lesezeit
Gustav Klimt Der Kuss im Kunstunterricht Sek I mit Bildanalyse, Ornamentik, Jugendstil und Praxisaufgabe

Gustav Klimt im Kunstunterricht bietet Dir einen starken Zugang zu Bildanalyse, Ornamentik, Jugendstil und eigener gestalterischer Praxis. Besonders Klimts Werk „Der Kuss“ eignet sich für die Sekundarstufe I, weil Schüler:innen daran Bildaufbau, Farbwirkung, Muster, Symbolik und emotionale Wirkung anschaulich untersuchen können.

In diesem Beitrag bekommst Du eine konkrete Unterrichtsreihe für Klasse 5 bis 9: mit Leitfragen, Methoden, Aufgabenideen, Differenzierung, typischen Herausforderungen und passenden Materialien. Ziel ist, dass Schüler:innen Klimts Werk nicht nur als „schönes goldenes Bild“ wahrnehmen, sondern fachlich beschreiben, deuten und als Impuls für eigene Kunst nutzen. Für die konkrete Umsetzung lohnt sich ein Blick auf Kunst-Werkstätten in der Grundschule: Sechs Techniken für Klasse 1 bis 4.

Warum Gustav Klimt im Kunstunterricht der Sek I wichtig ist

Gustav Klimt gehört zu den bekanntesten Künstlern des Jugendstils. Seine Werke sind für Schüler:innen oft direkt zugänglich, weil sie mit starken Farben, Goldflächen, Mustern und klarer Bildwirkung arbeiten. Gleichzeitig bieten sie genug Tiefe für eine anspruchsvolle Unterrichtsreihe.

Gerade „Der Kuss“ ist im Kunstunterricht besonders ergiebig. Das Bild verbindet figürliche Darstellung mit dekorativer Flächengestaltung. Die Körper der dargestellten Personen lösen sich teilweise in Muster und Ornamentik auf. Dadurch entsteht eine Spannung zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, zwischen Nähe und Distanz, zwischen Figur und Fläche.

Für den Kunstunterricht der Sek I ist das didaktisch wertvoll, weil mehrere Kompetenzbereiche miteinander verbunden werden:

  • genaues Wahrnehmen und Beschreiben
  • fachsprachliche Bildanalyse
  • Deutung von Farbe, Form und Komposition
  • Verständnis kunstgeschichtlicher Zusammenhänge
  • praktische Gestaltung mit Ornamenten und Flächen
  • Reflexion über Wirkung und Ausdruck

Weitere Materialien zu Künstler:innen, Kunstgeschichte, Gestaltung, Analyse und kreativen Projekten findest Du auf der Übersichtsseite Kunst Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe I Klasse 5 bis 9.

Gustav Klimt im Kunstunterricht: zentrale Begriffe klären

Bevor Schüler:innen mit der Bildanalyse beginnen, sollten einige zentrale Begriffe geklärt werden. Das hilft besonders, weil Klimts Werk stark dekorativ wirkt und Lernende zunächst häufig bei spontanen Eindrücken stehen bleiben.

Jugendstil

Der Jugendstil ist eine Kunstrichtung um 1900, die häufig mit geschwungenen Linien, dekorativen Formen, Ornamenten, Naturmotiven und einer Verbindung von Kunst und Gestaltung arbeitet. Im Unterricht kann der Jugendstil als Gegenbewegung zu rein historisierenden Formen und als Suche nach einer modernen Formensprache erschlossen werden.

Ornament

Ein Ornament ist ein schmückendes Muster oder eine wiederkehrende Form. Bei Klimt sind Ornamente nicht nur Dekoration, sondern wichtige Bildelemente. Sie strukturieren Flächen, unterscheiden Figuren, erzeugen Rhythmus und tragen zur Bildwirkung bei.

Komposition

Komposition beschreibt den Aufbau eines Bildes. Dazu gehören Anordnung der Figuren, Blickführung, Schwerpunkt, Proportionen, Flächenverteilung und Verhältnis von Vordergrund und Hintergrund.

