Mittelalter im Geschichtsunterricht Sek I: Unterrichtsreihe zu Lebenswelt, Herrschaft und Quellenarbeit

Das Mittelalter im Geschichtsunterricht gehört zu den Themen, die Schüler:innen meist sofort neugierig machen: Burgen, Ritter, Klöster, Märkte, Bauernhöfe und Könige bieten viele anschauliche Zugänge. Gleichzeitig sollte die Unterrichtsreihe mehr leisten als eine Sammlung spannender Einzelbilder. In diesem Beitrag bekommst Du eine konkrete Struktur für eine kompetenzorientierte Reihe in der Sekundarstufe I.
Die im Text erwähnten Unterrichtsmaterialien auf einen Blick. Digitaler Download, sofort einsetzbar.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen im Mittelalter lebten, arbeiteten, glaubten und Herrschaft erfuhren. Du findest eine Stundensequenz mit Leitfragen, Methoden, Aufgabenideen, Differenzierung, typischen Herausforderungen und passenden Materialien für den direkten Einsatz im Geschichtsunterricht.
Warum das Mittelalter im Geschichtsunterricht der Sek I wichtig ist
Das Mittelalter ist für viele Schüler:innen eine besonders zugängliche Epoche. Die Lebenswelt wirkt fremd genug, um Interesse zu wecken, aber konkret genug, um anschaulich unterrichtet zu werden. Genau darin liegt die didaktische Stärke: Lernende können historische Fremdheit erfahren und gleichzeitig grundlegende Fragen nach Herrschaft, Arbeit, Religion, Abhängigkeit und gesellschaftlicher Ordnung untersuchen.
Für die Sekundarstufe I ist das Thema besonders geeignet, weil sich daran zentrale historische Kompetenzen aufbauen lassen. Schüler:innen lernen, Quellen zu beschreiben, Darstellungen zu hinterfragen, historische Begriffe zu verwenden, Veränderungen zu erkennen und Urteile aus der Perspektive der Zeit zu entwickeln.
Die Geschichte-Sek-I-Übersicht von stifo deckt unter anderem Frühgeschichte, Antike, Mittelalter, Ritter, Industrialisierung, Erfindungen, Quellenarbeit, Biografien, Karten und Zeitleisten ab. Damit lässt sich das Mittelalter gut in größere Unterrichtszusammenhänge einbetten. Geschichte Unterrichtsmaterial Sek I für Klasse 5 bis 9 bietet dafür eine passende Fachübersicht. :contentReference[oaicite:0]{index=0}
Mittelalter im Geschichtsunterricht: zentrale Begriffe klären
Bevor einzelne Themen wie Burgen, Bauern oder Städte behandelt werden, lohnt sich eine kurze Begriffssicherung. Viele Schüler:innen bringen Vorstellungen aus Filmen, Spielen oder Kinderbüchern mit. Diese Bilder können motivierend sein, müssen aber historisch eingeordnet werden.
Mittelalter
Das Mittelalter bezeichnet eine Epoche zwischen Antike und Neuzeit. Im Unterricht sollte deutlich werden, dass es sich nicht um eine einheitliche, unveränderte Zeit handelt. Frühmittelalter, Hochmittelalter und Spätmittelalter unterscheiden sich deutlich in Herrschaft, Wirtschaft, Stadtentwicklung und Alltagsleben.
Ständegesellschaft
Die mittelalterliche Gesellschaft wurde häufig als Ordnung verschiedener Stände verstanden. Klerus, Adel und arbeitende Bevölkerung hatten unterschiedliche Aufgaben, Rechte und Pflichten. Diese Ordnung wurde religiös und gesellschaftlich begründet, war aber nicht für alle Menschen gleich vorteilhaft.
Lehnswesen
Das Lehnswesen beschreibt persönliche Bindungen zwischen Herrschenden und Vasallen. Land, Schutz, Treue, Dienste und Herrschaftsrechte waren miteinander verbunden. Für Schüler:innen ist wichtig: Herrschaft funktionierte im Mittelalter oft über persönliche Beziehungen und Abhängigkeiten.
Grundherrschaft
Grundherrschaft bezeichnet ein System, in dem Bauern Land bewirtschafteten und Abgaben oder Dienste an Grundherren leisten mussten. Das Thema ist besonders geeignet, um soziale Abhängigkeit, Arbeit und Alltag im Mittelalter zu untersuchen.
