Kinematik – Körper und Bewegung erklärt
Grundbegriffe der Bewegungslehre verständlich aufbereitet für die Sek I.
Hast du ein Konto?
Logge dich ein, damit es beim Checkout schneller geht.
Praktische Ideen, neue Materialien und dein 10%-Willkommenscode per Mail.
Wir haben dir eine Bestätigungs-E-Mail geschickt. Ein Klick, und dein 10%-Code kommt automatisch.
Physik · Mechanik & Kinematik · Sekundarstufe I
Fertige Reihen zur Kinematik in der Sekundarstufe I: Bewegungen beobachten und beschreiben, Weg und Zeit messen, Geschwindigkeit berechnen und Bewegungsdiagramme auswerten. Enthalten sind Versuchsvorschläge mit einfachem Material, Aufgaben zu gleichförmiger und beschleunigter Bewegung sowie ausgearbeitete Lösungen.
Kurz gesagt: Die Kinematik beschreibt Bewegungen mit den Größen Weg, Zeit und Geschwindigkeit, ohne nach den Ursachen zu fragen. In der Sekundarstufe I führt der Weg vom Alltagsbeispiel über eigene Messreihen zur Definition der Geschwindigkeit als Quotient aus zurückgelegtem Weg und benötigter Zeit, dann zu s-t- und v-t-Diagrammen und schließlich zur Unterscheidung von gleichförmiger und beschleunigter Bewegung. Die Materialien auf dieser Seite liefern dazu Versuche, Aufgaben und Lösungen.
Die Kinematik ist für viele Lerngruppen der erste Kontakt mit quantitativer Physik: Es wird gemessen, gerechnet und grafisch dargestellt. Genau deshalb entscheidet dieses Thema oft darüber, ob Physik als nachvollziehbares Fach erlebt wird oder als Sammlung von Formeln. Der zentrale Begriff ist die Geschwindigkeit als Verhältnis von zurückgelegtem Weg und dafür benötigter Zeit. Wichtig ist, diesen Quotienten nicht als Formel zu setzen, sondern ihn aus dem Vergleich zu entwickeln: Wer ist schneller – wer denselben Weg in kürzerer Zeit oder wer in derselben Zeit einen längeren Weg zurücklegt?
Der zweite Schwerpunkt ist die Darstellung. Bewegungsdiagramme sind für Lernende anspruchsvoll, weil sie zwei Repräsentationen nebeneinander verlangen: die Bewegung selbst und ihr grafisches Abbild. Ein verbreiteter Fehler ist, das s-t-Diagramm als Bild der Bahn zu lesen – ein ansteigender Graph wird dann als Bergfahrt gedeutet. Dem beugt man vor, indem jede Achse ausdrücklich benannt und der Zusammenhang mehrfach in beide Richtungen geübt wird: vom Vorgang zum Diagramm und vom Diagramm zurück zur Beschreibung des Vorgangs. Erst dann trägt die Einsicht, dass die Steigung im s-t-Diagramm die Geschwindigkeit anzeigt.
Die folgenden Reihen decken die Kinematik von der Beschreibung der Bewegung bis zur Auswertung von Diagrammen ab und lassen sich um angrenzende Themen der Mechanik ergänzen.
Grundbegriffe der Bewegungslehre verständlich aufbereitet für die Sek I.
Messen, Berechnen und Vergleichen von Geschwindigkeiten mit Alltagsbezug.
Bezugssystem, Bahnform und Diagramme als Werkzeuge der Beschreibung.
Beschleunigte Bewegungen als Anschluss an die gleichförmige Bewegung.
Der nächste Schritt in der Mechanik: von der Beschreibung zu den Ursachen.
Orientierungshilfe für die Einordnung der Reihen in die Jahresplanung.
Ein guter Einstieg braucht keine Fahrbahn. Zwei Lernende gehen dieselbe abgemessene Strecke im Flur, einmal langsam und einmal zügig; gestoppt wird mit dem Smartphone. Aus zwei Wertepaaren entsteht sofort die Frage, wie sich Schnelligkeit vergleichbar machen lässt – und daraus die Geschwindigkeit als Quotient. Anschließend werden Einheiten geklärt: Meter pro Sekunde als physikalische Einheit, Kilometer pro Stunde als Alltagsangabe, und die Umrechnung zwischen beiden. Hier lohnt eine Sammlung typischer Größenordnungen von Fußgänger bis Auto, weil sie später jede Rechnung plausibilisiert.
Im Hauptteil steht die Messreihe. Eine gleichmäßig rollende Kugel oder ein Spielzeugauto auf einer langen Strecke, Markierungen alle 50 Zentimeter, dazu mehrere Zeitmessungen: Daraus entsteht eine Wertetabelle, aus der Wertetabelle ein s-t-Diagramm. Die Auswertung führt zur Einsicht, dass eine gleichförmige Bewegung im s-t-Diagramm eine Gerade ergibt und dass die Steigung der Geschwindigkeit entspricht. Für die beschleunigte Bewegung eignet sich eine Kugel auf einer schiefen Ebene: Die Abstände zwischen gleichen Zeitmarken werden größer, der Graph krümmt sich. Damit ist der Weg zum v-t-Diagramm bereitet, in dem die gleichförmige Bewegung als waagerechte Linie und die gleichmäßig beschleunigte als ansteigende Gerade erscheint.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Klasse 5/6 | Einstieg | Bewegungen beobachten, vergleichen und beschreiben |
| Klasse 7/8 | Erarbeitung | Geschwindigkeit berechnen, Messreihen und s-t-Diagramme |
| Klasse 9 | Vertiefung | Beschleunigte Bewegung, v-t-Diagramme und Auswertung |
Rechenaufgaben zur Geschwindigkeit lassen sich fein abstufen. Auf der ersten Stufe ist nach der Geschwindigkeit gefragt, alle Größen sind in passenden Einheiten gegeben. Auf der zweiten Stufe wird nach Weg oder Zeit gefragt, sodass die Beziehung umgestellt werden muss. Auf der dritten Stufe kommen Einheitenumrechnungen, mehrschrittige Aufgaben und Sachtexte hinzu, aus denen die Angaben erst herausgelesen werden müssen. Hilfreich ist ein einheitliches Vorgehen mit den Schritten Gegeben, Gesucht, Ansatz, Rechnung und Antwortsatz – es entlastet gerade schwächere Lernende spürbar.