Symbolik

Symbolik bedeutet, dass Formen, Farben oder Gegenstände über ihre sichtbare Erscheinung hinaus Bedeutung tragen können. Bei „Der Kuss“ können zum Beispiel Gold, Blumen, Muster und Körperhaltung als bedeutungstragende Elemente untersucht werden.

Flächenwirkung

Flächenwirkung beschreibt, wie Farbflächen, Muster und Formen im Bild zusammenwirken. Bei Klimt ist besonders spannend, dass Figuren und Hintergrund teilweise flächig miteinander verschmelzen.

Stundensequenz: Gustav Klimt im Kunstunterricht unterrichten

Die folgende Unterrichtsreihe ist auf 8 Einzelstunden angelegt. Du kannst sie als kompakte Werkreihe, als Doppelstundenprojekt oder als Verbindung von Kunstgeschichte und praktischer Gestaltung nutzen.

Stunde 1: Einstieg – Erste Begegnung mit „Der Kuss“

Leitfrage: Welche Wirkung hat das Bild auf uns und wodurch entsteht sie?

Als Einstieg eignet sich eine stille Bildbetrachtung. Die Schüler:innen sehen das Werk zunächst ohne biografische oder kunsthistorische Informationen. Wichtig ist, dass sie erst wahrnehmen und beschreiben, bevor sie interpretieren.

Methode: Stille Bildbegegnung mit Wahrnehmungsprotokoll.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden notieren drei Dinge, die ihnen sofort auffallen, zwei Fragen an das Bild und eine Vermutung zur Stimmung. Anschließend werden Eindrücke gesammelt und nach Farbe, Form, Figur, Muster und Wirkung sortiert.

Sicherung: Ein Bild wirkt durch das Zusammenspiel von Farbe, Komposition, Formen, Figuren, Ornamenten und persönlicher Wahrnehmung.

Stunde 2: Bildbeschreibung fachsprachlich aufbauen

Leitfrage: Wie beschreibt man Klimts „Der Kuss“ genau, ohne sofort zu deuten?

In dieser Stunde steht die Bildbeschreibung im Mittelpunkt. Schüler:innen lernen, zwischen Beschreibung und Interpretation zu unterscheiden. Das ist wichtig, weil bei emotional wirkenden Bildern schnell gedeutet wird, bevor genau hingesehen wurde.

Methode: Bildbeschreibung mit Analyse-Raster.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden beschreiben das Bild in drei Schritten: Vordergrund und Figuren, Hintergrund und Raum, Farben und Muster. Dabei nutzen sie Satzstarter wie „Im Zentrum sieht man ...“, „Auffällig ist ...“, „Die Fläche wirkt ...“.

Sicherung: Eine gute Bildanalyse beginnt mit genauer Beschreibung. Erst wenn sichtbar ist, was im Bild angelegt ist, kann überzeugend gedeutet werden.

Stunde 3: Farbe, Gold und Wirkung analysieren

Leitfrage: Welche Rolle spielen Gold, Farbe und Kontraste für die Bildwirkung?

„Der Kuss“ wird stark durch Gold- und Gelbtöne geprägt. Gleichzeitig entstehen Kontraste durch Hautflächen, Blumen, dunklere Muster und die Trennung der Figuren vom Hintergrund. Diese Stunde macht Farbwirkung zum Schwerpunkt.

Methode: Farbanalyse mit Farbpalette.

Konkrete Aufgabe: Die Schüler:innen erstellen eine Farbpalette zum Werk und ordnen jeder Farbgruppe eine mögliche Wirkung zu. Anschließend untersuchen sie, welche Bereiche besonders leuchten, ruhig wirken oder Aufmerksamkeit erzeugen.

Bildmittel Beobachtung Mögliche Wirkung
Goldtöne dominieren große Bildflächen kostbar, feierlich, entrückt
Hauttöne heben Gesicht, Hände und Füße hervor menschlich, verletzlich, nah
Blumenfarben setzen kleine farbige Akzente lebendig, organisch, dekorativ

Sicherung: Farbe ist bei Klimt nicht nur Ausschmückung. Sie lenkt den Blick, erzeugt Atmosphäre und unterstützt die Deutung des Bildes.

