Klimawandel und Ökosysteme | Unterrichtsmaterial Geographie SEK I
Verbindet Klimasystem und Ökosysteme – Kernstück der Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung.
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GW · Geografie und wirtschaftliche Bildung · Sek I & II
Unterrichtsmaterial für Geografie und wirtschaftliche Bildung: Naturräume und Naturgefahren, Stadt und Landwirtschaft, Ressourcen, Tourismus und globale Verflechtungen – aufbereitet für Kompetenzbeschreibungen, Anwendungsbereiche und 50-Minuten-Einheiten.
Kurz gesagt: Seit dem Lehrplan 2023 heißt das Fach in Mittelschule und AHS-Unterstufe „Geografie und wirtschaftliche Bildung“ – früher Geographie und Wirtschaftskunde. Die wirtschaftliche Perspektive ist damit kein Anhängsel, sondern Bestandteil jedes Raumthemas. Die Reihen auf dieser Seite verbinden beides und eignen sich für die Sekundarstufe I ebenso wie als Themenbereiche für die mündliche Reifeprüfung.
Mit dem Lehrplan 2023 wurden mehrere Fachbezeichnungen neu gefasst: Aus Geographie und Wirtschaftskunde wurde „Geografie und wirtschaftliche Bildung“, aus Biologie und Umweltkunde „Biologie und Umweltbildung“, aus Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung „Geschichte und Politische Bildung“. In der Verordnung für die Mittelschule steht die Schreibweise mit f; im Fachdiskurs begegnet daneben weiterhin „Geographie“. Der Lehrplan tritt aufsteigend in Kraft und erreicht die 8. Schulstufe im Schuljahr 2026/27.
Inhaltlich zählt vor allem die Struktur: Jeder Fachlehrplan nennt Bildungs- und Lehraufgabe, Didaktische Grundsätze, Kompetenzbeschreibungen und Anwendungsbereiche. GW ist außerdem das Fach, in dem besonders viele der dreizehn übergreifenden Themen zusammenlaufen – „Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung“, „Wirtschafts-, Finanz- und Verbraucher/innenbildung“, „Entrepreneurship Education“, „Politische Bildung“ und „Verkehrs- und Mobilitätsbildung“ lassen sich hier ohne Umweg verankern.
Die folgenden Reihen decken die tragenden Themenfelder ab: Klima und Ökosysteme, Urbanisierung, Tourismus als Wirtschaftsfaktor, Ressourcen und globale Abhängigkeiten sowie Strukturwandel. Alle Materialien sind digitale Downloads in bearbeitbaren Formaten.
Verbindet Klimasystem und Ökosysteme – Kernstück der Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung.
Stadtentwicklung, Verdichtung und Planung – gut kombinierbar mit Verkehrs- und Mobilitätsbildung.
Tourismus als Wirtschaftsfaktor mit Wertschöpfung, Abhängigkeit und ökologischen Grenzen.
Lieferketten und Abhängigkeiten – der direkte Weg von der Karte zur wirtschaftlichen Bildung.
Wirtschaftsräume im Wandel – als Themenbereich für die mündliche Reifeprüfung geeignet.
In der 5. und 6. Schulstufe tragen anschauliche Naturraumthemen: Wetter und Klima, Vulkane und Erdbeben, Landwirtschaft und Versorgung. Sie lassen sich früh mit einfachen ökonomischen Fragen verbinden – wer produziert, wer verkauft, wer verdient daran. Ab der 7. Schulstufe kommen Stadt, Verkehr und Wirtschaftssektoren dazu, und in der 8. Schulstufe lassen sich globale Verflechtungen behandeln, die Konsum, Lieferketten und Ungleichheit zusammenführen.
In der Oberstufe verschiebt sich der Anspruch zur Raumanalyse: Strukturwandel, Disparitäten, Klimazonen und Ressourcennutzung werden mit Karten, Statistiken und Modellen bearbeitet. Weil GW kein zentral geprüftes Klausurfach ist, führt der Weg zur Matura hier über die mündliche Teilprüfung – jede größere Einheit der Oberstufe kann später ein Themenbereich im Pool werden.
| Schulstufe | Schulart | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| 5.–6. Schulstufe | MS, AHS-Unterstufe | Klima, Naturgefahren, Landwirtschaft und Versorgung |
| 7. Schulstufe | MS, AHS-Unterstufe | Stadt, Verkehr, Wirtschaftssektoren, Arbeitswelt |
| 8. Schulstufe | MS, AHS-Unterstufe | Globalisierung, Konsum, Lieferketten, Disparitäten |
| 9.–13. Schulstufe | AHS-Oberstufe, BMS, BHS | Raumanalyse, Strukturwandel, Klimazonen, Ressourcen |
GW differenziert sich gut über das Material selbst: Dieselbe Karte oder Statistik lässt sich mit einer Ablesefrage, mit einem Vergleichsauftrag oder mit einer Bewertungsaufgabe bearbeiten. In der Mittelschule, wo ab der 6. Schulstufe die Leistungsniveaus in Deutsch, Mathematik und lebender Fremdsprache greifen, hilft dieselbe Logik auch in GW, um heterogene Gruppen an einem gemeinsamen Gegenstand arbeiten zu lassen.
Für Fallbeispiele gilt: Ein Beispiel gründlich ist mehr wert als vier oberflächlich. Praktisch bewährt sich, ein globales Thema an einem regionalen Beispiel aus einem der neun Bundesländer zu spiegeln – Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg oder Wien. So bleibt der Zugang konkret, ohne die globale Perspektive zu verlieren.
