Kennenlernen einer Klasse, die sich schon kennt Unterrichtsmaterial Soziales Lernen SEK I
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Jahresplanung · Südhalbkugel · Deutsche Auslandsschulen
Material für den Schuljahresstart auf der Südhalbkugel: Kennenlernen und Klassenaufbau, Lernstandserhebung in Deutsch und Mathematik sowie Projektarbeit – zugeschnitten auf Schulen, deren Schuljahr zwischen Januar und März beginnt.
Kurz gesagt: Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen beschreibt es klar: An Schulen auf der Nordhalbkugel beginnt das Schuljahr in der Regel im August oder September, auf der Südhalbkugel zwischen dem 1. Januar und dem 1. März. Für Deutsche Auslandsschulen in Chile, Argentinien, Brasilien, Südafrika oder Australien heißt das: Der Jahresstart fällt in den Februar, während in Deutschland Halbjahreszeugnisse verteilt werden. Diese Seite bündelt Material für genau diese Startphase.
Der versetzte Rhythmus ist mehr als eine Kalenderfrage. Lehrkräfte, die aus Deutschland an eine Schule der Südhalbkugel wechseln, treffen dort auf ein Schuljahr, das quer zu ihrer bisherigen Erfahrung liegt: Weihnachten fällt in die langen Ferien, der Jahresabschluss in den November oder Dezember, und die Halbjahrespause liegt im Juli. Wer eine Jahresplanung aus Deutschland eins zu eins übernimmt, verschiebt damit unbemerkt alle Ferienbezüge, Projektwochen und Prüfungsphasen.
Dazu kommt die Personalstruktur. Auslandsdienstlehrkräfte sind in der Regel für bis zu acht Jahre vermittelt, Bundesprogrammlehrkräfte für insgesamt bis zu sechs Jahre; Ortslehrkräfte sind direkt bei der Schule angestellt und bilden an vielen Standorten die zahlenmäßig größte Gruppe. In der Startphase treffen deshalb Kolleginnen und Kollegen mit sehr unterschiedlicher Kenntnis der Schulkultur aufeinander. Fertiges, selbsterklärendes Material mit Lösungen entlastet genau diese Wochen.
Die fünf Reihen decken die typischen Aufgaben des Jahresstarts ab: die Klasse als Gruppe aufbauen, Arbeitsroutinen etablieren, den Lernstand in den Hauptfächern erheben und ein erstes Projekt strukturiert planen.
Für Klassen, die weitgehend zusammenbleiben und trotzdem eine neue Lehrkraft bekommen.
Tagesrituale, die sich ab der ersten Woche etablieren und das ganze Jahr tragen.
Ein ganzes Bündel für Klassenklima, Kooperation und Konfliktlösung.
Planen, umsetzen, auswerten – die Grundlage für Projektwochen im Jahresverlauf.
Deckt die Mathematik-Themen der Sekundarstufe I über das gesamte Schuljahr ab.
In den ersten beiden Februarwochen steht die Gruppe im Mittelpunkt: Kennenlernen, Regeln, Morgenroutinen. Erst in der dritten Woche folgt die Lernstandserhebung in Deutsch und Mathematik – früher ist sie wenig aussagekräftig, weil viele Lernende nach acht bis zehn Wochen Sommerferien Zeit zum Ankommen brauchen. Für Schulen mit hoher Fluktuation lohnt sich eine schriftliche Übergabe zwischen abgebender und aufnehmender Lehrkraft, in der die Ergebnisse dieser Erhebung festgehalten werden.
Ab März lassen sich die Fachreihen in den regulären Verlauf einhängen. Die Projektarbeit passt gut in das zweite Quartal, wenn die Klasse als Gruppe funktioniert. Vor der Halbjahrespause im Juli steht dann eine Wiederholungsphase, für die sich die Sparpakete mit gebündelten Übungsreihen eignen.
| Klassenstufe | Sprachniveau | Schwerpunkt zum Jahresstart |
|---|---|---|
| Klasse 3–4 | A1 bis A2 | Klassenrat, Mitbestimmung, tägliche Übungsroutinen |
| Klasse 5–7 | A2 bis B1 | Kennenlernen, Arbeitsroutinen, Lernstand Mathematik |
| Klasse 8–9 | B1, Zielniveau DSD I | Projektarbeit, Schreibtraining, Algebra-Diagnose |
| Klasse 10 und Oberstufe | B2 bis C1, DSD II und DIA | Wiederholung, Prüfungsplanung, Selbstorganisation |
Schulen der Südhalbkugel nehmen häufig Kinder auf, die mitten im deutschen Schuljahr aus Deutschland kommen und dort ein halbes Jahr weiter waren – oder umgekehrt zurückliegen, weil sie den Übergang in die andere Richtung gemacht haben. Eine Diagnose zu Beginn und differenzierte Aufgabenpakete lösen dieses Problem verlässlicher als jede pauschale Zuordnung nach Jahrgang.
