Die Steinzeit – Unterrichtsreihe Sek I
Von Jägern und Sammlern zur Sesshaftwerdung, mit Arbeit an Funden und Rekonstruktionen.
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Geschichte · Steinzeit & Ägypten · Sek I
Der Einstieg in den Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I: von den Jägern und Sammlern über die Sesshaftwerdung bis zur ersten Hochkultur am Nil. Die Reihen liefern Quellen, gestufte Aufgaben und Lösungen für Klasse 5 und 6 – auf Deutsch und im bilingualen Zweig auch auf Englisch.
Kurz gesagt: Der Geschichtsunterricht der Sek I beginnt üblicherweise bei den Jägern und Sammlern, führt über die Sesshaftwerdung in der Jungsteinzeit zu den ersten Hochkulturen an den großen Flüssen. Fertige Reihen decken diesen Weg mit Rekonstruktionszeichnungen, Sach- und Bildquellen, gestuften Aufgaben und Lösungen für Klasse 5 und 6 ab.
Der Beginn des Geschichtsunterrichts hat eine doppelte Aufgabe. Inhaltlich geht es um die längste Epoche der Menschheitsgeschichte, methodisch aber um etwas anderes: Die Lernenden sollen zum ersten Mal begreifen, wie historisches Wissen überhaupt entsteht. Weil es aus der Steinzeit keine Schriftquellen gibt, arbeitet die Forschung mit Funden – Werkzeugen, Knochen, Feuerstellen, Pflanzenresten – und schließt daraus auf Lebensweisen. Genau dieser Schluss vom Fund zur Deutung ist das eigentliche Lernziel und lässt sich hier besonders anschaulich üben.
Die Sesshaftwerdung liefert dann den ersten großen Erklärungszusammenhang des Faches. Ackerbau und Viehzucht ermöglichen Vorräte, Vorräte ermöglichen größere Siedlungen, größere Siedlungen verlangen Arbeitsteilung, Verwaltung und Schrift. Wer diesen Zusammenhang einmal durchdacht hat, versteht auch, warum die frühen Hochkulturen an Flüssen entstanden und warum Ägypten ohne den Nil nicht denkbar ist. Damit steht am Anfang der Sek I keine Aneinanderreihung von Epochen, sondern ein Denkmuster, das später immer wieder gebraucht wird.
Die Reihen folgen der üblichen Reihenfolge der Lehrpläne – erst Steinzeit, dann Alltag im Alten Ägypten – und bringen für den bilingualen Zweig zusätzlich eine englischsprachige Fassung zum Alten Ägypten mit.
Von Jägern und Sammlern zur Sesshaftwerdung, mit Arbeit an Funden und Rekonstruktionen.
Nil, Gesellschaftsaufbau und Alltagsleben der ersten Hochkultur mit Quellenarbeit.
Englischsprachige Arbeitsblätter für den bilingualen Geschichtsunterricht.
Das Geschichtsmaterial für die Klassen 5 bis 9 gebündelt in einem Paket.
Bewährt hat sich ein Einstieg über einen konkreten Fund. Ein Faustkeil, eine Speerspitze oder eine Rekonstruktionszeichnung einer Feuerstelle wirft von selbst Fragen auf: Wozu diente das, wer hat es benutzt, woher wissen wir das? Aus diesen Fragen entwickeln die Lernenden das Bild einer Jäger-und-Sammler-Gruppe und erkennen zugleich, dass jede Aussage über die Steinzeit eine Deutung ist. Die Unterscheidung von Fund und Vermutung sollte dabei ausdrücklich benannt und in den Aufgaben eingefordert werden.