Bei der Diagrammarbeit differenziert man über die Richtung der Aufgabe. Wer Unterstützung braucht, ordnet vorgegebenen Diagrammen passende Bewegungsbeschreibungen zu; wer weiter ist, zeichnet zu einer beschriebenen Bewegung selbst ein Diagramm und begründet die Form. Besonders ertragreich sind Aufgaben mit typischen Fehlern: ein Diagramm ohne Achsenbeschriftung, ein vertauschtes Achsenpaar oder eine Deutung, die den Graphen als Bahn liest. Solche Aufgaben decken Fehlvorstellungen zuverlässiger auf als reine Reproduktion und lassen sich gut in Partnerarbeit besprechen.
Die Kinematik ist in den Kernlehrplänen der Sekundarstufe I meist im Inhaltsfeld Mechanik verortet und dort mit den Kompetenzbereichen Erkenntnisgewinnung und Kommunikation verknüpft: Messreihen planen, Daten in Tabellen und Diagrammen darstellen, Ergebnisse fachsprachlich beschreiben. Die Jahrgangszuordnung unterscheidet sich zwischen Ländern und Schulformen, häufig wird die quantitative Behandlung in Klasse 7 bis 9 angesetzt. Ein Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan bleibt sinnvoll, zumal die Reihen sich einzeln vorziehen oder nachstellen lassen.
Für eine Klassenarbeit hat sich eine Mischung aus vier Aufgabentypen bewährt: eine Rechenaufgabe mit gegebenen Werten, eine Umkehraufgabe mit gesuchtem Weg oder gesuchter Zeit, eine Diagrammaufgabe mit Ablesen und Deuten sowie eine Erklärungsaufgabe zu einer Alltagssituation. Ergänzend eignet sich die Auswertung einer vorgegebenen Messreihe, weil sie die experimentelle Arbeit auch schriftlich prüfbar macht. Zu den Aufgaben liegen ausgearbeitete Lösungen mit Rechenweg vor, sodass sie sich sowohl als Übungsmaterial als auch als Vorlage für eigene Leistungsüberprüfungen nutzen lassen.
Bewährt hat sich der Vergleich zweier Bewegungen mit gemessenen Werten: gleicher Weg in unterschiedlicher Zeit und unterschiedlicher Weg in gleicher Zeit. Aus der Frage, wie sich beide Fälle vergleichbar machen lassen, entsteht die Geschwindigkeit als Quotient aus Weg und Zeit. Erst danach werden Einheiten und Umrechnung zwischen Meter pro Sekunde und Kilometer pro Stunde behandelt.
Für die gleichförmige Bewegung genügen eine abgemessene Strecke im Flur oder auf dem Schulhof, Markierungen in gleichen Abständen und Zeitmessungen mit Stoppuhr oder Smartphone. Für die beschleunigte Bewegung reicht eine Kugel auf einer geneigten Ebene, etwa einem stabilen Brett. Beide Aufbauten liefern Messreihen, die sich unmittelbar in Tabellen und Diagramme übertragen lassen.
Im s-t-Diagramm ist auf der senkrechten Achse der zurückgelegte Weg aufgetragen: Eine Gerade bedeutet gleichförmige Bewegung, ihre Steigung entspricht der Geschwindigkeit, eine waagerechte Linie bedeutet Stillstand. Im v-t-Diagramm ist die Geschwindigkeit aufgetragen: Hier steht die waagerechte Linie für gleichförmige Bewegung, eine ansteigende Gerade für gleichmäßige Beschleunigung. Wichtig ist die ausdrückliche Klärung, dass keines der beiden Diagramme die Bahn abbildet.
Sinnvoll ist eine Mischung: eine Berechnung der Geschwindigkeit aus gegebenen Werten, eine Umkehraufgabe mit gesuchtem Weg oder gesuchter Zeit, eine Diagrammaufgabe mit Ablesen und Deuten sowie eine Erklärungsaufgabe zu einer Alltagssituation. Ergänzend eignet sich die Auswertung einer vorgegebenen Messreihe. Damit werden Rechnen, Darstellen und Erklären gleichermaßen geprüft.
Ja, zu den Rechenaufgaben liegen vollständige Lösungen mit Ansatz, Rechenweg und Antwortsatz vor, zu den Diagrammaufgaben ausformulierte Erwartungen. Damit eignen sich die Materialien auch für Selbstkontrolle und für die Arbeit in Vertretungsstunden. Die Aufgaben lassen sich zudem als Vorlage für eigene Leistungsüberprüfungen nutzen.
Sie erhalten die Reihen nach dem Kauf als digitalen Download in druckfertiger und in bearbeitbarer Fassung. Wertetabellen, Diagrammvorlagen und Aufgabenblätter lassen sich an Ihre Lerngruppe und Ihre Messmittel anpassen. Ein Versand gedruckter Exemplare erfolgt nicht.