Pronomen im Überblick
Personal-, Possessiv-, Demonstrativ- und Relativpronomen systematisch unterschieden und geübt.
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Deutsch · Wortarten & Grammatik · Sek I
Fertiges Unterrichtsmaterial zur Wortartenbestimmung in den Klassen 5 bis 9 – von den Pronomen über Adjektive und Adverbien bis zu den Zeitformen des Verbs und den Präpositionen mit ihren Fällen. Jede Reihe bringt Regelübersichten, gestufte Übungen und vollständige Lösungen mit.
Kurz gesagt: Wortarten zu bestimmen heißt, Wörter nach Form, Funktion und Bedeutung zu ordnen – und genau das ist die Voraussetzung für Groß- und Kleinschreibung, Kommasetzung und Satzanalyse. Die Reihen auf dieser Seite behandeln Pronomen, Adjektive und Adverbien, die Zeitformen des Verbs sowie Präpositionen samt Kasusrektion, jeweils mit Übungen auf mehreren Niveaus und ausgearbeiteten Lösungen.
Fast jede grammatische Entscheidung, die Lernende in der Sek I treffen müssen, setzt eine sichere Wortartenbestimmung voraus. Ob ein Wort großgeschrieben wird, hängt davon ab, ob es als Nomen gebraucht wird; ob vor „und“ ein Komma steht, entscheidet sich am Verb im zweiten Teilsatz; ob „wegen“ den Genitiv verlangt, ist eine Frage der Präposition. Wer Wortarten nur auswendig lernt, kann diese Zusammenhänge nicht nutzen. Wer sie an Merkmalen erkennt – Flexion, Stellung im Satz, Ersatzprobe –, wendet sie beim Schreiben und beim Korrigieren an.
Die zweite Begründung ist sprachvergleichend: Ab Klasse 5 lernen Ihre Schülerinnen und Schüler parallel mindestens eine Fremdsprache. Begriffe wie Adjektiv, Adverb, Personalpronomen oder Präposition tauchen dort sofort wieder auf. Ein im Deutschunterricht sauber aufgebautes Begriffsnetz entlastet damit auch den Englisch- oder Französischunterricht. Umgekehrt entstehen typische Dauerfehler – Adjektiv und Adverb werden verwechselt, Relativ- und Demonstrativpronomen nicht auseinandergehalten –, wenn die Kategorien nur nebenbei eingeführt werden.
Die folgenden Reihen decken die Wortarten ab, die in der Sek I erfahrungsgemäß die meiste Unterrichtszeit binden – jeweils mit Regelteil, Übungsteil und Lösungen.
Personal-, Possessiv-, Demonstrativ- und Relativpronomen systematisch unterschieden und geübt.
Steigerung, Vergleichsformen und die Abgrenzung von Adjektiv und Adverb mit Stilübungen.
Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt und Futur bilden, erkennen und im Text anwenden.
Kasusrektion, Wechselpräpositionen und die häufigen Zweifelsfälle im Übungsformat.
Schrittweise aufgebauter Grundkurs, der die Wortarten in den größeren Grammatikzusammenhang stellt.
Weiterführung von der Wortart zum Satzglied – differenziertes Training mit Übungen.
Bewährt hat sich ein Aufbau, der bei der Funktion beginnt und erst danach benennt. Zunächst untersuchen die Lernenden an kurzen Texten, welche Wörter sich verändern lassen und welche nicht – daraus ergibt sich die Unterscheidung von flektierbaren und nicht flektierbaren Wortarten. Anschließend werden die flektierbaren Klassen über ihre jeweilige Formenbildung getrennt: Verben nach Person und Tempus, Nomen nach Kasus und Numerus, Adjektive nach Steigerung. Die Pronomen kommen bewusst später, weil sie erst dann als eigene Klasse einleuchten, wenn die Lernenden die Stellvertreterfunktion an konkreten Textstellen beobachtet haben.