Quelle
Eine Quelle ist ein historisches Zeugnis aus der Vergangenheit. Beim Mittelalter können das Urkunden, Chroniken, Bilder, Bauwerke, Gegenstände oder archäologische Funde sein. Quellen müssen immer kritisch befragt werden: Wer hat sie erstellt, mit welchem Ziel und aus welcher Perspektive?
Stundensequenz: Mittelalter im Geschichtsunterricht unterrichten
Die folgende Unterrichtsreihe ist auf 8 Einzelstunden angelegt. Du kannst sie als kompakte Einführung in das Mittelalter, als Doppelstundenreihe oder als Grundlage für eine längere Unterrichtseinheit nutzen.
Stunde 1: Einstieg – Welche Bilder vom Mittelalter haben wir?
Leitfrage: Was stellen wir uns unter dem Mittelalter vor und welche Bilder müssen wir überprüfen?
Als Einstieg eignet sich eine Bildcollage mit Burg, Ritter, Kloster, Markt, Bauernhof und mittelalterlicher Stadt. Die Schüler:innen sammeln zunächst, welche Vorstellungen sie bereits haben. Anschließend wird sortiert: Was könnte historisch zutreffen? Was stammt eher aus Filmen, Spielen oder Fantasiegeschichten?
Methode: Bildimpuls mit Kartenabfrage.
Konkrete Aufgabe: Die Lernenden notieren drei Begriffe, die sie mit dem Mittelalter verbinden. Danach ordnen sie ihre Begriffe den Kategorien Herrschaft, Alltag, Religion, Arbeit, Stadt, Krieg oder Kultur zu.
Sicherung: Das Mittelalter ist keine reine Ritter- und Burgenwelt. Es umfasst unterschiedliche Lebensbereiche, soziale Gruppen und Entwicklungen über mehrere Jahrhunderte.
Stunde 2: Orientierung in der Epoche – Zeitstrahl und Räume
Leitfrage: Wann war das Mittelalter und wie kann man eine lange Epoche sinnvoll gliedern?
Viele Schüler:innen brauchen zunächst zeitliche Orientierung. Ein Zeitstrahl hilft, das Mittelalter zwischen Antike und Neuzeit einzuordnen. Gleichzeitig kann sichtbar werden, dass sich die Epoche über viele Jahrhunderte erstreckt.
Methode: Zeitstrahlarbeit mit Ereigniskarten.
Konkrete Aufgabe: Die Schüler:innen ordnen Ereignisse, Begriffe und Bilder auf einem Zeitstrahl an. Beispiele: Ende des Weströmischen Reiches, Karl der Große, Burgenbau, Stadtentwicklung, Pest, Buchdruck als Übergang zur Neuzeit.
Sicherung: Ein Zeitstrahl hilft, Entwicklungen und Veränderungen innerhalb des Mittelalters sichtbar zu machen.
Für die methodische Vertiefung eignet sich das Material Wir erstellen unseren eigenen Zeitstrahl im Geschichtsunterricht.
Stunde 3: Ständegesellschaft und soziale Ordnung
Leitfrage: Wie war die mittelalterliche Gesellschaft geordnet?
In dieser Stunde untersuchen die Schüler:innen die Ständegesellschaft. Wichtig ist, die Ordnung nicht nur zu beschreiben, sondern ihre Begründung und Wirkung zu untersuchen. Wer hatte Rechte? Wer hatte Pflichten? Wer profitierte von dieser Ordnung?
Methode: Schaubildanalyse und Rollenkarten.
Konkrete Aufgabe: Die Lernenden erhalten Rollenkarten zu Adel, Klerus, Bauern, Handwerkern und Bürgern. Sie ordnen Rechte, Pflichten und Lebensbedingungen zu und erstellen daraus ein Gesellschaftsschaubild.
| Gruppe | Aufgaben | Rechte und Pflichten | Historische Frage |
|---|---|---|---|
| Adel | Herrschaft, Schutz, Kriegführung | Privilegien, Treuepflichten | Wie wurde Macht begründet? |
| Klerus | Religion, Bildung, Seelsorge | geistliche Autorität | Welche Rolle spielte die Kirche? |
| Bauern | Landwirtschaft, Abgaben, Frondienste | Abhängigkeit von Grundherren | Wie sah Alltag unter Abhängigkeit aus? |
| Bürger | Handwerk, Handel, Stadtleben | städtische Rechte möglich | Wie veränderten Städte die Gesellschaft? |
Sicherung: Die Ständegesellschaft war eine hierarchische Ordnung, die Rechte, Pflichten und Lebenschancen stark beeinflusste.
