Geschichte· Grundschule

Quellenarbeit mit Grundschulkindern in Klasse 3 einführen

von Luca 27.08.2026 1 Min. Lesezeit
Titelbild des Sparpakets mit drei Geschichtsreihen zu Quellen, Steinzeit und Wikingern für die Grundschule

Quellenarbeit beginnt in Klasse 3 mit einem einzigen Gegenstand und drei Fragen: Was sehe ich, was weiß ich sicher, was vermute ich. Diese Trennung ist der Kern des historischen Denkens und lässt sich in einer Doppelstunde anlegen. Geeignet sind Alltagsdinge aus der Familie, ein altes Foto oder ein Werkzeug. Erst danach folgen Texte, Abbildungen aus Museen und schließlich Fundstücke aus dem Sachunterricht.

Mit einem Gegenstand anfangen

Legen Sie einen Gegenstand in die Kreismitte, ohne ihn zu benennen. Eine Waschrumpel, ein Federhalter, ein Schulheft von 1960. Die Kinder beschreiben zuerst nur, was sie sehen, und Sie halten an der Tafel zwei Spalten fest: sicher und vermutet. Der Reiz liegt darin, dass die zweite Spalte länger wird und die Kinder das selbst bemerken.

Diese Spaltenlogik behalten Sie das ganze Schuljahr bei. Sie ist übertragbar auf Fotos, Bilder und später auf Texte. Material mit passenden Gegenständen, Fotos und Beschreibungsaufgaben liefert die Reihe Spuren der Vergangenheit, die genau auf diesen Einstieg zugeschnitten ist.

Vom Gegenstand zur Abbildung

In der zweiten Doppelstunde arbeiten die Kinder in Paaren an je einer Abbildung. Bewährt haben sich Rekonstruktionszeichnungen, weil sie viele Details zeigen und trotzdem lesbar bleiben. Geben Sie ein Beobachtungsraster mit vier Feldern aus: Menschen, Gegenstände, Gebäude, Fragen an das Bild. Das vierte Feld ist entscheidend, denn dort entsteht der Unterschied zwischen Anschauen und Untersuchen.

Sammeln Sie die Fragen der Kinder auf Streifen und hängen Sie sie auf. Ein Teil lässt sich im Verlauf der Einheit beantworten, ein Teil bleibt offen, und genau das gehört zum Fach. Abbildungen dieser Art enthalten die Reihen zur Steinzeit und zu den Wikingern, die sich für den Einstieg gut ergänzen.

Typische Stolperstellen

  • Der Gegenstand wird zu früh benannt. Danach beschreiben die Kinder nicht mehr, sondern bestätigen.
  • Die Vermutungen werden korrigiert statt gesammelt. Falsche Vermutungen sind Arbeitsmaterial, keine Fehler.
  • Zu viele Quellen auf einmal. Eine Quelle pro Stunde reicht in Klasse 3 vollständig aus.
  • Texte als erste Quelle. Schriftliche Quellen in alter Sprache überfordern und nehmen dem Zugang die Anschaulichkeit.

Rechnen Sie für die Einführung mit vier bis fünf Stunden, verteilt über zwei Wochen. Danach lässt sich die Arbeitsweise in jedem historischen Thema wieder aufnehmen, ohne sie neu erklären zu müssen.

Sichern und weiterführen

Als Sicherung eignet sich ein Merkplakat mit den drei Fragen und je einem Beispiel aus dem Unterricht. Es hängt sichtbar und wird bei jeder neuen Quelle angetippt. Ergänzen Sie ein Heftblatt, auf dem die Kinder eine eigene Quelle von zu Hause beschreiben, mit Zeichnung und drei Sätzen. Diese Blätter sind zugleich eine Rückmeldung darüber, wer die Trennung von Beobachtung und Deutung verstanden hat.

Wie diese Arbeitsweise in der weiterführenden Schule aufgegriffen wird, beschreibt der Beitrag zum Übergang vom Sachunterricht zur Geschichte. Für Übungsphasen mit Schriftzeichen als Quelle gibt der Beitrag zum Üben mit Hieroglyphen ein konkretes Beispiel. Die drei Reihen zu Quellen, Steinzeit und Wikingern liegen gemeinsam im Sparpaket Zeitreise Grundschule vor; weiteres Material steht auf der Themenseite Geschichte Grundschule.