Bewährt hat sich, das Material in drei Anspruchsstufen bereitzustellen und die Zuordnung nach der Diagnose vorzunehmen. Weil die Reihen mit Lösungen geliefert werden, können Lernende große Teile selbstständig kontrollieren; die Lehrkraft konzentriert sich auf die Auswertung und die individuelle Rückmeldung.
Einen einheitlichen Lehrplan für alle Deutschen Auslandsschulen gibt es nicht. In der Sekundarstufe I arbeiten viele Schulen mit einem Landeslehrplan – die Thüringer Lehrpläne finden an Deutschen Auslandsschulen breite Anwendung, belegt unter anderem für die Deutsche Schule Melbourne – und konkretisieren ihn in einem schulinternen Curriculum, das vom betreuenden Bundesland der jeweiligen KMK-Region genehmigt wird. Für die gymnasiale Oberstufe gelten die KMK-Kerncurricula für die gymnasialen Oberstufen an Deutschen Schulen im Ausland.
Der versetzte Jahresrhythmus wirkt sich direkt auf die Prüfungsplanung aus: Das Deutsche Internationale Abitur mit seinen drei schriftlichen und zwei mündlichen Prüfungen liegt an Südhalbkugelschulen am Ende des dortigen Schuljahres, ebenso die Termine des Deutschen Sprachdiploms. Eine Jahresplanung, die von deutschen Prüfungsterminen ausgeht, greift hier nicht.
Erstens der Jahreszeitenbezug. Deutsche Materialien verbinden Themen fest mit Monaten: Herbstblätter im Oktober, Frühlingserwachen im März, „Endspurt vor den Sommerferien“ im Juni. Auf der Südhalbkugel liegen die Jahreszeiten umgekehrt – eine Herbstreihe gehört dort in den April, eine Frühlingsreihe in den September. Praktisch heißt das: Bei der Jahresplanung wird nicht der Monat übernommen, sondern die Position im Schuljahr, und der Monatsbezug im bearbeitbaren Dokument wird ersetzt.
Zweitens die Ferien- und Festbezüge. Aufgaben, die von Weihnachten mitten im Schuljahr oder von Zeugnissen im Januar ausgehen, treffen den Südhalbkugelkalender nicht. Drittens die Realien: Klassenfahrten an die Ostsee, Bundesjugendspiele und deutsche Verkehrsmittel lassen sich mit wenigen Handgriffen durch lokale Entsprechungen ersetzen, ohne die Aufgabe zu verändern. Viertens die Bewertung: Neben der deutschen Skala 1 bis 6 führen viele Schulen mit Doppelabschluss eine landesübliche Skala; die Erwartungshorizonte bleiben nutzbar, die Notenzuordnung ist an die schuleigene Ordnung anzupassen. Fünftens die Fachnamen, die je nach zugrunde gelegtem Landeslehrplan variieren und im Kollegium einmal vereinheitlicht werden sollten.
Tägliches Deutsch-Training
Klassensprecher & Klassenrat
Sparpaket Mathematik Sek I
Sparpaket Algebra & Funktionen
Materialgestütztes Schreiben
Schuljahresende Wiederholung AlgebraNach Angaben der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen beginnt das Schuljahr auf der Südhalbkugel zwischen dem 1. Januar und dem 1. März, während es auf der Nordhalbkugel in der Regel im August oder September startet. In der Praxis liegt der Start an vielen Schulen in Lateinamerika, Südafrika und Australien im Februar.
Bewährt hat sich, zuerst die Gruppe zu stabilisieren und erst danach fachlich zu diagnostizieren. Kennenlernformate, verbindliche Morgenroutinen und die gemeinsame Festlegung von Regeln tragen das ganze Jahr. Die Lernstandserhebung folgt in der dritten Woche, wenn die Lernenden nach den langen Sommerferien angekommen sind.
Geeignet sind Übungsreihen mit klar abgegrenzten Themen und beiliegenden Lösungen, etwa zu Bruchrechnung, Termen oder zum materialgestützten Schreiben. Sie liefern in zwei Doppelstunden ein belastbares Bild und lassen sich anschließend direkt als Fördermaterial weiterverwenden.
Übernehmen Sie nicht den Monat, sondern die Position im Schuljahr. Eine Herbstreihe gehört auf der Südhalbkugel in den April, eine Frühlingsreihe in den September. Weil die Dateien bearbeitbar sind, lassen sich Monatsangaben und Ferienbezüge in wenigen Minuten ersetzen.
Auslandsdienstlehrkräfte sind in der Regel für bis zu acht Jahre vermittelt, Bundesprogrammlehrkräfte für insgesamt bis zu sechs Jahre – Wechsel gehören zum Alltag. Hilfreich ist ein gemeinsam genutzter Materialbestand mit Lösungen und Erwartungshorizonten, auf den auch neu eingestellte Ortslehrkräfte sofort zugreifen können.
Alle Reihen sind digitale Downloads und stehen sofort zur Verfügung, unabhängig von Standort und Zeitzone. Die Dateien lassen sich ausdrucken oder in der Lernplattform der Schule bereitstellen.