Für die Beurteilung stehen in GW vor allem die Mitarbeit und der Test zur Verfügung – in Österreich die Bezeichnung für eine kurze schriftliche Überprüfung, üblicherweise fünfzehn bis zwanzig Minuten. Bei drohender negativer Beurteilung greift das Frühwarnsystem nach § 19 SchUG mit verpflichtender Information und Beratungsgespräch. Die Noten heißen nach § 18 SchUG Sehr gut (1), Gut (2), Befriedigend (3), Genügend (4) und Nicht genügend (5).
Bei der standardisierten kompetenzorientierten Reifeprüfung sind nur bestimmte Fächer zentral gestellt – neben Deutsch und Mathematik die geprüften Fremdsprachen. GW gehört nicht dazu und wird deshalb schulisch geprüft, in der Regel mündlich. Die Fachgruppe erstellt einen Themenpool aus zwei bis drei Themenbereichen pro Jahreswochenstunde der Oberstufe, höchstens achtzehn; geprüft wird einer von zwei gezogenen Themenbereichen. Wer Oberstufeneinheiten von Anfang an als abgrenzbare Themenbereiche plant, spart sich später die Rekonstruktion.
Der auffälligste Unterschied ist das Fach selbst. In Deutschland heißt es je nach Land Erdkunde, Geographie oder Geografie; wirtschaftliche Inhalte stecken häufig in einem eigenen Fach. In Österreich ist die wirtschaftliche Bildung integraler Teil von GW. Deutsches Erdkundematerial braucht daher oft eine ökonomische Erweiterung: Wer profitiert von diesem Raum, welche Betriebe und Arbeitsplätze hängen daran, welche Entscheidungen treffen Konsumentinnen und Konsumenten? Das ist meist mit zwei zusätzlichen Aufgaben erledigt und hebt das Material erst auf Lehrplanniveau.
Zweitens die Raumbeispiele. Deutsche Reihen arbeiten mit Fallbeispielen aus deutschen Bundesländern. Ersetzen Sie diese durch Beispiele aus den neun österreichischen Bundesländern oder ergänzen Sie sie – der Vergleich zweier Räume ist didaktisch oft ergiebiger als der Austausch. Auch Verwaltungsbezüge sind anzupassen: Schulaufsicht führt in Österreich die Bildungsdirektion des jeweiligen Bundeslandes, zuständig ist das Bundesministerium für Bildung.
Drittens Stufen, Sprache und Takt. Die Stufenzählung deckt sich in der Sekundarstufe I: „Klasse 8“ ist die 8. Schulstufe, also die 4. Klasse der Mittelschule oder AHS-Unterstufe; in der Oberstufe ist die österreichische „5. Klasse AHS“ dagegen die 9. Schulstufe. Sprachlich werden aus „Januar“ der „Jänner“, aus der „Klassenarbeit“ die „Schularbeit“, aus dem „Abitur“ die „Matura“ und aus dem Klassenlehrer der „Klassenvorstand“; verbindliche Referenz ist das Österreichische Wörterbuch. Die Bezeichnungen „mangelhaft“ und „ungenügend“ gibt es nicht. Und deutsche Stundenbilder rechnen mit 45 Minuten, während die österreichische Unterrichtseinheit 50 Minuten dauert – genug Zeit für eine zusätzliche Kartenarbeit. Das „ß“ bleibt anders als in der Schweiz unverändert.
Naturkatastrophen: Vulkane
Naturkatastrophen: Erdbeben
Gewinner & Verlierer der Globalisierung
Nachhaltige LandwirtschaftDie Verordnung zum Lehrplan der Mittelschule verwendet die Schreibweise „Geografie und wirtschaftliche Bildung“. Im Fachdiskurs und auf Fachportalen begegnet daneben weiterhin „Geographie“. Für Materialtitel empfiehlt sich die Lehrplanschreibweise mit f, während die Variante mit ph als Synonym mitgeführt werden kann.
Fachlich meist ja, strukturell oft nicht. In Österreich ist die wirtschaftliche Bildung Teil des Fachs, während sie in deutschen Materialien häufig fehlt. Zwei ergänzende Aufgaben zu Wertschöpfung, Arbeitsplätzen oder Konsumentscheidungen genügen in der Regel, um eine Reihe lehrplantauglich zu machen.
Nein. Zentral gestellt sind bei der SRDP nur die Klausuren in Deutsch, Mathematik beziehungsweise Angewandter Mathematik und in den geprüften Fremdsprachen. GW wird schulisch geprüft, üblicherweise mündlich aus dem Themenpool, den die Fachgruppe der Schule erstellt.
Zwei bis drei Themenbereiche pro Jahreswochenstunde der Oberstufe, höchstens achtzehn insgesamt. In der Prüfung werden zwei Themenbereiche gezogen, einer davon wird gewählt. Größere Unterrichtseinheiten lassen sich daher direkt als Themenbereiche anlegen.
In der Sekundarstufe I entspricht die deutsche Klassenangabe der österreichischen Schulstufe: „Klasse 8“ meint die 8. Schulstufe und damit die 4. Klasse der Mittelschule oder AHS-Unterstufe. In der Oberstufe ist Vorsicht geboten, denn die österreichische „5. Klasse AHS“ ist die 9. Schulstufe.
Die Bausteine sind so geschnitten, dass Einstieg, Erarbeitung und Sicherung in eine Unterrichtseinheit passen. Weil deutsche Stundenbilder mit 45 Minuten kalkulieren, bleiben in Österreich rund fünf Minuten zusätzlich – gut für eine ergänzende Kartenarbeit oder eine kurze Diskussion.