Bertolt Brecht & das epische Theater: Verfremdung verstehen (Sek II)
Kurz gesagt: „Bertolt Brecht und das epische Theater“ ist eine fertige Unterrichtsreihe für das Fach Darstellendes Spiel in der Sekundarstufe II (Klasse 11–13). In drei aufeinander aufbauenden Einheiten verbindet sie szenische Praxis mit begrifflicher Analyse – mit Verlaufsplan, Präsentation und je zwei Arbeitsmaterialien. Zur Reihe: Bertolt Brecht und das epische Theater.
Die im Text erwähnten Unterrichtsmaterialien auf einen Blick. Digitaler Download, sofort einsetzbar.
Thema ist Brechts Anliegen, Mittel und Wirkung im Kontext. Die Aufgaben decken alle vier Anforderungsbereiche ab und lassen sich über Pflicht- und Wahlaufgaben differenzieren – eine tragfähige Grundlage auch für Klausuren und die Abiturvorbereitung.
Auf einen Blick
- Fach: Darstellendes Spiel / Theater
- Stufe: Sekundarstufe II (Klasse 11–13)
- Umfang: 3 Einheiten · ca. 6–8 Unterrichtsstunden
- Enthalten: Verlaufsplan, Präsentation, 2 Arbeitsmaterialien je Einheit
- Format: PDF (druckfertig) + editierbar (Word/PowerPoint)
- Differenzierung: Pflicht- und Wahlaufgaben, 4 Anforderungsbereiche
- Preis: 24,90 €
Worum geht es – und warum lohnt sich das Thema?
Bertolt Brecht (1898–1956) entwickelte sein Theater in den Krisen des 20. Jahrhunderts: Weimarer Republik, Aufstieg des Faschismus, Exil, Nachkrieg. Sein Anliegen war ein Theater, das gesellschaftliche Verhältnisse als veränderbar zeigt und den Zuschauer zum kritischen Denken und Handeln bewegt.
Vor diesem Hintergrund formulierte Brecht das epische Theater als Gegenmodell zum Einfühlungstheater. Kenntnis des Kontexts erklärt, warum Brecht Distanz statt Illusion, Erkenntnis statt Katharsis wollte.
Wie ist die Unterrichtsreihe aufgebaut?
„Bertolt Brecht und das epische Theater“ besteht aus drei Einheiten, die schrittweise vom Erproben zur Analyse und Gestaltung führen.
Einheit 1: Brecht im Kontext seiner Zeit
Leitfrage: Woraus entstand Brechts Idee eines verändernden Theaters?
Die Lernenden ordnen Brecht historisch-biografisch ein, erklären Brechts theaterpolitisches Anliegen und verbinden Kontext und Theaterform. Die Einheit führt vom praktischen Erproben über die Analyse bis zur Gestaltung.
Das wird konkret geübt:
- ordnen Brecht historisch-biografisch ein.
- erklären Brechts theaterpolitisches Anliegen.
- verbinden Kontext und Theaterform.
- erkennen politische Zielsetzung in Aussagen.
- diskutieren Anspruch und Grenzen.
Einheit 2: Lehrstück, Song und Verfremdung in der Praxis
Leitfrage: Mit welchen konkreten Mitteln arbeitet Brechts Theater?
Die Lernenden beschreiben Lehrstück, Song, Gestus, erklären die Funktion der Mittel und setzen einen Song verfremdend ein. Die Einheit führt vom praktischen Erproben über die Analyse bis zur Gestaltung.
Das wird konkret geübt:
- beschreiben Lehrstück, Song, Gestus.
- erklären die Funktion der Mittel.
- setzen einen Song verfremdend ein.
- deuten die Wirkung eines Songs.
- spielen einen Gestus zeigend.
Einheit 3: Eine Brecht-Szene episch spielen
Leitfrage: Wie setzt man das epische Prinzip in einer eigenen Szene konsequent um?
Die Lernenden gestalten eine Szene konsequent episch, kombinieren mehrere Verfremdungsmittel und prüfen die Konsequenz der Umsetzung. Die Einheit führt vom praktischen Erproben über die Analyse bis zur Gestaltung.
Das wird konkret geübt:
- gestalten eine Szene konsequent episch.
- kombinieren mehrere Verfremdungsmittel.
- prüfen die Konsequenz der Umsetzung.
- diskutieren Leistung und Grenzen.
