Grundlagen · Informatik Sek I
Wie funktioniert Künstliche Intelligenz?
Maschinelles Lernen und Verantwortung als Einstiegsreihe für Klasse 7 bis 10.
Hast du ein Konto?
Logge dich ein, damit es beim Checkout schneller geht.
3 Materialien = 15 % · 4 = 20 % · 5 = 25 % Rabatt.
Automatisch an der Kasse – ohne Code.
Künstliche Intelligenz · Praxis-Hub · fächerübergreifend
Ein Überblick zu KI-Leitfäden ausgewählter Bundesländer mit Stand-Datum und Quelle, zwölf KI-resistente Aufgabenformate sowie sechs Materialien zu KI-Grundlagen, Prompt-Kompetenz und Verantwortung.
KI im Unterricht lässt sich in drei Ebenen trennen: KI als Unterrichtsgegenstand, KI als Werkzeug für Lehrkräfte und der Umgang mit KI-generierten Schülertexten. Für den Einstieg in die Funktionsweise eignet sich Wie funktioniert Künstliche Intelligenz?, für den praktischen Einsatz ChatGPT im Unterricht einsetzen, für die ethische Einordnung KI und Verantwortung.
KI verändert Unterricht auf mehreren Ebenen gleichzeitig: Schülerinnen und Schüler nutzen Sprachmodelle für Hausaufgaben, Lehrkräfte können KI für Vorbereitung und Differenzierung einsetzen, und Fachschaften müssen neu bewerten, welche Prüfungsformate noch aussagekräftig sind. Wer diese drei Ebenen getrennt betrachtet, findet leichter passende Maßnahmen als bei einer allgemeinen KI-Debatte.
Die rechtliche und schulorganisatorische Seite ist Ländersache. Nordrhein-Westfalen hat bereits 2023 einen Handlungsleitfaden zum Umgang mit textgenerierenden KI-Anwendungen veröffentlicht und aktualisiert diesen über das Bildungsportal NRW laufend. Baden-Württemberg bündelt Informationsangebote zu KI im Unterricht über das Kultusministerium, Bayern stellt über das Kultusministerium und das ISB sowohl allgemeine Hinweise als auch fachspezifische Handreichungen bereit, etwa zum Lernbereich Kunstliche Intelligenz in der gymnasialen Oberstufe. Die genaue Ausgestaltung unterscheidet sich zwischen den Ländern und ändert sich fortlaufend, sodass die je Bundesland aktuell gültige Quelle vor dem Einsatz im Kollegium geprüft werden sollte.
Unabhängig vom Bundesland gilt: Ein reines Verbot von KI-Tools lässt sich in der Praxis kaum kontrollieren und verlagert die Nutzung nur außerhalb der Schule. Wirksamer sind transparente Regeln zur erlaubten Nutzung, kombiniert mit Prüfungsformaten, die weniger anfällig für reine Texterzeugung sind.
Für Lehrkräfte selbst eröffnet KI zusätzlich Zeitersparnis bei Vorbereitung und Differenzierung, etwa bei der Erstellung von Aufgabenvarianten für unterschiedliche Leistungsniveaus. Wichtig ist dabei, erzeugte Inhalte fachlich zu prüfen, bevor sie im Unterricht eingesetzt werden, da Sprachmodelle auch bei Fachinhalten fehlerhafte oder veraltete Angaben liefern können.
Für den Fachunterricht selbst bietet KI zudem inhaltliche Anknupfungspunkte, etwa in Mathematik über die mathematischen Grundlagen neuronaler Netze, wie sie die Reihe Künstliche Intelligenz verstehen – durch Mathematik greifbar gemacht aufbereitet.
Die folgenden sechs Materialien decken KI-Grundlagen, Prompt-Kompetenz, Ethik und aktuelle Modelle für Sek I ab.
Grundlagen · Informatik Sek I
Maschinelles Lernen und Verantwortung als Einstiegsreihe für Klasse 7 bis 10.
Prompt-Kompetenz · Sek I
Verantwortungsbewusster Umgang mit KI-Tools und Grundlagen des Promptens.
Ethik · Sek I
Ethische Fragen zu Entscheidungsfindung und Verantwortung beim Einsatz von KI.
Mathematik · Sek I/II
Mathematische Grundlagen neuronaler Netze anschaulich aufbereitet.
Praxisleitfaden · fächerübergreifend
Praxisleitfaden für einen verantwortungsbewussten Einsatz von ChatGPT.
Aktuelle Modelle · Sek I/II
Einordnung eines aktuellen KI-Modells als Beispiel für Marktentwicklung.
Ein sinnvoller Startpunkt ist eine Fachkonferenz oder Gesamtkonferenz, auf der die Schule eine gemeinsame Linie zur erlaubten KI-Nutzung festlegt, orientiert an der für das jeweilige Bundesland gültigen Handreichung. Diese Linie sollte konkret genug sein, um im Alltag anwendbar zu sein, etwa über eine kurze Positivliste erlaubter Anwendungsfälle.
Im Fachunterricht selbst lohnt sich ein gestufter Zugang: zunächst KI als Unterrichtsgegenstand behandeln, etwa mit den Grundlagenreihen zu Funktionsweise und Mathematik, anschließend kontrollierte Nutzung erproben, etwa Prompting als eigene Kompetenz. Erst danach folgt die Diskussion um Prüfungsformate.