Häufige Fragen

Woher bekomme ich echte Gegenstände?

Eltern und Großeltern geben oft mehr her als jede Sammlung, wenn Sie einen konkreten Zeitraum nennen, etwa Schule in den sechziger Jahren. Ergänzend verleihen viele Stadt- und Heimatmuseen Materialkisten. Fragen Sie zwei Monate vorher an, da die Kisten in der Grundschulzeit stark nachgefragt sind.

Wie gehe ich mit falschen Vermutungen um?

Halten Sie sie fest und kommen Sie am Ende der Einheit darauf zurück. Der Satz, dass eine Vermutung sich nicht bestätigt hat, ist fachlich wertvoller als eine sofortige Korrektur. Kinder lernen daran, dass Aussagen über die Vergangenheit von Belegen abhängen und sich ändern können.

Passt Quellenarbeit in den Sachunterricht der Klasse 3?

Der historische Anteil des Sachunterrichts ist in den Vorgaben der Bundesländer unterschiedlich stark ausgewiesen, das Vorgehen selbst ist überall anschlussfähig. Es lässt sich mit Themen wie Wohnen früher und heute oder der Ortsgeschichte verbinden und braucht keine zusätzliche Stunde im Stundenplan.

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Über den Autor
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Luca
Bildungsgestalter & Gründer von stifo.de

Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.

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Häufige Fragen

FAQ zu den Unterrichtsmaterialien

Das Sortiment reicht von der Kita über die Grundschule und die Sekundarstufe I (Klasse 5–10) bis zur Sekundarstufe II und zur Berufsschule. Jedes Material ist nach Fach, Stufe und - wo sinnvoll - nach Bundesland beschriftet.

Viele Reihen lassen sich mit kleinen Anpassungen auch in benachbarten Schulformen einsetzen, weil die Aufgaben in mehreren Anforderungsniveaus vorliegen.

Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:

  • mehrere Arbeitsblätter mit ausgearbeiteten Lösungen
  • eine Präsentation für den Unterrichtseinstieg
  • einen Verlaufsplan für die Stundenstruktur
  • Aufgaben auf mehreren Anforderungsniveaus zur Differenzierung
  • je nach Reihe Klausur- oder Testvorlagen

Die Dateien liegen in editierbaren Formaten vor, damit du Inhalte an deine Lerngruppe anpassen kannst.

Direkt nach dem Kauf erhältst du eine Bestätigungs-E-Mail mit dem Download-Link. Zusätzlich liegen die Dateien dauerhaft in deinem Kundenkonto unter „Bestellungen" - ohne Ablaufdatum und ohne Downloadlimit.

Es gibt keinen Versand und keine Wartezeit: Der Download steht unmittelbar nach dem Abschluss der Bestellung bereit.

Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Du darfst das Material ausdrucken und im eigenen Unterricht beliebig oft einsetzen. Die digitalen Dateien an andere Lehrkräfte weiterzugeben oder sie zu veröffentlichen, ist davon nicht gedeckt.

Für Fachschaften gibt es bei vielen Produkten eine Schullizenz, die mehrere Lehrkräfte einer Schule abdeckt. Sie steht direkt auf der Produktseite zur Auswahl.

Eine Unterrichtsreihe deckt ein einzelnes Thema ab, etwa „Genetik" oder „Kurzgeschichten analysieren". Sie passt, wenn du gezielt eine Sequenz vorbereitest.

Ein FachKomplett-Paket bündelt die zentralen Themen eines ganzen Fachs zu einem Gesamtpreis, der deutlich unter der Summe der Einzelreihen liegt. Das lohnt sich, sobald du ein Fach dauerhaft unterrichtest. Für Geschichte findest du die Reihe hier.

Die Materialien orientieren sich an den veröffentlichten Vorgaben der Länder - je nach Bundesland am Kernlehrplan, Kerncurriculum, Bildungsplan, Rahmenlehrplan oder an den Fachanforderungen. Für viele Fächer gibt es eigene Pakete je Bundesland.

Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.

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