- nutzen fachliches Feedback.
Praxisnah: So kann eine Doppelstunde aussehen (Beispiel Einheit 1)
Warm-up & Einstieg (ca. 15 Min.): Ein kurzer körperlicher und stimmlicher Warm-up öffnet die Gruppe. Danach wird die Leitfrage „Woraus entstand Brechts Idee eines verändernden Theaters?“ geklärt.
Erprobung in Kleingruppen (ca. 30 Min.): Die Lernenden arbeiten praktisch – sie ordnen Brecht historisch-biografisch ein, erklären Brechts theaterpolitisches Anliegen, verbinden Kontext und Theaterform. Die Lehrkraft gibt Beobachtungsaufträge statt vorschneller Bewertung.
Analyse & Reflexion (ca. 25 Min.): Die Ergebnisse werden gezeigt und mit Fachbegriffen beschrieben; das Arbeitsmaterial vertieft und sichert die Erkenntnisse.
Sicherung & Transfer (ca. 20 Min.): Eine kurze Verschriftlichung hält das Gelernte fest – zugleich eine gute Vorübung für Klausuraufgaben.
Wichtige Fachbegriffe
Die Reihe arbeitet mit einem klaren fachlichen Vokabular, zum Beispiel:
- episches Theater: kritisch-distanziertes, politisches Theater Brechts
- Weimarer Republik: deutsche Demokratie 1918–1933 (Krisenzeit)
- Exil: Brechts Flucht vor dem NS-Regime (ab 1933)
- Berliner Ensemble: Brechts Theater in Ost-Berlin (ab 1949)
Welche Kompetenzen werden gefördert?
- Einordnen: Die Lernenden ordnen Brecht historisch-biografisch ein.
- Verstehen: Die Lernenden erklären Brechts theaterpolitisches Anliegen.
- Verknüpfen: Die Lernenden verbinden Kontext und Theaterform.
- Analysieren: Die Lernenden erkennen politische Zielsetzung in Aussagen.
- Beurteilen: Die Lernenden diskutieren Anspruch und Grenzen.
- Kennen: Die Lernenden beschreiben Lehrstück, Song, Gestus.
- Erproben: Die Lernenden setzen einen Song verfremdend ein.
- Anwenden: Die Lernenden spielen einen Gestus zeigend.
- Umsetzen: Die Lernenden gestalten eine Szene konsequent episch.
Tipps für den Unterricht im Fach Darstellendes Spiel
- Erst spielen, dann analysieren: Lassen Sie die Lernenden zuerst szenisch erproben. Die begriffliche Analyse folgt danach – nur so wird Theorie an eigener Erfahrung festgemacht.
- Fachbegriffe aktiv sichern: Neue Begriffe (z. B. Präsenz, Gestus, Subtext) sollten benannt, notiert und wiederholt angewandt werden. Ein kleines Kursglossar hilft dauerhaft.
- Feedback strukturieren: Statt „gut/schlecht“ helfen Beobachtungsaufträge: „Achtet auf Tempo und Pausen.“ So wird Rückmeldung konkret und lernwirksam.
- Bezug zur Klausur herstellen: Verknüpfen Sie Übungen mit Operatoren (beschreiben, analysieren, gestalten, beurteilen). Das macht die spätere Prüfungsform vertraut.
Typische Stolpersteine – und wie Sie sie vermeiden
- Zu früh bewerten: Wer Spielversuche sofort benotet, hemmt die Spielfreude. Erst erproben und erkunden lassen, dann beurteilen.
- Praxis ohne Reflexion: Reines Spielen bleibt beliebig. Sichern Sie jede Einheit begrifflich – über Analyse, Fachvokabular und einen kurzen Transfer.
Was ist enthalten – und wie ist differenziert?
Jede Einheit umfasst einen Verlaufsplan mit Sachinformation und Kompetenzen, eine Präsentation sowie zwei Arbeitsmaterialien mit Aufgaben, Vertiefung, Analyse und Erwartungshorizont. Die Aufgaben decken vier Anforderungsbereiche ab – Wissen & Wiedergeben, Anwenden & Umsetzen, Analysieren & Untersuchen und Gestalten & Inszenieren. Über Pflicht- und Wahlaufgaben gelingt echte Differenzierung. Alle Dateien liegen als druckfertiges PDF und editierbar in Word und PowerPoint vor.
Für wen ist die Reihe geeignet?
