Bildwelten im Spiegel von Gesellschaft und Kultur — im allgemeinbildenden Unterricht
Bildwelten im Spiegel von Gesellschaft und Kultur eignen sich im allgemeinbildenden Unterricht besonders gut, weil das Thema keine berufsspezifischen Vorkenntnisse verlangt. Es lässt sich mit Lernenden aus dem Detailhandel ebenso bearbeiten wie mit angehenden Elektrikerinnen oder Köchen in derselben Klasse.
Die im Text erwähnten Unterrichtsmaterialien auf einen Blick. Digitaler Download, sofort einsetzbar.
Warum die Themenwahl im ABU über den Erfolg entscheidet
Eine Klasse im allgemeinbildenden Unterricht setzt sich aus Lernenden vieler verschiedener Berufe zusammen, die sonst kaum gemeinsame fachliche Anknüpfungspunkte haben. Ein Thema wie Bildwelten im Spiegel von Gesellschaft und Kultur funktioniert deshalb besser als ein eng gefasstes kunsthistorisches Spezialthema, weil jede und jeder Bilder aus dem eigenen Alltag mitbringt und sich sofort einbringen kann. Ein zu enges Spezialthema führt dagegen schnell dazu, dass nur wenige Lernende einen Zugang finden und der Rest passiv bleibt und sich nicht mit einer eigenen Beobachtung einbringen kann.
Die Unterrichtsreihe zu Bildwelten im Spiegel von Gesellschaft und Kultur setzt genau an diesem Punkt an: Sie verbindet Bildbeispiele aus Werbung, Medien und Kunst mit Fragen, die unabhängig vom gelernten Beruf beantwortbar sind, ohne das Niveau der Analyse zu senken. So bleibt das Thema für eine Klasse aus zehn oder mehr verschiedenen Berufen tragfähig, statt nur für einzelne Lernende anschlussfähig zu sein.
Bildbeispiele aus dem Alltag der Lernenden sammeln
Statt nur mit vorgegebenen Bildern zu arbeiten, lohnt es sich, Lernende eigene Bildbeispiele aus sozialen Medien oder aus ihrem Berufsumfeld mitbringen zu lassen. So wird sichtbar, wie unterschiedlich Gesellschaft und Kultur je nach Lebenswelt in Bildern verhandelt werden, und die Klasse merkt, dass das Thema nicht nur im Museum stattfindet.
Diese Sammlung lässt sich mit der Unterrichtsreihe zu politischer Kunst zwischen Käthe Kollwitz und Ai Weiwei ergänzen, um zu zeigen, wie Kunstschaffende gesellschaftliche Fragen bewusst bildlich zuspitzen, statt sie nur beiläufig abzubilden.
Eine kurze Vorauswahl durch die Lehrperson verhindert, dass ungeeignete Bilder ohne Vorwarnung im Klassenzimmer landen. Klare Absprachen zu Bildrechten und Angemessenheit lohnen sich, bevor die Lernenden ihre eigenen Funde einbringen, damit die Übung nicht in eine Diskussion über Regeln statt über Inhalte abgleitet. Eine kurze schriftliche Regel dazu, was gezeigt werden darf, erspart im Nachhinein manches Gespräch mit einzelnen Lernenden.
Den Fachbereich Sprache und Kommunikation mitdenken
Bildanalyse ist im ABU nie Selbstzweck, sondern verbindet sich mit der Fähigkeit, eine Beobachtung in Worte zu fassen. Eine kurze mündliche Präsentation zu einem selbst gewählten Bild trainiert genau diese Verbindung und lässt sich in fast jeder Klassenzusammensetzung durchführen, ohne dass vorab ein einheitliches Bildmaterial nötig ist.
Wichtig ist, dass die Kriterien für eine gute Bildbeschreibung vorher gemeinsam geklärt werden, damit die Bewertung nachvollziehbar bleibt und nicht von Zufallsglück bei der Bildwahl abhängt. Eine kurze Checkliste mit Begriffen zu Bildaufbau, Motiv und Wirkung reicht dafür meist aus.
