Nachhaltigkeit und BNE im Unterricht: Material und Projekttag-Bausteine

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Nachhaltigkeit und BNE im Unterricht: Material und Projekttag-Bausteine

Eine Zuordnung aller 17 SDG zu Schulfächern, Projekttag-Bausteine mit Zeitraster sowie sechs Materialien zu Klimawandel, Energie, Konsum und Ressourcen für Sekundarstufe I und II.

17 ZieleSDG-Zuordnung zu Fächern
46 Materialienin der BNE-Kollektion
Sek I & IIvon Klasse 7 bis Q2
ab 9,99 €einzelne Unterrichtsreihen

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) lässt sich am einfachsten über die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen an bestehende Fächer andocken, statt als eigenes Zusatzfach organisiert zu werden. Einen kompakten Einstieg bietet die Reihe Was bedeutet Klimawandel?, für die Konsumperspektive eignet sich Konsumethik: Fast Fashion und Nachhaltigkeit, für die energiepolitische Seite Erneuerbare Energien.

Warum BNE an Fächern statt an einem Extra-Termin hängen sollte

Nachhaltigkeit taucht in Lehrplänen selten als eigenes Fach auf, sondern als Querschnittsaufgabe, die Geographie, Biologie, Ethik, Chemie, Politik und Deutsch gleichermaßen betrifft. Wer BNE nur als einmaligen Projekttag behandelt, verliert den Anschluss an den Fachunterricht. Wirksamer ist es, einzelne SDG gezielt dort zu platzieren, wo sie fachlich ohnehin passen, und den Projekttag als Bündelung statt als Einzelaktion zu nutzen.

Die 17 Ziele unterscheiden sich stark in ihrer Unterrichtstauglichkeit: Klimaschutz (SDG 13) und bezahlbare Energie (SDG 7) lassen sich in Geographie, Physik und Chemie mit Daten und Experimenten konkret bearbeiten. Ziele wie Frieden und Gerechtigkeit (SDG 16) oder weniger Ungleichheit (SDG 10) passen eher zu Politik, Ethik und Religion. Diese Zuordnung erleichtert es Fachschaften, Verantwortlichkeiten zu verteilen, statt dass ein einzelnes Fach die gesamte BNE-Arbeit trägt.

Ein zweiter Baustein ist der Projekttag. Er funktioniert am besten, wenn er nicht bei null beginnt, sondern auf Vorwissen aus dem Fachunterricht aufbaut und mit konkreten Produkten endet, etwa einer Ausstellung, einem Positionspapier oder einer Schulhof-Maßnahme, statt nur mit einem Plakat pro Gruppe.

Ressourcen und Rohstoffe sind ein Themenfeld, das sich besonders gut fachverbindend bearbeiten lässt: Geographie liefert die Verteilung globaler Rohstoffvorkommen, Chemie die stofflichen Grundlagen, Wirtschaft die Frage nach Abhängigkeiten und Lieferketten. Die Reihe zu Ressourcengewinnung und globalen Abhängigkeiten deckt diese Schnittstelle für Klasse 8/9 ab.

Manche Schulen verankern BNE zusätzlich institutionell, etwa über ein schulinternes Nachhaltigkeitscurriculum oder eine feste Arbeitsgruppe, die Themen fachübergreifend koordiniert. Das erleichtert es, Dopplungen zu vermeiden, wenn mehrere Fächer unabhängig voneinander ähnliche Inhalte planen. Eine einfache Tabelle, die SDG, Jahrgang und zuständiges Fach gegenüberstellt, reicht dafür meist schon aus und lässt sich in einer Fachkonferenz in kurzer Zeit abstimmen.

Bei der Auswahl der SDG für ein Schuljahr hilft ein Blick auf das Schulprofil: Schulen mit MINT-Schwerpunkt greifen häufiger zu Energie- und Ressourcenzielen, sprachlich oder gesellschaftswissenschaftlich ausgerichtete Schulen eher zu Konsum, Gerechtigkeit und Partnerschaften. Wichtig bleibt in jedem Fall, dass die Auswahl begründet und nicht rein zufällig erfolgt, damit sich über mehrere Jahrgänge hinweg ein sichtbarer roter Faden ergibt.

Materialien zu Nachhaltigkeit und BNE

Die folgenden sechs Materialien decken Klimawandel, Energie, Konsum, Ressourcen und Ökosysteme für Sek I und Sek II ab.

Einsatz im Schuljahr: Fachanbindung und Projekttag

Am wirksamsten wird BNE, wenn einzelne SDG nicht isoliert behandelt werden, sondern an bestehende Unterrichtseinheiten andocken: Klimawandel in Geographie oder Physik, Konsum und Fast Fashion in Ethik oder Wirtschaft, Biodiversität in Biologie. Ein gemeinsamer Projekttag bündelt diese Fachperspektiven anschließend zu einem sichtbaren Ergebnis.

Für die Vorbereitung eines Projekttags lohnt sich ein Zeitraster mit klaren Übergabepunkten zwischen den Stationen, damit Lerngruppen nicht warten, sondern durchgehend arbeiten. Eine Auftaktphase mit Impuls, mehrere parallele Stationen zu Teilaspekten und eine gemeinsame Ergebnispräsentation am Ende haben sich bewährt.