Stunde 4: Herrschaft und Lehnswesen verstehen
Leitfrage: Wie funktionierte Herrschaft im Mittelalter?
Das Lehnswesen ist für Schüler:innen oft schwer greifbar, weil es nicht wie ein moderner Staat funktioniert. Deshalb hilft ein Beziehungsdiagramm, das Schutz, Treue, Landvergabe und Dienste sichtbar macht.
Methode: Beziehungsdiagramm mit Pfeilen.
Konkrete Aufgabe: Die Lernenden erstellen ein Diagramm zwischen König, Vasallen, Rittern und abhängigen Bauern. Sie beschriften Pfeile mit Begriffen wie Schutz, Treue, Lehen, Abgaben, Frondienst und Kriegsdienst.
Vertiefung: Die Schüler:innen erklären, warum persönliche Bindungen im Mittelalter eine wichtige Rolle für Herrschaft spielten.
Sicherung: Mittelalterliche Herrschaft beruhte häufig auf persönlichen Abhängigkeiten, Landvergabe, Schutzversprechen und gegenseitigen Pflichten.
Stunde 5: Leben der Bauern im Mittelalter
Leitfrage: Wie lebten und arbeiteten Bauern im Mittelalter?
Bäuerliches Leben eignet sich besonders gut, um Alltag, Abhängigkeit, Arbeit, Ernährung, Jahreslauf und Religion zu verbinden. Dabei sollte deutlich werden, dass die Mehrheit der Menschen im Mittelalter nicht auf Burgen lebte, sondern in ländlichen Strukturen.
Methode: Quellen- und Bildarbeit mit Tagesablauf.
Konkrete Aufgabe: Die Schüler:innen untersuchen eine Bildquelle oder einen Sachtext zum bäuerlichen Jahreslauf. Anschließend verfassen sie einen kurzen Tagebucheintrag aus der Perspektive eines Bauernkindes, ergänzt durch eine historische Reflexion: Was ist belegbar, was ist Deutung?
Sicherung: Der Alltag vieler Menschen war geprägt von Landwirtschaft, Abgaben, religiösen Festen, harter Arbeit und Abhängigkeit von Grundherren.
Passend dazu lässt sich das Material Leben der Bauern im Mittelalter – Unterrichtsmaterial Sek I ergänzend einsetzen. Laut Produktseite enthält es unter anderem Lesetexte, differenzierte Aufgaben, Quellenmaterialien, Glossar, kreative Zugänge und Erwartungshorizonte. :contentReference[oaicite:1]{index=1}
Stunde 6: Kirche, Kloster und Weltdeutung
Leitfrage: Warum spielte Religion im Mittelalter eine so große Rolle?
Die Kirche prägte im Mittelalter Alltag, Bildung, Moral, Kalender, Herrschaftslegitimation und Jenseitsvorstellungen. Für Schüler:innen ist wichtig, Religion nicht nur als „Glauben“ zu behandeln, sondern als gesellschaftliche Ordnungskraft.
Methode: Analyse eines Klosterplans, Bildes oder kurzen Quellentextes.
Konkrete Aufgabe: Die Lernenden untersuchen, welche Funktionen ein Kloster haben konnte: Gebet, Bildung, Krankenpflege, Landwirtschaft, Schriftkultur und Macht. Anschließend diskutieren sie, warum Klöster für mittelalterliche Gesellschaften wichtig waren.
Sicherung: Religion strukturierte das Weltbild vieler Menschen und beeinflusste Alltag, Herrschaft, Bildung und soziale Ordnung.
Stunde 7: Stadt, Handel und Wandel im Mittelalter
Leitfrage: Wie veränderten Städte das mittelalterliche Leben?
Städte bieten einen guten Kontrast zum ländlichen Leben. Hier können Handel, Handwerk, Zünfte, Märkte, Stadtmauern, Bürgerrechte und Selbstverwaltung behandelt werden.
Methode: Stadtplananalyse und Gruppenarbeit.
