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Polyklet und der Kanon – Kontrapost, Proportion und Doryphoros | Unterrichtsreihe Kunst Sek II
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Polyklet und der Kanon – Kontrapost, Proportion und Doryphoros | Unterrichtsreihe Kunst Sek II
Diese Unterrichtsreihe für Kunst in der Sek II macht Polyklets Doryphoros zum Zugang für Kontrapost, Chiasmus und Kanon und zeigt, wie sich diese Begriffe von der Überlieferung des Werks trennen lassen. Sie umfasst sechs Doppelstunden, ein Lernheft für die Oberstufe (32 Seiten), einen Lehrkräfteteil (20 Seiten) und eine bearbeitbare DOCX-Fassung.
Worum es in der Reihe geht
Der Doryphoros gilt als zentraler Zugang zur klassischen griechischen Körperdarstellung, doch das ursprüngliche Bronzewerk ist verloren. Bekannt ist der Typus durch spätere Fassungen und kunsthistorische Überlieferung. Wer ein erhaltenes Marmorbild analysiert, untersucht deshalb ein historisch vermitteltes Objekt: Materialwechsel, Stütze, Erhaltungszustand und Ergänzungen gehören zur Analyse, und die Form wird nicht stillschweigend als vollständige Dokumentation des Originals behandelt.
Die Reihe trennt drei Begriffsebenen. Kontrapost betrifft die Organisation von Last und Körperachsen, Chiasmus beschreibt überkreuzte Beziehungen, Kanon meint ein Verhältnisgefüge und einen Anspruch auf Ordnung. Da Polyklets theoretische Schrift nicht vollständig erhalten ist, gilt eine einzelne exakte Kopfzahl nicht als zweifelsfrei überlieferte Universalformel. Messübungen an eigenen Modellen machen sichtbar, wie unterschiedliche Messpunkte das Ergebnis verändern; sie liefern ausdrücklich keine Norm zur Bewertung realer Körper.
Die sechs Doppelstunden
- Original und Überlieferung: Eine als „Polyklets originales Marmorwerk“ beschriftete Abbildung wird korrigiert; die Lernenden legen eine Karte mit den Kategorien erhalten, ergänzt, verloren und erschlossen an.
- Standbein und Spielbein: Zwei Skizzen benennen das Standbein unterschiedlich, weil Betrachter- und Figurenperspektive vermischt sind; erarbeitet wird, wie Becken, Schultern und Rumpf auf eine Gewichtsverlagerung reagieren.
- Chiastische Beziehungen: Zwei Schemata zur überkreuzten Organisation werden auf ihre Aussagekraft geprüft, auch im Hinblick auf Merkmale wie Kopfwendung, die ein einfaches Schema nicht erfasst.
- Kanon und Verhältnisdenken: An einer 28 cm hohen Modellzeichnung mit Kopfhöhen von 3,8 oder 4,0 cm werden zwei Verhältnisse berechnet und die Abweichung erklärt.
- Ideal und Wirklichkeit: Eine fiktive Sportwerbung mit ausschließlich jungen Körpern wird mit der idealisierten antiken Körperdarstellung verglichen, anschließend gestalten die Lernenden ein Gegenbild.
- Plastikanalyse zusammenführen: Ein Absatz mit sechs Fachbegriffen und dem Schluss „Die Statue ist schön“ wird nach dem Muster Befund, Beziehung und Wirkung überarbeitet; es folgt eine eigene Plastikanalyse mit beschrifteter Skizze.
Was das Material enthält
- Lernheft für die Oberstufe (PDF, 32 Seiten): Orientierung, sechs Module zu je vier Seiten mit Lerntext, eigenem Dossier und den Aufgaben A (Analyse), B (Verfahren und Gestaltung) und C (begründetes Urteil), dazu Hilfe I (schrittweise) und Hilfe II (selbstständige Vertiefung), Lernspur, Fachbegriffe, Gruppenpuzzle mit Belegen, Abschlussaufgabe und großzügige Arbeitsflächen.
- Lehrkräfteteil (PDF, 20 Seiten): didaktische Konzeption, Reihenübersicht mit Zeitbedarf, Verlaufsplanung je Modul, Lösungen und Erwartungshorizonte, Differenzierung, typische Fehlannahmen, Bewertungsraster über 100 Punkte, Lösung zur Abschlussaufgabe, Bildnachweise und Quellen.
- Bearbeitbare Textfassung (DOCX): mit eigenem Umbruch; Grafiken und Arbeitsflächen gibt es nur in den PDFs.
Das Bewertungsraster verteilt 20 Punkte auf Befunde und Belege, 25 auf die fachliche Erklärung, 25 auf Vergleich beziehungsweise Gestaltung, 15 auf das begründete Urteil und 15 auf Struktur und Fachsprache. Der Lehrkräfteteil versteht die Verteilung als Unterrichtsvorschlag; schulische und amtliche Vorgaben gehen vor.
Einsatz im Unterricht
Die Kernreihe benötigt sechs Doppelstunden. Das Gruppenpuzzle (45 bis 60 Minuten) und die Abschlussaufgabe mit Besprechung (60 bis 90 Minuten plus Rückmeldung) kommen zusätzlich hinzu, eine größere bildnerische Ausarbeitung braucht mindestens eine weitere Doppelstunde. In der Abschlussaufgabe prüfen die Lernenden eine Werbung, die mit einer „exakten Sieben-Kopf-Formel“ Schönheit beweisen will, entwickeln ein überprüfbares Messmodell und beurteilen den Einsatz historischer Ideale als heutige Körpernorm.
