Kunst-Werkstatt · Klasse 5–8
Collagewerkstatt
Papiercollage, Fotomontage und Materialbild als dreiteiliges Werkstattangebot, ausgelegt für eine Kleingruppe über mehrere Projekttage.
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Projektwoche · Schulform übergreifend · Organisation
Ein Rückwärtsplan über acht Wochen bis zur Durchführung, eine Checkliste für Aufsicht, Budget und Räume sowie sechs fertige Werkstatt-Module aus dem Kunstbereich, die sich direkt als Projektwochen-Angebot einsetzen lassen.
Eine Projektwoche gelingt, wenn acht Wochen vorher die Grobplanung steht und Aufsicht, Budget, Räume und Dokumentation vor dem ersten Angebotstag geklärt sind. Fertige Werkstatt-Module wie die Collagewerkstatt oder die Raumwerkstatt liefern ein komplettes Angebot samt Materialliste, sodass eine Fachkraft nicht bei null anfangen muss. Der Musterwerkstatt zeigt zusätzlich, wie sich ein Modul über mehrere Jahrgänge hinweg differenzieren lässt.
Fachlich sind Projektwochen selten das Problem: Kolleginnen und Kollegen finden Themen, für die sie brennen. Was regelmäßig kippt, ist die Organisation im Hintergrund – Aufsichtspläne, die am zweiten Tag Lücken zeigen, ein Budget, das erst nach der Anmeldephase feststeht, oder Räume, die doppelt belegt sind. Diese Probleme entstehen fast immer, weil die Organisation zu spät und zu ungeordnet beginnt.
Ein Rückwärtsplan löst das, weil er vom Ergebnis her denkt: Am letzten Tag steht eine Präsentation oder ein Abschlussfest, und von dort aus wird zurückgerechnet, wann Räume gebucht, Material bestellt und Aufsichten verteilt sein müssen. Acht Wochen sind in der Praxis ein realistischer Vorlauf für eine Schule mittlerer Größe – bei sehr vielen parallelen Angeboten kann sich der Vorlauf auf zehn bis zwölf Wochen verlängern.
Ein zweiter Stolperstein ist die Themenfindung selbst. Wird sie zu offen gelassen, entstehen zu viele kleine Angebote mit zu wenig Substanz. Fertige Werkstatt-Module wie die auf dieser Seite lösen das, weil sie ein Thema bereits in Materialbedarf, Zeitraster und Differenzierungsstufen herunterbrechen und sich direkt in den Rückwärtsplan einfügen lassen, ohne dass die anbietende Lehrkraft ein eigenes Konzept entwickeln muss.
Der dritte Faktor ist die Dokumentation. Eine Projektwoche ohne festgelegtes Format für Ergebnisse – Ausstellung, Portfolio, kurze Präsentation – verliert am Ende an Sichtbarkeit gegenüber Eltern und Kollegium. Wer das Format vorab festlegt, kann es in die Modulbeschreibung der Angebote aufnehmen und spart sich Nachfragen in der letzten Woche.
Die folgenden sechs Module aus dem Kunstbereich sind vollständig ausgearbeitet, mit Materialliste und differenzierten Aufgaben für unterschiedliche Jahrgänge innerhalb der Sekundarstufe I.
Kunst-Werkstatt · Klasse 5–8
Papiercollage, Fotomontage und Materialbild als dreiteiliges Werkstattangebot, ausgelegt für eine Kleingruppe über mehrere Projekttage.
Kunst-Werkstatt · Klasse 7–9
Grundriss, Modellbau und Stadtplanung als praktisches Angebot mit sichtbarem Ergebnis für die Abschlussausstellung.
Kunst-Werkstatt · Klasse 7–9
Handlettering, Schriftgestaltung und Plakatdesign, ideal für ein Angebot, das direkt Werbematerial für die Projektwoche selbst produziert.
Kunst-Werkstatt · Klasse 5–8
Maskenbau mit kulturellem Bezug, gestaltet für eine praktische Abschlusspräsentation vor der Klasse oder Schulgemeinschaft.
Kunst-Werkstatt · Klasse 5–8
Symmetrie, Rapport und Ornamentik über mehrere Kulturen hinweg, mit gestuften Aufgaben für heterogene Projektgruppen.
