Das Grundgesetz in Deutschland – Entstehung, Inhalte & Bedeutung (SEK I, Klasse 5 bis 9)
Grundrechte und Verfassungsgeschichte als Einstieg in das deutsche Staatsverständnis.
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Landeskunde · PASCH und DSD-Schulen · Sek I und Sek II
Unterrichtsmaterial zu Deutschland für PASCH- und DSD-Schulen: Grundgesetz, Parteien, Wahlen, Verfassungsgrundsätze und europäische Einbindung – Landeskunde, die über Klischees hinausgeht und sich für DSD-Vorbereitung und deutschsprachigen Fachunterricht eignet.
Kurz gesagt: PASCH – „Schulen: Partner der Zukunft“ – wurde 2008 initiiert und umfasst heute rund 2.000 Schulen in über 120 Ländern. Landeskunde ist dort mehr als Faktenwissen: Sie liefert den inhaltlichen Stoff, an dem sich Deutsch als Fremdsprache entwickelt. Die Reihen auf dieser Seite behandeln das politische System Deutschlands, seine Verfassungsgrundlagen und die europäische Einbindung – sprachlich entlastbar und mit Lösungen für den Einsatz an DSD- und Deutsch-Profil-Schulen.
Das PASCH-Netz wird von vier Partnern getragen: der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen mit den Deutschen Auslandsschulen und den rund 1.100 DSD-Schulen, dem Goethe-Institut mit etwa 660 Partnerschulen, dem DAAD mit Stipendien für Absolventinnen und Absolventen sowie dem PAD, der Schulpartnerschaften koordiniert. Für den Unterricht bedeutet diese Struktur zweierlei: Der Deutschunterricht ist an vielen Standorten das einzige Fach auf Deutsch, und die Landeskunde muss deshalb inhaltliche Substanz liefern, ohne die Lernenden sprachlich abzuhängen.
An DSD-Schulen findet der übrige Unterricht überwiegend in der Landessprache statt. Landeskunde ist damit kein Nebenschauplatz, sondern der Ort, an dem Lernende Bildungssprache aufbauen: Sie lesen Verfassungstexte in Auszügen, vergleichen Institutionen und begründen Positionen. Genau diese Operationen verlangen später auch die Prüfungsteile des Deutschen Sprachdiploms.
Die fünf Reihen decken die Grundlagen ab: das Grundgesetz mit Entstehung und Bedeutung, das Parteiensystem, den Demokratiebegriff, die Staatsstrukturprinzipien sowie die europäische Einbindung Deutschlands im Sparpaket zur Europäischen Union.
Grundrechte und Verfassungsgeschichte als Einstieg in das deutsche Staatsverständnis.
Wie Parteien Interessen bündeln – mit Vergleichsmöglichkeit zum System des Gastlandes.
Der begriffliche Einstieg – geeignet als sprachlich zugänglicher Auftakt der Sequenz.
Bundesstaat, Rechtsstaat, Sozialstaat – die Prinzipien hinter den Institutionen.
Deutschland im europäischen Rahmen – ideal als Abschluss der Landeskundesequenz.
Sinnvoll ist der Weg vom Begriff über die Institution zur Bewertung. Den Auftakt bildet die Reihe zum Demokratiebegriff, weil sie mit einfachem Wortschatz auskommt und sich für Lernende auf A2 bis B1 eignet. Darauf folgt das Grundgesetz mit ausgewählten Artikeln im Original – hier lohnt der Vergleich mit der Verfassung des Gastlandes, der zugleich Sprechanlässe für die mündliche DSD-Prüfung liefert.
Im dritten Schritt kommen Parteien und Verfassungsgrundsätze hinzu, die den Aufbau des Staates erklären. Den Abschluss bildet die europäische Perspektive: Deutschland als Mitglied der Europäischen Union, mit den Fragen nach gemeinsamen Regeln und nationaler Souveränität. Diese Reihenfolge lässt sich auf ein Halbjahr oder auf ein ganzes Schuljahr strecken.
| Klassenstufe | Sprachniveau | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Klasse 7–8 | A2 bis B1 | Demokratiebegriff, Mitbestimmung, Grundrechte |
| Klasse 9–10 | B1, Zielniveau DSD I | Grundgesetz, Parteien, Wahlen |
| Klasse 11–12 | B2, Vorbereitung DSD II | Staatsstrukturprinzipien, Föderalismus, Europäische Union |
| Sekundarstufe II | B2 bis C1, DSD II und DIA | Migration, Gesellschaft, Urteilsbildung |
Landeskundliche Texte sind inhaltlich anspruchsvoll und sprachlich dicht – eine ungünstige Kombination für Lernende auf B1. Bewährt hat sich das Prinzip der sprachlichen Entlastung ohne inhaltliche Reduktion: Der Verfassungsartikel bleibt im Original, wird aber durch ein Glossar, eine Randspalte mit Umschreibungen und eine Schaubildvorlage begleitet. Der Wechsel der Darstellungsformen – vom Gesetzestext zum Schaubild und zurück – erzwingt genau die Denkoperationen, um die es geht.