Stunde 4: Ornamentik und Muster untersuchen

Leitfrage: Wie verwendet Klimt Muster, um Figuren und Flächen zu gestalten?

Diese Stunde ist zentral für den praktischen Anschluss. Schüler:innen untersuchen die verschiedenen Muster im Bild: geometrische Formen, Kreise, Rechtecke, Blumen, Linien und flächige Strukturen.

Methode: Muster-Sammlung und Skizzenheftarbeit.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden wählen fünf Muster aus dem Bild aus und zeichnen sie vereinfacht nach. Danach ordnen sie die Muster nach Kategorien: geometrisch, organisch, wiederholend, kontrastreich oder flächig.

Transfer: Die Schüler:innen entwickeln ein eigenes Ornamentband, das mindestens drei unterschiedliche Musterarten kombiniert.

Sicherung: Ornamente können Flächen gliedern, Figuren charakterisieren und eine Bildwirkung verstärken. Bei Klimt sind sie Teil der Bildsprache.

Stunde 5: Symbolik und Deutung

Leitfrage: Welche Bedeutungen können Körperhaltung, Gold, Blumen und Muster im Bild haben?

Nun wird aus der Analyse eine Deutung entwickelt. Wichtig ist, dass Schüler:innen ihre Interpretation immer auf konkrete Bildelemente beziehen. So wird verhindert, dass Deutungen beliebig werden.

Methode: Deutung mit Belegkarten.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden formulieren Deutungshypothesen und belegen sie mit Bilddetails. Beispiel: „Das Gold kann eine besondere, fast feierliche Atmosphäre erzeugen, weil ...“ oder „Die Blumen können auf Natur und Lebendigkeit verweisen, weil ...“.

Sicherung: Eine Deutung ist überzeugend, wenn sie am Bild begründet wird. Bilddetails dienen als Belege für interpretierende Aussagen.

Stunde 6: Gustav Klimt und der Jugendstil

Leitfrage: Wie lässt sich „Der Kuss“ kunstgeschichtlich einordnen?

In dieser Stunde wird das Werk in den Jugendstil eingeordnet. Dabei sollte der kunsthistorische Kontext nicht zu lang werden, sondern direkt an die bisherige Analyse anknüpfen.

Methode: Kurzinput mit Vergleichsbildern oder Merkmal-Karten.

Konkrete Aufgabe: Die Schüler:innen ordnen typische Merkmale des Jugendstils dem Werk zu: Ornamentik, dekorative Flächen, Naturformen, geschwungene Linien, Verbindung von Kunst und Gestaltung. Danach prüfen sie, welche Merkmale bei „Der Kuss“ besonders deutlich werden.

Sicherung: Klimts Werk kann als Beispiel für eine Kunst verstanden werden, die Figur, Ornament, Fläche und dekorative Gestaltung miteinander verbindet.

Wenn Du den kunstgeschichtlichen Vergleich erweitern möchtest, passt das Material Kubismus in der Sek I: Form, Fragment und Perspektive, weil Schüler:innen dort eine ganz andere moderne Bildsprache untersuchen können.

Stunde 7: Eigene Gestaltungsidee entwickeln

Leitfrage: Wie kann ich Klimts Bildsprache in eine eigene Gestaltung übertragen?

Jetzt beginnt die praktische Gestaltungsphase. Die Schüler:innen entwickeln eine eigene Bildidee, die nicht einfach Klimt kopiert, sondern zentrale Prinzipien überträgt: ornamentale Flächen, Gold- oder Kontrastwirkung, Figur-Fläche-Beziehung und symbolische Muster.

Methode: Skizzenphase mit Gestaltungsplan.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden planen ein eigenes Bild zum Thema Nähe, Beziehung, Schutz, Geborgenheit oder Begegnung. Sie legen fest, welche Figur oder Form im Zentrum steht, welche Muster verwendet werden und welche Farben eine besondere Wirkung erzeugen sollen.