Wer die Präsentationen aufzeichnet oder schriftlich zusammenfassen lässt, gewinnt zusätzlich ein Produkt, das sich für die Lernkontrolle am Ende der Reihe nutzen lässt, statt eine separate Prüfung eigens dafür zu entwerfen. So verbindet sich der mündliche Teil mit einer schriftlichen Spur, die auch für die eigene Dokumentation der Lehrperson nützlich ist und sich über mehrere Semester wiederverwenden lässt.
Anschluss an andere Fachbereiche und Übersichten
Wer das Thema in einen grösseren Rahmen stellen will, findet in der Übersicht zum ABU an der Berufsfachschule weitere Hinweise, wie sich einzelne Themen über ein Semester verteilen lassen, ohne dass sich Kunst- und Gesellschaftsthemen gegenseitig verdrängen. Auch der Vergleich mit einer anderen Reihenplanung lohnt sich, etwa mit dem Beitrag Édouard Manet in der Q1, der zeigt, wie sich ein einzelnes Bildkonzept über mehrere Lektionen entfalten lässt.
Für Themen, die eher zur Prüfungsvorbereitung passen, bietet sich zudem der Beitrag Kunst-Abitur 2027 in Berlin an, auch wenn er aus einem anderen Land stammt und andere Prüfungsformate beschreibt. Der Überblick zum Unterrichtsmaterial für den ABU an Berufsfachschulen in der Schweiz rundet die Suche nach passendem Material ab, und die Reihe zu Bildwelten lässt sich dort direkt einordnen.
Häufige Fragen
Warum eignen sich Bildwelten besser als ein einzelnes Kunstwerk für den ABU?
Ein breites Thema wie Bildwelten lässt sich mit Beispielen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten füllen. Das ist wichtig, weil eine ABU-Klasse aus Lernenden verschiedenster Berufe besteht, die selten ein gemeinsames kunsthistorisches Vorwissen mitbringen, aber alle mit Bildern aus Medien und Alltag vertraut sind.
Wie lässt sich die Bewertung bei einem so offenen Thema fair gestalten?
Klare, vorher besprochene Kriterien zur Bildbeschreibung und Argumentation helfen, unabhängig vom gewählten Bildbeispiel fair und nachvollziehbar zu bewerten. So bleibt die Note an der Qualität der Analyse orientiert und nicht daran, wie prominent oder kunsthistorisch bekannt das gewählte Bild letztlich ausfällt.
Braucht es für dieses Thema Vorwissen aus dem Fach Kunst?
Nein, ein eigentliches Vorwissen aus dem Kunstunterricht ist nicht nötig. Die Lernenden bringen über ihren eigenen Medienkonsum und ihren Berufsalltag genug Bildmaterial und eigene Beobachtungen mit, um die Fragestellungen zu Gesellschaft und Kultur eigenständig zu bearbeiten, zu diskutieren und schriftlich festzuhalten.
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Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.
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FAQ zu den Unterrichtsmaterialien
Das Sortiment reicht von der Kita über die Grundschule und die Sekundarstufe I (Klasse 5–10) bis zur Sekundarstufe II und zur Berufsschule. Jedes Material ist nach Fach, Stufe und - wo sinnvoll - nach Bundesland beschriftet.
Viele Reihen lassen sich mit kleinen Anpassungen auch in benachbarten Schulformen einsetzen, weil die Aufgaben in mehreren Anforderungsniveaus vorliegen.
Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:
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Die Dateien liegen in editierbaren Formaten vor, damit du Inhalte an deine Lerngruppe anpassen kannst.
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Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Du darfst das Material ausdrucken und im eigenen Unterricht beliebig oft einsetzen. Die digitalen Dateien an andere Lehrkräfte weiterzugeben oder sie zu veröffentlichen, ist davon nicht gedeckt.
Für Fachschaften gibt es bei vielen Produkten eine Schullizenz, die mehrere Lehrkräfte einer Schule abdeckt. Sie steht direkt auf der Produktseite zur Auswahl.
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Die Materialien orientieren sich an den veröffentlichten Vorgaben der Länder - je nach Bundesland am Kernlehrplan, Kerncurriculum, Bildungsplan, Rahmenlehrplan oder an den Fachanforderungen. Für viele Fächer gibt es eigene Pakete je Bundesland.
Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.
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