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Gerechtigkeit, globale Verantwortung, Krieg und Frieden | komplette Unterrichtsreihe Philosophie Sek II
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Gerechtigkeit, globale Verantwortung, Krieg und Frieden | komplette Unterrichtsreihe Philosophie Sek II
Die Reihe behandelt Gerechtigkeitstheorien, globale Verantwortung sowie Krieg und Frieden in zehn Stunden. Sie prüft, welche Institutionen und Handlungen in einer ungleichen und konfliktreichen Welt gerecht sind. Enthalten sind fünf Positionstexte von Rawls bis Walzer, acht Arbeitsblätter, ein Gruppenpuzzle, vier Methodenkarten, ausformulierte Lösungen und eine Klausur über 100 Punkte.
Worum es in dieser Reihe geht
Leitfrage: Welche Institutionen und Handlungen sind in einer ungleichen und konfliktreichen Welt gerecht?
Gerechtigkeit wird im Unterricht oft auf die Gegenüberstellung von Rawls und Nozick verkürzt. Die Reihe behält diese Achse, ergänzt sie aber um zwei Korrekturen, die den Zugriff verändern. Sen wendet ein, dass sich Ungerechtigkeiten vergleichen lassen, ohne dass eine ideale Institutionenordnung feststeht, und verlagert den Blick auf reale Fähigkeiten. Kants Friedensschrift und Walzers Kriterien für den gerechten Krieg führen die Verteilungsfrage in die internationale Ordnung über, sodass die Reihe von der Erbschaftsfrage bis zur Begrenzung militärischer Gewalt einen durchgehenden Argumentationsraum aufspannt. Der Fall zu Erbschaft und Chancengerechtigkeit ist bewusst nah an der Lebenswelt gewählt, weil dort Eigentumsrechte und Chancengleichheit unmittelbar kollidieren.
Die fünf Positionen im Vergleich
- John Rawls (A Theory of Justice): Gerechte Grundsätze sind diejenigen, die freie und gleiche Personen hinter einem Schleier des Nichtwissens wählen würden.
- Robert Nozick (Anarchy, State, and Utopia): Eine Verteilung ist gerecht, wenn Besitz rechtmäßig erworben und freiwillig übertragen wurde; Muster dürfen nicht zwangsweise hergestellt werden.
- Amartya Sen (The Idea of Justice): Gerechtigkeit soll reale Fähigkeiten und vermeidbare Ungerechtigkeiten vergleichen statt nur ideale Institutionen zu entwerfen.
- Immanuel Kant (Zum ewigen Frieden): Dauerhafter Frieden verlangt republikanische Rechtsordnungen, einen freien Staatenbund und kosmopolitische Rechtsprinzipien.
- Michael Walzer (Just and Unjust Wars): Auch im Krieg gelten unterscheidbare moralische Kriterien für Kriegsgrund, legitime Entscheidung und Begrenzung der Gewalt.
Der Weg durch die zehn Stunden
| Std. | Schwerpunkt | Lernprodukt |
|---|---|---|
| 1 | Problemauftakt: Gerechtigkeit und Frieden | Ersturteil mit zwei Gründen |
| 2 | Begriffe klären und Argumente prüfen | Begriffskarte und Argumentgerüst |
| 3 | Position I: John Rawls | Prämissen-Schluss-Schema |
| 4 | Position II: Robert Nozick | These-Begründung-Beispiel-Karte |
| 5 | Position III: Amartya Sen | Rekonstruktion mit verdeckter Prämisse |
| 6 | Kontroverse: Immanuel Kant und Michael Walzer | Vergleichsmatrix mit Kriterien |
| 7 | Angewandte Problemreflexion: Erbschaft und Chancengerechtigkeit | Begründete Fallentscheidung |
| 8 | Strukturierte Kontroverse und Urteilsbildung | Urteil mit Einwand und Rückantwort |
| 9 | Klausurwerkstatt: Analyse, Vergleich, Erörterung | Einleitung, Argumentabsatz und Schluss |
| 10 | Leistungsaufgabe und reflektierter Transfer | Bewerteter Text und Lernstandsprofil |
Die zehn Einzelstunden lassen sich ohne Umbau als fünf Doppelstunden führen. Die angewandte Problemreflexion in Stunde sieben arbeitet am Fall Erbschaft und Chancengerechtigkeit.
Differenzierung, Diagnose und Sprachsensibilität
Jede Stunde liegt auf den Niveaus Basis, Standard und Vertiefung vor. Basis arbeitet mit gekürzten Arbeitsaufträgen, Satzstartern, markierten Argumentbausteinen und einer Begriffsbank, Standard mit eigenständiger Rekonstruktion und kriteriengeleitetem Vergleich, Vertiefung mit verdeckten Prämissen, Gegenbeispiel und Transfer auf einen unbekannten Fall. Den Auftakt bildet eine Eingangsdiagnose mit anonymem Ersturteil und Sicherheitsskala, im Verlauf folgen formative Checks. Operatoren werden expliziert; Fachbegriffe sind in vollständigen Begründungssätzen zu verwenden.