Gestaltungskriterien:

  • bewusster Bildaufbau
  • mindestens drei unterschiedliche Musterarten
  • klare Farbwirkung
  • Figur-Fläche-Beziehung
  • sichtbarer Bezug zu Klimts Bildsprache
  • eigene gestalterische Entscheidung

Stunde 8: Präsentation, Reflexion und Bewertung

Leitfrage: Wie erkläre ich meine Gestaltungsidee fachlich?

Zum Abschluss präsentieren die Schüler:innen ihre Arbeiten. Wichtig ist eine Reflexion, die nicht nur sagt, ob das Bild gelungen ist, sondern konkrete Gestaltungsmittel benennt.

Methode: Galeriegang mit Reflexionsbogen.

Konkrete Aufgabe: Die Lernenden wählen zwei Arbeiten aus und geben Rückmeldung zu Muster, Farbe, Komposition und Wirkung. Danach verfassen sie eine kurze Reflexion zur eigenen Arbeit.

Bewertung: Ein Erwartungshorizont kann Bildanalyse, Skizzenprozess, Ornamentik, Farbgestaltung, Eigenständigkeit, Bezug zu Klimt und Reflexionsfähigkeit berücksichtigen.

Gustav Klimt im Kunstunterricht: Kompetenzen gezielt fördern

Wahrnehmungskompetenz

Schüler:innen lernen, Bildelemente genau wahrzunehmen und strukturiert zu beschreiben. Sie unterscheiden zwischen spontaner Wirkung, sichtbarer Gestaltung und begründeter Deutung.

Analysekompetenz

Die Lernenden analysieren Komposition, Farbe, Ornamentik, Symbolik und Flächenwirkung. Sie nutzen Fachbegriffe und beziehen Interpretationen auf konkrete Bilddetails.

Gestaltungskompetenz

In der praktischen Phase übertragen Schüler:innen gestalterische Prinzipien aus Klimts Werk auf eigene Arbeiten. Sie entwickeln Muster, Farbkonzepte und Bildideen mit bewusster Wirkung.

Reflexionskompetenz

Die Lernenden begründen eigene Entscheidungen und geben Rückmeldung zu Arbeiten anderer. Dadurch wird Kunstunterricht nicht nur produktorientiert, sondern reflexiv und kompetenzorientiert.

Kulturelle Kompetenz

Durch die Einordnung in den Jugendstil verstehen Schüler:innen, dass Kunstwerke in historischen und kulturellen Zusammenhängen entstehen. Sie erkennen, dass Bildsprachen Ausdruck ihrer Zeit sind.

Differenzierung bei Gustav Klimt im Kunstunterricht

Unterstützung für schwächere Lernende

Klimts Werk ist motivierend, kann aber durch Symbolik und kunstgeschichtliche Einordnung anspruchsvoll werden. Schwächere Lernende profitieren von klaren Analysehilfen und visuellen Strukturen.

  • Bildanalyse-Raster mit Leitfragen
  • Satzstarter für Beschreibung und Deutung
  • Ornament-Vorlagen als Einstieg
  • Farbpaletten zum Ankreuzen und Ergänzen
  • Begriffskarten zu Komposition, Ornament, Symbolik und Jugendstil
  • kleinschrittiger Gestaltungsplan

Hilfreich ist außerdem, die Analyse stark zu entlasten: erst beschreiben, dann ordnen, dann deuten. Diese Dreischrittigkeit verhindert Überforderung und stärkt die fachsprachliche Sicherheit.

Erweiterung für stärkere Lernende

Leistungsstärkere Schüler:innen können stärker eigenständig analysieren, vergleichen und gestalterisch experimentieren.

  • Vergleich mit weiteren Jugendstil-Werken
  • kritische Diskussion von Dekoration und Bedeutung
  • Analyse der Figur-Fläche-Beziehung
  • eigene Symbolsprache entwickeln
  • Ornamentik mit Collage, Mixed Media oder digitaler Gestaltung verbinden
  • schriftliche Werkreflexion mit Fachbegriffen

Für stärkere Lerngruppen bietet sich eine zusätzliche Vergleichsaufgabe an: Wie unterscheidet sich Klimts dekorative Moderne von anderen modernen Bildsprachen, etwa Kubismus, Expressionismus oder Suprematismus?