Für die Leistungsdifferenzierung genügt die Staffelung nach Anforderungsbereichen: benennen und beschreiben auf der ersten Stufe, erläutern und vergleichen auf der zweiten, beurteilen und diskutieren auf der dritten. Weil die Materialien bearbeitbar sind, lassen sich Aufgabenblöcke pro Lerngruppe neu zusammenstellen.
Für DSD-Schulen ist der Gemeinsame europäische Referenzrahmen die Bezugsgröße der zielsprachlichen Curricula. Belegt ist die Stufung des Deutschen Sprachdiploms der KMK: Das DSD I zielt auf B1 und berechtigt zum Besuch eines Studienkollegs, die berufsorientierte Variante DSD I PRO richtet sich an Lernende ab 16 Jahren, das DSD II liegt auf B2 bis C1 und erfüllt die sprachlichen Voraussetzungen für die Hochschulzulassung in Deutschland.
An Deutschen Auslandsschulen mit gymnasialer Oberstufe kommen die KMK-Kerncurricula für die gymnasialen Oberstufen an Deutschen Schulen im Ausland hinzu, für Geschichte auf Grundlage des KMK-Beschlusses vom 29.04.2010. Die Operatorenlisten für das Auslandsschulwesen ordnen jeden Operator einem der Anforderungsbereiche I bis III zu – ein guter Maßstab auch für DSD-Schulen, weil er die Aufgabenformulierung präzise macht.
Erstens das Vorwissen. Materialien für die deutsche Sekundarstufe I setzen voraus, dass Lernende Bundesländer, Schulformen und Institutionen bereits kennen. An einer PASCH-Schule fehlt dieses Fundament. Eine Vorentlastung mit Landkarte, Zeitleiste und einer Liste der zentralen Institutionen kostet eine Unterrichtsstunde und verhindert, dass die gesamte Reihe an unerklärten Begriffen hängen bleibt.
Zweitens das Sprachniveau. Deutsche Materialien sind für Erstsprachlernende geschrieben; an DSD-Schulen arbeiten dieselben Inhalte auf B1. Statt Texte zu kürzen, sollten Glossare, Wortspeicher und Satzbausteine für die Argumentation ergänzt werden. Drittens die Perspektive: Landeskunde wirkt schnell belehrend, wenn Deutschland als Maßstab auftritt. Der kontrastive Zugang – „Wie ist das bei uns geregelt?“ – macht aus derselben Reihe eine Vergleichsaufgabe und respektiert das Gastland. Viertens die Aktualität: Angaben zu Wahlergebnissen, Regierungen und Parteienlandschaft veralten schnell und sollten vor dem Einsatz geprüft werden. Fünftens Formales: Die deutsche Notenskala 1 bis 6 muss auf die schuleigene Ordnung umgerechnet werden, und die Materialien folgen der amtlichen Rechtschreibung mit „ß“ – ein Punkt, den Lernende kennen sollten, wenn sie zusätzlich Texte aus der Schweiz lesen.
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Direkte DemokratiePASCH steht für die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“, die 2008 gestartet wurde und heute rund 2.000 Schulen in über 120 Ländern verbindet. Getragen wird sie von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, dem Goethe-Institut, dem DAAD und dem Pädagogischen Austauschdienst. Zum Netz gehören Deutsche Auslandsschulen, DSD-Schulen und Partnerschulen des Goethe-Instituts.
Inhaltlich ja, sprachlich nur mit Entlastung. Die Reihen sind für Erstsprachlernende geschrieben, an DSD-Schulen arbeiten die Lerngruppen auf A2 bis B2. Mit Glossar, Wortspeicher und Schaubildern bleiben die Inhalte erhalten, während die sprachliche Hürde sinkt.
Indem Landeskunde konsequent kontrastiv angelegt wird. Jede Struktur – Grundrechte, Parteien, Föderalismus – wird mit der Entsprechung im Gastland verglichen. So entsteht statt einer Aufzählung deutscher Besonderheiten eine echte Analyse, die zugleich Sprechanlässe für die mündliche Prüfung liefert.
Das DSD II liegt auf B2 bis C1 und verlangt argumentierendes Sprechen und Schreiben. Dafür eignen sich besonders die Reihen zu Verfassungsgrundsätzen, direkter Demokratie und zur Europäischen Union, weil sie kontroverse Fragen enthalten, zu denen Lernende eine begründete Position entwickeln müssen.
Themenauswahl und Materialeinsatz sollten mit der Schulleitung abgestimmt werden, da die Rahmenbedingungen von Land zu Land verschieden sind. Weil die Reihen in bearbeitbaren Formaten vorliegen, lassen sich einzelne Aufgaben austauschen, ohne die didaktische Struktur zu verlieren.
Alle Reihen sind digitale Downloads und stehen sofort zur Verfügung, unabhängig von Standort und Zeitzone. Die Dateien lassen sich ausdrucken oder in der Lernplattform der Schule bereitstellen.