Leistungsüberprüfung mit 100 Punkten
Enthalten ist eine vollständige Leistungsaufgabe mit Textgrundlage und den Anforderungsbereichen I bis III, dazu ein Punkteraster über 100 Punkte, eine ausformulierte Musterlösung und eine Fehleranalyse. Die Klausurwerkstatt in Stunde neun bereitet Einleitung, Argumentabsatz und Schluss gezielt vor, sodass die Bewertung für die Lerngruppe nachvollziehbar bleibt.
Lehrplanbezug Nordrhein-Westfalen und Berlin
- Nordrhein-Westfalen: Zusammenleben in Staat und Gesellschaft: soziale Gerechtigkeit; ökologische Verantwortung; Krieg und Frieden in einer globalisierten Welt.
- Berlin: Mensch und Gesellschaft; sozial-, rechts- und staatsphilosophische Theorien in aktuellen Problemlagen.
Ausgerichtet am Kernlehrplan Philosophie für die gymnasiale Oberstufe in Nordrhein-Westfalen (Fassung 2026, Einführung ab dem Schuljahr 2027/28, anschlussfähig an den Kernlehrplan 2013) sowie am Rahmenlehrplan für die gymnasiale Oberstufe Philosophie in Berlin und Brandenburg (Fassung 2025). Das Material ist nicht ministeriell geprüft und wird eigenverantwortlich eingesetzt.
Diese Reihe im Zusammenhang
Die Reihe ist Teil einer Serie von zehn Philosophie-Reihen für die Sekundarstufe II mit einheitlichem Aufbau, gleichen Operatoren und kompatiblen Vergleichskriterien. Thematisch schließen unmittelbar an: Freiheit, Determinismus und Verantwortung, Individuum und Gesellschaft - Macht, Anerkennung und Entfremdung, Was ist der Mensch? - Natur, Kultur und Identität. Wer mehrere Reihen einsetzt, findet sie gebündelt im Sparpaket Freiheit, Macht und Gerechtigkeit.
Lieferung und Lizenz
Sofortiger digitaler Download nach dem Kauf. Enthalten sind der Lehrkraft- und Arbeitsteil (DOCX und PDF, 43 Seiten) und die Unterrichtspräsentation (PPTX und PDF, 20 Folien). Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft, die Schullizenz für alle Lehrkräfte einer Schule. Die Positionstexte sind didaktisch neu formulierte Rekonstruktionen und ersetzen keine wissenschaftliche Originalausgabe; sie ermöglichen urheberrechtlich unproblematisches, textnahes Arbeiten im Unterricht.
Häufige Fragen
Werden aktuelle Kriege behandelt?
Die Reihe arbeitet mit den Kriterien für Kriegsgrund, legitime Entscheidung und Begrenzung der Gewalt und wendet sie auf konstruierte Fälle an. Tagesaktuelle Konflikte lassen sich damit erschließen, werden aber nicht als Material vorgegeben.
Wie viel Ökonomie steckt in der Reihe?
So viel, wie die Verteilungsfrage verlangt. Kennzahlen zu Ungleichheit werden als Anlass genutzt, die normativen Fragen zu stellen, nicht als eigener Lerngegenstand.
Baut die Reihe auf einer Ethikreihe auf?
Sie funktioniert eigenständig, gewinnt aber, wenn die Grundmodelle der Ethik vorher behandelt wurden. Die Vergleichskriterien sind mit den anderen Reihen dieser Serie kompatibel.
Eignet sich das Thema für die Abiturvorbereitung?
Die Aufgabenformate entsprechen Analyse, Vergleich und Erörterung, und die Klausurwerkstatt übt Einleitung, Argumentabsatz und Schluss gezielt. Angaben zu Prüfungsschwerpunkten einzelner Länder enthält die Reihe nicht; maßgeblich sind die jeweiligen Vorgaben der Schulverwaltung.
Welche Methodenkarten sind enthalten?
Vier Karten zur philosophischen Problemreflexion, darunter Argumentrekonstruktion nach dem Toulmin-Schema, Kriterienwaage, strukturierte Kontroverse und Metareflexion.

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FAQ zu diesem Material
Bewertung: Gerechtigkeit, globale Verantwortung, Krieg und Frieden | komplette...
Gerechtigkeit, globale Verantwortung, Krieg und Frieden | komplette Unterrich... ist eine vollständig ausgearbeitete Unterrichtsreihe für Ethik in EF · Q1 · Q2. Stärke des Materials ist die direkte Einsatzbereitschaft: Arbeitsblätter, Lösungen und Erwartungshorizont liegen fertig vor, sodass eine Stunde ohne zusätzliche Vorbereitung starten kann.
Passend für Lehrkräfte, die ein Thema kurzfristig abdecken, für Referendarinnen und Referendare mit hohem Planungsdruck und für Vertretungsstunden – und überall dort, wo eine Stunde kurzfristig stehen muss.