Für die Übungsphase eignen sich drei Formate, die sich in jeder der Reihen wiederfinden: das Markieren im fortlaufenden Text, das Umformen einzelner Sätze und die Fehlersuche in vorbereiteten Texten. Besonders ergiebig ist die Arbeit mit eigenen Schülertexten – etwa aus einer vorangegangenen Erzähl- oder Beschreibungsreihe. Wenn Ihre Lerngruppe die Wortarten in selbst geschriebenen Sätzen bestimmt, wird der Nutzen unmittelbar sichtbar, und die Grammatikstunde bleibt nicht isoliert neben dem Schreibunterricht stehen.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Klasse 5/6 | Grundlagen | Nomen, Verben und Adjektive erkennen, benennen und flektieren |
| Klasse 7/8 | Vertiefung | Pronomenarten unterscheiden, Präpositionen mit dem richtigen Fall verbinden |
| Klasse 9 | Anwendung | Stilistische Wortwahl, Adjektiv-Adverb-Abgrenzung, Überarbeitung eigener Texte |
Wortartenübungen lassen sich mit geringem Aufwand auf zwei Niveaus bringen. Für eine schwächere Lerngruppe geben Sie die infrage kommenden Wortarten als Auswahl vor und lassen zunächst nur die eindeutigen Fälle bestimmen; die Ersatz- und Umstellprobe wird dabei als Merksatz mitgeliefert. Leistungsstärkere Lernende arbeiten ohne Vorgabe, begründen ihre Zuordnung mit einem Formmerkmal und bearbeiten zusätzlich die Zweifelsfälle – etwa Wörter, die je nach Gebrauch Adjektiv oder Adverb sind. Da alle Dateien in bearbeitbaren Formaten vorliegen, können Sie Aufgabenstellungen kürzen, Beispielsätze austauschen oder Hilfen ergänzen.
Für eine schriftliche Überprüfung bewährt sich eine Mischung aus Bestimmungsaufgabe, Umformungsaufgabe und einem kurzen Anwendungsteil, in dem ein fehlerhafter Text korrigiert wird. Der letzte Teil zeigt zuverlässiger als reine Bestimmungsaufgaben, ob das Wissen tatsächlich verfügbar ist. Die mitgelieferten Lösungen enthalten die Begründungen mit, sodass Sie sie als Erwartungshorizont übernehmen oder für Selbstkontrolle und Partnerkorrektur freigeben können.
Der Kompetenzbereich „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“ ist in allen Bundesländern fester Bestandteil der Sek-I-Lehrpläne, und die Wortarten stehen dort am Anfang. Die Bildungsstandards für den Mittleren Schulabschluss verlangen, dass Lernende grammatische Kategorien fachsprachlich benennen und ihr Wissen für Rechtschreibung, Zeichensetzung und Textüberarbeitung nutzen. Die Reihen dieser Seite sind entlang dieser Doppelanforderung aufgebaut: Sie klären die Kategorie und zeigen anschließend, wofür sie gebraucht wird.
Anschlussfähig ist das Material in zwei Richtungen. Nach unten schließt es an die Grundschularbeit an, in der Nomen, Verben und Adjektive bereits als „Wortarten-Trio“ eingeführt wurden. Nach oben führt es zur Satzgliedanalyse und zum Satzbau, die in Klasse 7 und 8 auf einer sicheren Wortartenbestimmung aufbauen. Weil die Reihen modular sind, lassen sie sich als geschlossene Sequenz über mehrere Wochen unterrichten oder gezielt als Wiederholung vor einer Klassenarbeit einsetzen.
Verbindlich sind Nomen, Verb, Adjektiv, Artikel, Pronomen, Präposition, Konjunktion und Adverb. In Klasse 5 und 6 stehen die flektierbaren Wortarten im Vordergrund, ab Klasse 7 kommen die Pronomenarten und die Präpositionen mit ihrer Kasusrektion hinzu.
Führen Sie die Pronomenarten nicht als Liste ein, sondern über ihre Funktion im Text: Das Personalpronomen ersetzt eine bereits genannte Person, das Possessivpronomen zeigt Zugehörigkeit, das Relativpronomen leitet einen Nebensatz ein. Die Reihe arbeitet mit Textbeispielen, an denen die Lernenden die Bezugsstelle jeweils markieren.
Weil die Kasusrektion nicht aus der Bedeutung abgeleitet werden kann und viele Präpositionen im Alltag schwankend gebraucht werden – „wegen dem Regen“ ist umgangssprachlich verbreitet, in der Standardsprache aber der Genitiv vorgesehen. Hinzu kommen die Wechselpräpositionen, bei denen erst die Unterscheidung von Ort und Richtung den Fall festlegt.
Am ergiebigsten ist die Groß- und Kleinschreibung: Nominalisierte Verben und Adjektive erkennen Lernende nur, wenn sie die Wortart im konkreten Satz bestimmen. Ähnlich funktioniert die Getrennt- und Zusammenschreibung, bei der die Unterscheidung von Adjektiv und Adverb den Ausschlag gibt.
Ja, zu allen Übungen gehören ausgearbeitete Lösungen, bei den Bestimmungsaufgaben einschließlich der Begründung über das jeweilige Formmerkmal. Sie können die Lösungen als Erwartungshorizont nutzen oder für die Selbstkontrolle an die Lerngruppe geben.
Die Reihen sind als bearbeitbare Dateien angelegt und zusätzlich als druckfertige Fassung nutzbar. Dadurch können Sie Beispielsätze austauschen, Aufgaben kürzen oder eigene Texte Ihrer Lerngruppe einsetzen, ohne das Layout neu aufbauen zu müssen.