Bei älteren Jahrgängen (Sek II) lassen sich die Themen enger an Klausurformate anbinden, etwa Ökosystemmanagement in Biologie oder Geographie mit Materialauswertung, wie sie in der Reihe zu Ökosystemmanagement angelegt ist.

Auch außerschulische Partner lassen sich einbinden, etwa lokale Energieversorger, Umweltverbände oder landwirtschaftliche Betriebe in der Nähe der Schule. Ein kurzer Betriebsbesuch oder ein Gastvortrag ergänzt die theoretische Arbeit im Klassenzimmer um eine praktische Perspektive, ohne dass dafür ein großer organisatorischer Aufwand nötig wäre.

Übungsblatt Klimawandel Übungsblatt Erneuerbare Energien Übungsblatt Konsumethik Übungsblatt Ressourcengewinnung Übungsblatt Ökosystemmanagement Übungsblatt Energiewende

SDG-zu-Fach-Zuordnung: alle 17 Ziele

SDG Ziel Passendes Fach
1 Keine Armut Politik, Wirtschaft
2 Kein Hunger Geographie, Biologie
3 Gesundheit und Wohlergehen Biologie, Sachunterricht
4 Hochwertige Bildung fächerübergreifend
5 Geschlechtergleichheit Politik, Ethik
6 Sauberes Wasser Chemie, Geographie
7 Bezahlbare und saubere Energie Physik, Chemie
8 Menschenwürdige Arbeit Wirtschaft, WiSo
9 Industrie und Innovation Wirtschaft, Technik
10 Weniger Ungleichheiten Politik, Ethik
11 Nachhaltige Städte Geographie, Kunst
12 Nachhaltiger Konsum Ethik, Wirtschaft
13 Klimaschutz Geographie, Physik
14 Leben unter Wasser Biologie, Geographie
15 Leben an Land Biologie
16 Frieden und starke Institutionen Politik, Geschichte
17 Partnerschaften für die Ziele Politik, fächerübergreifend

Projekttag-Bausteine mit Zeitraster

Zeit Baustein Inhalt
08:00–08:30 Auftakt Impulsfrage zu einem SDG, kurze Bestandsaufnahme in der Klasse
08:30–10:00 Station 1 Klimawandel und Energie, z. B. mit der Reihe zu erneuerbaren Energien
10:15–11:45 Station 2 Konsum und Ressourcen, z. B. Fast Fashion und Rohstoffgewinnung
12:30–13:30 Station 3 Ökosysteme und Biodiversität, praktisch oder mit Fallstudie
13:30–14:15 Ergebnissicherung Gruppen bereiten ein Kurzergebnis für die Präsentation vor
14:15–15:00 Präsentation Ausstellung oder Kurzvorträge vor der gesamten Jahrgangsstufe

Was die Materialien liefern

  • Fachlich fundiertMit Datenbezug statt reiner Appellhaltung.
  • Direkt einsetzbarAls Einzelstunde oder als Baustein im Projekttag.
  • Sek I und Sek IIVon Klasse 7 bis zur Qualifikationsphase.
  • Mit MaterialbezugFür Klausuraufgaben und Fallanalysen geeignet.
  • Fachübergreifend anschlussfähigGeographie, Biologie, Chemie, Ethik, Wirtschaft.
  • DOCX und PDF, ohne AboEditierbare und druckfertige Fassung, sofort nach dem Kauf verfügbar.

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Häufige Fragen

Was bedeutet BNE genau?

BNE steht für Bildung für nachhaltige Entwicklung und beschreibt einen fächerübergreifenden Bildungsansatz, der ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit verbindet, meist orientiert an den 17 SDG der Vereinten Nationen.

Muss ich alle 17 SDG im Unterricht behandeln?

Nein. Sinnvoller ist eine Auswahl von zwei bis drei Zielen pro Schuljahr, die zum jeweiligen Fach und Jahrgang passen, statt alle 17 Ziele oberflächlich abzuhaken.

Wie lange sollte ein BNE-Projekttag dauern?

Ein voller Schultag mit drei bis vier Stationen und einer Ergebnispräsentation am Ende hat sich bewährt. Kürzere Formate funktionieren, liefern aber meist weniger belastbare Ergebnisse.

Welches Fach sollte die Federführung für BNE übernehmen?

Meist eignet sich Geographie oder Biologie als koordinierendes Fach, da dort die meisten Anknupfungspunkte liegen. Eine feste Verantwortlichkeit erleichtert die langfristige Planung.

Wie lässt sich BNE in Klausuren der Oberstufe einbinden?

Über Materialaufgaben mit Diagrammen, Statistiken oder Fallbeispielen, etwa zu Ökosystemmanagement oder Ressourcenabhängigkeiten, die den vorgegebenen Anforderungsbereichen entsprechen.

Wie vermeide ich reine Appellhaltung im BNE-Unterricht?

Indem Inhalte an Daten, Quellen und Fachkonzepten statt an moralischen Aufforderungen ansetzen. Materialien mit konkretem Zahlenbezug ermöglichen eine sachliche Auseinandersetzung statt reiner Appelle.