Differenziert wird über einen zugänglichen Einstieg mit zwei präzisen Befunden vor jeder Deutung, Satzmuster und Hilfe I; Hilfe II verlangt eigene Kriterien und die Prüfung von Gegenbefunden. Als typische Fehlannahmen führt der Lehrkräfteteil an: Original und spätere Marmorfassung werden verwechselt, „rechts“ wird aus der Betrachterperspektive statt aus der Figurenperspektive angegeben, „natürliche Haltung“ gilt bereits als Erklärung, und eine einzige Zahlenformel soll Schönheit garantieren. Die Messdaten der Reihe stammen von eigenen Modellen und nicht vom Doryphoros.
Bezug zum Abitur
Das Material nennt für die griechische figurative Plastik den Schwerpunkt 2028 und 2029. Die Aufgaben sind eigene Unterrichts- und Übungsaufgaben und keine amtlichen Abituraufgaben. Das NRW-Dokument für 2028 wurde als Vergleich geprüft; eine vollständige Vorgabenkonformität für 2029 oder andere Bundesländer wird nicht behauptet. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben zum Zentralabitur (für NRW: Standardsicherung NRW). Das Material ist nicht ministeriell geprüft.
Wer mehrere Themen der griechischen Plastik unterrichtet, findet die vier Reihen gebündelt im Sparpaket Griechische Plastik: Kouros, Polyklet, Hellenismus, Rezeption. Inhaltlich schließt Hellenismus in Bewegung: Laokoon, Pergamonaltar und Pathos an die Frage nach Bewegung und Körperordnung an.
Lieferung und Lizenz
Der Download steht nach dem Kauf sofort bereit. Lernheft und Lehrkräfteteil liegen als PDF vor, die bearbeitbare Textfassung als DOCX. Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft, die Schullizenz für alle Lehrkräfte einer Schule.
Die Titelillustration ist eine gekennzeichnete KI-Lehrillustration mit erfundener Szene und kein Originalwerk. Die Originalwerke erschließen Sie über die im Lehrkräfteteil angegebenen Museums- und Werkzugänge, darunter die Seite des Metropolitan Museum of Art zum Diadoumenos-Typus als Vergleichsobjekt und eine Werkseite zum Doryphoros in Neapel. Videodateien sind nicht enthalten. Rechte an Originalabbildungen werden mit dem Material nicht übertragen.
Häufige Fragen
Warum wird der Doryphoros nicht einfach als Original behandelt?
Das Bronzewerk ist verloren, bekannt ist der Typus durch spätere Fassungen. Das erste Modul trainiert deshalb, die konkret betrachtete Fassung zu identifizieren und Aussagen zum Typus von Aussagen zum erhaltenen Objekt zu trennen.
Wird hier eine Proportionsformel als gültig vermittelt?
Nein. Eine exakte Universalformel gilt als nicht zweifelsfrei überliefert, und das Messmodell arbeitet mit eigenen Modelldaten statt mit Messwerten vom Doryphoros. Ein historischer Kanon ist ausdrücklich keine Bewertungsvorschrift für reale Menschen.
Sind die Abbildungen der Werke im Heft enthalten?
Die Titelillustration ist eine gekennzeichnete KI-Lehrillustration. Die Originalwerke sichten Sie über die im Lehrkräfteteil angegebenen Museums- und Werkzugänge, Rechte an Originalabbildungen werden nicht übertragen.
Wie lange dauert die Reihe?
Sechs Doppelstunden bilden die Kernreihe. Gruppenpuzzle und Abschlussaufgabe mit Besprechung brauchen zusätzlich 45 bis 60 beziehungsweise 60 bis 90 Minuten.

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PDF · Sofort-Download · 32 Seiten
FAQ zu diesem Material
Bewertung: Polyklet und der Kanon – Kontrapost, Proportion und Doryphoros | Un...
Polyklet und der Kanon – Kontrapost, Proportion und Doryphoros | Unterrichtsr... ist eine vollständig ausgearbeitete Unterrichtsreihe für Kunst in EF · Q1 · Q2. Stärke des Materials ist die direkte Einsatzbereitschaft: Arbeitsblätter, Lösungen und Erwartungshorizont liegen fertig vor, sodass eine Stunde ohne zusätzliche Vorbereitung starten kann.
Passend für Lehrkräfte, die ein Thema kurzfristig abdecken, für Referendarinnen und Referendare mit hohem Planungsdruck und für Vertretungsstunden – und überall dort, wo eine Stunde kurzfristig stehen muss.
ⓘ KI-Transparenz
Bei der Erstellung dieses Materials können KI-gestützte Systeme zur Erstellung oder Bearbeitung von Texten, Illustrationen und Bildern eingesetzt worden sein. Dies umfasst auch stilisierte sowie realistisch wirkende künstlich erzeugte oder bearbeitete Darstellungen. KI-unterstützte Inhalte werden redaktionell geprüft und bearbeitet. Synthetische Darstellungen sind, sofern nicht anders gekennzeichnet, nicht als dokumentarischer Nachweis realer Personen, Orte oder Ereignisse zu verstehen.