Der Übergang zur Jungsteinzeit lässt sich gut über einen Vergleich zweier Lebensweisen anlegen: Wie sah ein Tag als Jäger aus, wie als Bauer? Daran schließt die Frage nach den Folgen an – Vorratshaltung, Besitz, Dorf, erste Konflikte. Der Sprung nach Ägypten ist dann kein Themenwechsel, sondern die Fortsetzung derselben Logik: Wo ein Fluss verlässlich Ernten sichert, entstehen große Siedlungen, Verwaltung und Schrift. Im bilingualen Zweig lassen sich die englischsprachigen Arbeitsblätter parallel einsetzen, um zentrale Fachbegriffe wie flood, harvest oder pharaoh einzuführen.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Klasse 5 | Steinzeit und Sesshaftwerdung | Arbeit mit Funden und Rekonstruktionszeichnungen |
| Klasse 6 | Alltag im Alten Ägypten | Sachquellen und Schriftquellen unterscheiden |
| Klasse 6/7 | Bilinguale Vertiefung | Fachbegriffe auf Englisch, Textarbeit im Sachfach |
In Klasse 5 und 6 unterscheiden sich die Lesefähigkeiten innerhalb einer Lerngruppe oft erheblich. Die Aufgaben sind deshalb so angelegt, dass sie sich auf zwei Niveaus einsetzen lassen: Ein Teil der Lernenden entnimmt Informationen direkt aus Bild und Text, ein anderer verbindet mehrere Materialien und formuliert eine eigene Deutung. Weil die Dateien bearbeitbar sind, können Sie Texte kürzen, Wortlisten mit Fachbegriffen voranstellen oder zusätzliche Hilfen einfügen.
Für die erste Lernkontrolle im Fach eignen sich Bildquellen besonders gut. Eine Rekonstruktionszeichnung, zu der die Lernenden beschreiben, was zu sehen ist, und anschließend begründen, was daraus über die Lebensweise folgt, prüft genau die beiden Kompetenzen, um die es zu Beginn geht. Die enthaltenen Lösungen geben Ihnen dafür einen Erwartungshorizont vor, den Sie an das Niveau Ihrer Klasse anpassen können.
In nahezu allen Bundesländern beginnt der Geschichtsunterricht der Sek I mit dem Inhaltsfeld zur frühen Menschheitsgeschichte und den frühen Hochkulturen. Die Lehrpläne verbinden dabei inhaltliche Anker – Leben in der Alt- und Jungsteinzeit, Neolithische Revolution, Ägypten als Flusskultur – mit methodischen Kompetenzen wie dem Umgang mit Sach- und Bildquellen sowie dem Unterscheiden von Quelle und Darstellung.
Die Reihen bilden diese Struktur ab und lassen sich einzeln oder als zusammenhängende Sequenz über das erste Halbjahr einsetzen. Für Schulen mit bilingualem Zweig bietet die englischsprachige Ägypten-Fassung die Möglichkeit, dieselben Inhalte sprachlich anders zu erarbeiten, ohne fachliche Abstriche zu machen.
In der Regel mit der Steinzeit: Jäger und Sammler, Werkzeuge und Feuer, anschließend die Sesshaftwerdung in der Jungsteinzeit. Daran schließt sich in Klasse 5 oder 6 die erste Hochkultur an, meist das Alte Ägypten.
Gemeint ist der Übergang von der aneignenden zur produzierenden Wirtschaftsweise, also von Jagd und Sammeln zu Ackerbau und Viehzucht. Die Folge waren feste Siedlungen, Vorratshaltung, Arbeitsteilung und langfristig die Entstehung größerer Gemeinwesen.
Ja, zum Alten Ägypten liegt eine englischsprachige Arbeitsblattsammlung für die Klassen 5 bis 7 vor. Sie eignet sich für den bilingualen Zweig und als sprachlicher Zusatzbaustein im regulären Unterricht.
Ja, zu allen Aufgaben gehören Lösungen. Sie dienen als Erwartungshorizont und lassen sich über die bearbeitbaren Dateien an das Niveau Ihrer Lerngruppe anpassen.
Für die Steinzeit bis zur Sesshaftwerdung ist eine Sequenz von etwa sechs bis zehn Stunden realistisch, für den Alltag im Alten Ägypten ähnlich viel. Die genaue Dauer hängt davon ab, wie ausführlich Sie die Quellenarbeit anlegen.
Am einfachsten am Gegensatzpaar Fund und Rekonstruktionszeichnung: Der Fund ist überliefert, die Zeichnung ist eine heutige Deutung. Die Reihen greifen diese Unterscheidung in den Aufgabenstellungen wiederholt auf, sodass sie sich über mehrere Stunden festigt.