Konkrete Aufgabe: Die Schüler:innen untersuchen einen mittelalterlichen Stadtplan. Sie markieren Markt, Kirche, Stadtmauer, Tore, Handwerksviertel und Rathaus. Danach erklären sie, welche Funktionen diese Orte hatten.
Transfer: Die Lernenden vergleichen Stadtleben und Landleben anhand von Chancen und Abhängigkeiten.
Sicherung: Städte eröffneten neue wirtschaftliche und soziale Möglichkeiten, blieben aber ebenfalls von Regeln, Hierarchien und Abhängigkeiten geprägt.
Stunde 8: Abschluss – War das Mittelalter wirklich „finster“?
Leitfrage: Wie beurteilen wir das Mittelalter differenziert?
Zum Abschluss eignet sich eine Urteilsaufgabe. Die Schüler:innen prüfen verbreitete Vorstellungen vom „finsteren Mittelalter“ und vergleichen sie mit den erarbeiteten Inhalten.
Methode: Positionslinie mit schriftlicher Urteilsaufgabe.
Konkrete Aufgabe: Die Lernenden nehmen Stellung zur Aussage: „Das Mittelalter war eine finstere Zeit.“ Sie müssen mindestens drei Aspekte einbeziehen, zum Beispiel Religion, Bildung, Herrschaft, bäuerliches Leben, Stadtentwicklung oder Handel.
Bewertung: Ein Erwartungshorizont kann Sachwissen, historische Einordnung, Multiperspektivität, Quellenbezug und begründetes Urteil berücksichtigen.
Sicherung: Das Mittelalter war weder nur rückständig noch nur romantisch. Historische Urteile müssen differenziert, begründet und kontextbezogen sein.
Mittelalter im Geschichtsunterricht: Kompetenzen gezielt fördern
Sachkompetenz
Schüler:innen beschreiben zentrale Merkmale mittelalterlicher Lebenswelten. Sie erklären Ständegesellschaft, Lehnswesen, Grundherrschaft, Kirche, Stadtentwicklung und bäuerlichen Alltag fachlich angemessen.
Methodenkompetenz
Die Lernenden arbeiten mit Bildquellen, Karten, Zeitstrahlen, Sachtexten, Schaubildern und einfachen schriftlichen Quellen. Sie lernen, historische Materialien nicht nur zu entnehmen, sondern kritisch zu befragen.
Urteilskompetenz
Schüler:innen entwickeln begründete Urteile über mittelalterliche Gesellschaftsordnungen. Sie unterscheiden zwischen damaliger Perspektive und heutiger Bewertung.
Orientierungskompetenz
Die Unterrichtsreihe hilft Lernenden, langfristige historische Entwicklungen einzuordnen: Wandel von Herrschaft, Stadtentwicklung, religiöse Prägung, soziale Ungleichheit und Übergänge zur Neuzeit.
Kommunikationskompetenz
Durch Gruppenarbeit, Rollenkarten, Präsentationen und Diskussionen formulieren Schüler:innen historische Erklärungen, begründen Standpunkte und nutzen Fachbegriffe zunehmend sicher.
Differenzierung in der Unterrichtsreihe zum Mittelalter
Unterstützung für schwächere Lernende
Das Mittelalter bietet viele anschauliche Zugänge, kann aber durch Fachbegriffe und komplexe Abhängigkeiten herausfordernd sein. Schwächere Lernende profitieren von klarer Struktur und visueller Unterstützung.
- Glossar zu Lehnswesen, Grundherrschaft, Stand, Klerus, Adel und Frondienst
- Bildquellen mit Beobachtungsaufträgen
- Satzstarter für Quellenanalyse und Urteilsaufgaben
- vorgegebene Pfeildiagramme zum Lehnswesen
- vereinfachte Sachtexte mit Markierungsaufgaben
- Tabellen zum Vergleich von Stadt und Land
Besonders hilfreich ist eine klare Trennung der Operatoren: beschreiben, erklären und beurteilen. So erkennen Schüler:innen besser, welche Leistung jeweils erwartet wird.
Erweiterung für stärkere Lernende
Leistungsstärkere Schüler:innen können stärker mit Quellenkritik, Kontroversität und historischen Urteilen arbeiten.