Kunst-Werkstatt · Klasse 5–8
Land Art im Freien mit Naturmaterialien, ohne teures Zusatzmaterial und deshalb budgetschonend für die Projektwoche.
Nach der Themenfindung folgt die Anmeldephase. Bewährt hat sich ein Wunschverfahren mit drei Prioritäten pro Schülerin und Schüler, damit die Gruppengröße pro Angebot in einem planbaren Rahmen bleibt. Werkstatt-Module wie die auf dieser Seite geben dabei vorab an, für wie viele Teilnehmende sie ausgelegt sind, was die Zuteilung erleichtert.
Während der Durchführung selbst zeigt sich, ob die Aufsicht trägt. Pro Angebot braucht es mindestens eine durchgängig anwesende Lehrkraft, bei Arbeiten mit Werkzeug oder im Außenbereich zusätzlich eine zweite Aufsichtsperson für die kritischen Phasen. Eine feste Liste, wer wann in welchem Raum ist, verhindert Lücken, die sonst erst auffallen, wenn eine Aufsicht kurzfristig ausfällt.
Zum Abschluss steht die Präsentation. Module mit einem klaren physischen Endprodukt – ein Modell, ein Plakat, eine Maske – eignen sich besonders für eine Ausstellung, weil Ergebnisse ohne zusätzliche Aufbereitung gezeigt werden können. Wird stattdessen ein Prozess dokumentiert, etwa bei der Naturwerkstatt im Außenbereich, lohnt sich eine Fotodokumentation während der gesamten Woche.
Nach der Projektwoche folgt eine kurze Manöverkritik im Kollegium: Welche Angebote waren überbucht, wo fehlte Material, wo hat die Zeitplanung nicht gepasst. Diese Rückmeldung fließt direkt in den Rückwärtsplan der nächsten Projektwoche ein und verkürzt die Vorlaufzeit im Folgejahr spürbar.
| Woche vor Durchführung | Aufgabe | Verantwortlich |
|---|---|---|
| Woche 8 | Thema festlegen, Termin im Jahreskalender sichern | Schulleitung, Steuergruppe |
| Woche 7 | Angebote sammeln, Werkstatt-Module auswählen | Fachschaften |
| Woche 6 | Räume und Außenflächen buchen | Organisationsteam |
| Woche 5 | Budget festlegen, Material bestellen | Verwaltung, anbietende Lehrkräfte |
| Woche 4 | Anmeldeverfahren mit Schülerinnen und Schülern durchführen | Klassenleitungen |
| Woche 3 | Gruppen zuteilen, Aufsichtsplan erstellen | Organisationsteam |
| Woche 2 | Material sichten, Präsentationsformat festlegen | Anbietende Lehrkräfte |
| Woche 1 | Letzter Abgleich, Elterninformation verschicken | Schulleitung, Steuergruppe |
Für eine Schule mittlerer Größe reichen in der Regel acht Wochen Vorlauf, gerechnet vom letzten Projekttag rückwärts. Bei sehr vielen parallelen Angeboten oder externen Partnern sollten es zehn bis zwölf Wochen sein.
Mindestens eine durchgängig anwesende Lehrkraft pro Angebot. Bei Arbeiten mit Werkzeug, offenem Feuer oder im Außenbereich sollte für die kritischen Phasen eine zweite Aufsichtsperson eingeplant werden.
Jedes Angebot meldet seinen Materialbedarf in Woche fünf vor der Durchführung. Fertige Werkstatt-Module erleichtern das, weil die Materialliste bereits feststeht und keine Nachkalkulation nötig ist.
Bewährt hat sich ein Wunschverfahren mit drei Prioritäten pro Person. Angebote mit fester Teilnehmerzahl werden zuerst aufgefüllt, danach folgt ein Losverfahren für überbuchte Angebote.
Das Format sollte vor Beginn feststehen. Angebote mit physischem Endprodukt eignen sich für eine Ausstellung, prozessorientierte Angebote wie Arbeiten im Freien brauchen eine begleitende Fotodokumentation.
Für jedes Außenangebot sollte vorab ein Ausweichraum feststehen, in dem sich zumindest ein Teil des Programms durchführen lässt. Das gehört in die Raumplanung der Woche sechs vor der Durchführung.