Für Lehrkräfte des Faches Darstellendes Spiel/Theater in der Sekundarstufe II, für Grund- und Leistungskurse sowie für Theater-AGs an weiterführenden Schulen. Kein spezielles Vorwissen der Lernenden nötig.
Häufig gestellte Fragen
Für welche Klassenstufe eignet sich „Bertolt Brecht und das epische Theater“?
Für die Sekundarstufe II (Klasse 11–13), einschließlich Grund- und Leistungskurse im Fach Darstellendes Spiel bzw. Theater.
Wie viel Vorbereitung brauche ich?
Kaum. Jede Einheit ist mit Verlaufsplan, Präsentation und zwei Arbeitsmaterialien fertig ausgearbeitet – als PDF und editierbar in Word und PowerPoint.
Worum geht es in der Reihe?
Bertolt Brecht (1898–1956) entwickelte sein Theater in den Krisen des 20. Jahrhunderts: Weimarer Republik, Aufstieg des Faschismus, Exil, Nachkrieg. Sein Anliegen war ein Theater, das gesellschaftliche Verhältnisse als veränderbar zeigt und den Zuschauer zum kritischen Denken und Handeln bewegt.
Eignet sich das Material zur Abiturvorbereitung?
Ja. Die Aufgaben decken alle vier Anforderungsbereiche ab und verbinden szenische Praxis mit begrifflicher Analyse – eine gute Grundlage für Klausuren und Prüfungen.
Wie bewerte ich die Ergebnisse?
Über Beobachtungskriterien und die Erwartungshorizonte der Arbeitsmaterialien – so wird die Leistung nachvollziehbar und fair, auch bei praktischen Anteilen.
Material ansehen & herunterladen
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Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.
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FAQ zu den Unterrichtsmaterialien
Das Sortiment reicht von der Kita über die Grundschule und die Sekundarstufe I (Klasse 5–10) bis zur Sekundarstufe II und zur Berufsschule. Jedes Material ist nach Fach, Stufe und - wo sinnvoll - nach Bundesland beschriftet.
Viele Reihen lassen sich mit kleinen Anpassungen auch in benachbarten Schulformen einsetzen, weil die Aufgaben in mehreren Anforderungsniveaus vorliegen.
Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:
- mehrere Arbeitsblätter mit ausgearbeiteten Lösungen
- eine Präsentation für den Unterrichtseinstieg
- einen Verlaufsplan für die Stundenstruktur
- Aufgaben auf mehreren Anforderungsniveaus zur Differenzierung
- je nach Reihe Klausur- oder Testvorlagen
Die Dateien liegen in editierbaren Formaten vor, damit du Inhalte an deine Lerngruppe anpassen kannst.
Direkt nach dem Kauf erhältst du eine Bestätigungs-E-Mail mit dem Download-Link. Zusätzlich liegen die Dateien dauerhaft in deinem Kundenkonto unter „Bestellungen" - ohne Ablaufdatum und ohne Downloadlimit.
Es gibt keinen Versand und keine Wartezeit: Der Download steht unmittelbar nach dem Abschluss der Bestellung bereit.
Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Du darfst das Material ausdrucken und im eigenen Unterricht beliebig oft einsetzen. Die digitalen Dateien an andere Lehrkräfte weiterzugeben oder sie zu veröffentlichen, ist davon nicht gedeckt.
Für Fachschaften gibt es bei vielen Produkten eine Schullizenz, die mehrere Lehrkräfte einer Schule abdeckt. Sie steht direkt auf der Produktseite zur Auswahl.
Eine Unterrichtsreihe deckt ein einzelnes Thema ab, etwa „Genetik" oder „Kurzgeschichten analysieren". Sie passt, wenn du gezielt eine Sequenz vorbereitest.
Ein FachKomplett-Paket bündelt die zentralen Themen eines ganzen Fachs zu einem Gesamtpreis, der deutlich unter der Summe der Einzelreihen liegt. Das lohnt sich, sobald du ein Fach dauerhaft unterrichtest. Eine Übersicht aller Reihen steht auf der FachKomplett-Seite.
Die Materialien orientieren sich an den veröffentlichten Vorgaben der Länder - je nach Bundesland am Kernlehrplan, Kerncurriculum, Bildungsplan, Rahmenlehrplan oder an den Fachanforderungen. Für viele Fächer gibt es eigene Pakete je Bundesland.
Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.
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