- Vergleich verschiedener Darstellungen des Mittelalters
- Analyse von Herrschaftslegitimation und Machtinteressen
- kritische Diskussion des Begriffs „finsteres Mittelalter“
- eigenständige Quellenrecherche zu Stadt, Kloster oder Bauernleben
- Urteilsaufgaben zu Abhängigkeit und sozialer Ordnung
- Vergleich von Mittelalterbild in Medien und historischem Material
Für stärkere Lerngruppen eignet sich außerdem ein Portfolio, in dem Schüler:innen zu jeder Stunde eine historische Frage, eine Quelle und ein eigenes Urteil sichern.
Typische Fehler und Herausforderungen beim Thema Mittelalter
Das Mittelalter wird zu romantisch dargestellt
Burgen, Ritter und Turniere sind motivierend, können aber ein verzerrtes Bild erzeugen. Die Unterrichtsreihe sollte auch Bauern, Städte, Kirche, Arbeit, Abhängigkeit und soziale Ungleichheit einbeziehen.
Das Mittelalter wird pauschal als rückständig bewertet
Der Begriff „finsteres Mittelalter“ führt leicht zu vorschnellen Urteilen. Besser ist es, Entwicklungen differenziert zu betrachten: Bildung in Klöstern, Stadtentwicklung, Handel, technische Fortschritte und zugleich soziale Abhängigkeiten.
Lehnswesen und Grundherrschaft werden vermischt
Beide Begriffe beschreiben Abhängigkeitsverhältnisse, aber nicht dasselbe. Das Lehnswesen betrifft vor allem Herrschaftsbeziehungen zwischen Adeligen, Grundherrschaft stärker die Beziehung zwischen Grundherren und abhängigen Bauern.
Quellen werden nur illustriert statt analysiert
Bildquellen sollten nicht nur zeigen, „wie es aussah“. Schüler:innen müssen fragen: Wer stellt was dar? Was wird betont? Was fehlt? Welche Absicht könnte hinter der Darstellung stehen?
Zu viele Einzelthemen ohne roten Faden
Das Mittelalter ist breit. Ohne Leitfrage entsteht schnell eine Aneinanderreihung von Burgen, Bauern, Klöstern und Städten. Ein roter Faden kann lauten: Wie war die mittelalterliche Gesellschaft geordnet und wie veränderte sie sich?
Passendes Material: Unterrichtsreihe Mittelalter Sek I
Wenn Du das Mittelalter im Geschichtsunterricht als zusammenhängende Reihe bearbeiten möchtest, kann die Unterrichtsreihe Mittelalter für die Sekundarstufe I eine passende Grundlage sein.
Das Material ist laut Produktseite speziell für die gymnasiale Sekundarstufe I entwickelt und enthält direkt einsetzbare Materialien mit didaktischer Struktur, methodischer Vielfalt, Unterrichtsentwürfen, Arbeitsblättern, Tests und differenzierten Aufgaben. Außerdem werden Quellenanalysen, interaktive Methoden und Aufgaben für unterschiedliche Anforderungsniveaus genannt. :contentReference[oaicite:2]{index=2}
Für Deinen Unterricht ist das besonders hilfreich, wenn Du nicht nur einzelne Arbeitsblätter zum Mittelalter suchst, sondern eine Reihe mit rotem Faden aufbauen möchtest. Du kannst das Material für eine vollständige Einheit, einzelne Doppelstunden, Wiederholungsphasen oder zur Vorbereitung einer Leistungsüberprüfung nutzen.
Weitere passende Materialien für Geschichte Sek I
Das Mittelalter lässt sich gut mit weiteren Themen und Methoden des Geschichtsunterrichts verbinden. Besonders sinnvoll sind Materialien zu Bauernleben, Pest, historischer Methode, Zeitstrahlen, Ägypten als Vergleichsepoche und größeren Materialpaketen.
- Leben der Bauern im Mittelalter
- Die Pest im Mittelalter – Komplettpaket Geschichte Sek I
- Was machen Historiker und Archäologen?
- Wir erstellen unseren eigenen Zeitstrahl
- Alltag im Alten Ägypten
- Sparpaket XXL Geschichte in der Sek I
Als ergänzenden Blogimpuls kannst Du den Beitrag Kernlehrplan Geschichte in NRW praxisnah unterrichten nutzen, wenn Du die Reihe stärker mit Kompetenzorientierung, Quellenarbeit und historischer Urteilsbildung verknüpfen möchtest. :contentReference[oaicite:3]{index=3}
Mittelalter im Geschichtsunterricht als Beitrag zum historischen Denken
Das Mittelalter eignet sich besonders gut, um historisches Denken aufzubauen. Schüler:innen lernen, dass Gesellschaften anders organisiert sein können als heute. Sie erkennen, dass Rechte, Pflichten, Arbeit, Religion und Herrschaft historisch gewachsen sind und sich verändern.