Typische Fehler und Herausforderungen beim Thema Klimt

Das Werk wird nur dekorativ betrachtet

„Der Kuss“ wirkt durch Gold, Muster und Schönheit sehr dekorativ. Im Unterricht sollte aber sichtbar werden, dass Ornamentik, Komposition und Symbolik bewusst eingesetzte Gestaltungsmittel sind.

Beschreibung und Deutung werden vermischt

Viele Schüler:innen interpretieren sofort. Deshalb ist eine klare Trennung wichtig: Was sehe ich? Wie ist es gestaltet? Welche Wirkung entsteht? Welche Bedeutung kann daraus abgeleitet werden?

Praktische Arbeiten werden zu bloßen Kopien

Wenn Schüler:innen nur Klimts Muster nachahmen, bleibt der Gestaltungsprozess oberflächlich. Besser ist eine Aufgabe, bei der sie Prinzipien übernehmen, aber ein eigenes Thema und eigene Symbole entwickeln.

Jugendstil wird zu theoretisch eingeführt

Kunstgeschichte sollte direkt am Werk sichtbar werden. Statt langer Infotexte helfen Merkmal-Karten, Vergleichsbilder und kurze Zuordnungsaufgaben.

Bewertungskriterien bleiben unklar

Gerade bei ornamentalen Arbeiten brauchen Schüler:innen transparente Kriterien. Bewertet werden können nicht nur Sauberkeit, sondern Bildaufbau, Musterentwicklung, Farbwirkung, Eigenständigkeit und Reflexion.

Passendes Material: Gustav Klimt – „Der Kuss“

Wenn Du Gustav Klimt im Kunstunterricht als vollständige Unterrichtsreihe behandeln möchtest, kann das Material Gustav Klimt – „Der Kuss“ im Kunstunterricht Sek I eine passende Grundlage sein.

Das Material passt besonders dann, wenn Du Werkbetrachtung, Bildanalyse, Jugendstil, Ornamentik und eigene Gestaltung miteinander verbinden möchtest. Die Produktseite ordnet das Material im Kunst-Sek-I-Bereich ein; im Produktumfeld werden außerdem weitere Künstler:innen- und Kunstgeschichte-Materialien genannt, etwa zu Franz Marc, Paula Modersohn-Becker, Kubismus und Suprematismus. Dadurch lässt sich Klimt gut in eine größere Reihe zur modernen Kunst einbetten. :contentReference[oaicite:0]{index=0}

Für Deinen Unterricht ist das hilfreich, weil Schüler:innen nicht nur ein berühmtes Werk kennenlernen, sondern selbst analytisch und praktisch arbeiten. Du kannst das Material als komplette Reihe, für einzelne Doppelstunden, für eine Werkstattphase oder als Ausgangspunkt für ein eigenes Ornament-Projekt nutzen.

Weitere passende Materialien für Kunst Sek I

Gustav Klimt lässt sich gut mit weiteren Künstler:innen, Kunstrichtungen und praktischen Projekten verbinden. Besonders sinnvoll sind Materialien zu moderner Kunst, Bildanalyse, Farbe, Form, Perspektive und künstlerischem Ausdruck.

Als ergänzenden Blogimpuls kannst Du den Beitrag Englisch Leseverstehen Klasse 3 fördern nutzen, wenn Du fächerübergreifend über Bildimpulse, kreative Schreibanlässe und visuelle Zugänge im Unterricht nachdenken möchtest.

Gustav Klimt im Kunstunterricht als Verbindung von Analyse und Praxis

Gustav Klimt im Kunstunterricht eignet sich besonders gut, um Analyse und Gestaltung miteinander zu verbinden. Schüler:innen erkennen zunächst, wie das Werk aufgebaut ist, welche Wirkung Farben und Ornamente erzeugen und welche Bedeutung sich aus Bilddetails ableiten lässt. Anschließend übertragen sie ausgewählte Prinzipien in eine eigene Gestaltung.