Bei Klausuren und schriftlichen Leistungen hilft es, Aufgabenformate zu bevorzugen, die persönliche Bezüge, aktuelle Ereignisse aus dem Unterricht oder mehrstufige Begründungen verlangen, statt allgemein beantwortbarer Fragen. Eine Übersicht mit zwölf konkreten Formaten findet sich weiter unten.
Diese Formate ersetzen klassische Klausuren nicht vollständig, sondern ergänzen sie um Anteile, die schwerer allein mit einem Sprachmodell zu bearbeiten sind. Eine Kombination aus zwei bis drei Formaten je Halbjahr hat sich in der Praxis bewährt, statt das gesamte Prüfungskonzept auf einmal umzustellen.
Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft drei Landesangebote zum Umgang mit KI im Unterricht (Stand 03.09.2026). Eine vollständige Übersicht aller 16 Bundesländer mit Regelungen zu KI-Nutzung, Prüfungsformaten und Datenschutz bietet die Seite KI-Regeln der Bundesländer im Überblick.
| Bundesland | Angebot | Träger/Quelle |
|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | Handlungsleitfaden zum Umgang mit textgenerierenden KI-Anwendungen (seit 2023, laufend ergänzt) | Ministerium für Schule und Bildung NRW, Bildungsportal NRW |
| Baden-Württemberg | Informationsangebote KI im Unterricht | Kultusministerium Baden-Württemberg (km.baden-wuerttemberg.de) |
| Bayern | Allgemeine Hinweise sowie fachspezifische Handreichungen, z. B. zu KI im Informatik-W-Seminar | Kultusministerium Bayern, ISB (Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung) |
Für die übrigen 13 Bundesländer sowie für Detailfragen zu Prüfungsrecht und Datenschutz liefert die vollständige Länderübersicht mit allen 16 Bundesländern den aktuell gültigen Stand, da sich Leitfäden und Handreichungen in diesem Themenfeld häufig ändern. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung und keine amtliche Prüfung.
| Nr. | Format | Warum wirksam |
|---|---|---|
| 1 | Bezug zu konkreter Unterrichtsstunde | Verlangt Wissen, das nicht öffentlich verfügbar ist |
| 2 | Mündliche Verteidigung schriftlicher Arbeiten | Prüft eigenes Verständnis statt reiner Textproduktion |
| 3 | Prozessdokumentation mit Zwischenschritten | Macht den Arbeitsweg sichtbar, nicht nur das Ergebnis |
| 4 | Handschriftliche Klausur ohne Hilfsmittel | Schließt KI-Nutzung während der Bearbeitung aus |
| 5 | Aufgaben mit aktuellem Lokalbezug | Erfordert Recherche über Standardwissen hinaus |
| 6 | Vergleich und Bewertung mehrerer Quellen | Trainiert Urteilsfähigkeit statt Reproduktion |
| 7 | Portfolio über mehrere Wochen | Längerer Entstehungsprozess ist schwerer zu simulieren |
| 8 | Praktische Durchführung mit Beobachtung | Nicht rein textbasiert lösbar |
| 9 | Peer-Feedback als Teil der Bewertung | Ergänzt das Produkt um einen sozialen Prozessanteil |
| 10 | Fehleranalyse an vorgegebenem Text | Verlangt Bewertung statt Neuerstellung |
| 11 | Konkrete Datenauswertung (Tabelle, Diagramm) | Erfordert eigenständige Interpretation der Rohdaten |
| 12 | Gruppenpräsentation mit Nachfragen | Nachfragen decken fehlendes Verständnis auf |
Alle Materialien lassen sich einzeln oder als Bestandteil einer größeren KI-Einheit einsetzen und sind unabhängig von bestimmten KI-Anbietern formuliert, sodass sie auch bei einem Wechsel des eingesetzten Sprachmodells gültig bleiben.
Das hängt von der jeweiligen Schule und dem Bundesland ab. Viele Handreichungen empfehlen eine transparente Kennzeichnungspflicht statt eines pauschalen Verbots, die genaue Regelung ist bei der zuständigen Landesquelle zu prüfen.
Nein. Bildung ist Ländersache, entsprechend unterscheiden sich Handreichungen und Leitfäden zwischen den 16 Bundesländern in Umfang und Verbindlichkeit.
Eine hundertprozentig zuverlässige technische Erkennung existiert derzeit nicht. Verlässlicher sind Vergleiche mit bekannten Schreibstilen der Lerngruppe und mündliche Rückfragen zum Inhalt.
Eine mündliche Verteidigung der schriftlichen Arbeit gilt als besonders wirksam, da sie eigenständiges Verständnis direkt sichtbar macht.
Beides ergänzt sich. Ein Verständnis der Funktionsweise erleichtert einen reflektierten Werkzeugeinsatz und macht Grenzen und Fehlerquellen von KI-Systemen greifbar.
Mit einer kurzen Bestandsaufnahme in der Fachkonferenz, orientiert an der für das Bundesland gültigen Handreichung, gefolgt von einer gemeinsamen Positivliste erlaubter Anwendungsfälle.