Ein roter Faden für die Unterrichtsreihe kann lauten:
- Menschen im Mittelalter lebten in einer hierarchischen Ordnung.
- Herrschaft beruhte stark auf persönlichen Bindungen und Abhängigkeiten.
- Religion prägte Weltbild, Alltag und Machtverhältnisse.
- Bauern, Adel, Klerus und Bürger hatten unterschiedliche Lebensbedingungen.
- Städte, Handel und Krisen veränderten mittelalterliche Gesellschaften.
- Historische Urteile müssen differenziert und quellenbezogen begründet werden.
So wird das Mittelalter nicht nur als „spannende alte Zeit“ behandelt, sondern als Lernfeld für historische Orientierung, Quellenarbeit und Urteilskompetenz.
FAQ: Mittelalter im Geschichtsunterricht
Wie kann man das Mittelalter im Geschichtsunterricht einführen?
Ein guter Einstieg gelingt über eine Bildcollage oder eine Kartenabfrage zu vorhandenen Vorstellungen. Danach sollten die Schüler:innen prüfen, welche Bilder historisch tragfähig sind und welche eher aus Medien oder Fantasie stammen.
Welche Themen gehören zu einer Unterrichtsreihe Mittelalter?
Wichtige Themen sind Ständegesellschaft, Lehnswesen, Grundherrschaft, bäuerliches Leben, Kirche, Kloster, Ritter, Burgen, Stadtentwicklung, Handel und Krisen wie die Pest. Entscheidend ist ein roter Faden, der die Einzelthemen verbindet.
Wie erklärt man das Lehnswesen einfach?
Das Lehnswesen lässt sich als Beziehungsmodell erklären: Ein Herr vergibt Land oder Rechte, dafür erhält er Treue, Beratung oder Kriegsdienst. Pfeildiagramme helfen, die gegenseitigen Pflichten sichtbar zu machen.
Was ist der Unterschied zwischen Lehnswesen und Grundherrschaft?
Das Lehnswesen beschreibt vor allem Herrschaftsbeziehungen zwischen Adeligen. Grundherrschaft beschreibt stärker die Abhängigkeit von Bauern gegenüber Grundherren, etwa durch Abgaben und Frondienste.
Welche Methoden eignen sich für das Thema Mittelalter?
Geeignet sind Bildquellenanalyse, Rollenkarten, Zeitstrahlarbeit, Kartenarbeit, Gruppenpuzzle, Stationenlernen, Quellenarbeit und Urteilsaufgaben. Besonders wirksam ist die Kombination aus anschaulichem Material und klarer historischer Fragestellung.
Wie kann man das Mittelalter differenziert unterrichten?
Schwächere Lernende profitieren von Glossaren, Satzstartern, vereinfachten Quellen und Schaubildern. Stärkere Lernende können Darstellungen vergleichen, Quellen kritisch untersuchen und differenzierte Urteile formulieren.
Warum sollte man den Begriff „finsteres Mittelalter“ kritisch behandeln?
Der Begriff ist stark wertend und verkürzt eine lange, vielfältige Epoche. Im Unterricht kann er als Ausgangspunkt dienen, um Klischees zu prüfen und ein differenziertes historisches Urteil zu entwickeln.
Für welche Klassen eignet sich die Unterrichtsreihe Mittelalter?
Das Thema eignet sich besonders für die Sekundarstufe I, häufig Klasse 6 bis 8. Je nach Bundesland und Schulform kann die Reihe stärker alltagsgeschichtlich, herrschaftsgeschichtlich oder methodisch ausgerichtet werden.
Weitere Geschichte-Unterrichtsmaterialien für die Sek I finden
Wenn Du weitere Reihen zu Frühgeschichte, Antike, Mittelalter, Neuzeit, Industrialisierung, Zeitgeschichte, Quellenarbeit oder historischen Methoden planst, findest Du passende Materialien auf der Übersichtsseite Geschichte Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe I Klasse 5 bis 9.
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