Ein roter Faden für die Reihe kann lauten:

  1. Ein Kunstwerk wirkt durch konkrete Gestaltungsmittel.
  2. Beschreibung und Deutung müssen unterschieden werden.
  3. Ornamente können mehr sein als Dekoration.
  4. Farbe und Gold erzeugen Atmosphäre und Blicklenkung.
  5. Jugendstil verbindet Kunst, Gestaltung und dekorative Formen.
  6. Eigene Kunst kann sich von einem Werk inspirieren lassen, ohne es zu kopieren.

So wird Klimts „Der Kuss“ nicht nur betrachtet, sondern als Ausgangspunkt für bildnerisches Denken, fachsprachliche Analyse und eigene kreative Entscheidungen genutzt.

FAQ: Gustav Klimt im Kunstunterricht

Wie kann man Gustav Klimt im Kunstunterricht einführen?

Ein guter Einstieg gelingt über eine stille Bildbetrachtung von „Der Kuss“. Schüler:innen notieren zunächst Eindrücke, Fragen und Auffälligkeiten, bevor Begriffe wie Jugendstil, Ornamentik oder Symbolik eingeführt werden.

Was kann man an Klimts „Der Kuss“ analysieren?

Besonders geeignet sind Komposition, Farbe, Goldwirkung, Muster, Ornamentik, Körperhaltung, Symbolik und Figur-Fläche-Beziehung. Das Werk bietet einen klaren Zugang zur Verbindung von Bildanalyse und praktischer Gestaltung.

Für welche Klassen eignet sich Klimt im Kunstunterricht?

Das Thema eignet sich für die Sekundarstufe I, besonders für Klasse 7 bis 9. Mit stärkerer Anleitung können auch jüngere Lerngruppen über Muster, Farbe und einfache Bildbeschreibung arbeiten.

Welche praktische Aufgabe passt zu „Der Kuss“?

Gut geeignet ist eine eigene ornamentale Gestaltung zu einem Thema wie Nähe, Begegnung, Schutz oder Beziehung. Schüler:innen übernehmen Prinzipien wie Muster, Goldwirkung oder flächige Gestaltung, entwickeln aber eine eigene Bildidee.

Wie verhindert man, dass Schüler:innen Klimt nur kopieren?

Die Aufgabe sollte nicht lauten, „Der Kuss“ nachzumalen. Besser ist ein Transferauftrag: Nutze Klimts Prinzipien der Ornamentik und Farbwirkung für ein eigenes Thema.

Welche Kompetenzen werden durch Klimt im Kunstunterricht gefördert?

Gefördert werden Wahrnehmungskompetenz, Analysekompetenz, Gestaltungskompetenz, Reflexionskompetenz und kulturelle Kompetenz. Besonders stark ist die Verbindung aus Werkbetrachtung und eigener künstlerischer Praxis.

Wie kann man Klimt differenziert unterrichten?

Schwächere Lernende profitieren von Analyse-Rastern, Satzstartern und Ornament-Vorlagen. Stärkere Lernende können Symbolik, Jugendstil-Kontext, eigene Musterentwicklung und schriftliche Werkreflexion vertiefen.

Was ist am Jugendstil für Schüler:innen wichtig?

Schüler:innen sollten verstehen, dass der Jugendstil stark mit Ornamenten, Naturformen, dekorativen Linien und einer Verbindung von Kunst und Gestaltung arbeitet. Bei Klimt wird das besonders gut sichtbar.

Weitere Kunst-Unterrichtsmaterialien für die Sek I finden

Wenn Du weitere Reihen zu Künstler:innen, Kunstgeschichte, Farbe, Form, Perspektive, Gestaltung, Bildanalyse oder kreativen Projekten planst, findest Du passende Materialien auf der Übersichtsseite Kunst Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe I Klasse 5 bis 9.

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Über den Autor
✏️
Luca
Bildungsgestalter & Gründer von stifo.de

Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.

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